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schreibberatung und männer

ähnlich wie bei kreativen schreiben, suchen männer nicht seltener die schreibgruppen auf, wie sie auch seltener die schreibberatung aufsuchen. dabei sind sie aber aus meiner erfahrung nicht weniger bereit ihre schwierigkeiten offen anzusprechen als frauen. manche beraterInnen haben wohl diese erfahrungen gemacht, doch es scheint mir, dass männer, wenn sie einmal den schritt getan haben, sich unterstützung zu suchen, dem prozess der beratung dann nicht mehr im weg stehen. doch der schritt zu beratungen fällt männern definitiv schwerer.

dies hat sicherlich mehrere ursachen: an erster stelle steht die geschlechterrolle. mit schreiben probleme zu haben, ist in der „harten“ welt eines mannes ein schwer einzuordnendes phänomen. darum kommen auch aus den mündern von männern äußerung, wie „schreibblockaden“ gibt es als schriftsteller nicht, dann sollte man nicht schriftsteller werden“. schreiben sei anstrengend, es sei eben kein hobby. überspitzt dargestellt bedeutet dies „was nicht tötet härtet ab“. man sollte meinen, diese rollenklischees hätten sich überlebt, doch dem ist nicht so.

das unangenehme daran ist, dass sich eine große zahl von männern lieber durch stete schreibschwierigkeiten quält, als sich hilfe zu holen. dahinter steckt eine große anstrengung, die nicht verlassen wird und die steten stress verursacht. es lohnt sich den nächsten schritt zu machen, denn dann ist man auf dem weg, sich selbst gutes zu tun. aber es bedarf der vorherigen emotionalen selbstreflexion, die einem zeigt, dass es allein nicht mehr weiter geht. aus anderen beratungszusammenhängen ist mir bekannt, wie viel zeit und energie es benötigt, neben dem besprechen der schwierigkeiten, noch über die tatsache zu sprechen, dass es keine armutszeugnis ist, sich unterstützung zu suchen.

es ist auch heute noch ein zeichen von stärke für einen mann, den schritt zu machen, eine beratung aufzusuchen. durch die vorbehalte gegenüber hilfe, gibt es auch einen erstaunlichen unterschied im beratungssetting zwischen männern und frauen: frauen bevorzugen die wahrung der schweigepflicht und erwarten beratungen in räumen mit geschlossenen türen. männer lassen sich bevorzugt in der halböffentlichkeit beraten. sie finden das aufsuchen eines extra-beratungsortes eher Weiterlesen

mein computer und ich – eine umgangslehre (23)

anleitung

die verlagerung vieler techniken und daten des computers ins internet und in die cloud ist problematisch, wenn man nach unkomplizierter hilfe sucht. denn viele handbücher, anleitungen und hilfe-funktionen werden nicht mehr auf der festplatte abgelegt, sondern sind mit dem netz gekoppelt. dabei ist es ganz gleich, ob es sich um fragestellung zur software oder zur hardware handelt.

ein kleines gedankenspiel: stellen sie sich vor, ihre soft- oder hardware hakt und rumpelt in die falsche richtung. nun rufen sie die jeweilige hilfefunktion auf. sie lässt sich noch aufrufen, aber die eigentlichen informationen sind nicht mehr auf ihrer festplatte zu finden, sondern es muss dafür eine verbindung zum internet hergestellt werden. das dumme bei diesem problem ist aber, dass wegen des rumpelns und hakens ihres computers, der internetzugang nicht mehr möglich ist. ab diesem moment finden sie keine ausreichenden und ausführlichen anleitungen zur fehlerbehebung mehr.

