Schlagwort-Archive: rätsel

wortklauberei (75)

nicht kirchensteuerpflichtig = VD

manchmal gibt einem das leben wirklich rätsel auf, die auch, nachdem man etliche leute gefragt hat, nicht gelöst werden können. deutschland ist sowieso ein land, dass bei der erstellung von amtlichen anträgen und bögen eine sprache verwendet, die teils unverständlich oder schwerfällig daher kommt.

vor kurzem kam mir ein bogen in die hand, in den einzutragen ist, welche religionszugehörigkeit (steuerpflichtiger art) man mit sich bringt. da gibt es die möglichkeit „evangelisch“ mit „EV“ einzutragen und „römisch-katholisch“ mit RK. so weit, so gut. doch dann taucht eben dieses „nicht kirchensteuerpflichtig“ auf, das ich auch noch verstehe. und ich rechnete mit der abkürzung „NK“. aber weit gefehlt. ein schlauer kopf fand die abkürzung „VD„.

stünde dies in einem kreuzworträtsel, würde die aufgabe lauten: „abk. für nicht kirchensteuerpflichtig“. und man würde bei der auflösung darüber rätseln, was möchte uns der erfinder des bogens oder der staat mit „VD“ sagen? ein blick ins internet und man stellt fest, noch mehr menschen rätseln ob dieser bezeichnung. eine angebliche antwort ist „verschieden denkend“. und schon wird eine seltsame vorstellung abgekürzt: die vorstellung, dass glaube und denken identisch seien. wie denkt man denn evangelisch oder römisch-katholisch?

zumindest käme „verschieden denkend“ meinen eigene wortklaubereien recht nahe. ich entschied mich für „voll daneben“ oder „voll doof„. das kann man mit verschieden denken gut in einklang bringen. sicher scheint mir das alles nicht. andere behaupten es wäre einfach die abkürzung für „verschieden„. doch wer wählte dann das „D“ als richtungsweisend? ich muss jedenfalls feststellen, dass alle abseits von „RK“ und „EV“ erst einmal in einen topf geworfen werden, gott hin oder her, und ab diesem moment „verdammt diabolisch“ wirken. vielleicht steht „VD“ auch für „verdamnis„?

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schreibpädagogik und suche

was kann man mit schreibgruppen suchen?
ich werde hier ein paar beispiele auflisten, auf welche suchen man sich begeben kann:

auf der suche nach dem idealen schreibort. in schreibgruppen kann man schritt für schritt das jeweils eigene schreibverhalten der teilnehmerInnen analysieren und daraus schlüsse ziehen lassen, wie der ideale schreibort zuhause gestaltet sein sollte. was lenkt ab und fördert?
aber man kann noch einen schritt weiter gehen und mit der gruppe in der stadt, in einer schönen landschaft, in verschiedenen gebäuden kleine schreibübungen durchführen. diese orte dienen nicht nur der schreibanregung, sondern können auch unter dem blickwinkel „wie gut kann man an diesen orten schreiben?“ betrachtet werden. so finden die teilnehmerInnen eventuell für sich den idealen schreibort außerhalb der eigenen vier wände.

auf der suche nach des rätsels lösung. schreibgruppen sind meist freizeitgruppen, die dem sozialen kontakt und dem vergnügen dienen. da ist es eine wunderbare abwechslung, wenn zu einem treffen ein schreib-rallye veranstaltet wird. entweder organisiert man in den gruppenräumen stationen, die zu durchlaufen, zu entschlüssen und zu bedienen sind oder man begibt sich wieder nach draußen und lässt die teilnehmerInnen einem vorher organisierten pfad durch die stadt, eine landschaft folgen. diese rallye ist gespickt mit schreibanregungen, die sich nach der lösung einer aufgabe ergeben. so wird das spielerische mit dem schreiben verbunden.

