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web 2.67 – stripgenerator.com

nachdem hier schon eine ganze menge -generatoren und -meter vorgestellt wurden, noch so ein ding. klingt erst einmal wie die seltsamen handy-apps, die nachts auf den kleineren privatsendern im tv vertickt werden sollen. total nervige ansprache, das handy kann dann pupsen, nacktscannen oder stöhnen und vibrieren oder vibrieren und zum stöhnen führen. das hat hier gerade noch gefehlt.

darum bezieht sich der stripgenerator auch nicht auf das ablegen der hülle, sondern auf das anlegen von zeichnungen und dialogen, nämlich von comic-strips. es ist wieder eine seite, die eine formen des cloud-computing nutzt. man erstellt also den comicstrip nicht auf dem eigenen computer mit einem programm, sondern man erstellt ihn auf einem server, der im hintergrund die ganzen werkzeuge zur verfügung stellt.

mehr als eine hübsche spielerei ist dies sicherlich nicht, jedenfalls in den augen ernsthafter comiczeichner. aber es ist eben doch eine hübsche spielerei für lau. das ganze programm funktioniert recht intuitiv und bietet diverse sprachen zu benutzung an. inzwischen sind dort auch ungefähr eine halbe million cartoons und comicstrips abgelegt. die verwendung wird nur zum schluss ein wenig kompliziert, wenn man sein produkt konservieren möchte. da ist die auflösung nicht berauschend, wenn man zum drucken übergeht, und für eine längere haltbarmachung muss man anscheinend registriert sein.

doch erste schritte mit vorlagen und ganz possierlichen figuren kann man mit hilfe dieses generators machen. und sollte einmal langeweile eintreten, dann kann man immer noch im privaten umfeld den auftritt als strip-generator wagen 😀

zu finden ist die seite unter: http://stripgenerator.com .

web 2.0 und spiel

das internet bietet inzwischen viel spielerisches. das ist ein verdienst des web 2.0, das es jedem menschen relativ leicht ermöglicht, eigene homepages, blogs oder andere datenbanken zu erstellen. das aber auch die interaktivität fördert und somit den aufbau von netzwerken und dergleichen mehr. erst so wurde es immer einfacher, seiten aufzubauen, die viele menschen zusammenbringen. ähnlich funktionieren inzwischen auch viele online-spiele.

so schnell manches erscheint, so schnell verschwindet es auch wieder. erinnert sich noch jemand an „second life“, die virtuelle parallelwelt, die als das nonplusultra der zukunft gesehen wurde. sie war eigentlich auch ein großes kinderspiel nach dem motto: „wir schaffen uns unsere eigene welt“. inzwischen könnte man das web 2.0 als ein großes „second life“ verstehen. ganz viele menschen schaffen sich ihre eigene welt. teilweise nach eigenen regeln, mit virtuellem personal und viel persönlichem input.

abseits dieser simulationen kann das netz aber auch spielerisch verwendet werden. je mehr die menschen verstanden haben, dass sie sich nicht unbedingt auf anonymem terrain bewegen, desto stärker verschleiern sie ihre herkunft. sie geben zwar manches preis, lassen aber auch viel weg, verfälschen und erscheinen inkognito. das ist ein großer vorteil zu früher: man kann sich in diverse rollen begeben oder eben von blüte zu blüte im netz hüpfen.

durch seine unendliche vielfalt und die hohe umsetzungsgeschwindigkeit lädt das internet zum surfen durch verschiedene welten ein. da kann man kunst, kultur, musik, wissen, filme, infos, rezepte und animationen entdecken. man begibt sich beim richtungslosen surfen auf expedition und kann gewiss sein immer etwas witziges, spielerisches oder spannendes zu finden. Weiterlesen

biografisches schreiben und spielzeug

barbie ist 50 jahre alt, märklin geht pleite und legoland gibt es auch in berlin. viele produkte dienen dem spiel. besonders gern spielen kinder, oder anders formuliert, besonders gern lässt man kinder spielen. neben den selbstgeschaffenen spielen wird diese form der fröhlichkeit von spielzeug unterstützt.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte kann auch ein abstecher ins spielzeugland aufschlussreich sein. welches spielzeug besaß man? manchmal genügt ja schon ein matchbox-auto, um ein riesiges straßenrennen zu simulieren. oder die frage, welches spielzeug man gern gehabt hätte, aber nie bekam? fanden die eltern den kosmos-experimentierkasten zu gefährlich?

diese fragen können einem als einstieg in die betrachtung der eigenen kindheit dienen. denn wenn man sich an seine spiele und spielsachen erinnert, ist die wahrscheinlichkeit recht groß, dass man sich auch an die anderen kinder erinnert, die mit einem gespielt haben. und so langsam kann man sich vom spielzeug entfernen, um sich an die selbst erfundenen spiele zu erinnern. hat man zum beispiel mit den playmobil-figuren einen krieg nachgestellt und wurde dann von beruf soldat oder baute man auch lego einen palast nach dem anderen und ist heute architektin? diese zusammenhänge sind natürlich sehr offensichtlich und treten selten so direkt zu tage. aber seltsamerweise schätzen alle kinder das spielen, doch kaum jemand rettet dies in sein erwachsenes leben.

vielleicht lohnt ein blick auf den dachboden oder in den keller, um alte spielsachen wieder hervorzuholen und noch einmal zu schauen, was einem einst freude bereitete. die zukünftigen generationen werden es da einfacher haben, sie dürfen auch als erwachsene an ihren computer weiterspielen. doch wie würde es wirken, wenn besuch vorbeikommt, und die puppenstube das halbe wohnzimmer einnimmt. im computer ganze welten zu simulieren würde aber niemand seltsam finden. das spiel bekommt eine längere bedeutung für viele erwachsenen als es früher je der fall war. wann hörte man auf zu spielen. oder war man jemand, der sich eine modelleisenbahn zulegte, um auch später noch spielen zu dürfen. viele menschen wechseln statt des spielens zu handarbeiten, heimwerken oder wohnungsdeko. deko kommt der puppenstube ja schon sehr nahe. spielen hat jedoch die eigene entwicklung und biografie sicherlich beeinflusst. welches spiel hatte wohl den größten einfluss? das sind aspekte und fragen, die auch beim biografischen schreiben aufgegriffen werden können. und dann einen flipperautomaten kaufen, der als größeres spielzeug im hobbykeller platziert werden kann. hat heute noch jemand einen hobbykeller?