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wie man den spass am schreiben abgewöhnt (15)

leider lang

man kann es vorauseilenden gehorsam nennen: die an vielen orten vermittelte aversion gegen lange texte. da soll sich kurz und knapp gehalten werden. da sollen texte verdichtet, exzerpiert und reduziert werden. und da sollen nur die prägnanten texte und geschichten gelesen werden. schnell steht in der text- und aufsatzkorrektur, dass etwas zu lange und ausufernd beschrieben wurde. schnell wird im vorfeld einer wissenschaftlichen abschlussarbeit vor allen dingen auf die exakte länge (oder kürze) durch eine vorgegebene seitenzahl einfluss genommen.

korrigierende sind oft nicht bereit, in ihren augen zu lang geratene texte oder geschichten überhaupt zu lesen, geschweige denn zu bewerten. doch damit reden sie der steten verkürzung des schriftlichen ausdrucks das wort. es werden keine epen mehr gelesen, es werden keine oden mehr betrachtet, es wird in allen lebens- und lernbereichen der trend zum kurztext beschritten.

das absurde daran ist, dass im nächsten schritt beklagt wird, dass die aufmerksamkeitsspanne von jugendlichen, aber auch von älteren menschen, zurückgehen würde. und dies ausschließlich an der intensiven nutzung des internets und überhaupt der neuen kommunikationsmittel liege. das stimmt aber so nicht. in allen lebensbereichen wird darauf gedrungen, dass geschriebenes keine zeit kosten dürfe. versuchen sie einmal, einen argumentativ stichhaltigen antrag zu stellen, in dem alles erklärt wird. ganz schnell wird man ihnen zu verstehen geben, dass dies sowieso niemand lese (ähnlich sieht es mit berichten und protokollen aus).

darum wird man überall aufgefordert, auf floskeln, standards oder vorgaben zurückzugreifen. jede geschriebene seite zu viel, die zwar manches erklären könnte, wird dem papier negativ angelastet.

der effekt? ein mensch, der gern dem schreiben auch gehalt gibt, sieht sich ins abseits gedrängt, da niemand mehr bereit ist, sein geschriebenes zu lesen. dies meinte ich mit vorauseilendem gehorsam. denn diese entwicklung ging dem digitalen schreiben voraus. neben fantasyromanen darf eigentlich nichts mehr „lang“ sein. obwohl es gerade den gegenteiligen trend gibt: immer dickere bücher werden veröffentlicht.

doch vorher muss jemand den mut aufbringen, sich durch die abwertung seiner schriftlichen arbeiten, da sie zu lang sind, zu kämpfen und dies auszuhalten. das schaffen die wenigsten. die meisten „lang“schreiberInnen geben vorher auf und werden von den „kurz“leserInnen regelmäßig drangsaliert. nur noch in kleinen nischen des internets wird der lange, ausführliche text geschätzt. auf keinen fall aber an den orten, die über die zukunft der menschen bestimmen. reduzierte aufmerksamkeitsspannen sind nur ein nebeneffekt der entwicklung. ein anderer nebeneffekt ist es, dass viele menschen den spass am schreiben verlieren.

schnickschnack (125) – IKEA Hackers

das schwedische möbelhaus der selbstabholer ist kreativ so anregend wie ein baumarkt: lässt man einmal seine fantasie spielen, dann kann man wunderbar aus dem angebot dinge entwerfen und herstellen, die so von den produzenten nicht gedacht waren. ob man nun aufhübscht, perfektioniert oder ganz neu kombiniert, man schöpft das angebot einfach noch weiter aus.

vielleicht sollte man sich zu beginn erst einmal an preiswerten produkten versuchen, um für sich zu probieren, wie gern man bastelt und werkelt. macht es spass, kann man den „hack“ 😉 perfektionieren. und für all diejenigen, die schwierigkeiten haben, sich unter ikea-hacks etwas vorzustellen, gibt es natürlich einen blog, der voller ideen ist. natürlich sind manche veränderten möbelstücke geschmackssache, aber die auswahl ist. und man sollte bedenken, dass manche produkte ihre garantie verlieren, wenn man sie verfremdet, neu kombiniert oder umbaut.

hier finden sich die vielen tipps:

IKEA Hackers.

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (14)

aber arbeit

„seit wann hat schreiben spass gemacht?“, wird manche/r denken, wenn die überschrift wenn er/sie die überschrift liest. schreiben wird von vielen menschen zu den kompetenzen gezählt, die notwendig sind, aber nicht freude oder lust auf mehr bereiten. gut, mails, chats, sms, twitter, briefe und postkarten, das sind sondersituationen für die einzelnen, die eher mit kommunikation, mit reden, mit gegenseitigem austausch zu tun haben. doch so für sich erst einmal, einfach zu schreiben, geschichten zu notieren, gedanken auszuformulieren, das machen die wenigsten.

schreiben muss für viele von uns in eine „sinnvolle“ aufgabe eingebunden sein. schreiben muss angefordert oder erwartet werden, muss einen effekt haben. dabei wird unterschätzt, dass schreiben für sich, aus einer kreativen laune heraus, sehr wohl einen effekt hat. hat man diesen effekt jedoch noch nie erfahren, dann ist es schwer von außen nachzuvollziehen, dass schreiben und spass überhaupt kein widerspruch sind.

der wichtigste grund, weshalb nicht zum stift oder zur tastatur gegriffen wird, der liegt in der zeitknappheit, die als führendes argument ins feld geführt wird. „ich habe gar keine zeit und nicht die ruhe, mich hinzusetzen, um zu schreiben.“ schon an zweiter stelle folgt die argumentation: „ich muss während meiner arbeit schon so viel lesen und schreiben, da habe ich in meiner freizeit keine lust mehr dazu.“

es macht keinen sinn, jemanden zum schreiben zu überreden, der keine lust dazu hat, der schreiben als einzig anstrengendes unterfangen ansieht. aber es macht lust, menschen dazu zu überreden, es einmal kurz auszuprobieren, wie es sich anfühlt, wenn man „kreativ“ schreibt. denn meist schon nach den ersten versuchen des schreibens für sich selbst kommen viele menschen auf den geschmack. es ist qualitativ für alle schreibenden etwas anderes, selbst eine geschichte, ein gedicht oder auch nur ein elfchen zu schöpfen, als einen Weiterlesen

kreatives schreiben und arbeit

beim kreativen schreiben kollidieren in den augen vieler zwei vorstellungen miteinander: „qualitativ hochwertiges“ schreiben sei arbeit und kreatives schreiben eher spaß an der freude. in unserer gesellschaft ist die definition von arbeit in den vorstellungen vieler menschen verknüpft mit unangenehmem, unausweichlichem und anstrengendem. es ist natürlich anstrengend, im sinne von den körper und kopf fordernd, wenn man am tag mehrere stunden schreibt. und doch kann das einhergehende gefühl der spaß am schöpferischen, am reflektieren und am diskurs sein.

darum bedeutet zum einen kreatives schreiben nicht automatisch die abwesenheit von arbeit. und arbeit bedeutet nicht automatisch die abwesenheit von kreativität, spaß und lernlust. man muss dazu die vorstellung vom kreativen schreiben immer wieder korrigieren. das kreative schreiben ist eher einer grundhaltung, eine herangehensweise. dabei steht im vordergrund, die zielvorgaben nicht zu eng zu fassen, sondern der entwicklung und dem prozess mehr raum zu geben. es können mit dem kreativen schreiben assoziations- und schreibtechniken verknüpft werden.

vergleicht man dies mit anderen kreativen tätigkeiten und berufen, dann ist das kreative schreiben eine wunderbare ergänzung oder auch die voraussetzung für berufliche schreibtätigkeiten. kreatives schreiben lässt sich also leicht in die kategorie arbeit aufnehmen, mal als schwerpunkt, mal als beiwerk. spannend wird es dann beim diskurs, wie hoch die qualität der ergebnisse sei. auch hierbei wird das kreative schreiben oft unterschätzt. denn wenn es die hintergrundtechnik für wissenschaftliche texte, für geschäftliche schreibarbeiten, für biografische tätigkeiten oder für pädagogische projekte ist, dann kann und darf die qualität der kreativen ergebnisse nicht zu schlecht sein. denn sonst wäre das kreative schreiben keine erleichterung der schreibarbeit, sondern nur ein schmückenden und verspieltes beiwerk

dem ist aber nicht so. auch wenn es nicht unbedingt ziel des lebens sein muss, dass ich bei der sicherung meines lebensunterhalts spaß habe, so kann spaß bei der arbeit ein angenehmer nebeneffekt sein. ich möchte hier nicht der vorstellung vorschub leisten, dass heutzutage arbeit eine durch und durch zufriedenstellende verquickung von privatem und geschäftlichem sein müsse. ich möchte eher behaupten, dass im rahmen der klar umrissenen arbeitszeit, der einzelne Weiterlesen

where´s the pixel? – ein spieltipp

ganz einfach, ganz schlicht – aber es bringt einen runter von jedem stress und jeder viel-denkerei: eine weisse fläche auf dem bildschirm, es ist eingeblendet gegen wen man spielt und irgendwo auf der weissen fläche befindet sich ein schwarzer pixel, der angeklickt werden muss.

der effekt: als erstes wischt man mal den staub vom bildschirm, der sich schnell ansammelt und gern die gröé eines pixels hat. als zweites kann man feststellen, dass man vielleicht doch eine brille benötigt. und als drittes ist es erstaunlich, dass man das ding doch nach recht unkoordinierten suchbewegungen finden und anklicken kann.