ähnlich kann es sich mit installationen verhalten. die anleitung für eine korrekte installation ist meist nur noch online abrufbar und eben nicht mehr in einem handbuch nachlesbar. doch manche installation benötigt die trennung vom internet. man kann aber auch noch einen schritt weiter gehen: manche suchfunktionen der hilfe-angebote finden bei eingabe der schwierigkeiten keinen anleitungen mehr, sondern irgendwelche unerquicklichen foren, die sich eher in diskursen über die richtige formulierung ergehen als in der lösung eines problems.

bei den anleitungen ergibt sich ein dritter aspekt: sie sind zum teil so schlecht formuliert, dass man sie einfach nicht versteht. zum glück gibt es für viele schwierigkeiten inzwischen von usern selbst gedrehte filmchen in blogs und foren. die sind oft hilfreicher als die auskünfte der produzenten von hard- und software.

man hat also nur zwei möglichkeiten: entweder verlässt man sich auf learning bei doing oder man hofft, dass nie der kontakt zum internet verloren geht und informiert sich noch zusätzlich in privaten foren und auf privaten homepages. das vorhandene angebot ist in vielen zusammenhängen zu gering und zu unklar. das absurde in diesem kontext ist aber, dass eine umfassende anleitung heute viel zu leichter mit querverweisen und brauchbaren suchfunktionen versehen und auf einer festplatte verankert werden kann.

doch die arbeit macht sich niemand mehr. beliebter bei den herstellerInnen ist es, die nutzerzahl auf den eigenen webseiten in die höhe zu treiben und die kontrolle über die installierten produkte nicht zu verlieren. dies scheint mir der einzige grund zu sein, weshalb viele informationen ins internet verschoben werden. an den speicherkapazitäten der pcs und der anderen digitalen geräte kann es nicht liegen.

wissenschaftliches schreiben und wildnis

die wissenschaftlerInnen vor allen dingen der biologie oder auch der archäologie, der limnologie, der zoologie und all der richtungen, die mit natur und geschichte zu tun haben, begeben sich ab und zu auf exkursionen. dabei kann es schnell zur konfrontation mit der wildnis kommen. denn vieles noch zu entdeckende ist sehr verborgen, an orten, die bis dahin kaum ein mensch besucht hat. und natürlich sollten die funde und entdeckungen möglichst gleich protokolliert werden, zudem schnell berichte geschrieben und eventuell ein reisetagebuch geführt werden.

das wissenschaftliche schreiben ist in diesem moment mit ähnlichen problemen konfrontiert wie das kreative schreiben. oft sind aber equipment und gerätschaften besser ausgestattet als beim durch die pampa hüpfenden kreativen schreiberling. daher lassen sich texte manchmal einfacher festhalten. aus eigener erfahrung kann ich aber sagen, das kommt immer darauf an, wohin die exkursion führt. selbst am rand der europäischen zivilisation wird das schreiben schwierig, wenn man tagsüber durch die landschaft streift und nachts schreiben möchte. es fehlt das licht, sollte man camping-plätze mit einem zelt aufsuchen.

ich erinnere mich eine käfer-forschers, der immer nachts auf der toilette der camping-plätze saß, um seine käfer präparieren zu können. ebenso können die steckdosen fehlen, die das beleuchtete laptop in betrieb halten. dazu kommen die widrigkeiten, die die wildnis gerade bei forschungsreisen noch bereit hält: entweder ist die gegend sehr unwirtlich oder so wild, dass einem ständig nicht ganz harmlose tiere begegnen. eine regel: das zelt immer schließen, sonst gesellen sich gern schlangen in den schlafsack, da es dort wärmer ist. meine zeltnachbarin vergaß diese regel und mir kroch Weiterlesen

kreatives schreiben und wildnis

der vorteil des schreibens ist, man kann es beinahe überall machen. man braucht einen stift und ein blatt papier (als schreibblock oder schreibheft hat man gleichzeitig eine festere unterlage, bei einem einzelnen blatt kann die fläche unter dem blatt leicht schwierigkeiten machen). womit ich bei den schwierigkeiten wäre, in der wildnis kreativ zu schreiben.

pampa oder pure natur können sehr anregend und interessant sein. einmal weg von allem, vom alltag, vom stress, vom krach und vom sofa sein, sich in die wildnis stürzen (natürlich wohl geplant und durchdacht, um nicht böse überraschungen zu erleben). man lässt alles um sich herum auf sich wirken, man assoziiert und man möchte anfangen zu schreiben. wenn man in diesem moment nicht sowieso mit einem zelt und allem dazugehörigen unterwegs ist, dann kann das schwieriger werden.

das fängt mit dem sitzen an: wo kann man sich hinsetzen, damit man bequem sitzt, keinen nassen oder kalten hintern bekommt, nicht am baumharz kleben bleibt und einem nicht das krabbelnde getier in alle kleidungsöffnungen klettert. ältere, liegend baumstämme bieten sich schon an (wir sind in der wildnis, es gibt also keine bänke 😉 ). man sollte aber prüfen, ob sie nicht zu morsch und zu harzig sind. dazu kommt, wenn es kurz vorher geregnet hat, das holz die feuchtigkeit ganz gut aufnimmt. ist der stamm dann auch noch bemoost, dann wird es garantiert feucht von unten.

im stehen schreiben ist aber auch keine angenehmen lösung. also sollte man vielleicht eine regenjacke oder ein plastiktüte dabei haben, auf die man sich setzen kann. zu dem möge man darauf achten, wie frisch es in der wildnis oft ist. während man läuft oder wandert, fallen einem der wind und die kühle nicht so auf. doch kaum setzt man sich, bemerkt man die temperatur. versierte wanderer nehmen dafür sowieso noch einen pullover oder eine jacke mit. doch damit hat man noch nichts zum sitzen. aber ich gehe mal davon aus, man sitzt trocken und bequem, dann taucht das problem mit den schreibutensilien auf.

kugelschreiber können bei staub oder erdkrümel schnell den geist aufgeben. füller schreiben mit tinte und tinte verläuft, wenn das geschriebene feucht werden sollte. ähnliches gilt für wasserlösliche marker oder filzstifte. mit wachsmalkreide möchte niemand schreiben. also ist Weiterlesen

schreibberatung und qual

„qual“ ist ein recht drastischer begriff für die situation, in die jemand aufgrund seiner schwierigkeiten mit dem schreiben geraten kann. es ist immer ein subjektives empfinden, wie groß der leidensdruck ist. „leidensdruck“ ist eigentlich der bessere begriff, da „druck“ variieren kann. das hängt mit der frage zusammen, welche strategien und ausweichhandlungen zur verfügung stehen, um die schwierigkeiten zu umgehen. dies ist zwar nicht die ideale lösung, aber es ist eine möglichkeit, den druck zu reduzieren.

und doch mag es von manchen menschen als qual empfunden werden, einen bericht oder eine text schreiben zu müssen, vor dem leeren papier oder bildschirm zu sitzen und nicht starten zu können. ein gedanke, versagensangst oder vielleicht zu hohe erwartungen an sich selbst führen zu der schwierigkeit, mit dem schreiben zu starten oder es unverkrampft weiterzuführen.

wichtig in der beratung ist es, die beschreibung des leidensdrucks, den klientInnen zu überlassen. nur sie empfinden so und beraterInnen können diesen zustand niemals vollständig nachvollziehen. da mag jemand eine situation beschreiben, die einem als beraterIn nicht dramatisch erscheint, und doch fühlt es sich für die oder den ratsuchenden so an. es ist kontraproduktiv, wenn man versucht den emotionalen zustand in der beratung zu bagatellisieren. in diesem moment fühlen sich alle klientInnen übergangen oder denken, sie seien die einzigen mit diesen schwierigkeiten, alle anderen kommen damit besser klar.

auch der hinweis, dass man ja schon viel geleistet habe, das wetter schön sei und gelassenheit weiterhelfen kann, ist für ratsuchende in diesen momenten nicht nachvollziehbar. empathische atmosphäre zu schaffen, bedeutet klientInnen in ihren anliegen ernst zu nehmen, also auch in ihren emotionalen befindlichkeiten. und ist „qual“ das was die ratsuchenenden empfinden, dann ist es die aufgabe von schreibberaterInnen, gemeinsam mit den klientInnen nach handlungsmöglichkeiten zu suchen, wie sich das gefühl von qual Weiterlesen

liste (61) – helfen

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „helfen„.

diese menschen haben mir in meinem leben am meisten weitergeholfen:

in diesen situationen hätte ich hilfe gebraucht, bekam sie aber nicht:

in diesen situationen fiel es mir am schwersten, mir hilfe zu suchen:

diesen menschen würde ich sehr gern helfen, doch sie wollen keine hilfe:

meine hilfsbedürftigsten situationen in meinem leben:

schreibberatung und mut

der mutigste schritt besteht wahrscheinlich darin, sich einzugestehen, dass man allein nicht weiterkommt und hilfe benötigt. denn unsere gesellschaft ist zwiespältig in bezug auf zu erbringende leistungen. schreiben wird sehr einseitig gelehrt. der schwerpunkt liegt auf schönschrift und grammatik, andere formen der lehre tauchen nur selten auf. gleichzeitig wird jedoch erwartet, dass in bestimmten situationen das schreiben und formulieren von allein funktioniert. alle gehen davon aus, dass man sich nur ein wenig zusammenreissen müsse und schon läuft es wie beim aufsatz-schreiben in der schule.

ich möchte hier keine drohgebilde produzieren. ja, es kann so einfach laufen, und das ist schön. aber das schreiben kann auch schwer fallen. wenn aber alle drumherum zu verstehen geben, dies dürfe nun wirklich nicht das problem sein, dann fängt man an, sich zu fragen, was man nur falsch mache. der nächste schritt, nämlich zu sagen, ich brauche hilfe, bei mir läuft das nicht so locker, wie es andere formulieren, ist ein erschwerter.

es hat sich bei uns noch nicht etabliert, davon auszugehen, dass man schreiben auch in bezug auf die ideen und die kreativität lernen kann. hier schwirrt die schriftstellerInnen-aura durch die vorstellungen: entweder man habe talent oder eben nicht, einen ansprechenden und lebhaften text produzieren zu können. im job und in den wissenschaften sei dies sowieso nicht so notwendig. mutig ist es, sich aus diesen vorstellungen freizustrampeln.

mutig ist es auch, den nächsten schritt zu machen, sich beraterInnen zu suchen. zu telefonieren oder zu mailen, um einen termin zu vereinbaren, und dabei immer wieder seine schreibgeschichte offen zu legen. es sich selber einzugestehen, dass man hilfe benötigt ist etwas anderes als dann auch noch unbekannten dritten von den persönlichen schwierigkeiten zu berichten. jedoch, ist dieser schritt geglückt, dann Weiterlesen

biografisches schreiben und freude

gern schaut man auf die dramen, probleme und schwierigkeiten in der eigenen lebensgeschichte. sie lassen sich meist schnell benennen, sie fallen gleich ein, wenn man seine biografie aufschreibt. praktisch gesehen, lassen diese schwierigen momente sich leichter beschreiben, man hat klarere anhaltspunkte. sei es ein konflikt, ein ereignis oder auch nur eine entwicklung.

freude dagegen ist schwerer zu fassen. wie umschreibe ich einen freudigen moment, wenn es nicht gerade ein lottogewinn oder eine hochzeit ist? und vor allen dingen, wie beschreibe ich solche schöne momente, damit sie auch für andere nachvollziehbar sind. seltsamerweise sind die schlimmen dinge für viele leichter nachzuvollziehen, denn die schönen. wie wenn die freude viel subjektiver sei, als das leid. es kann aber auch sein, dass die worte, die für leidenden momente verwendet werden, für viele nachvollziehbarer sind. wenn etwas schmerzt oder quält, dann lässt sich das gefühl nachvollziehen.

doch wenn etwas freut, dann sieht die eigentliche freude bei menschen sehr verschieden aus. die einen tanzen durch die wohnung, andere kugeln sich vor lachen und wiederum andere schmunzeln in sich hinein. so scheint es beim biografischen schreiben notwendig, beschreibende worte für die freude zu finden. was ist geschehen? wie fühlt es sich für einen an, wenn freude aufkommt? und wie verleiht man seiner freude ausdruck?

