Schlagwort-Archive: spielen

wund-starr-krampf (02)

dressierte kinder

man dachte, es sei vorbei – weit gefehlt. diese sendungen, in denen man die lieben kleinen auf eine bühne stellt, sie irgendwie vorgeführt werden und etwas vorführen, mutti und vati begeistert im publikum sitzen und der rest so gerührt ist, tauchen immer wieder auf.

mich erinnert das immer an das kinderfest einer kleinstadt. da wurden kinder in den schulen mit kleinen geschenken erfreut, mussten durch die strassen wandern, dann in ein stadion marschieren, dort gemeinsam ein lied singen, aufführungen und wettkämpfe absolvieren, während an den hängen sitzend stolze eltern sich was hinter die binde kippten und die kinder als deko dienten.

und so schmückt sich in regelmäßigen abständen das fernsehen mit diesen kinderauftritten, die bei mir sofortiges fremdschämen auslösen. nicht, weil es kinder sind. nein, weil die kinder so dressiert sind, dass sie versuchen die erwachsenen in einer zu professionellen art und weise nachzumachen und sich die erwachsenen wiederum daran ganz seltsam ergötzen.

kinder können garantiert witzig, direkt, fantasievoll und lebhaft sein. aber diese kinder sind es nicht mehr, es wirkt aufgesetzt. es wirkt, wie wenn man hunden kleidung anzieht oder affen als schauspieler auftreten lässt. das „süße“ besteht für erwachsene anscheinend darin, dass sie sich schmücken können mit den leistungen ihrer kinder, im nachahmen von erwachsenen. klar spielen kinder erwachsene nach, um sich die welt zu erschließen. aber sie dabei zu filmen und zu feiern schmerzt als zuschauer.

jedes mal bleibt der geschmack zurück, dass eltern ein größeres interesse an dem ruhm ihrer kinder haben, als die kinder selbst. die wollen wahrscheinlich nur spielen. doch es wurde ihnen schon früh vermittelt, dass es ganz toll ist, auf einer bühne zu stehen und erwachsene zu unterhalten. ja, dass es noch toller ist, ins fernsehen zu kommen. teile ihrer kindheit sind futsch. und jeder dieser sendungen sollte der spielfilm „little miss sunshine“ vorangestellt werden – nur so als empfehlung.

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mein computer und ich – eine umgangslehre (19)

lust

in dieser rubrik wurde bisher über die digitalen wunderkisten viel gemeckert und gegrummelt. aber es muss auch einmal ein anderer blick darauf geworfen werden.

hätte man sich vor ein paar jahren vorstellen können, dass man eben mal ein interview am eigenen pc mit jemandem von einer ngo in kabul durchführt (via skype)? oder hätte sich jemand träumen lassen, dass man ratzfatz für wenig geld ein buch veröffentlicht, das weltweit gekauft werden kann? hätte man sich überhaupt vorstellen können, ein buch zu tippen, zu layouten, die seiten zu gestalten, den buchumschlag selbst zu entwerfen und alles druckreif fertigzustellen?

die computer erweitern unsere kompetenzen nicht selten um enorme fähigkeiten. schaut man sich einfach mal an, wie viele menschen, wie tolle fotos machen, sie bearbeiten, einen blick für interessantes entwickeln und dafür kaum etwas bezahlen müssen. oder wie viele menschen sich im november zusammentun, gleichzeitig an büchern und längeren geschichten schreiben, sich darüber austauschen und am ende des monats 50 000 wörter geschrieben haben. oder wie viele menschen zusammen spielen, und seien es auch irgendwelche ballerspiele, aber sie treffen sich regelmäßig grenzübergreifend und virtuell.

der computer und das internet können lust auf mehr machen. das mag manchmal fatal sein, da beinahe nur noch zeit vor dem gerät verbracht wird, aber es unterscheidet sich gravierend vom fernseher. der computer ist nicht nur ein medium, er ist viele medien – abwechslung ist also möglich. und der computer verlangt von den nutzerInnen eher eine aktive rolle, denn eine ausschließlich passive rolle wie der fernseher. ganz spannend scheint mir, dass meist die generationen Weiterlesen

„gamestorming“ von brown, gray und macanufo – ein buchtipp

wie der titel schon erahnen lässt, ist das ganze leben ein spiel. oder anders formuliert, an beinahe jede aufgabe kann man spielerisch herangehen. das nimmt der aufgabe zwar nur teilweise ihre ernsthaftigkeit, aber es schafft raum für mehr kreativität. kein anderes ziel hat das buch „gamestorming – ein praxisbuch für querdenker, moderatoren und innovatoren“ von dave gray, sunni brown und james macanufo.

wie peppt man ein meeting auf, damit am schluss neue gedanken und analysen zum vorschein kommen? man arbeitet nicht starr zielorientiert und in einer strikten abfolge, sondern man arbeitet spielerisch verlaufsorientiert und lässt raum für neues. mit dieser behauptung machen sich die autorInnen daran, den heutigen anforderungen an entwicklungen und neuerungen gerecht zu werden. es gibt sie kaum mehr, die stringente lösung eines problems. die welt ist vielfältiger und unübersichtlicher geworden. dem muss auch in wirtschaft und im marketing rechnung getragen werden.

uns so werden im buch eine große auswahl an verschiedenen „spielen“, assoziationstechniken und gruppenaktionen zusammengetragen, die eine veränderte herangehensweise zulassen. angenehm ist dabei, dass auch ergebnislose prozesse zugelassen werden. unangenehm scheint mir die beschwörung des spielerischen in prozessen, die für die einzelnen teilnehmerInnen existentiell sein können. es gibt nicht viel raum für die eigene befindlichkeit. doch die kommt ins spiel, wenn man der kreativität raum gibt.

insgesamt lohnt es sich die große sammlung an spieltechniken anzuschauen und zu nutzen, wenn man seminare und meetings organisiert. man benötigt post-its ohne ende, flipcharts, stifte (dem zeichnen wird im buch eine große bedeutung zugesprochen), zeit und ideen. dann kann mit großer wahrscheinlichkeit eine menge entstehen und entwickelt werden. positiver nebeneffekt: hierarchien werden zeitweise aufgehoben. das buch ist bei o´reilly 2011 in köln erschienen. ISBN 978-3-89721-326-5. es gibt eine homepage zum buch, auf der beinahe alle spiele versammelt sind: http://www.gogamestorm.com/?page_id=234 .

schreibidee (328)

da ich gerade auf dem spieletripp bin, also die vielfalt des spielens in der freizeit, im beruf und natürlich beim schreiben wieder und wieder entdecke, soll es hier zum tragen kommen. gleichzeitig macht neben dem spielen das denken viel spaß, also beides miteinander kombinieren. und schon entsteht eine schreibanregung zu „gedankenspielen“, denn das schöne am kreativen schreiben ist: es gibt keine einschränkungen.

als einstieg formulieren die schreibgruppenteilnehmerInnen zehn sätze, die mit den worten „was wäre wenn …?“ beginnen. dabei sollen die schreibenden sätze zu denkspielen formulieren, die sie interessieren. welche eventualitäten würden sie gern gedanklich durchspielen? was wäre zum beispiel, wenn es keine kühe gäbe? was wäre, wenn man eine million gewinnt? (der klassiker der gedankenspiele) und was wäre wenn wir keine arbeit mehr hätten? die sätze werden in der gruppe nicht vorgelesen.

im anschluss wählen die teilnehmerInnen einen ihrer sätze aus und schreiben dazu. dabei sollten sie darauf achten, wann der innere zensor ihre gedanken einschränkt. „darf man so weit denken? ist das realistisch? wie klingt das für die anderen?“, das sind die klassischen sätze, die verhindern, ein gedankenspiel wirklich zu vollführen. neben dem aufschreiben des was-wäre-wenn-textes sollten sich die schreibenden notieren, wie ihnen der innere zensor in die quere kommt. ist der text abgeschlossen wird noch eine kurze selbstreflexion zu den angriffen des zensors formuliert. anschließend werden bei texte in der gruppe vorgetragen, es gibt keine feedbackrunde.

nun suchen alle teilnehmerInnen aus ihrem pool an sätzen abermals einen aus und notieren ihn auf einem zettel. die zettel werden eingesammelt und es wird ausgelost, wer welche fragestellung bekommt. dazu wird auch ein gedankenspiel-text verfasst. der text wird in der gruppe vorgetragen und es findet eine feedbackrunde statt. zum abschluss formulieren dann alle teilnehmerInnen noch einmal zehn sätze, die mit den worten „was wäre wenn …?“ beginnen. diese zehn neuen formulierungen werden in der gruppe vorgetragen, damit alle mit einem bunten strauss an gedankenspiel-anregungen nach hause gehen.

wissenschaftliches schreiben und spiel

die wissenschaft ist eine ernste angelegenheit, wenn man den wissenschaftlerInnen glauben möchte. doch das spannende am forschen und am experimentieren, ja am durchdenken von fragestellungen und thesen, besteht darin, dass im hintergrund immer eine spielerische komponente stattfinden. ähnlich dem kreativen schreiben oder andere kreativen techniken, besteht der fortschritt in wissenschaften immer wieder in der neukombination von wissen und gewohntem.

in vielen denkfabriken wird ein gehöriges quantum an zeit für spielerische momente verwendet. schaut man sich an unseren hochschulen und instituten um, ist davon leider nicht viel zu merken. es herrscht immer noch die auffassung, dass eine streng statistisch-naturwissenschaftliche herangehensweise (auch in sozialwissenschaftlichen fächern) den forschungsprozess begünstigt. schaut man sich zum beispiel die natur und das ökosystem an, dann gibt es diese form der eindeutigkeit und klarheit an kaum einem punkt.

so stellt sich die frage, ob auch beim wissenschaftlichen schreiben nicht mehr „spielraum“ genutzt werden kann. es geht nicht darum, das grundprinzip der wissenschaftlichen herangehensweise, die belegpflicht für behauptungen und schlussfolgerungen, abzuschaffen. es geht darum, dass allein die formen der formulierung, das einfließen eigener position und die verankerung von gedankenspielen, mehr platz finden könnte. abgesehen davon, dass die texte lesbarer würden, ist damit zu rechnen, dass sie auch zu mehr nachdenken und weiteren gedankenspielen anregen.

es wird oft unterschätzt, wie groß das interesse, auch von menschen, die nicht an hochschulen oder in instituten forschen, an wissenschaftlichen erkenntnissen ist. man schaue sich nur Weiterlesen

nabelschau (31)

spielverderber. wer kennt sie nicht? die asketen, die puritanisten, die bedenkenträger, all die menschen, die es in kurzer zeit schaffen, einem ein schlechtes gewissen zu machen. nicht dass man ihren lebensstil teilen würde, nicht dass man ihren bedenken zu viel raum geben würde. es ist ihre haltung, die sie zu spielverderbern macht.

nehmen wir einmal an, man befindet sich gerade in hochstimmung, man feiert, freut sich oder genießt die welt, wie sie sich einem eben präsentiert. die menschen um einen herum teilen die stimmung, da schiebt sich jemand vor einen, blickt einem vorwurfsvoll ins gesicht und erklärt, dass dies ja gerade gar nicht gehe. ob man denn nicht mitbekommen habe, dass zur zeit auf der welt so viel schlecht verlaufe? wie könne man in solchen momenten nur feiern und genießen? wo nehme man diese verdrängung der bedrohung der menschheit nur her?

man kann sich zwar über den bedenkenträger und mahner lustig machen, aber der stachel sitzt. ja, wie kann man nur so verantwortungslos sein und das leben genießen, obwohl leid und elend herrscht? um sich diese frage zu stellen, benötigt es keine globalisierung, damit all die katastrophen auf der welt näher rücken. schon früher genügte ein blick in die nächste umgebung, um festzustellen, es gibt viel schlimmes um einen herum.

asketen und puritanisten setzen noch eins drauf. sie gehen davon aus, dass man mit seinem genusssüchtigen und rücksichtslosen verhalten die ursache des ganzen elends ist. sie formulieren ihren vorwurf direkter, machen einen sündiger. ob nun schlechtes gewissen oder direkte anfeindung, man kann nicht mehr so gelassen weiter machen, wie man es bis dahin tat. der fluss der freude ist unterbrochen.

nichts anderes haben spielverderber im sinn. denn die diskussion, ob man wegen der weltlage tag und nacht in sack und asche durch die gegend laufen muss, hat man für sich selbst schon geklärt. gesellschaftskritik darf mit lebensfreude einhergehen. und es ist ein deutsches phänomen, dass engagement und politik immer mit leid und verzicht einhergehen müssen. aber spielverderber lassen einen nach der eigenen persönlichen entscheidung nicht in ruhe. Weiterlesen

selbstbefragung (64) – spielen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um den „spielen„.

  • wie reagieren sie, wenn sie merken, dass jemand falsch spielt?
  • mit wem würden sie gern zusammen spielen? zählen sie auf.
  • mit wem möchten sie nie zusammen spielen? warum?
  • welches spiel haben sie als kind am liebsten gespielt? warum?
  • wie reagieren sie, wenn sie verlieren? beschreiben sie.
  • wann wird ihnen ein spiel zu ernst?
  • was für ein spiel würden sie gern erfinden?
  • welche rolle hätten sie gern in einem rollenspiel?
  • machen sie bei lotterien oder anderen glücksspielen mit? begründen sie.
  • wenn das leben ein spiel wäre, wie sieht dann ihr jackpot aus?

woraus schöpft kreativität?

ich hab hier schon angerissen, dass das spiel an sich bei kreativen prozessen eine große rolle spielt. doch was ist spielen eigentlich? es ist ein versuch die umwelt zu erfahren und zu „begreifen“, ohne gleich mit allen konsequenzen des alltags konfrontiert zu werden. das spiel ist eine seltsame absprache, die vielen prozessen die ernsthaftigkeit nimmt. wenn man sich zum beispiel spielende tiere betrachtet, dann kann man feststellen, dass viele abläufe dem kämpfen oder jagen gleichkommen. und doch wird aus dem kämpfen und jagen erst einmal kein ernst. auch bei menschen bereitet das spiel des kindes auf später ernsthafte alltäglichkeiten vor. ob es nun der kaufmannsladen ist, das spiel mit puppen oder die egoshooter sind. all diese spiele trainieren spätere möglichkeiten.

leider wird bei uns spiel so verhandelt, dass das gespielte automatisch bedeutet sich später auch so zu verhalten. doch eigentlich ist die abmachung beim spielen, eigene grenzen ausloten zu dürfen und vor allen dingen all das im spiel erlebte auch wieder verwerfen zu können. darum führt der egoshooter auch nicht automatisch dazu sich in einen kampf zu begeben. im spiel eigne ich mir möglichkeiten der welt an. darum entstehen dort sozuschreiben varianten des lebens. kreativität ist ein ausloten der varianten des lebens, der versuch sie darzustellen. es bedeutet nicht, dass ich all das dargestellte erlebt haben muss, in seiner ernsthaftigkeit erfahren muss. die spielerische komponente besteht zusätzlich darin, dass ich dinge kombinieren kann, die ich in der realität nicht kombinieren kann.

es fällt oft schwer, kreatives stehen zu lassen. oft kommen nach kreativen prozessen sehr realistische ergebnisse zutage, die wiederum die konsumenten verwirren. man betrachte nur manche filme, die eigentlich eine erfundene geschichte wiedergeben, beim zuschauer aber das gefühl auslösen, so kann es gewesen sein. so geht kreativität einher mit der fähigkeit, sich in einem eigentlich fremde situationen und handlungen hineinversetzen zu können. das spiel ist eine gute vorbereitung dafür. aber eben nur eine.

die andere vorbereitung für kreative prozesse besteht in der beobachtung. ein waches auge für die ereignisse um einen herum zu haben. ich kann natürlich auch nur mich selber für meinen kreativen ausdruck heranziehen. doch selbst in diesem moment habe ich mich im vorfeld beobachtet, reflektiere ich erlebtes und gefühltes. einen schöner effekt von kreativem tun besteht in der wachsenden aufmerksamkeit für geschehendes. wenn man einmal anfängt vermehrt um sich zu blicken, um ideen zu sammeln oder charaktere zu finden, wird man selten diesem tun überdrüssig sondern eher neugierig.

