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selbstbefragung (140) – psyche

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „psyche“.

  • wie wichtig sind ihnen psychologische vorgänge und gedanken über die eigene psyche? warum?
  • kennen sie psychische ausnahmezustände bei sich selbst? beschreiben sie.
  • waren sie schon einmal in psychotherapie?
  • welche extremen situationen gab es in ihrem leben und wie sind sie damit umgegangen?
  • wie können sie sich am besten entspannen und beruhigen?
  • was regt sie am meisten auf?
  • wie stark fühlen sie sich in ihrem leben von ihrer kindheit und den erlebnissen in dieser zeit beeinflusst?
  • wann zeigen sie ihre emotionen offen? beschreiben sie.
  • wann zeigen sie ihre emotionen nicht offen? beschreiben sie.
  • was interessiert sie noch zu ihrer psycho und aus der psychologie? worüber möchten sie mehr wissen?

hier können sie weitere 1000 fragen als pdf-datei runterladen.

schreibberatung und finden

die richtigen schreibberaterInnen für das eigene anliegen zu finden, gestaltet sich ebenso schwer, wie die richtige schreibgruppe für die eigenen interessen zu finden. es gibt keinen umfassenden kriterien, die für alle schreibberatungen verallgemeinerbar sind.

menschen, die schreibberatung oder schreibcoaching anbieten, kommen aus den verschiedensten professionen. angefangen bei der germanistik über die literaturwissenschaft, kommunikationswissenschaft, pädagogische ausbildungen, dem lektorat bis zur psychologie oder diversen sozialwissenschaften, die verschiedensten berufsbiografien haben menschen der schreibberatung näher gebracht. allen gemein ist, dass sie sich meist schon länger mit dem schreiben beschäftigen und jeweils vorstellungen entwickelt haben, was bei schreibkrisen weiterhelfen kann.

ähnlich wie bei anderen beratungsangeboten, gibt es bis heute keine eindeutige effekt- und effizienzforschung. schaut man sich die über jahrzehnte durchgeführte psychotherapie-forschung an, dann zeigt sich schon dort, dass der nachweis von (positiven und negativen) effekten schier unmöglich ist. denn man befindet sich hierbei auf einem absolut subjektiven terrain und es kann nicht trennscharf ermittelt werden, was den therapien (oder beratungen) zu verdanken ist und was den sonstigen ereignissen oder einzelnen personen zu verdanken ist.

so zeigte sich in der psychotherapie-forschung zum beispiel, dass schon die anmeldung zum erstgespräch oder auch das erstgespräch einen effekt haben können, sogar einen positiven, da der schritt, etwas verändern zu wollen, genügte, selbstständig veränderungen herbeizuführen. ähnliches lässt sich für die schreibberatung vermuten. nicht alle interessentInnen werden als klientInnen bei den beraterInnen landen. allein die vorherige auseinandersetzung mit der schreibkrise und die überlegungen zu unterstützungsmöglichkeiten könnten eine veränderung hervorrufen.

da sich auch in der schreibberatung vieles um subjektive wahrnehmung, selbstreflexion und persönliche schwierigkeiten dreht, kann man ähnliches wie bei der suche nach therapeutInnen oder supervisorInnen empfehlen: die chemie sollte stimmen. man darf gern seinem ersten eindruck folgen. auch wenn eine schreibberatung nicht immer sehr persönliche fragestellungen Weiterlesen

„der therapeut für die hosentasche“ von therese borchard – ein buchtipp

lebensweisheiten helfen, sonst würden sie ja nicht lebensweisheiten heissen. ähnliches ist bei sinnsprüchen der fall oder bei sprichwörtern. alle sind geronnene formen von alltäglichen erkenntnissen, die sich gern wiederholen. und viele sind aus schwierigkeiten und problemen heraus entstanden.

