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where´s the pixel? – ein spieltipp

ganz einfach, ganz schlicht – aber es bringt einen runter von jedem stress und jeder viel-denkerei: eine weisse fläche auf dem bildschirm, es ist eingeblendet gegen wen man spielt und irgendwo auf der weissen fläche befindet sich ein schwarzer pixel, der angeklickt werden muss.

der effekt: als erstes wischt man mal den staub vom bildschirm, der sich schnell ansammelt und gern die gröé eines pixels hat. als zweites kann man feststellen, dass man vielleicht doch eine brille benötigt. und als drittes ist es erstaunlich, dass man das ding doch nach recht unkoordinierten suchbewegungen finden und anklicken kann.

drei durchgänge gibt es, dann kann man einen neuen gegner wünschen. mehr passiert nicht, spass macht es trotzdem: wheres the pixel?.

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schreibidee (348)

grautöne sind seit loriot eine farbe mit vielen nuancen. spannend werden aber viele geschichten, wenn man die grautöne beiseite lässt und nur dem schwarz-weiß-muster folgt. da gibt es gut und böse, freund und feind, leben und sterben, dazwischen scheint es keine aspekte zu geben. und wenn die gegensätzlichkeiten aufeinanderprallen, dann entstehen handlung, konflikt und spannung. darum eine schreibanregung zu „zebra-geschichten“ im schwarz-weiß-muster.

zum einstieg erhalten alle schreibgruppenteilnehmerInnen eine tabelle, in die gegensatzpaare eingetragen werden sollen, die man mit „schwarz“ und „weiß“ assoziiert, also zum beispiel dunkel und hell oder untergang und auferstehung. die gegensatzpaare werden in der schreibgruppe kurz vorgestellt und die teilnehmerInnen notieren die für sich interessanten.

nun werden ein kurzer „schwarzer“ text und ein kurzer „weißer“ text verfasst, jeweils maximal eine seite lang. sie sollen keinen bezug zueinander haben. die texte werden in der schreibgruppe vorgetragen. dann werden ein schwarzer und ein weißer text verfasst, die bezug zueinander haben (wiederum jeweils maximal eine seite lang). die beiden texte werden vorgetragen, es findet keine feedbackrunde statt.

denn im anschluss soll ein längerer text entstehen. vorgabe für den text ist es, dass dem zebra-muster gefolgt wird. das bedeutet, in dem text bewegt sich der erste abschnitt auf der „schwarzen“ seite, der nächste abschnitt auf der „weißen“, dann wieder ein abschnitt auf der „schwarzen“ und so weiter. die abschnitte müssen nicht gegensatzpaare bedienen, sondern sollen nur von ihrer stimmung her einen klaren kontrast bilden. je nach zeitkontingent kann vorgegeben werden, wie oft der wechsel zwischen den stimmungen in der geschichte stattfinden soll. anschließend werden die texte vorgetragen und es findet eine feedbackrunde statt, in der unter anderem betrachtet wird, wie gut der kontrast beim hören spürbar wird.

zum abschluss können noch „schwarz-weiß“-elfchen zu gegensatzpaaren geschrieben und vorgetragen werden.

schreibidee (209)

neben ämtern (siehe vorheriges post) hat der mensch eine zweite möglichkeit, das chaotische leben in den griff zu bekommen: er kann seine zweifel und unklarheiten in klare wertungen fassen. da gibt es dann nur noch schwarz und weiß, heiss und kalt, gut und böse. schon scheint die welt viel einfacher, wenn man die ganzen grau- und zwischentöne weglässt. am besten eine skala zum ankreuzen, eine statistik zur orientierung und die welt in zwei seiten einer medaille aufspalten. diese schreibanregung soll zu „spaltungstexten“ animieren, damit die welt ein wenig einfacher wird.

