Schlagwort-Archive: schreibübungen

zwei mal 50 schreibideen stehen als pdf-datei zum download bereit

hier im „schreibschrift“-blog habe ich inzwischen 350 schreibideen veröffentlicht. es wurde zeit, alle ein wenig zu bündeln, zu layouten und als kleine pdf-broschüre zur verfügunge zu stellen. zwei packungen von jeweils 50 schreibideen, also die ersten hundert hier im blog veröffentlichten, sind fertiggestellt und hochgeladen. sie sind nicht hier im blog zu finden, sondern auf meiner „schreibboutique“-seite.

zu finden sind diese Broschüren unter http://schreibboutique.de/downloads/broschueren/. die weiteren fünf packungen von jeweils 50 schreibideen werden im laufe der zeit folgen. alle weiteren informationen kann man im vorwort der broschüren finden.

viel spaß beim lesen und beim schreiben,
christof zirkel

p.s.: sollten ideen aus den broschüren verwendet werden, wäre es eine freude, wenn der „schreibschrift“-blog erwähnt werden würde.

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350 schreibideen aus diesem blog

hier die aktuelle liste der schreibideen dieses blogs bis zur idee 350. eigentlich wäre diese auflistung gar nicht mehr notwendig, gibt es doch inzwischen einen extra-blog nur mit den schreibideen (siehe http://schreibideen.schreibboutique.de). da das hier aber so schön kurz und knapp gelistet ist, kann man vielleicht einfach mal kurz aufgrund der stichworte stöbern und etwas für sich dabei finden.

generell kann man sagen, dass sich die schreibideen seit den anfängen vor ungefähr 4 jahren ganz schön gewandelt haben. kamen sie zuerst recht schlicht und einfach daher, sind es inzwischen manchmal hochkomplexe anregungen für schreibgruppen oder für sich selbst. einfach ausprobieren ist wohl die beste variante. und noch 15 schreibideen, dann findet man anregungen für jeden tag im jahr 😉 .

viel spaß beim stöbern!

christof, der nichts dagegen hat, wenn bei der verwendung von schreibideen, der schreibschrift-blog erwähnt wird 😉

schreibidee 01: reportagefotos zu geschichten

schreibidee 02: zeit

schreibidee 03: geschlechterrollen

schreibidee 04: biografiespiel

schreibidee 05: frühling und blumen

schreibidee 06: kochrezepte

schreibidee 07: stoff

schreibidee 08: absurdes pamphlet

schreibidee 09: raum der fünf sinne

schreibidee 10: farben

schreibidee 11: tiere schreiben

schreibidee 12: kurzgeschichte zu gedicht

schreibidee 13: musikstücke

schreibidee 14: menschen an orten

schreibidee 15: psychopathologische störungen

schreibidee 16: internet – 10-klick-geschichten

schreibidee 17: jahre und wikipedia

schreibidee 18: irres aus der zeitung

schreibidee 19: intensive gefühle

schreibidee 20: baum

schreibidee 21: kreuzworträtsel

schreibidee 22: geschmacksproben

schreibidee 23: lieblingsbuch

schreibidee 24: träume

schreibidee 25: schreibrallye

schreibidee 26: angstgeschichten

schreibidee 27: sex und erotik

schreibidee 28: der körper

schreibidee 29: zeitrhythmen

schreibidee 30: filmplot

schreibidee 31: politischer kommentar

schreibidee 32: handy-gespräche

schreibidee 33: drogen

schreibidee 34: (fantasie-)reisetagebuch

schreibidee 35: möbelstück

schreibidee 36: überraschungspaket

schreibidee 37: in einem monat eine gemeinsame geschichte

schreibidee 38: minimaldialoge und comics

schreibidee 39: ordinäre sprache

schreibidee 40: naturbeobachtung

schreibidee 41: persönliches wetter

schreibidee 42: hobby

schreibidee 43: lobeshymne

schreibidee 44: katastrophen

schreibidee 45: sprichwörter

schreibidee 46: „ich habe einen traum…“

schreibidee 47: buchtitel

schreibidee 48: kleidungsstück

schreibidee 49: farbige wochentage

schreibidee 50: jubiläum und jubel

schreibidee 51: in taschen

schreibidee 52: gemeinsam ein theaterstück verfassen
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schreibideen der erotischen art

nachdem ich den blog die letzten tage beinahe ausschließlich mit schreibideen gefüllt habe, um die 350 voll zu bekommen, gleich noch ein hinweis auf weitere schreibanregungen im netz. es wurde hier schon vor einiger zeit erwähnt, dass ines witka ein schreibprojekt startet, bei dem wöchentlich schreibanregungen zum erotischen schreiben gegeben werden.

