Schlagwort-Archive: selbstvertrauen

liste (29) – vertrauen

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „vertrauen„.

diesen menschen vertraue ich am meisten:

es gibt ein paar dinge, die mein vertrauen fördern:

diese erlebnisse haben mein vertrauen am meisten erschüttert:

in diesen punkten vertraue ich mir selbst am wenigsten:

diese aspekte gefallen mir am besten, wenn ich jemandem vertrauen kann:


kreatives schreiben und vertrauen

erst einmal erwartet man, dass vertrauen beim kreativen schreiben keine große rolle spielt. wem soll man schon vertrauen müssen, wenn man fantasievoll für sich schreibt? doch bei der anleitung von schreibgruppen fällt auf, dass teilnehmerInnen oft ihren eigenen einfällen nicht vertrauen. es gibt äußerungen wie: „mir fällt gerade gar nichts ein“, „mein kopf ist so leer“, „das klingt doch lächerlich, was ich mir da überlegt habe“, „die anderen texte werden bestimmt viel fantasievoller sein“ und dergleichen mehr.

das kreative schreiben bietet in diesem zusammenhang verschiedene möglichkeiten an. ich greife einfach meine gedanken auf und verfasse einen text zu der grundannahme, dass ich keine ideen habe oder andere viel fantasievoller sind. oder ich lege mich auf den nächstbesten gegenstand, die nächstbeste aussage, die mir begegnen, fest. ich blicke also durch den raum, fasse etwas ins auge und notiere es auf einem zettel. dann assoziiere ich zu dem gegenstand (cluster, 30-wort-assoziation, abd-darium …).
meist kann dann davon ausgegangen werden, dass ideen auftauchen werden, die einen ansprechen, die eine grundlage für eine kleine geschichte oder ein gedicht bilden.

sollte man sich öfter in der situation wiederfinden, dass man das vertrauen in sich selbst verliert, dann könnte man in der schreibgruppe anregen, dass einmal ein austausch zur ideenfindung stattfindet. wie stark fühlen die anderen sich unter druck gesetzt, „die tolle idee“ haben zu müssen. man wird feststellen, dass man mit diesem gefühl nicht allein da steht. man wird feststellen, dass auch einige andere teilnehmerInnen an ihren fähigkeiten zweifeln Weiterlesen

biografisches schreiben und vertrauen

mensch sollte sich beim aufschreiben seiner lebensgeschichte selber vertrauen. das ist eine wichtige voraussetzung. oft fällt das nicht ganz leicht, da viele im hinterkopf haben, dass sie ihre erinnerungen vielleicht zu schön oder zu schrecklich einfärben. aber das ist normal. es ist normal, dass der mensch rückblicke aus seiner aktuellen verfasstheit immer in dem blickwinkel des aktuellen zustandes betrachtet.

dies geschieht nicht nur beim biografischen schreiben, dies geschieht auch im arbeitsleben, im alltag und in allen anderen situationen. denn, und das ist ja eigentlich das schöne, man verändert sich im laufe seines lebens. alle erfahrungen, die man gemacht hat, hinterlassen spuren. man richtet sein handeln und denken ganz automatisch an den gemachten erfahrungen aus. deswegen erscheinen viele diskussion über die authentizität von erinnerungen müssig.

natürlich ist es erstrebenswert distanz zum betrug zu halten. was für einen sinn soll es machen, wenn ich in meine biografie einen berufsabschluss oder einen erfolg schreibe, den es nie gegeben hat? ich würde mir im laufe der zeit nur selber schaden. denn irgendwann schaut jemand genauer hin. und allein die anstrengung, bei vielen äußerungen genau darauf achten zu müssen, was man sagen darf und was man lieber verschweigen sollte, ist eine zu große. sicherlich, hochstapelei kann erst einmal zu erfolgen führen. doch man schaue sich die lebensgeschichten von hochstaplern an. man wird schnell feststellen, dass irgendwann, selbst wenn es nach dem tod war, aufgedeckt wurde, dass daten in der biografie nicht stimmen.

also vertraue man erst einmal seinen erinnerungen. dies entlastet ungemein beim aufschreiben der eigenen geschichte. schreibt man unter ständigem misstrauen, selbstmisstrauen, ist man eher geneigt, seine biografie ständig zu verändern. Weiterlesen