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biografisches schreiben und kuschelig

das leben ist kein ponyhof. eine der beschreibungen, dass es im leben nicht so häufig kuschelig zugeht. doch im privaten leben ist schon seit jahren das so genannte „nesting“ auf dem vormarsch. so anstrengend und hektisch der arbeitsalltag und viele andere aktivitäten sind, um so größer ist der bedarf an rückzug, an ruhe und entspannung. leider sind diese momente oft auch schon durchorganisiert. raum für kuscheliges ist bei vielen kaum da.

doch wie war das im leben? wie oft hat man situationen erlebt, in denen man sich fallen lassen konnte, nähe und wärme spürte? diesen blickwinkel kann man im biografischen schreiben einnehmen und zurückschauen. fühlte man sich die ganze zeit getrieben? erschien wirkliche nähe von anderen menschen teilweise bedrohlich oder konnte und kann man diese momente genießen? bei vielen wird es wahrscheinlich ein ergebnis der selbstreflexion sein, dass die termine immer dichter gedrängt scheinen. man muss sich nur umschauen, wie getaktet das leben erscheint.

vielleicht ist eines der ergebnisse beim betrachten der eigenen lebensgeschichte, dass man sich vornimmt, sich selbst und seinen lieben etwas mehr zeit zu widmen. vielleicht ist es ein ergebnis, nähe zu zu lassen, auch wenn man sich sorgt, sich darin zu verlieren. oder es kann auch ein ergebnis sein, die außenwelt wieder mehr in sein leben zu holen, keine lust mehr auf das „nesting“ und den rückzug vom quirligen leben zu haben.

es gibt zumindest forschungen, die zeigen, dass kuscheln, also nähe, und hautkontakt, unserem körper gut tun. dass es den hormon- und sonstige haushalte im körper Weiterlesen