also dies ist natürlich keine verpflichtung. Weiterlesen

web 2.0 und selbsthilfe

ich habe hier schon öfter erwähnt, dass das internet und vor allen dingen das web 2.0 eine gute möglichkeit sein kann, nischen zu finden. zu diesen nischen gehört es auch, dass man menschen mit den gleichen interessen oder fragestellungen finden kann. je weiter sich das internet verbreitet, desto leichter wird es sein „gleichgesinnte“ zu finden. dies kann bei einem hobby, bei der partnersuche oder bei der buchung des ferienhauses sehr hilfreich sein. man kann darum auch nach menschen mit der gleichen seltenen krankheit oder mit den gleichen problemen suchen.

zudem ist es hilfreich, dass man beinahe die ganze gesellschaft bei dieser suche erreicht. so lässt sich inzwischen über das internet lokal aber auch bundesweit eine selbsthilfegruppe gründen. diese selbsthilfegruppen können sich weiter in der digitalen welt bewegen, indem man foren oder chats einrichtet. man kann die gegründete gruppe aber auch in die reale welt verlegen und gruppentreffs über das internet verbreiten. und es lassen sich inzwischen zu beinahe jeder problematik, krankheit oder störung informationen finden. das allein ist schon hilfreich, um sich seiner eigenen situation zu vergewissern.

dazu kommt, dass das internet und im besonderen das web 2.0 ein angebot für menschen ist, die aufgrund ihrer schwierigkeiten die wohnung nicht verlassen können. früher hat das telefon diese aufgabe erfüllt, jedoch bietet das internet viel mehr möglichkeiten. doch wie soll man all die gruppen ausfindig machen, über welchen weg kontakt mit gleichgesinnten aufnehmen? sucht man einmal zu einer speziellen krankheit, finden sich oft eher bücher, medizinische homepages oder wissenschaftliche veröffentlichungen. plötzlich muss man sich durch unzählige suchergebnisse klicken.

in deutschland gibt es eine zentrale einrichtung, die die daten der selbsthilfe bündelt und das wissen anderen zur verfügung stellt: „nakos“ ( http://www.nakos.de ). wer sich also auf der suche nach bestimmten angeboten befindet, kann diese in den datenbanken auf bundesebene oder in den selbsthilfedatenbanken der bundesländer suchen. Weiterlesen

schreibidee (188)

das wetter ist ungemütlich, weder klirrende kälte mit schnee, noch sonne und wärme, einfach schmuddelwetter mit sturm. menschen ziehen sich in ihre vier wände zurück, machen es sich gemütlich und kommen ein wenig zur ruhe. und wie der mensch so funktioniert, wenn er die ganze zeit auf hochtouren lief, kaum kommt er mal zur ruhe bemächtigen alle liegen gebliebenen gedanken und schwierigkeiten sich seiner. der mensch wird melancholisch, traurig oder verstimmt. der richtige zeitpunkt, um „dunkle texte“ zu schreiben.

als einstieg in die schreibidee werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, sich an ihre letzte depressive verstimmung zu erinnern. wann ging es ihnen schlecht? alle schreiben 10 minuten freewriting zu ihrer letzten dunklen stimmung. aus diesem text suchen sie den „dunkelsten“ satz aus. diesen nehmen sie zum anlass für eine geschichte. dieser text soll kein biografischer werden, die schreibgruppe keine therapeutische. es geht um die stimmung, die in den geschichten einzufangen ist. die texte werden anschließend vorgetragen und das feedback dreht sich darum, wie „dunkel“ die geschichte wirkt.

anschließend werden am flipchart grundkonstellationen zusammengetragen, die eine dunkle stimmung verbreiten können, wie zum beispiel abschiede, ängste oder schwierigkeiten, die sich häufen. nachdem diese aspekte gesammelt wurden, wählen sich alle teilnehmerInnen jeweils drei davon aus. diese sind dann in einem text zusammenzuführen, um eine weitere „dunkle“ geschichte zu verfassen. im anschluss werden die texte vorgetragen und beim feedback wird ein identischer schwerpunkt gelegt wie oben beschrieben.

um die stimmung der schreibgruppe zum schluss wieder ein wenig aufzuheitern, werden alle teilnehmerInnen aufgefordert, ihre letzte geschichte zu nehmen, auf eine seite zu verkürzen und eine amüsante wendung einzuführen. diese texte werden zum abschluss ohne feedback vorgetragen.