drei durchgänge gibt es, dann kann man einen neuen gegner wünschen. mehr passiert nicht, spass macht es trotzdem: wheres the pixel?.

schreibberatung und alter

man erinnere sich an die auseinandersetzung um die rechtschreibreform. ein bürokratischer akt, der angeblich zu einer vereinfachung der schrift und des schreibens führen sollte. viele entscheidungen sind ebenso undurchsichtig wie von früher existierendes und gewordenes. wir verfügen über ein ausuferndes regelwerk und komplizierte schreibformen, die in ihrer aussage inzwischen bedeutungslos sind. an dieser reform ließen sich teilweise generationskonflikte um die zukünftige sprache festmachen. denn allüberall wird vor der verrohung und vereinfachung unserer kommunikation gewarnt.

das schreiben wurde und wird sehr unterschiedlich gelernt. früher die vermeidung des „du“, der direkten ansprache der leserInnen, heute slang und wortspiele in frecher annäherung. und doch bleibt es altersunabhängig, wann das schreiben nicht mehr so vollziehbar ist, wie gewünscht. schreibberatung konzentriert sich nicht auf eine form des ausdrucks, propagiert nicht „die richtige“ schreibe, denn die einengung des schreibprozesses kann sehr unterschiedliche formen annehmen.

auch die flappsige moderne sprache schützt nicht vor dem eigenen erwartungsdruck, vor einer schreibblockade oder dem fehlenden ausdruck. ebenso kann eine gestochen scharfe, grammatikalisch korrekte schreibweise nicht verhindern, dass die ideen für formulierungen und metaphern ausgehen. schreibberatung kommt alters- und zeitlos daher. sie hat nichts anderes im sinn, als dem schreiben und ideenentwickeln genug raum zu verschaffen, im zeitmanagement und im kopf.

und auch wenn manche vertreterInnen der meinung sind, das lamentieren über schreibblockaden und schreibkrisen sei eine modeerscheinung – sie als schriftstellerInnen könnten gar nicht schriftstellerInnen sein, wenn sie jemals schreibblockaden erleben würden, so stellt sich doch in jeder generation oder in jedem alter die frage, wie viele menschen über nichts anderes schreiben, als ihre schreibblockaden. auch eine form der verarbeitung. aber es stellt sich gleichzeitig noch eine andere frage: muss ich mich in eine emotionale situation begeben, in der ich mich nicht wohl fühle?

das „alter“ hat oft gelernt, dass der spaß ein flüchtiger, windiger geselle ist, der der hohen kunst des schreibens im weg steht. so kann auch dem alter in der schreibberatung vermittelt werden, dass nicht immer schmerz und qual ein garant für „hochwertiges“ sind. aber vorsicht mit verallgemeinerungen. die einzige verallgemeinerung, die sich in bezug auf die schreibberatung treffen lässt: jeder mensch kann an einen punkt kommen, an dem es gerade einmal nicht weiter geht. das ist nicht schlimm, eigentlich auch nicht tragisch, obwohl es so empfunden wird. es endet nur gern in der frage, soll man abwarten oder soll man etwas unternehmen und sich unterstützung suchen.

schreibberatung bietet diese unterstützung altersunabhängig. nicht mehr und nicht weniger.

web 2.0 und stärke

stärke bedeutet im zusammenhang mit dem internet wahrscheinlich, widerstehen zu können. nicht jede seite, die interessant sein könnte, aufrufen zu müssen, nicht jedem link folgen zu müssen, nicht alles bis ins letzte detail erkunden zu müssen, nicht in der fülle an angeboten versinken zu wollen.

in anderen lebensbereichen fällt dies den menschen leichter. am zeitungskiosk kauft man nicht jede zeitschrift, die einem gefällt, da es zu teuer würde. im fernsehen oder in der zeitung schaut man sich nicht alles an, das einen interessieren könnte, da die zeit dafür nicht da ist. doch im internet verschwindet bei vielen plötzlich die zeit als maßstab. zum einen erhöht sich die attraktivität des netzes dadurch, dass angebote meist nichts kosten und im hintergrund eine flatrate zeitlich unbegrenzt zugriff erlaubt. zum anderen wirkt das netz so schnell. das angeklickte baut sich schnell auf, der beinahe-sofort-zugriff ist ein ganz anderer, als sich hinzusetzen und eine zeitung in die hand zu nehmen, artikel auszuwählen und in ruhe zu lesen.