und so begab sich vor etlichen jahren eine frau ins internet, um über ihre psychischen probleme zu berichten, aber vor allen dingen auch, um ihre lösungswege und -versuche zu veröffentlichen. so bloggte therese borchard seit etlichen jahren und gewann beständig leserInnen, die mit ihren überlegungen und beschreibungen etwas anfangen konnten.

was selten vorkommt, sich aber manchmal doch umsetzen lässt: aus dem blog von therese borchard (siehe http://blog.beliefnet.com/beyondblue/ ) ist ein büchlein geworden: „der therapeut für die hosentasche – 144 tipps für emotionale notfälle – ein unverzichtbarer begleiter für den alltag„.

die autorin hatte nie vor, ihre erkenntnisse zu verallgemeinern. sie beschreibt nur, was ihr gut getan hat. sie beschreibt, wie sie mit neurotischen und psychotischen situationen umgegangen ist. was ihr geholfen hat und was ihr nicht geholfen hat. dies ist meist subjektiv, kann aber auch anderen helfen. der blog lief nur deshalb so gut, weil sich viele menschen, in ähnlichen situationen wiedergefunden haben. und man sollte ernst nehmen, was auf dem buch steht: es geht wirklich um emotionale notfälle, also etwas, was nicht jeder mensch jeden tag erlebt, aber genug menschen, beinahe täglich. (sonst würde man auch keinen therapeuten, keine therapeutin aufsuchen).

und so werden aus berichten, kleine lebensweisheiten für menschen in krisenhaften situationen. da kann auch solch ein büchlein hilfreich sein. und dann kann man auch darüber hinweglesen, dass eine der lösungen von therese borchard im christlichen glauben liegt. auch dies ist geschmackssache, besser glaubenssache, und kann manchen helfen, anderen wieder nicht. wie alles in diesem buch, kann man dies nur für sich selber entscheiden. aber ein blick hinein lohnt sich, wenn man nach wegen sucht, heftige psychische krisen durchzustehen.
das buch ist 2011 im schwarzkopf & schwarzkopf verlag in berlin erschienen. ISBN 978-3-86265-042-2

storytelling

schlicht formuliert, werden geschichten erzählt. wir alle erzählen geschichten. wenn wir uns in kneipen, auf partys oder bei empfängen treffen, erzählen wir geschichten. immer wenn menschen ungezwungener kommunizieren und keine einseitige kommunikation stattfindet werden geschichten erzählt. bevor geschrieben wurde, wurden geschichten erzählt. heute werden auch schriftlich viele geschichten erzählt. so ist storytelling ein sehr weit zu fassender begriff, der mit verschiedenen bedeutungen belegt wird.

denn storytelling ist heutzutage auch eine methode. diese methode geht weit über die gute-nacht-geschichte hinaus, die kindern am bett erzählt wird. so wird wissen in geschichten verpackt, um durch das mentale hintertürchen die zuhörer zu erreichen. märchen und fabeln sind wahrscheinlich die berühmteste variante des lehrhaften (pädagogischen) geschichten erzählens. die geschichte bietet die möglichkeit von der realtität zu abstrahieren und einen „neuen“, „unwahrscheinlichen“ oder „alternativen“ weg einer problemlösung oder einer fragestellung aufzuweisen.

darum ist geschichtenerzählen (storytelling) inzwischen auch im therapeutischen, im pädagogischen und im wirtschaftlichen bereich angelangt. wenn man tatsachen in geschichten verpackt nimmt man ihnen die gewalt und scharfe realität, ohne die botschaft dabei zu verlieren. letztendlich kann das storytelling auch im kreativen und biografischen schreiben angewendet werden. packen sie zum beispiel ihr leben in ein märchen, suchen sie metaphern für die botschaften die sie vermitteln möchten. aber auch in den visuellen kreationen wie filmen und videos werden zuhauf geschichten erzählt, die nicht nur eine platte geschichte sind, sondern die gleichzeitig eine botschaft vermitteln.

so gibt es zum beispiel das angebot, mit hilfe von fotografien und einer schulung im storytelling, die eigene lebensgeschichte zu erzählen. Weiterlesen