seit einigen wochen können in ihrem blog (siehe http://www.gatzanis.de/blog.html ) schreibideen zu den verschiedensten bereichen der erotik gefunden werden. diese schreibübungen sind ein novum, da sie sich ausschließlich der lustvollen seite des menschen widmen. erstaunlich, dass es solch ein angebot nicht schon früher gegeben hat. hier finden sich anregungen zu den themen fetisch, eros, wesen, sexualität, dirty talk, weihnachten und vielem mehr. beständig kommt neues hinzu.

man kann sich über die kommentarfunktion beteiligen und eigene texte einstellen. und man kann sich dabei mit den eigenen erotischen fantasien auseinandersetzen. jetzt ist das so eine sache, persönliche fantasien zu veröffentlichen, doch man muss es ja nicht unter dem eigenen namen tun.

es ist faszinierend, dass menschen zwar ihren gesamten tagesablauf und jegliche regungen ins netz stellen, aber bei erotik und sexualität wird es heikel. dabei zeigen genug untersuchungen, dass wir menschen mehrmals am tag an die körperlichen lüste denken. unsere gesellschaft hat ein skurriles gedankengebäude aus scham, moral und beichte gebaut. zum einen sind medien und werbung over-sexed, zum anderen tun es alle, aber schöne geschichten darüber zu schreiben, scheint eines der schwersten unterfangen zu sein.

wird zeit, dass sich daran etwas ändert. der blog von ines witka ist eine gute gelegenheit dafür, mehr erotik in das eigene leben zu lassen, und sei es nur in gedanken.

„die schreibfitness-mappe“ von ulrike scheuermann – ein buchtipp

„Checken – Vergleichen – Ausprobieren“ – auf diese flotte Kombination lässt sich das Angebot der Schreibfitness-Mappe von Ulrike Scheuermann verkürzen. Dabei geht es in dem Buch um eine ernste Angelegenheit. Menschen, die in ihrem Beruf viel schreiben (müssen) gelangen an einen Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Sie sind in eine Schreibkrise geraten oder ihre Texte gefallen (ihnen) nicht und sie suchen nach einer Lösung aus diesem Dilemma.

Das Buch „Die Schreibfitness-Mappe – 60 Checklisten, Beispiele und Übungen“ bietet eine differenzierte, vielfältige Anleitung zum Selbstcoaching bei Schreibproblemen. Man kann es in einem Rutsch lesen, um sich dann auszusuchen, welche Übungen und Hilfestellungen man umsetzen möchte. Das Buch bietet aber eine andere, effektivere und interessantere Möglichkeit.
Denn zu Beginn findet man 10 Listen zum Selbstcheck. Die Listen helfen, die eigenen Schreibstrategien, den eigenen Schreibtyp oder die Stimmung, in der man am liebsten schreibt, herauszufinden. Hat man sich eingeordnet, findet man viele hilfreiche Erklärungen und Vorschläge, wie das eigene Schreiben ausgebaut, erleichtert und verbessert werden kann. Und am Schluss jeder Checkliste gibt es Querverweise zum Weiterarbeiten, die dazu einladen, kreuz und quer durch das Buch zu wandern.

Denn Stichworte verweisen entweder auf andere Checklisten, auf „Fall“-Beispiele (dem zweite Teil des Buches) oder auf Schreibübungen (dem dritten Teil des Buches). Bei den 15 „Fall“-Beispielen handelt es sich um Schilderungen aus der Tätigkeit von Ulrike Scheuermann als Schreibcoach. Hier werden „typische“ Schreibprobleme beschrieben, die es einem leicht machen, seine eigenen Komplikationen beim Schreiben einzuordnen und zu benennen. Man erfährt etwas über die möglichen Hintergründe bei Schreibschwierigkeiten und man bekommt Anregungen für eine Selbstanalyse der Situation. Am Schluss finden sich wieder Querverweise zum Weiterarbeiten. Hat man seine eigene Schreibsituation also nach Checklisten und Beispielen genauer erschlossen, dann kann man sich in aller Ruhe den Schreibübungen zuwenden, die jeweils empfohlen werden. Unter den 35 Übungen finden sich zu jedem Problem oder Thema des beruflichen Schreibens Anregungen – wie man die eigene Schreibstimme finden kann, wie man eine angenehme Schreibsituation schafft, wie man in einen Schreib-„Flow“ kommt oder wie man Textideen entwickelt, rote Fäden findet, strukturiert und korrigiert.