das internet führt zum schnellen blick, zur schnellen entscheidung und zum schnellen weiterklicken (so wie das zappen im fernsehen eine gute vorübung für das netz war). diese hohen geschwindigkeiten suggerieren, man würde nicht viel zeit mit der tätigkeit verbringen. doch das trügt. viele user stellen erst im nachhinein fest, wie viel zeit sie jetzt wieder im netz verbracht haben. sie stellen erst dann fest, wie schwer ihre beine sind, wie voll ihr kopf ist, wenn sie ein ende gefunden haben. und sie stellen vor allen dingen fest, dass sie in der verbrauchten zeit nicht viele informationen aufgenommen, sondern immer nur Weiterlesen

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (05)

lustlos lesen

bei dieser rubrik lande ich anscheinend immer wieder bei der schule, bei pädagogik und erziehung. dies hat mit unser aller biografien zu tun, mit unseren frühen erfahrungen – die nicht selten auswirkungen auf unser späteres leben haben. und doch, auch dies sei hier mal erwähnt – einmal etwas abgewöhnt, heisst nicht, es sich nicht wieder zu holen, es wieder zu entdecken. es gibt zwar etliche krude theorien, die immer noch von prägungen wie bei wildgänsen ausgehen und der meinung sind, einmal die lust am lesen verloren (oder jedweder anderen kompetenz), bleibt das auch so für den rest des lebens. langjährige tätigkeiten in der altenpflege haben mich eines besseren belehrt: der mensch kann (muss aber nicht) ein leben lang lernen, sich entwickeln.

also zurück zum lesen. in der schule gab es (und gibt es vielleicht noch) diese unsäglichen leseübungen (und lesewettbewerbe), die aus dem lesen eine konkurrenzveranstaltung machen. es geht dabei nicht mehr darum, texte, geschichten und literatur für sich zu entdecken, sondern es geht darum, die perfekte betonung, das fehlerfreie wiedergeben des textes vorzuführen. dies führt zum ausschluss mancher jungen menschen, da ihnen das laute deklamieren schwer fällt. die annäherung an literatur geschieht nicht über den inhalt, die aussagen und die eigenen gedanken dazu.

nun kann man einwenden, dass dies ja so nicht stimme, denn neben den leseübungen gebe es ja auch noch die bearbeitung von (welt)literatur. wohl wahr, aber auch hier geht es meist um lehrplanliche vorgaben, um einen literaturkanon, den man auch als kind und jugendlicher vielleicht nicht teilt, der aber als wichtig erachtet wird. oh je, was mussten wir uns durch die klassiker quälen, auch wenn wir in unserer freizeit zu ganz anderer literatur gegriffen haben. aber keine chance, diese literatur in den unterricht zu integrieren. doch, wir hatten einmal einen lehrer, der erlaubte es, ein einziges mal, dass seine schülerInnen, nachdem sie protestierten, ein buch zu wählen, das im unterricht behandelt werden sollte.

man muss da nur einmal zurück auf null gehen: haben sie mal kinder beobachtet, wenn sie die ersten bilderbücher bekommen? und wenn sie dann die ersten worte lesen können, sich bücher stück für stück selber aneignen. wenn man es in diesen momenten nicht vergeigt, wenn man den kindern die wahl, was sie lesen wollen überlässt, dann kann sich so etwas wie eine lust am lesen entwickeln. und das kann sich bis ins hohe alter durchziehen. doch zu dieser freiheit gehört auch, dass man sich literatur aneignet, die in den augen vieler nicht dem eigenen alter entspricht. kinder und jugendliche lesen anders als erwachsene. das, was uns tief berührt, muss jüngere menschen überhaupt nicht ansprechen.

und hat ein mensch einmal entdeckt, in welche welten er sich mit hilfe der bücher begeben kann, wird er diesen weg Weiterlesen

„Die (s)panische Fliege“ der Volksbühne Berlin – heute in 3sat – ein Fernsehtipp

Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt 3sat aus Anlass des Berliner Theatertreffens die Inszenierung des Stückes „Die (s)panische Fliege“ der Volksbühne Berlin. Wer bei Kälte oder Regen der Kultur eine Chance geben möchte, dem sei diese Inszenierung ans Herz gelegt. So viel Spaß hat man selten im Theater, und doch zeugt es vor allen Dingen vom Spaß der SchauspielerInnen (und den sportlichen Leistungen). Hier eine kleine Vorschau: Die (s)panische Fliege – Volksbühne Berlin.