auf der suche nach dem historischen einfluss. man kann mit schreibgruppen historisch bedeutsame orte, friedhöfe oder museen besuchen, um die ausstrahlung der orte und der dahinter liegenden geschichte zur schreibanregung zu nutzen. man kann die schreibgruppe mit historischen stadtführungen oder museumsführungen verknüpfen und anschließen geschichten und texte verfassen lassen. oder man gibt selber einen kurzen abriss von den geschichten der vergangenheit, damit sich die teilnehmerInnen besser in die ehemalige atmosphäre versetzen können.

auf der suche nach dem idealen feedback. in regelmäßigen abständen kann in schreibgruppen eine reflexion über die bisher erfolgten feedbacks durchgeführt werden. Weiterlesen

schreibidee (67)

menschen spielen gern. egal ob jung oder alt, einmal angefangen, finden die meisten spaß am spielen. eine möglichkeit dies umzusetzen sind so genannte schreibspiele. doch man kann die ganze sache auch andersrum angehen. und zwar ist das ziel dieser schreibidee, mit einer schreibgruppe rätseltexte zu verfassen.

um einen einstieg in diese form des schreibens zu finden, können erst einmal etwas anspruchsvollere kreuzworträtsel ausgeteilt werden. solche rätsel sind in der „zeit“ oder im „süddeutsche magazin“ zu finden. diese stellen nicht einfach wissensfragen, sondern erwarten von den ratenden außergewöhnliche denkmuster, um eine lösung zu finden. vielleicht können rätsel gefunden werden, die von den teilnehmerInnen nicht zu schwer gelöst werden können. man kann aber auch selbst ein umschreibendes kreuzworträtsel entwerfen, das sich zum beispiel um das kreative schreiben drehen kann.

nach dieser raterei können rätsel in gedichtform vorgelesen werden und die teilnehmerInnen werden aufgefordert ähnliches zu formulieren. dann wird reihum geraten, um was es sich handeln könnte.

und nun werden die teilnehmerInnen der schreibgruppe aufgefordert, eine geschichte zu schreiben, die mit einer frage an die leserInnen endet. das zu erratende ergibt sich aus dem text. es kann sich entweder um eine kleine kriminalgeschichte oder um ein rätsel in textform handeln. die geschichten werden vorgestellt und die schreibgruppe versucht die lösung zu erraten. dafür sollte auf alle fälle genug zeit eingerechnet werden, damit auch wirklich gespielt werden kann.

schreibidee (42)

viele menschen, beinahe alle, haben hobbys. mal ausgefallenere, wie das sammeln von flaschenöffnern, mal weniger ausgefallene, wie musik hören. ich kenne keinen menschen, der kein hobby hat. diese tatsache kann in einer schreibgruppe als anregung genutzt werden.

dazu bekommen die teilnehmerInnen eine hausaufgabe. sie sollen zum einen einen gegenstand auswählen, der auf ihr hobby hinweist. dieser gegenstand ist mitzubringen. also kann jemand, der segelt natürlich schlecht sein boot auswählen (schlau, nicht wahr 😛 ). doch neben den gegenständen müssen auch alle einen kurzen text von maximal einer halben seite zu ihrem hobby schreiben. es sollte vielleicht eine kleine geschichte oder begebenheit sein. diese geschichte wird an dem gegenstand befestigt.

die schreibgruppenleiterInnen sammeln die gegenstände ein und stellen einen nach dem anderen mit seinem kurzen text vor. nun kann die schreibgruppe raten, wer diesem hobby nachgeht. nach dieser runde des kennenlernens der interessen der anderen, wählen sich die schreibgruppenteilnehmerInnen das interessanteste der vorgestellten hobbys aus. dieses mal kann es auch weiterhin das eigene sein. denn nun soll eine geschichte geschrieben werden, in der das hobby eine schlüsselrolle spielt. es kann sich entweder um einen liebesgeschichte, eine kriminalgeschichte oder eine science-fiction-geschichte handeln. wie das hobby darin auftaucht bleibt den teilnehmerInnen überlassen. ob mord durch stricknadeln, kochen im jahr 2030 oder liebe auf dem reiterhof (mit dem titel „das leben ist kein ponyhof“) 😮 .