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web 2.0 und fliegen

das internet spricht manchmal für sich selbst. was soll man zu web 2.0 und fliegen schreiben? nun, man kann heute auch in etlichen fliegern das web 2.0 verwenden. man kann auch im web 2.0 über flüge und fliegen berichten. oder, was immer beliebter wird, man zeigt fotos zum fliegen. die auswahl ist gigantisch. dies kann man als erschlagend empfinden oder man nimmt es als anregung. die kleine aufgabe lautet dann also: schreibe einen kurzen text zum thema „fliege(n)“ – suche im netz, lass dich treiben und klicke dich durch – lass dich inspirieren.

ach so – nur als kleine anmerkung am rand: das kann man natürlich mit jedem anderen begriff machen 😀 darum hier einfach mal eine auswahl zum thema web 2.0 und fliegen:

Instagram Photo Feed on the Web – Gramfeed | # fliege

Instagram Photo Feed on the Web – Gramfeed | # fliegen

fliege | Tumblr

fliegen | Tumblr

fliege — WordPress.com Search

fliegen — WordPress.com Search

fliege – Flickr: Suchen

fliegen – Flickr: Suchen

die suchen lassen sich natürlich noch bei facebook, twitter, in wikipedia, bei google und diversen anderen orten durchführen. ist man durch, kann man ein buch zum fliegen oder den fliegen schreiben. erinnern sich noch manche, wie umständlich man vor ein paar jahren zum thema „fliege(n)“ in bibliotheken hätte suchen müssen? das internet kann manchmal auch etwas sehr entspannendes bieten. denn die bibliothek läuft ja nicht weg – auch sie steht weiterhin als option offen.

wortklauberei (104)

endlagersuchgesetz

wie lautet es bei den schwäbischen kabarettischen sängern „ernst & heinrich“ so schön? „such, such, such!“ und „der mensch ist ein suchender.“ und inzwischen macht er dafür sogar gesetze. wir suchen ja schon lang ein endlager für den atommüll, aber anscheinend wurde nie richtig gesucht. nach gefühlt einem halben jahrhundert wird jetzt ein gesetz erlassen, damit endlich mal richtig gesucht wird. abgesehen von der frage, ob man das nicht schon von anfang an wusste, dass es wahrscheinlich keinen anständigen ort für ein endlager gibt, ist die wortschöpfung für den titel des gesetzes einer der schönsten und bürokratischsten: das „endlagersuchgesetz“.

da kommen einem viele ideen in den sinn: erst einmal die schlichten varianten: die ostereiersuchverordnung oder die versteckenspielensuchregeln. doch dann kann man weiter gehen: wo kommen wir gerade nicht so richtig weiter? was benötigt wahrscheinlich noch ein gesetz? zum beispiel ein rettungsschirmbürgermitsprachesuchgesetz wäre chic. oder ein werdrehtanderbenzipreisschraubesuchgesetz – um auch den populistischen bereich abzudecken. doch dann kämen da noch das woentstehenmonopole(undpreisabsprachen)suchgesetz, das wiealsradfahrerindergroßstadtüberlebensuchgesetz, das wogibteswährendderfussballeuropameisterschaftkneipenohnepublicviewingsuchgesetz, das atomkraftwerkausschaltknopfsuchgesetz, das ichweißgarnichtmehrwasichsuchsuchgesetz in frage.

doch nicht genug damit, als nächstes sollten die schützunsnichtfliegervorfluglärmverordnung, das tvwerbeunterbrechungsverkürzungsgesetz, die gutefilmezurprimetimesendeverordnung, das ruhezoneninöffentlichenverkehrsmittelnvergrößerungsgesetz, die wirerziehenunserekinderzuhausezuegotrippernverhinderungsverordnung, das vorratsdatenspeicherungskammerundservergesetz und das tauschhandelistwiedererwünschtgesetz erlassen werden.

und wenn alle gesetze und verordnungen berarbeitet und erlassen wurden, dann wird man sicherlich auch ein endlager finden. aber so lang kommt bei mir der strom einfach aus der steckdose.

