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schnickschnack (113)

im rahmen der selbstoptimierung kann alles noch ein wenig effektiver und schneller werden. einer der boomenden begriffe ist das „zeitmanagement“. so sind inzwischen jeder und jede aufgerufen, sich selber perfekt zu takten. und da die zeiten zwischen arbeit und freizeit in vielen berufen verschwimmen, da die erreichbarkeit eines jeden im vordergrund steht, darum ist vieles verbesserungsbedürftig.

also gestalten sie sich doch ihr leben noch ein wenig schneller, gehetzter, getakteter und effektiver. wozu zeit mit überflüssigem wie smalltalk oder hobbies verschwenden, es geht doch auch anders 😉 schon vor einiger zeit erschienen im magazin der süddeutschen zeitung 33 hilfreiche tipps, wie man im rahmen der selbstoptimierung noch mehr zeit sparen kann: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36760 .

so humorvolle die ratschläge sind, sie treffen ins schwarze, bei dem planungs- und organisationswahnsinn, dem die meisten von uns inzwischen unterliegen. wenn kinder und jugendliche schon mit terminkalendern rumlaufen, um noch ihren alltag überblicken zu können und wenn erwachsene sich piepend auf den nächsten zeitabschnitt aufmerksam machen lassen müssen, dann scheint irgendetwas nicht mehr zu stimmen.

die einfachere variante bestünde darin, den kalender in einer reform verändern zu lassen und jedem tag 36 stunden zu zu weisen. die veränderung von kalendern diente auch früher schon den wirtschaftlichen anforderungen, warum darauf im rahmen der wirtschaftskrisen nicht zurückgreifen? 😯

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schreibpädagogik und möglichkeitsdenken

im letzten post zum thema schreibpädagogik habe ich die beteiligung der teilnehmerInnen von schreibgruppen bei der gestaltung angesprochen gehabt. das ist die eine möglichkeit, die selbstgestaltung und -hilfe zu den eigenen schreibprozessen zu fördern. eine andere besteht darin, das möglichkeitsdenken, das durch das kreative schreiben eh schon gefördert wird, bei problemlagen zu nutzen. was bedeutet dies?

oft kommt es in schreibgruppen vor, dass teilnehmerInnen über formen von schreibblockaden, zeitdruck oder andere schwierigkeiten im zusammenhang mit dem schreibprozess klagen. sie erhoffen sich von der leitung einer schreibgruppe unterstützung und hilfe, die ihnen bei der bewältigung der schwierigkeiten nützlich ist. dabei kommt es oft zu eindeutigen ratschlägen von der gruppenleitung, was zu tun sei, um alles in den griff zu bekommen. das erscheint mir nicht sehr sinnvoll, da es die sehr subjektiven gründe der eigenen schreibschwierigkeiten außer acht lässt. in diesem zusammenhang empfiehlt sich ein vorgehen nach dem motto „hilfe zur selbsthilfe“.

es wäre zu fragen, was die teilnehmerInnen denn benötigen, damit die schwierigkeit überwunden werden kann. dies kann entweder in einem gruppengespräch stattfinden (wenn sich die schreibgruppe schon relativ vertraut ist) oder ansonsten in einem einzelgespräch vor oder nach der schreibgruppe. im weiteren gespräch wären die teilnehmerInnen bei der suche nach handlungsmöglichkeiten einzubinden. Weiterlesen