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schreibberatung und suche

wie findet man die für sich passende schreibberatung? welche kriterien können einem bei der suche nach schreibberaterInnen helfen? und wann sollte man sich auf die suche begeben? es ist schwierig, allgemeingültige rezepte für die schreibberatung zu benennen. dafür ist das angebot zu vielfältig und sind die gründe für eine beratung zu verschieden. aber ein paar anhaltspunkte aus anderen beratungsrichtungen kann man schon benennen.

das internet ist wahrscheinlich die größte hilfe, bei der suche nach schreibberaterInnen. da dies bis heute kein ausbildungsberuf ist und auch kein verband der schreibberaterInnen existiert, also die kriterien für schreibberatungen nicht einheitlich sind, macht es sinn, sich bei mehreren anbietern zu erkundigen. selbst wenn die kriterien eindeutig wären, macht eine anfrage bei diversen anbietern sinn. denn man begibt sich in eine beratung. meist sind beratungen besonders effektiv, wenn man das gefühl hat, ich kann mit der person, die mir unterstützung gibt, ganz gut.

man soll sich mit beraterInnen nicht befreunden, aber man sollte bei beraterInnen das gefühl haben, dass die eigenen anliegen in einem fruchtbaren austausch gut aufgehoben sind. und erstaunlicherweise ist der erste eindruck oft sehr treffend. es macht nicht viel sinn, sich in eine beratung bei jemandem zu begeben, der oder die einem von anfang an unsympathisch sind. und da wir menschen sehr verschieden sind, sind auch die zu- und abneigungen absolut subjektiv. die arbeitsbeziehungen in einer beratung gestalten sich also ebenso individuell wie freundschaften und partnerschaften.

kriterien für eine gute schreibberatung zu benennen ist noch schwieriger. platt formuliert: das hängt ganz von den anliegen ab. hier kann (und sollte) man klar benennen, welches anliegen oder bedürnis man hat. daraufhin können die beraterInnen sagen, ob sie die erwartungen erfüllen können oder nicht. und sie werden dies tun. wer schon einmal beratung gemacht hat, Weiterlesen

schreibberatung und mut

der mutigste schritt besteht wahrscheinlich darin, sich einzugestehen, dass man allein nicht weiterkommt und hilfe benötigt. denn unsere gesellschaft ist zwiespältig in bezug auf zu erbringende leistungen. schreiben wird sehr einseitig gelehrt. der schwerpunkt liegt auf schönschrift und grammatik, andere formen der lehre tauchen nur selten auf. gleichzeitig wird jedoch erwartet, dass in bestimmten situationen das schreiben und formulieren von allein funktioniert. alle gehen davon aus, dass man sich nur ein wenig zusammenreissen müsse und schon läuft es wie beim aufsatz-schreiben in der schule.

ich möchte hier keine drohgebilde produzieren. ja, es kann so einfach laufen, und das ist schön. aber das schreiben kann auch schwer fallen. wenn aber alle drumherum zu verstehen geben, dies dürfe nun wirklich nicht das problem sein, dann fängt man an, sich zu fragen, was man nur falsch mache. der nächste schritt, nämlich zu sagen, ich brauche hilfe, bei mir läuft das nicht so locker, wie es andere formulieren, ist ein erschwerter.

es hat sich bei uns noch nicht etabliert, davon auszugehen, dass man schreiben auch in bezug auf die ideen und die kreativität lernen kann. hier schwirrt die schriftstellerInnen-aura durch die vorstellungen: entweder man habe talent oder eben nicht, einen ansprechenden und lebhaften text produzieren zu können. im job und in den wissenschaften sei dies sowieso nicht so notwendig. mutig ist es, sich aus diesen vorstellungen freizustrampeln.

mutig ist es auch, den nächsten schritt zu machen, sich beraterInnen zu suchen. zu telefonieren oder zu mailen, um einen termin zu vereinbaren, und dabei immer wieder seine schreibgeschichte offen zu legen. es sich selber einzugestehen, dass man hilfe benötigt ist etwas anderes als dann auch noch unbekannten dritten von den persönlichen schwierigkeiten zu berichten. jedoch, ist dieser schritt geglückt, dann Weiterlesen