Und hier das Programm von 3sat: http://www.3sat.de/programm/

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (03)

grosse genies

im land der dichter und denker hat sich die haltung, dass zum schreiben eine mischung aus genie und angeborener begabung gehört, noch nicht verflüchtigt. zwar wird in manchen bereichen zugestanden, dass kreativität und fantasie gefördert werden können, doch die letztendliche veröffentlichung schaffen nur „echte“ schriftstellerInnen.

das macht es jeder person, die die lust verspürt, geschichten oder romane zu schreiben, den anfang schwer und lässt wahrscheinlich viele gute schreiberInnen zurückschrecken. warum genügt es nicht, sich darauf zu einigen, dass literatur selten in einem ungetrübten schreibfluss entsteht. dass literatur schreiben eben auch arbeit ist. dies könnte vielen die tür öffnen, indem sie sich darauf einrichten, dass sie wie andere menschen einer arbeit nachgehen und dann mal schauen, wie das ergebnis ankommt.

aber nein, meist wird ein abschreckungsszenario formuliert. denn selbst wenn einem talent von anderen bescheinigt würde, dann könnte man sich lang noch nicht sicher sein, einen verlag zu finden oder leserInnen zu gewinnen. wer sich durch den dschungel der genie-talent-begabungs-argumentation durchwindet und trotzdem zu stift oder tastatur greift, muss schon ein dickes fell haben.

die einschüchterung beginnt schon früh. gehen wir einmal davon aus, eine person entscheidet für sich, ich nehme den job der literarischen arbeit auf und schreibt erste texte und geschichten. schon die ersten leserInnen werden häufig mit der erwartung an das geschriebene gehen, dass dies nun der ganz große wurf sein muss. dementsprechend fällt das feedback auch durch gute freunde und bekannte oder durch literaturkreise schnell vernichtend aus.

anscheinend muss vor dem schreiben lernen erst das feedback-geben gelernt werden. wie lässt sich konstruktive kritik lernen? vor allen dingen sollten sich alle feedbackgeberInnen vom geniegedanken verabschieden. die grundhaltung, dass geschriebenes natürlich überarbeitet und verbessert werden kann, ist unabdingbar. das mag für manche leserInnen lächerlich klingen, doch es ist nicht zu unterschätzen Weiterlesen

schnickschnack (114)

es sieht ein wenig unaufgeräumt und improvisiert aus, was da an den wänden und auf platten befestigt oder montiert ist. es sieht aus, wie wenn ein kind, ein wenig collagetechniken mit allem möglichen material ausprobiert hat. doch kaum sind diese abfolgen von reaktionen auf eine bewegung, ein anstossen in gang gesetzt, können auge und kamera den nun folgenden effekten kaum mehr hinterherkommen. es passiert etwas.

gestern haben die tagesthemen auf den programmierer und in seinen eigenen worten „kinetic artistjoseph herscher aufmerksam gemacht. es ist ihm eine freude, abfolgen von bewegungen und schlichten effekten zu langen reaktionsketten aufgrund eines auslösers zusammenzustellen. wenn man sie sich anschaut, dann hat man manchmal das gefühl, die dinger sind beinahe perpetuum mobiles, da sie eigenständig kräfte entwickeln. aber dem ist natürlich nicht so. und was so spielerisch aussieht, ist bis auf das letzte detail, teilweise bis auf das kleinste gewicht, den einen millimeter ausbalanciert und reagiert.

neben der tüftelei steckt für mich unglaublich viel kreativität in den reaktionsketten. auf der homepage von joseph herscher findet man etliche youtube-filme solcher abläufe (leider teilweise mit werbeeinblendungen, die man wegklicken kann). einfach nur ein spass zum anschauen: http://www.josephherscher.com/ .

liste (85) – lust

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „lust“.

die lustvollsten momente in meinem leben:

darauf habe ich unbedingt noch lust:

mit diesen personen will ich lust erleben:

diese dinge sind tödlich für meine lust:

diese tätigkeiten sind für mich sehr lustvoll:

schreibberatung und fremde

der gang zur schreibberaterin, zum schreibberater, mutet immer noch befremdlich an. für viele ist dies ein armutszeugnis, gehen sie doch davon aus, dass lesen, rechnen und schreiben zu den grundkenntnissen der modernen menschen gehören. ein großer irrtum. das fängt schon bei der vorstellung an, allen menschen in der heutigen gesellschaft seien lesen, schreiben und rechnen in ihren grundzügen vermittelt worden. nein, die zahl der analphabetInnen ist weiterhin ordentlich, sie versuchen nur nicht aufzufallen, da sie sich schämen.

aber selbst die menschen, die die grundkenntnisse erlangt haben, sehen sich tatsächlich scheitern, wenn sie einmal eine schreibkrise und schreibblockade erleben. ähnlich wie beim burn-out, bei der drogen-abhängigkeit oder auch bei analphabetInnen, versuchen menschen ihre schreibschwierigkeiten vor anderen zu vertuschen. sie weichen aus, wenn sie gefragt werden, wie sie mit ihren schriftlichen (abschluss)arbeiten vorankommen. sie plagt ein schlechtes gewissen, das im laufe der zeit weiter anwächst.

