Schlagwort-Archive: selbstständigkeit

schnickschnack (89)

manche leserInnen dieses blogs mögen sich überlegen, ob sie sich nicht mit schreibpädagogischen angeboten selbstständig oder teilselbstständig machen wollen. dies mag ein wagnis sein, aber eines, das vielleicht viel spaß macht, da man das schreiben zu einem eigenen beruf führt (neben der möglichkeit, bücher zu schreiben).

doch, wie kann man solch einen schritt sinnvoll gestalten? was ist dabei zu beachten? lässt sich damit überhaupt geld verdienen? gern beantwortet man sich die letzte frage selber mit einem klaren „ja“, was sich im nachhinein als naiv herausstellen kann, oder man häuft viele zweifel auf und wagt nie den schritt. in diesen momenten kann geholfen werden, zumindest in berlin. in berlin wird von der ihk, diversen banken, dem senat, dem land brandenburg und vielen verschiedenen unternehmensberatungen, gründerInnen ein vielfältiges angebot gemacht.

es gibt in berlin-brandenburg den „businessplan-wettbewerb„, der über einen zeitraum von ungefähr einem dreiviertel jahr seminare und fortbildungen anbietet, die alle kostenfrei und vielfältig sind. man muss sich für den wettbewerb anmelden, um an den seminaren teilnehmen zu können, doch damit sind keinerlei verpflichtungen verbunden. das bedeutet, es gibt drei stufen, in denen der businessplan entwickelt wird. jedes mal zum ende einer stufe kann der beständig wachsende businessplan zu bewertung durch kompetente juroren abgegeben werden.

nach ein paar wochen erhält man ein feedback zum plan, ja man kann sogar einen preis gewinnen, falls der plan in der jeweiligen kategorie am besten bewertet wurde. zudem kann man kostenloses coaching in anspruch nehmen, wenn man möchte. auch wenn man über die grundlagen für die erstellung eines businessplans streiten kann, bietet der businessplan-wettbewerb eine gute vorbereitung auf die selbstständigkeit, zum beispiel um im anschluss mit banken in verbindung zu treten oder auch nur, um zu wissen, was man nun machen möchte. an den wettbewerbsphasen muss man nicht teilnehmen, um die angebote wahrzunehmen.

alle wichtigen informationen finden sich auf der homepage http://www.b-p-w.de . eines sei noch am schluss bemerkt: die organisation der ganzen veranstaltungen ist eine der wenigen wirklich pünktlich und hervorragend funktionierenden, wenn man dies mit vielen anderen angeboten vergleicht.

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ein entrepreneurship-workshop in berlin – ein tipp

schreibpädagogInnen und andere kreativ oder biografisch schreibend tätige, tragen sich häufiger mit dem gedanken, ihre tätigkeit, manchmal schon freiberufliche, auf soliden boden zu stellen. es geht um das gründen einer agentur, eines unternehmens oder dergleichen mehr. hier schon vorgestellt hatte ich das buch „kopf schlägt kapital“ von günter faltin (siehe https://schreibschrift.wordpress.com/2009/05/11/kopf-schlagt-kapital-von-gunter-faltin-ein-buchtipp/ ).

nun besteht die möglichkeit an einem ganztägigen workshop, der von der stiftung entrepreneurship mit der freien universität berlin zusammen veranstaltet wird, teilzunehmen. der schwerpunkt liegt, soweit dies der ankündigung im internet zu entnehmen ist, diverse gründungsideen vorzustellen, hinweise und tipps zur gründung zu geben und sich einzelnen fragen der gründung zu widmen. wie kann ich ein innovatives konzept entwickeln, ohne mich ausschließlich auf den businessplan zu konzentrieren? welche komponenten benötige ich für eine gründung und wer stellt mir vielleicht von außerhalb diese komponenten preisgünstig zur verfügung?

die veranstaltung findet am 07ten november statt. weitere vielfältige infos, anmeldemodalitäten, der (geringe) preis und überhaupt informationen zur idee der gründungsidee und des entrepreneurships finden sich hier: http://labor.entrepreneurship.de/tiki-page.php?pageName=Workshop-Vision-Summit-2009 .

biografisches schreiben und fertigkeiten

früher war die welt noch klar strukturiert und meist in ordnung. männer mussten ihre hemden nicht selber bügeln. entweder wurde dies von personal, von der wäscherei oder von der hausfrau erledigt. frauen konnten kochen und männer höchstens grillen. dafür schnitt der mann den braten oder das geflügel auf und die frau hielt den haushalt in ordnung.

heute hat sich das verschoben, verändert und zum glück gemischt. so haben sich in den letzten jahrzehnten viele männer fertigkeiten angeeignet, die einst von frauen erledigt wurden. im gegenzug dazu haben sich frauen in vielen bereichen emanzipiert und lassen sich bestimmte lebensbereiche nicht mehr vorenthalten. dies erleichtert in vielen zusammenhängen entweder das zusammenleben oder das single-dasein.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte sollte auch ein blick auf all das geworfen werden, was im alltag bewältigt und selbstständig ausgeführt werden kann. hier geht es nicht um die hobbys, wie zum beispiel „ich kann angeln“, sondern eher um die haushaltstätigkeiten und praktische fertigkeiten. sie können vieles erleichtern oder auch eine gewisse unabhängigkeit im späteren leben geschaffen haben. wer zum beispiel einen garten bewirtschaften, einkochen und mahlzeiten zubereiten kann, benötigt kaum hilfe bei der selbstversorgung.

außerdem zeigt die auflistung der diversen fertigkeiten, dass sich gerade wieder vieles auf dem rückzug befindet. das hotel „mama“, das teils auch staatlich verordnet wird, da keine unterstützung für den auszug gewährleistet wird, führt auch zu einer zunehmenden unselbstständigkeit. es war nach den fünziger jahren für viele ein ziel, selbstständiger zu sein. wieweit hat das die eigene biografie beeinflusst? fällt es einem in der folge schwer, sich hilfe zu suchen? am besten man erstellt einmal eine liste, wieviele haushaltstätigkeiten und wieviele anforderungen des alltags allein bewältigt werden können. und dann kann man sich beim biografischen schreiben vielleicht fragen, welche man eigentlich noch erlernen möchte. hemden bügeln kann man in diesem zusammenhang vielleicht als überflüssig betrachten 😆