biografisches schreiben und finden

wer sich auf die suche nach der eigenen lebensgeschichte begibt, möchte gern etwas finden. meist geht es um erinnerungen, um gefühle von damals und auch um antworten auf manche fragen, die man bisher nicht beantworten konnte. fängt man einmal an, seinen lebensweg aufzuschreiben, fallen einem immer mehr details ein. und die weitere suche kann ganz konkret werden.

da erinnert man sich an beste freundInnen von damals, an lehrerInnen, die einen stark beeinflusst haben, an arbeitskollegInnen oder an beziehungspartnerInnen, die man aus den augen verloren hat. und man begibt sich auf die suche nach manchen, da man wissen möchte, was aus ihnen geworden ist, wie es ihnen geht oder weil man sich nach einem kontakt zurücksehnt, den man als sehr angenehm empfunden hatte.

zum einen blendet man in der rückschau gern mal die gründe aus, weshalb man nicht weiter kontakt gehalten hat, zum anderen glaubt man gern daran, dass sich grundlegend etwas veränderte. das ist oft nicht der fall. am besten kann man dies bei jahrgangstreffen der schulen, die man mal besuchte feststellen. selbst in 20 oder 30 jahren verändern sich die personen und ihre haltungen meist weniger als man vermutet. es entsteht darum nicht selten schnell wieder eine recht vertraute atmosphäre.

es kann jedoch auch zu ernüchterungen kommen. in der erinnerung scheinen viele momente angenehm und lebhaft gewesen zu sein, aber wenn man sich dann wieder in dem kontext bewegt, dann stellt man fest, was einen störte, was nicht so spannend war, wie es Weiterlesen

web 2.0 und suche

das internet zu durchsuchen ist inzwischen eine kunst für sich. ich habe das gefühl, dass die trefferquoten gerade mal wieder etwas rückläufig sind, vor allen dingen bei bestimmten suchen. alles was mit handel, vermietung oder verkauf zu tun hat, wird von großanbietern dominiert und selten vom eigentlichen hersteller. man findet immer erst einmal nur seiten, die schon vorsortiert haben.

doch vielleicht möchte man sich erst einmal gut informieren über ein produkt, möchte die homepage der hersteller finden. wenn man einen hersteller nicht von vornherein weiß, wird die suche zu einer odyssee. die masse diverser portale hat natürlich höhere zugriffszahlen als die direktanbieter, doch diese verlinken häufig sehr ungern mit den herstellern. der zwischenhandel schiebt sich auch im internet mit aller macht dazwischen.

ebenso schwieriger werden die suchen nach sehr komplexen begrifflichkeiten. selbst wenn man bestimmte begriffe ausschließt, den wortlaut verwendet haben möchte und dergleichen mehr, immer umständlicher. denn die suchmaschinen kombinieren inzwischen wieder verstärkt textbruchstücke aus listen, tabellen oder blogs. dadurch, dass wahrscheinlich erst einmal stichworte abgefragt werden, findet sich in den ergebnislisten viel wust.

ich hatte den eindruck, dass dies zwischenzeitlich besser war. ebenso ärgerlich bleibt die tatsache, dass die alternativvorschläge, da der suchmaschine bestimmte begriffkombinationen seltsam vorkommen, vorangestellt werden. ich würde als betreiber einer suchmaschine voraussetzen, dass die suchenden sehr genau wissen, was sie eingeben. so gehört der alternativvorschlag an einen anderen ort, nämlich ans ende der ergebnisseite. natürlich ist diese funktion hilfreich, wenn man sich vertippt, wenn man diverse begriffe falsch kombiniert hat. aber durch das voranstellen der alternativen, wird signalisiert, dass ein fehler begangen wurde.