Die Schreibfitness-Mappe bietet alles, was zum Selbstcoaching notwendig ist. Sie verwebt die einzelnen (Gedanken-)Stränge zu einem sicheren Netz, das einen in Schreibkrisen auffängt und zu einem positiven, relativ entspannten Schreiben führen kann. Besonders gefällt mir, dass die Mappe sich von vielen Schreibratgeber mit Aussagen wie „Nehmen sie diese und diese Schreibtechnik, dann geht schon alles glatt.“ unterscheidet. Das Buch zeigt auf, dass nicht jedes Schreibproblem allein an der Technik liegt, sondern Schreiben ein sehr viel intensiverer, persönlicher Prozess ist, in den auch Emotionen, die nichts mit dem Schreiben zu tun haben, einfließen. Ulrike Scheuermann zeigt, dass viel „Psychologie“ im Schreiben steckt, aber auch viel Spaß und Selbstreflexion.

Sehr hilfreich ist auch die Aufmachung des Buches. Jede Schreibübung enthält eine Zeitangabe der notwendigen Bearbeitungsdauer. Alle 60 Hilfestellungen (Checklisten, Beispiele, Übungen) befinden sich jeweils auf einer gegenüberliegenden Doppelseite. Sogar das Blättern kann einen nicht vom Selbstcoaching abhalten. Das Buch funktioniert beinahe wie eine gedruckte Homepage, sicherlich eine Form, die den heutigen Lesegewohnheiten nahe kommt. Ich empfehle: „Checken – Vergleichen – Ausprobieren“.

Das Buch ist 2011 im Linde Verlag in Wien erschienen. ISBN 978-3-7093-0332-0

schreibpädagogik und die förderung der schreiblust

kinder möchten immer gern lernen, was die erwachsenen können. so eignen sie sich schon als kleinkinder die sprache ihres umfelds an, teilweise auch die redewendungen der erwachsenen. anschließend versuchen sie sich gern darin, das schreiben zu erlernen, damit sie die geschichten ihrer bilderbücher irgendwann selber lesen können. es geht auch schon bei kindern darum, mehr teilhabe an der verfügung über das eigene leben zu haben.

doch leider kommt dann oft genug die schule dazwischen, die vielen kindern, sowohl das schreiben als auch das lesen verleidet. so führen diktate, schönschreiben und vor allen dingen vorlesen, nicht selten dazu, dass jemand später in seiner freizeit kaum mehr zum stift greift, geschweige denn ein buch liest. der computer hat die situation bei manchen jugendlichen und erwachsenen verändert. sie schreiben plötzlich wieder, sei es eine sms, sei es twittern oder mails und bloggen, es wird geschrieben ohne ende.

die schreibpädagogik kann nur eines in diesem zusammenhang leisten: die lust oder den bedarf am schreiben aufgreifen und ausbauen. dabei ist vor allen dingen darauf zu achten, aus lust nicht frust zu machen. noch schwerer ist es aus frust wieder lust auf das schreiben zu verursachen. doch wie dies bewerkstelligen?

am einfachsten scheint es, die schreibregeln und -konventionen erst einmal außen vor zu lassen. dies bedeutet nicht, dass bestimmte absprachen beim schreiben vollständig unter den tisch fallen gelassen werden können, da sonst die texte nicht mehr zu verstehen sind. es bedeutet aber, erst einmal ins schreiben zu kommen, um dann die texte stück für stück im laufe der zeit zu verbessern. um diesen schritt des „ich möchte mich gern schriftlich ausdrücken können“ zu schaffen, sollten die hürden für den einstieg nicht zu hoch sein. denn jeder mensch kann schreiben (sofern er es einmal ansatzweise in seinem leben gelernt hat). der vorteil der schreibpädagogik ist es, dass im anschluss nicht benotet wird, sondern die wirkung der texte in der gruppe betrachtet werden.

also kann man schon mit kindern und jugendlichen versuchen, einen schriftlichen ausdruck für das erlebte oder fantasierte zu suchen. aber auch erwachsene brauchen erst einmal kleine erfolgserlebnisse, dass das, was sie zu papier bringen, auch in ihren augen bestand hat. Weiterlesen