da ist der nächste schritt, nämlich sich professionelle hilfe zu holen, ein sehr großer, da im vorfeld eingestanden werden muss, dass es so nicht weitergeht und dass man sich unterstützung suchen muss. da schreibberatung aber in deutschland immer noch ein nischendasein fristet, kommen viele überhaupt nicht auf die idee, dass es so etwas geben könnte oder es erscheint ihnen sehr fremd und sie können sich nichts darunter vorstellen.

manche vermuten hinter einer schreibberatung formen der schreibtherapie, andere vor allen dingen hilfen bei schreibfehlern und bei der grammatik, und etliche gehen davon aus, dass die schreibberatung für analphabetInnen sein, damit diese schreiben lernen können. all diese punkte können auch eine rolle in der schreibberatung spielen, doch im vordergrund steht hier die hilfe zur selbsthilfe, die ressourcenorientierte beratung bei schwierigkeiten, in einen schreibfluss zu kommen. oder einfach formuliert: wenn schreiben regelmäßig oder einmalig zur qual wird, dann kann Weiterlesen

kampf der notizzettel – ein surftipp

sie kennen die kleinen, meist gelben zettelchen, quadratisch und selbstklebend, die in keinem büro fehlen dürfen? man kann sie wunderbar für das kurze zwischendurch-notieren von schreibideen oder anderen notizen verwenden. doch wenn man sie zum beispiel in einem zettelkasten verstauen will, dann kleben sie aneinander und sind schwer zu sortieren.

aus frankreich kommt nun ein trend, was man mit beschriebenen oder unbeschriebenen post-its ® noch machen kann: die welt bunter. ganze bürogemeinschaften gehen nicht ihrer arbeit nach, sondern gestalten die großflächig verglasten arbeitsplätze zu klebeflächen für notizzettel. unsortiert und eindrucksvoll sind in frankreich an den glasfassaden bilder zu sehen. die städte werden zu museen eine ungeplanten kunstaktion. einziger nachteil: die kosten für das büromaterial müssen enorm in die höhe schnellen.

also, ist die schreibblockade nahe, sucht man nach ausweichhandlungen, dann nehme man seinen block selbstklebender notizzettel, ziehe die vorhänge zurück oder die jalousien hoch und lasse der eigenen kreativität freien lauf. in frankreich ist das zumindest inzwischen ein wettbewerb geworden. siehe: http://www.postitwar.com .

mich bringt das auf die idee, hier in nächster zeit eine neue rubrik zu eröffnen: „die schönsten ausweichhandlungen, um nicht schreiben zu müssen“. notizzettelbilder-kleben wird dabei sicherlich berücksichtigt werden. 😀

eine „entscheidungshilfe“ der anderen art im internet

manchmal hat man einfach nur lust auf spässken, also so beim schreiben, im internet, in einem blog. im vorfeld fand man anregungen im netz und plötzlich waren sie geboren, die kleinen „entscheidungshilfen“ für jeden tag.

wir leben in einer welt, in der wir ständig entscheiden müssen. je größer die auswahl der handlungsmöglichkeiten wird (und sie scheint immer größer zu werden bei der steten ausdifferenzierung von lebenswelten), desto häufiger stehen wir vor der qual der wahl. kann es da nicht hilfreich sein, wenn einem jemand die täglichen entscheidungsfindungen aufbereitet?

das habe ich mir vorgenommen: eine mix zu schaffen aus täglichen entscheidungen und der wahl zwischen alltag und außergewöhnlichem. denn wir entscheiden zwar viel, aber meist nur für das vertraute, altbekannte und doch ein wenig langweilige. dabei können wir mit jeder entscheidung unser leben ein wenig aufpeppen. und ja, ich habe ideen zum aufpeppen: man verhalte sich so, wie es niemand von einem erwartet.

was dann passiert? keine ahnung, aber der versuch ist es wert 😉 und sollte der versuch doch zu verrückt und außergewöhnlich wirken, kann man sich ja immer noch für die gewohnte variante entscheiden. aber überhaupt einmal etwas anderes andenken kann das eigene leben verändern. darum täglich zwei vorschläge von meiner seite, und sie entscheiden. der rest erklärt sich von selbst oder steht auf der webseite geschrieben. zu finden ist die seite unter http://entscheidungshilfe.schreibboutique.de .

viel abwechslung wünscht christof

schreibidee (255)

„heiter weiter“ könnte das motto dieser schreibanregung sein. wie die medien gern mal sagen, es gibt nicht nur negative nachrichten, man möchte auch einmal etwas positives verkünden. doch dann kommen leider hochzeiten aus königshäusern, die eher einer großen inszenierung gleichen, denn einem echten fest. darum schlage ich vor, texte zu verfassen, die einem echten fest, nämlich einem „freudenfest“ gleichen.

einstieg soll die beschreibung des besten festes, an dem man teilgenommen hat, sein. der texte möge nicht länger als eine seite sein. anschließend werden die beschreibungen der feste in der schreibgruppe ohne feedback vorgetragen. danach beschreiben alle teilnehmerInnen ihr ideales fest. wie sollte es durchgeführt werden, was wird geboten, wer wird eingeladen. dieser text wird nicht vorgestellt.

denn der text ist die vorbereitung für eine längere geschichte oder beschreibung. zentral ist das fest, das mit viel freude gefeiert wird. es darf gern ein sittenbild gemalt werden, wie es der maler brueghel abbildete. natürlich darf es auch ruhiger zugehen. die schreibgruppenteilnehmerInnen sollen ihr ganz persönliches freudenfest erfinden. anschließend werden die texte vorgetragen und im feedback wir unter anderem betrachtet, wie weit sich die freude beim fest wahrnehmen lässt.

nun wird das „freudenfest“ zur metapher. es möge ein text verfasst werden, der selber wie ein freudenfest wirkt. eine der schwierigsten formen des ausdrucks in den kreativen professionen bleibt es, wahre freude „rüberzubringen“. schnell rutschen die handlungen in den kitschigen bereich, wirken überzeichnet oder sehr inszeniert. doch der versuch ist es wert: wie verfasst man einen text, der wahre freude wiedergibt? anschließend wir der text in der schreibgruppe vorgetragen und es wird ein ausführliches feedback gegeben.

zum abschluss kann nun ein „schreibgruppen-freudenfest“ gefeiert werden. alle teilnehmerInnen steuern etwas bei, das ihnen bei festen besonders wichtig und lieb ist. es können andere menschen eingeladen werden und es können, wenn gewollt, die letzten „freudenfest-texte“ vorgetragen werden.

Pecha Cucha: Open Mic und Poetry Slam haben Verwandtschaft!

Schon mal was von Pecha Cucha gehört? Es handelt sich um eine Art Powerpoint –Open Mic. Die Idee zum Pecha Cucha hatte ein Architekten -Paar (Klein Dytham Architecture) aus Tokyo. Es bedeutet sinngemäß „wirres Geplapper“. Mit Pecha Cucha können alle, die Lust haben, ihre Ideen, Projekte und Erkenntnisse vor einem Publikum präsentieren. Kreative, Wissenschaftler und Projektgruppen, Bürgerinitiativen, auch Unternehmer nutzen die Bühne als Speakers Corner. Nur gemütlicher als Marble Arch unter freien britischen Himmel, ist der Festsaal Kreuzberg in Berlin oder das Atelier Colonia in Köln alle mal!

Die Spielregeln sind einfach: Jede Präsentation besteht aus 20 Bildern, die jeweils 20 Sekunden zu sehen sind. Die Reihenfolge der Bilder legt der/die Vortragende fest, die Bilder wechseln aber automatisch. Jeder Vortrag dauert genau 6 Minuten und 40 Sekunden. Auf „You Tube“ sind schon einige Vorträge zu sehen. Man kann auch die deutsche Pecha Kucha Webseite http://pechakucha.de nach Präsentationen durchwühlen.

Wie wäre es mit einem Pecha Kucha zum Kreativen Schreiben, über Schreibprojekte, Impulse und Ideen?

…welche publikumswirksamen Titel gäbe es wohl, damit das Kreative Schreiben so wie „Steigerung des persönlichen Energiehaushalts durch Gummistiefel“ oder “Porno rettet den Regenwald“ auf der Bühne die Häkelfraktion endgültig aus den Köpfen aller katapultiert? Clustern? Ein Freewriting gefällig? Gibt´s Inspirierte aus der Schreibszene?

HuHu!

Hallo?

(von Sabine Samonig)

schnickschnack (88)

manchmal ist werbung einfach nur lustig. lustig, schräg und interaktiv. wenn man dann auch noch schreiben darf, dann ist dies ein bonbon für die freunde dieses blogs. tipp-ex hat da etwas ins netz gestellt, das einfach nur ein großer spass ist. plötzlich wird das filmchen schauen zum schreibspiel.

man besuche die seite http://www.youtube.com/user/tippexperience . sehe sich den werbegag an und trage dann worte ein. empfehlen kann ich schon mal „schreiben“ und „fucks„. aber es gibt noch viel mehr. einfach mal ausprobieren und sich nicht zu sehr an den grammatik-regeln oder an der deutschen sprache festhalten. die freunde der seite geben ein paar hinweise, was noch alles möglich ist.

da lacht der berliner bär 😉

schreibidee (217)

kalt ist es in berlin, arschkalt. aber die sonne gibt ein vorgefühl von frühling. alle lechzen, wie jedes jahr, nach wärmeren zeiten, danach, dass ein leben außerhalb der vier wände wieder möglich wird. kaum wärmer, bieten sich noch mehr freizeitvergnügen als in der kalten jahreszeit. manche verlagern die küche ins grüne und grillen sich zu tode. andere besuchen die wildnis, jehen ins jrüne. familien besuchen gern mal einen park, der ihnen die freizeit bespielt. diese schreibanregung dient dazu, einen individuellen park in worte zu fassen. „mein freizeitpark“ ist das motto.

als einstieg wird von allen schreibgruppenteilnehmerInnen ein ranking ihrer liebsten freizeitvergnügen erstellt. dazu dürfen auch nasebohren und sex gehören. diese liste soll eine ganz persönliche liste der vorlieben sein. und wie das bei architektonischen planungen auch der fall ist. zu jedem freizeitvergnügen werden fünf zeilen notiert, welche dienstleistungen und räumlichkeiten oder orte notwendig sind, um das freizeitvergnügen umzusetzen. alle teilnehmerInnen setzen ihre fünf favoriten in der schreibgruppe vor.

anschließend wird das schreiben für kurze zeit unterbrochen und alle bekommen große blätter, ein paar farbige stifte und werden aufgefordert, ihren persönlichen freizeitpark einmal grob aufzuzeichnen. aus was würde er sich zusammensetzen? in welche landschaft oder in welchen park wären alle vergnügen zu integrieren? wie sehen die gebäude aus, die vergnügen bereiten sollen? wenn die parks gemalt wurden, notieren alle schreibgruppenteilnehmerInnen eine ausführlichere beschreibung ihres parks. bild und beschreibung werden der schreibgruppe vorgestellt. es gibt erst einmal kein feedback.

denn nun soll ein werbetext für den persönlichen freizeitpark geschrieben werden. preisen sie ihren park an. was bietet er alles, warum ist es unumgänglich seine freizeit so zu gestalten, wie sie es vorschlagen? welchen benefit hat man, wenn man den park besucht? der werbetext sollte nicht zwei seiten überschreiten. anschließend wird eine große werbeveranstaltung ins leben gerufen. alle teilnehmerInnen der schreibgruppe bieten ihren persönlichen park an. in der feedbackrunde werden nicht nur die texte beurteilt, sondern alle teilnehmerInnen geben ein statement ab, ob sie den park besuchen würden.

und sollte noch genug zeit zur verfügung stehen, könnte man einen großen gemeinsamen park entwerfen, der für alle schreibgruppenteilnehmerInnen attraktiv wäre.

nabelschau (31)

spielverderber. wer kennt sie nicht? die asketen, die puritanisten, die bedenkenträger, all die menschen, die es in kurzer zeit schaffen, einem ein schlechtes gewissen zu machen. nicht dass man ihren lebensstil teilen würde, nicht dass man ihren bedenken zu viel raum geben würde. es ist ihre haltung, die sie zu spielverderbern macht.

nehmen wir einmal an, man befindet sich gerade in hochstimmung, man feiert, freut sich oder genießt die welt, wie sie sich einem eben präsentiert. die menschen um einen herum teilen die stimmung, da schiebt sich jemand vor einen, blickt einem vorwurfsvoll ins gesicht und erklärt, dass dies ja gerade gar nicht gehe. ob man denn nicht mitbekommen habe, dass zur zeit auf der welt so viel schlecht verlaufe? wie könne man in solchen momenten nur feiern und genießen? wo nehme man diese verdrängung der bedrohung der menschheit nur her?

man kann sich zwar über den bedenkenträger und mahner lustig machen, aber der stachel sitzt. ja, wie kann man nur so verantwortungslos sein und das leben genießen, obwohl leid und elend herrscht? um sich diese frage zu stellen, benötigt es keine globalisierung, damit all die katastrophen auf der welt näher rücken. schon früher genügte ein blick in die nächste umgebung, um festzustellen, es gibt viel schlimmes um einen herum.

asketen und puritanisten setzen noch eins drauf. sie gehen davon aus, dass man mit seinem genusssüchtigen und rücksichtslosen verhalten die ursache des ganzen elends ist. sie formulieren ihren vorwurf direkter, machen einen sündiger. ob nun schlechtes gewissen oder direkte anfeindung, man kann nicht mehr so gelassen weiter machen, wie man es bis dahin tat. der fluss der freude ist unterbrochen.

nichts anderes haben spielverderber im sinn. denn die diskussion, ob man wegen der weltlage tag und nacht in sack und asche durch die gegend laufen muss, hat man für sich selbst schon geklärt. gesellschaftskritik darf mit lebensfreude einhergehen. und es ist ein deutsches phänomen, dass engagement und politik immer mit leid und verzicht einhergehen müssen. aber spielverderber lassen einen nach der eigenen persönlichen entscheidung nicht in ruhe. Weiterlesen