und zu guter letzt: versuchen sie mal in einem anderen land zu suchen. hier gestaltet sich der prozess weiterhin extrem umständlich. Weiterlesen

schreibpädagogik und suche

was kann man mit schreibgruppen suchen?
ich werde hier ein paar beispiele auflisten, auf welche suchen man sich begeben kann:

auf der suche nach dem idealen schreibort. in schreibgruppen kann man schritt für schritt das jeweils eigene schreibverhalten der teilnehmerInnen analysieren und daraus schlüsse ziehen lassen, wie der ideale schreibort zuhause gestaltet sein sollte. was lenkt ab und fördert?
aber man kann noch einen schritt weiter gehen und mit der gruppe in der stadt, in einer schönen landschaft, in verschiedenen gebäuden kleine schreibübungen durchführen. diese orte dienen nicht nur der schreibanregung, sondern können auch unter dem blickwinkel „wie gut kann man an diesen orten schreiben?“ betrachtet werden. so finden die teilnehmerInnen eventuell für sich den idealen schreibort außerhalb der eigenen vier wände.

auf der suche nach des rätsels lösung. schreibgruppen sind meist freizeitgruppen, die dem sozialen kontakt und dem vergnügen dienen. da ist es eine wunderbare abwechslung, wenn zu einem treffen ein schreib-rallye veranstaltet wird. entweder organisiert man in den gruppenräumen stationen, die zu durchlaufen, zu entschlüssen und zu bedienen sind oder man begibt sich wieder nach draußen und lässt die teilnehmerInnen einem vorher organisierten pfad durch die stadt, eine landschaft folgen. diese rallye ist gespickt mit schreibanregungen, die sich nach der lösung einer aufgabe ergeben. so wird das spielerische mit dem schreiben verbunden.

auf der suche nach dem historischen einfluss. man kann mit schreibgruppen historisch bedeutsame orte, friedhöfe oder museen besuchen, um die ausstrahlung der orte und der dahinter liegenden geschichte zur schreibanregung zu nutzen. man kann die schreibgruppe mit historischen stadtführungen oder museumsführungen verknüpfen und anschließen geschichten und texte verfassen lassen. oder man gibt selber einen kurzen abriss von den geschichten der vergangenheit, damit sich die teilnehmerInnen besser in die ehemalige atmosphäre versetzen können.

auf der suche nach dem idealen feedback. in regelmäßigen abständen kann in schreibgruppen eine reflexion über die bisher erfolgten feedbacks durchgeführt werden. Weiterlesen

schreibberatung und suche

wie findet man die für sich passende schreibberatung? welche kriterien können einem bei der suche nach schreibberaterInnen helfen? und wann sollte man sich auf die suche begeben? es ist schwierig, allgemeingültige rezepte für die schreibberatung zu benennen. dafür ist das angebot zu vielfältig und sind die gründe für eine beratung zu verschieden. aber ein paar anhaltspunkte aus anderen beratungsrichtungen kann man schon benennen.

das internet ist wahrscheinlich die größte hilfe, bei der suche nach schreibberaterInnen. da dies bis heute kein ausbildungsberuf ist und auch kein verband der schreibberaterInnen existiert, also die kriterien für schreibberatungen nicht einheitlich sind, macht es sinn, sich bei mehreren anbietern zu erkundigen. selbst wenn die kriterien eindeutig wären, macht eine anfrage bei diversen anbietern sinn. denn man begibt sich in eine beratung. meist sind beratungen besonders effektiv, wenn man das gefühl hat, ich kann mit der person, die mir unterstützung gibt, ganz gut.

man soll sich mit beraterInnen nicht befreunden, aber man sollte bei beraterInnen das gefühl haben, dass die eigenen anliegen in einem fruchtbaren austausch gut aufgehoben sind. und erstaunlicherweise ist der erste eindruck oft sehr treffend. es macht nicht viel sinn, sich in eine beratung bei jemandem zu begeben, der oder die einem von anfang an unsympathisch sind. und da wir menschen sehr verschieden sind, sind auch die zu- und abneigungen absolut subjektiv. die arbeitsbeziehungen in einer beratung gestalten sich also ebenso individuell wie freundschaften und partnerschaften.

kriterien für eine gute schreibberatung zu benennen ist noch schwieriger. platt formuliert: das hängt ganz von den anliegen ab. hier kann (und sollte) man klar benennen, welches anliegen oder bedürnis man hat. daraufhin können die beraterInnen sagen, ob sie die erwartungen erfüllen können oder nicht. und sie werden dies tun. wer schon einmal beratung gemacht hat, Weiterlesen

liste (41) – suche

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „suche„.