der beobachtende blick, das emotionale radar läuft quasi nebenher. Weiterlesen

wie werde ich kreativ?

anders formuliert lautet die frage: wie werde ich schöpferisch? und die platte antwort lautet: indem man einfach loslegt. doch womit nur loslegen? gern formulieren menschen von sich, dass sie nicht kreativ seien. so etwas könnten sie nicht, sie hätten keine fantasie, ihnen würde nicht so viel einfallen. genauer betrachtet sind erst einmal alle kreativ. allein die bewältigung des alltags in der heutigen zeit, verlangt von jedem menschen ein gewisses maß an kreativität. immer wieder geschehen situationen, die einen auffordern, die üblichen handlungs- und denkgewohnheiten zu verlassen und neue wege zu beschreiten. dies ist ein ausdruck von kreativität.

doch schauen wir mal auf die kreativität, die im kulturellen bereich eine rolle spielt. eines der größten vorurteile besteht darin, dass man glaubt, die kreativen köpfe würden ihre ideen aus sich selber heraus schöpfen, hätten eine veranlagung dafür auf ideen zu kommen. dabei machen sie nichts anderes, als zu spielen. natürlich bauen viele ein gedankengebäude drumherum, das ihre kreativität als theoretisch unterfütterte entwicklung erscheinen lässt. und doch spielen sie im endeffekt. denn was ist spielen anderes, als gegebenes neu zu kombinieren, unerwartete situationen zu meistern und szenarien zu erfinden.

spielen wird bei uns gern als den kindern vorbehalten angesehen. spiel hängt mit spaß zusammen und kann deshalb in der vorstellung vieler nichts ernsthaftes sein. dabei ist spielen eine form, die welt zu entdecken und zu bewältigen. nichts anderes machen kreative. sie greifen die einflüsse von außen und die gefühle von innen auf, kombinieren sie und schaffen daraufhin etwas neues. neu wird es durch die neuartige kombination. nehmen wir ein allseits bekanntes beispiel: die verhüllung des reichstags in berlin durch christo und jeanne-claude. es handelte sich um nichts anderes, als dinge, die man im alltag auch macht, nämlich etwas zu verpacken, in andere dimensionen zu übertragen. zum einen verpackt man geschenke und zum anderen verhüllt man häuser mit gerüsten, wenn man sie renovieren möchte. kreativ war die idee, ein großes gebäude, wie ein geschenk zu verpacken.

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schreibidee (67)

menschen spielen gern. egal ob jung oder alt, einmal angefangen, finden die meisten spaß am spielen. eine möglichkeit dies umzusetzen sind so genannte schreibspiele. doch man kann die ganze sache auch andersrum angehen. und zwar ist das ziel dieser schreibidee, mit einer schreibgruppe rätseltexte zu verfassen.

um einen einstieg in diese form des schreibens zu finden, können erst einmal etwas anspruchsvollere kreuzworträtsel ausgeteilt werden. solche rätsel sind in der „zeit“ oder im „süddeutsche magazin“ zu finden. diese stellen nicht einfach wissensfragen, sondern erwarten von den ratenden außergewöhnliche denkmuster, um eine lösung zu finden. vielleicht können rätsel gefunden werden, die von den teilnehmerInnen nicht zu schwer gelöst werden können. man kann aber auch selbst ein umschreibendes kreuzworträtsel entwerfen, das sich zum beispiel um das kreative schreiben drehen kann.

nach dieser raterei können rätsel in gedichtform vorgelesen werden und die teilnehmerInnen werden aufgefordert ähnliches zu formulieren. dann wird reihum geraten, um was es sich handeln könnte.

und nun werden die teilnehmerInnen der schreibgruppe aufgefordert, eine geschichte zu schreiben, die mit einer frage an die leserInnen endet. das zu erratende ergibt sich aus dem text. es kann sich entweder um eine kleine kriminalgeschichte oder um ein rätsel in textform handeln. die geschichten werden vorgestellt und die schreibgruppe versucht die lösung zu erraten. dafür sollte auf alle fälle genug zeit eingerechnet werden, damit auch wirklich gespielt werden kann.