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woche der selbstbefragung – zur jahresendzeit

die menschen werden in den nächsten tagen ein wenig ruhiger, auch wenn laut werbung „weihnachten unter dem baum entschieden wird“. gerade befinden sich die meisten noch im stress, es ist alles zu regeln und vorzubereiten, post und jahresabschlüsse stehen an, die hektik befindet sich auf ihrem höhepunkt.

und dann kommt die zeit zwischen den jahren. da wird so manche-r nachdenklich, zieht ein wenig bilanz des letzten jahres und versucht das nächste zu planen, sich gute vorsätze zu formulieren. man muss so etwas nicht tun, aber vielleicht braucht es auch einen anlass und eine gewisse ruhe. dem soll hier ein wenig rechnung getragen werden.

ich werde diese woche vor allen dingen selbstbefragungen in den blog stellen, die vielleicht den rückblick unterstützen, die vorsätze befördern. außerdem findet man in den nächsten tagen sowieso nicht die zeit, viel zu lesen. man kann die fragen abrufen, mit sich rumtragen und in sich reifen lassen. oder man ignoriert sie und überlässt es anderen eine bilanz zu ziehen.

wer jedoch anregungen sucht auf dem weg zur selbstvergewisserung, kann sich auch die ersten 100 selbstbefragungen zu verschiedenen themen als pdf-datei hier runterladen: https://schreibschrift.wordpress.com/2011/06/02/selbstbefragungsfragen-als-pdf-datei/ . mein tipp: nicht zu viel nachdenken, spontan beantworten und später erstaunt sein, was einem so alles durch den kopf geht 😉 erholsame feiertage wünscht

christof zirkel

p.s.: man kann die antworten auch aufschreiben. das bekräftigt manchen entschluss, manche erinnerung.

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biografisches schreiben und finden

wer sich auf die suche nach der eigenen lebensgeschichte begibt, möchte gern etwas finden. meist geht es um erinnerungen, um gefühle von damals und auch um antworten auf manche fragen, die man bisher nicht beantworten konnte. fängt man einmal an, seinen lebensweg aufzuschreiben, fallen einem immer mehr details ein. und die weitere suche kann ganz konkret werden.

da erinnert man sich an beste freundInnen von damals, an lehrerInnen, die einen stark beeinflusst haben, an arbeitskollegInnen oder an beziehungspartnerInnen, die man aus den augen verloren hat. und man begibt sich auf die suche nach manchen, da man wissen möchte, was aus ihnen geworden ist, wie es ihnen geht oder weil man sich nach einem kontakt zurücksehnt, den man als sehr angenehm empfunden hatte.

zum einen blendet man in der rückschau gern mal die gründe aus, weshalb man nicht weiter kontakt gehalten hat, zum anderen glaubt man gern daran, dass sich grundlegend etwas veränderte. das ist oft nicht der fall. am besten kann man dies bei jahrgangstreffen der schulen, die man mal besuchte feststellen. selbst in 20 oder 30 jahren verändern sich die personen und ihre haltungen meist weniger als man vermutet. es entsteht darum nicht selten schnell wieder eine recht vertraute atmosphäre.

es kann jedoch auch zu ernüchterungen kommen. in der erinnerung scheinen viele momente angenehm und lebhaft gewesen zu sein, aber wenn man sich dann wieder in dem kontext bewegt, dann stellt man fest, was einen störte, was nicht so spannend war, wie es Weiterlesen

biografisches schreiben und helfen

es soll nicht darum gehen, ob jemand hilfe benötigt, wenn er beim verfassen seiner biografie unangenehme erinnerungen weckt. es geht mir vielmehr darum, dass man beim betrachten der eigenen lebensgeschichte den fokus auf das helfen oder die hilfe, die man erhalten hat, lenken kann. viel zu oft sind menschen ab einem bestimmten punkt frustriert, da sie beständig anderen geholfen haben, aber selbst keine hilfe erhalten. doch wenn sie genau schauen, sich ihrer biografie zuwenden, dann werden sie meist erkennen, dass ihnen zum einen oft geholfen wurde, dass aber auch zum anderen, hilfe geben nicht nur ein selbstloser akt war.

denn wäre es ein selbstloser akt gewesen, dass man anderen menschen geholfen hat, dann würde man später nicht auf den gedanken kommen, anderen so oft geholfen zu haben, aber nichts dafür zurück zu bekommen. in diesen momenten fängt jemand an, gegeneinander aufzurechnen. schauen sie einmal genau auf ihre lebensgeschichte. was haben sie empfunden, wenn sie helfen konnten? und was haben sie empfunden, wenn sich jemand nicht helfen lassen wollte? was waren das für situationen, in denen sie ihre hilfe angeboten haben?

bei genauerer betrachtung der eigenen biografie kann einem auffallen, dass man immer aus hilfssituationen für sich selber etwas gewonnen hat. sei es dankbarkeit, sei es anerkennung, sei es, beschäftigt zu sein, sei es ein gutes gefühl oder anregungen für reflexionen über die eigene lebenssituation. hilfe ist nie selbstlos. sie wird nur schal, wenn sie ausschließlich auf profitgedanken basiert. aber auch dies können biografisch schreibende nur für sich selbst entscheiden. doch es kann hilfreich sein, lebenssituationen einmal nach hilfssituationen zu durchforsten.

gleichzeitig schärft dies beim betrachten des eigenen lebens auch den blick für situationen, in denen man hilfe erhalten hat. es sind manchmal keine großen, dramatischen momente, Weiterlesen

liste (17) – neujahrsgedanken

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um allgemeine „neujahrsgedanken„.

davon hatte ich zu viel im letzten jahr:

davon hatte ich zu wenig im letzten jahr:

davon möchte ich eine gehörige portion im nächsten jahr:

das wird im nächsten jahr passieren:

davon träume ich: