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liste (91) – strafe

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „strafe“.

die schlimmsten strafen, die ich erlebt habe:

dafür habe ich menschen bestraft:

wenn ich bestrafe, dann am liebsten so:

dieses verhalten muss aus meiner sicht auf alle fälle bestraft werden:

in diesen momenten halte ich strafe für absolut unangebracht, auch wenn es oft vorkommt, dass dafür bestraft wird:

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wortklauberei (69)

„warnschussarrest“

was für eine pädagogik soll hier nur verankert werden? das einsperren als pädagogische maßnahme, junge menschen von folgenden straftaten abzubringen. nun, es geht in diesem zusammenhang meist um junge männer, die die meisten täter und die meisten opfer zählen. warum wird ein junger mann zum täter? diese frage stellt sich kaum mehr jemand. es wird immer wieder gefragt, wie man die welt sicherer bekommen könne.

es ist davon auszugehen, dass junge männer als kinder nicht das ziel haben, später verletze ich mal jemanden, von beruf werde ich straftäter. jedes kind träumt von anderen positionen in der erwachsenenwelt. es muss also etliches geschehen sein, damit man die vorstellung von gerechtigkeit und angemessenen reaktionen verloren hat. dies hat viel mit dem umfeld (meist der familie, aber auch der schule und den freunden) zu tun. doch das interessiert nicht mehr.

da man die jugendlichen eigentlich nicht in den knast stecken kann, da sie bewährung erhalten haben, möchte man ihnen eine portion „schnupperknast“, also warnschussarrest verabreichen. dies soll zu einem lernprozess führen. jemanden seiner freiheit zu berauben ist erst einmal staatliche gewalt. und dies bei jugendlichen, die mit großer wahrscheinlichkeit schon etliche gewalt in ihrem leben erlebt haben? wieso schreit hier niemand auf? weil unsere gesellschaft immer stärker junge menschen, wie erwachsene behandelt. ob in der werbung, in den medien oder eben in der bestrafung.

man lässt es noch ein wenig dezenter klingen „warnschussarrest“, das klingt wie „hausarrest“, auch eine erziehungsmethode, die eigentlich nicht vertrauen schafft, sondern das volle machtpotential erwachsener ausschöpft. ein junger mensch kann sich dagegen nicht wehren. ja, das ist pädagogik und psychologie vom feinsten. wie wäre es, wenn sich die gesellschaft mal fragen würden, warum ihre eigenen kinder immer brutaler werden, obwohl sie doch so schön auf die konkurrenzhafte zukunft gedrillt werden? ach ja, warnschussarrest sollte vielleicht doch bei erwachsenen angewendet werden.

selbstbefragung (38) – strafe

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „strafe„.

  • finden sie, dass auf jede untat automatisch eine strafe folgen wird? begründen sie.
  • welche strafe ist für sie nicht vorstellbar?
  • braucht es ihrer ansicht nach überhaupt strafen? erklären sie.
  • haben sie schon einmal jemanden bestraft? wie?
  • wie wurden sie bisher bestraft? zählen sie auf.
  • wie gehen sie mit erfahrener bestrafung um? können sie den versuch der durchsetzung von gerechtigkeitsmaßstäben verstehen?
  • was sollte immer ungestraft bleiben?
  • festigen strafen soziales miteinander? was denken sie darüber?
  • belohnen sie auch? begründen sie?
  • wofür haben sie eine belohnung verdient? wofür haben sie eine strafe verdient? oder haben sie nichts davon nötig?