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schreibpädagogik und psychische erkrankungen

 

zwei aspekte ergeben sich für die leitung von schreibgruppen im zusammenhang mit psychischen erkrankungen. zum einen kann es passieren, dass unter den teilnehmerInnen während der durchführung der gruppe psychische erkrankungen zu tage treten können. zum anderen können spezielle schreibgruppen für menschen mit psychischen erkrankungen angeboten werden.

in bezug auf den ersten punkt kann es zu schwierigkeiten kommen, die teils schwer zu bewältigen sind. schreiben, egal ob biografisch oder kreativ, kann bei menschen emotionen auslösen, die sie in eine krise bringen oder eben eine psychische störung auslösen. das schreiben an sich, verursacht dies nicht, es muss im vorfeld schon etwas vorgefallen sein, schon zu einer erkrankung gekommen sein und durch das schreiben müssen dann nur die emotionen transportiert werden. deshalb sollte im vorfeld einer schreibgruppe sehr klar formuliert werden, ob sie auch therapeutische aspekte berücksichtigt oder nicht. sollte man als leitung keine ausbildung in diese richtung erfahren haben, sollte man auf alle fälle weiter verweisen, wenn es zu vorfällen kommt. wichtig scheint es, in momenten des zutagetretens von störungen, klare grenzen der gruppe zu formulieren und das einzelgespräch mit den teilnehmerInnen zu suchen. es scheint mir wichtig, dass nur dann eine lösung gesucht werden muss, wenn die erkrankung den ablauf der schreibgruppe stark beeinflusst. kleine störungen können auch so oder so in schreibgruppen auftreten. und das schreiben an sich, soll ja auch dazu dienen, sich seiner selbst zu vergewissern. warum sollte dies nicht auch ein mensch mit psychischen erkrankungen machen können?

womit wir beim zweiten der oben aufgeführten punkte wären, Weiterlesen