Schlagwort-Archive: social software

facebook und die soziale rasterfahndung

„facebook“ (und all die anderen anbieter von sozialen netzwerken) ist erst einmal eine hübsche gelegenheit, sich mit der ganzen welt zu vernetzen. also natürlich nicht mit der ganzen welt, aber mit der welt, die einen internetzugang hat. und diese welt wird immer größer. facebook suggeriert auch seinen nutzerInnen, dass sie entscheiden, was sie öffentlich machen und was hinter verschlossenen türen abgeht. da unterscheidet sich facebook nicht von vielen anderen digitalen technologien, die über die halböffentlichen datenkanäle laufen. mails können verschlüsselt werden, homepages und blogs mit passwörtern für einen ausgewählten kreis zu verfügung gestellt werden und dateien geschützt werden.

so scheint es. doch viel kraft wird darauf verwendet, die daten trotzdem zu bündeln und zu sammeln, ohne das direkte einverständnis der nutzerInnen. die vorratsdatenspeicherung ist das öffentliche politische beispiel dafür, die cookies sind das versteckte und oft erzwungene beispiel. doch facebook spielt sich auf einer anderen ebene ab, auf einer zusätzlichen, nämlich meist der ausschließlich privaten. das macht facebook so interessant für datensammler. hier wird das wohnzimmer, der freundeskreis, werden die freundschaften und liebesbeziehungen digitalisiert. kontaktdaten sagen mir noch nichts darüber, wozu ich die kontakte nutzte. zuordnungen, wer bei mir auf die seite darf, mit wem ich viel kommuniziere, wen ich einlade und wen nicht, sagen viel mehr.

wenn nun noch der musikgeschmack, private bilder, links, chats und gegenseitige nachrichten dazukommen, Weiterlesen

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web 2.0 und texte veröffentlichen

seitdem es so leicht ist, blogs und homepages ins netz zu stellen und einzurichten, wird es auch immer einfacher eigene geschriebene texte anderen zugänglich zu machen. dies geschieht an vielen orten. unsicher bleibt dabei, wer die geschichten überhaupt liest und selten werden rückmeldungen gegeben. am ehesten noch die aussage: „das gefällt mir gut“. konstruktive kritik dagegen ich nicht so leicht zu bekommen, da sich die kritikerInnen weit hinauswagen müssten. daneben gibt es natürlich die sehr unsachliche kritik, die ist aber eher ein hobby mancher spaßvögel, die sich gar nicht mit der thematik auseinandersetzen wollen, sondern einfach nur ärgern wollen.

doch für die schreibenden menschen gibt es eine alternative, auf die mich vor kurzem evelyn aufmerksam machte. es gibt eine social software für angehende schriftstellerInnen oder freudig schreibende und lesende. „bookrix“ bietet die möglichkeit eigene texte in einem buchähnlichen layout anderen zur verfügung zu stellen, bewerten zu lassen, ein eigenes profil anzulegen und auf anderen homepages das veröffentlichte abrufbar zu machen. dabei können kurze werke ebenso wie ganze romane veröffentlicht werden.

der vorteil dieser seite ist sicherlich, dass sich menschen mit einem ähnlichen interesse dort einfinden und austauschen können. es besteht also die wahrscheinlichkeit, differenzierende feedbacks zu erhalten. der nachteil der seite besteht darin, wieder eigenes material zum nutzen anderer, nämlich der betreiber der seite zur verfügung zu stellen. und ein ganz praktischer nachteil ist die etwas unübersichtliche sortierung, die die besucherInnen dazu zwingt, sich durch viel zu klicken. eine blick hinein lohnt sich allemal und eine eigene veröffentlichung ist nach der anmeldung recht einfach zu bewerkstelligen. zu finden ist die seite unter: http://bookrix.com/?lang=de .

social software und nutzungsbestimmungen

 

da, wie im vorigen post berichtet, bei der social software die gefahr größer ist, dass kommunikation aus dem ruder laufen kann, versuchen die anbieter von plattformen dieser software, durch ihre nutzungsbestimmungen, missverständnissen und übergriffigkeiten vorzubauen. wenn man sich diese bestimmungen genauer betrachtet, handelt es sich dabei inzwischen um moralkataloge, die der freiheit des webs extrem widersprechen.

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web 2.12 – imeem

gleich nach dem magazin für elektronische lebensaspekte sei hier eine praktische anwendung hinterhergeschoben. „imeem„, eine plattform für playlists, die auf einer social-software basiert. es können musik und videos hochgeladen werden, eigene playlists veröffentlicht werden und von allen anderen angeschaut und gehört werden.

so entsteht ein großer pool aus musik, video, fotografie und bewertungen. was hören die anderen? was gefällt mir? wer hat den angenehmsten mix zusammengestellt oder sind die aus bewertungen  generierten mixe am interessantesten? alles kann gehört und gesehen werden. und falls man sich die schönsten sachen herunterladen will kann man sich zu itunes oder amazon weiterschalten, um gegen eine bezahlung seine lieblingstitel zu erhalten. ansonsten kann einfach konsumiert werden bei einer seite, die einen mix aus last.fm und hobnox darstellt. und zwar hier: http://www.imeem.com/

web 2.0 – was ist das überhaupt?

in aller munde, aber kaum jemand kann genau sagen, worum es sich handelt. das web 2.0 ist nichts unbedingt neues, es ist nur das fortgeschrittene internet. manches ist noch nicht einmal fortgeschritten, die ideen sind gar nicht so neu, die heute angeboten werden, sie sind nur jetzt umsetzbar.

web 2.0 ist nicht unbedingt eine neue software. nur die software ist benutzerfreundlicher und speicherkapazitätenschonender geworden. es gibt content management systems (cms), social software und neuere datensammlungsmethoden. aber ist das schon web 2.0? und haben wir noch die beta-version vor uns oder sind wir schon mittendrin und es entwickelt sich nur weiter zum web 3.0? keiner kann es sagen.

anders gesagt, einer versucht es zu sagen, zumindest zu umreißen. tim o´reilly, einer der gurus des internet, der etliche bücher darüber geschrieben und sich mit allen veränderungen auseinandergesetzt hat, unternimmt den versuch, das web 2.0 zu erklären. der text findet sich hier: http://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html .

aber es ist zu bemerken, auch dieser text hat schon einige jährchen auf dem buckel. nun, sollten wir uns im web 3.0 befinden, wird es uns schon jemand mitteilen 😛