als einstieg erhalten die schreibgruppenteilnehmerInnen eine kleine tabelle mit entweder tagesaktuellen ereignissen oder mit beschreibungen von handlungen. alle kreuzen nun, ohne lange zu überlegen, an, ob sie das beschriebene gut oder böse finden. dann greifen sie sich ein beispiel heraus und schreiben einen jeweils einseitigen text. einmal unter einem guten blickwinkel und einmal unter einem bösen sollen die ereignisse beschrieben werden. anders formuliert: wie würde ein optimist das geschehnis sehen und wie ein pessimist?

nun werden am flipchart begebenheiten und ereignisse gesammelt, die man sowohl gut als auch böse empfinden kann, die uneindeutig in ihren beweggründen oder in ihren auswirkungen sind. die teilnehmerInnen der schreibgruppe wählen sich ein beispiel aus. anschließend wird eine längere geschichte geschrieben, die am anfang auf das ereignis zuführt und sich dann wie bei einer weggabelung aufspaltet. an diesem punkt wird die papierseite durch einen strich in der mitte aufgeteilt. auf der linken seite wird der gute fortgang der ereignisse verfasst, auf der rechten seite der schlechte. am schluss werden die handlungsstränge wieder zu einem gemeinsamen schluss zusammengeführt.

beide textvarianten werden anschließend in der schreibgruppe vorgetragen und es wird feedback gegeben. wenn man am computer schreibt, kann auch die eine spalte auf weißem hintergrund geschrieben werden und die andere auf schwarzem. dies verstärkt in ausgedruckter form den kontrast der beiden varianten. eine ähnliche form des schreibens verwendete karl kraus häufiger in seiner zeitschrift „die fackel“. so stellte er gern zwei varianten eines zeitungsartikels, einer rezension oder verschiedener artikel zum gleichen thema nebeneinander.

schreibidee (195)

schwarz ist eine ganz besondere farbe, denn eigentlich ist es die abwesenheit von farbe. doch um schwarz auf weiß zu bekommen, benötigt es doch farbe oder eben kein licht. schatten kann also auch schwarz erscheinen. was können denn dann „schwarze texte“ sein? dies herauszufinden, versucht diese schreibidee.

vor kurzem waren bei den schreibideen „dunkle geschichten“ zu schreiben, doch sie sollten sich unterscheiden von „schwarzen texten“. wenn man schwarz als eine farbe begreift, die alles zudeckt, dann sind schwarze texte, texte, die das verborgene hinter dem schatten und der dunkelheit sichtbar machen. es soll also weniger um einen psychischen zustand, denn um die schattenseiten und ein starkes schwarz gehen, also das böse, das zudeckende, das versteckte gehen.

ein guter einstieg könnte die aufforderung sein, sich in die rolle eines psychopathen zu versetzen und einen einseitigen inneren monolog dieses menschen zu verfassen. bevor überhaupt assoziiert wird, werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, alles ihnen in den sinn kommende „böse“ in den monolog einfließen zu lassen. die texte werden anschließend nicht vorgelesen, sondern es wird ein zehnminütiges fokussiertes freewriting verfasst, das sich der frage widmet, warum es einem so schwer oder leicht fiel, böses zu schreiben. denn es ist damit zu rechnen, dass wirklich böses kaum zu papier gebracht wird.

nicht nur schreibende befallen hemmungen, abgrundtief böse zu sein. der mensch ist erst einmal ein soziales wesen, dem es schwer fällt, absolut asozial zu denken und zu handeln. im anschluss wird nur eine kurze gesprächsrunde zum freewriting durchgeführt. wie gestaltete sich die schreibübung für die teilnehmerInnen?

dann werden auf dem flipchart stichworte gesammelt, was im alltag, in situationen durch schwarz versteckt werden kann. was verbirgt sich eventuell unter der schwarzen schicht? die teilnehmerInnen wählen je ein Stichwort aus, zu dem sie eine längere geschichte verfassen. in dieser geschichte, soll im laufe der handlung, die schwarze farbe abgetragen und das darunter liegende sichtbar werden, Weiterlesen