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schreibidee (119)

frühlingsgefühle öffnen die herzen und lassen die hormone sprudeln wie sonst kaum. da schadet es auch nicht, dass man zu liebesromanen greift und mit den protagonistInnen leidet, weint und schluchzt. nach dem motto, „was andere schreiben können, kann ich auch“, wird als schreibanregung dieses mal die „schnulze“ gefördert.

einstieg in die schreibidee ist das sammeln von klassischen satzkonstruktionen, die immer wieder in schnulzen auftauchen. dazu kann man entweder der schreibgruppe so genannte groschenheftchen mitbringen, die dann durchgearbeitet werden. mehr spaß macht aber das eigene formulieren klassischer „schnulzensätze“. alle teilnehmerInnen sollen je zehn sätze formulieren wie zum beispiel „sie bebte leicht als er ihr aus versehen zart über den arm strich“. diese sätze werden anschließend gesammelt und entweder auf einem flipchart oder an einer tafel notiert. sie stehen nun allen teilnehmerInnen zur verfügung. außerdem wurden von den leiterInnen große emotionen auf kleine zettel geschrieben. alle teilnehmerInnen der schreibgruppe ziehen einen zettel, also eine emotion, die die basis ihrer geschichte darstellen soll. es kann sich dabei zum beispiel um „furcht“, „angst“, „liebe“, „sehnsucht“ oder andere handeln. aus den ganzen zutaten werden nun jeweils schnulzige texte verfasst.

anschließend werden die texte vorgelesen und von den anderen schreibgruppenteilnehmerInnen „schmalzpunkte“ vergeben, um am schluss festzustellen, welche geschichte am schmalzigsten ist. diese geschichte wird zur grundlage der nächsten schreibanregung. denn nun soll aus dem gewinnertext ein romantisches gedicht verfasst werden. dabei kann verdichtet werden, der inhalt aufgegriffen werden und ein neues gedicht verfasst werden oder ein satz aus dem text als überschrift gewählt werden. die gedichte werden zum abschluss vorgetragen, anschließend gibt es schmalzbrote oder frühlingsquark für alle teilnehmerInnen zu essen.

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