dies sind die wichtigsten fragen, auf die ich noch eine antwort suche:

dies sind die wichtigsten antworten, die ich auf meiner lebenslangen suche gefunden habe:

gegenstände, die ich am häufigsten suche:

solche menschen suche ich am liebsten:

suchen, die ich nicht mehr weiter verfolge, die aber auch zu keiner entdeckung geführt haben:

kreatives schreiben und suche

warum nicht zwischendurch literarisches versteckspielen? der krimi macht das eigentlich schon immer: strafverfolger und leserInnen begeben sich gemeinsam auf die suche nach dem täter. und es funktioniert immer wieder. die autorInnen sind die einzigen, die alle informationen haben. sie geben häppchen in ereignisse geschnürt preis, bis beinahe alles entblättert ist und man ahnt, wer es war. gute krimis haben dann noch eine unvorhersehbare wendung eingebaut, die alle bisher verdächtigen ignoriert und eine ganz unerwartete entdeckung oder begründung der tat präsentiert. die suche macht den krimi spannend.

warum also im kreativen schreiben nicht auch einmal irrgärten aufbauen, die leserInnen in sackgassen schicken, um sie dann wieder auf einen anderen pfad zu lenken. es muss kein krimi sein. auch geschichten können in die irre führen, können vertrautheit mit den protagonisten herstellen, die sich im laufe der zeit als kotzbrocken entlarven und den blick auf die welt umkehren. oder wenn die tragik des bösen mitgefühl erweckt, dann werden leserInnen auf der suche nach klaren strukturen verstört aber eventuell auch ganz gespannt auf den fortgang der geschichte sein. in jeder erzählung oder geschichte sucht der mensch, wenn er sie sich zu gemüte führt, ein abbild, eine erklärung für das leben.

in der literatur suchen wir einen weiteren mosaikstein der antwort auf die frage, was denn der sinn des lebens sei. wir wollen in ein szenario eintauchen und uns von den autorInnen führen lassen. sie werden uns ein bild eröffnen, aus dem wir unsere schlüsse ziehen dürfen, wie wir lustig sind. kaum ein buch schafft es für die einzelnen leserInnen die suche endgültig abzuschließen. die entdeckung eines mosaiksteinchens eröffnet oft gleichzeitig neue nebenfragen und -schauplätze auf der suche nach dem sinn des lebens. und somit animiert das steinchen zu weiteren büchern, die wieder mosaiksteine und fragen liefern.

angenehme literatur erleichtert einem die suche nicht, sie begleitet einen nur. sie lässt die leserInnen aufseufzen, wenn vergleiche mit dem eigenen leben angestellt werden können. kreatives schreiben hat dazu das potential. da das kreative schreiben seine geschichten aus intuitiven momenten und assoziationen schöpft, eröffnet es neue perspektiven, sowohl den schreibenden als auch den lesenden. Weiterlesen

biografisches schreiben und suche

das ganze biografische schreiben ist eine einzige suche. man begibt sich auf die suche nach der eigenen vergangenheit. man möchte es noch einmal wissen, was war, wie es war und warum es so war? dabei versucht man die steine der vergangheit überhaupt zu finden, dann umzudrehen und sich überraschen zu lassen. das ist teilweise sehr unterhaltsam, wenn man sich an dinge erinnert, dinge wieder findet, die man lang vergessen hatte. oder es ist anstrengend, wenn in der eigenen vorstellung die suche nicht sehr effektiv verläuft oder man sich an weniger schönes erinnert.

die suche nach vergangenem, vergessenem kann man ein wenig forcieren. die einfachste möglichkeit ist es natürlich, wenn man so etwas, wie tagebücher geschrieben hat. sich alte tagebücher vorzunehmen und sie noch einmal zu lesen, versetzt einen meistens recht schnell wieder in die gefühls- und erlebniswelten von damals. hier wird man mit großer wahrscheinlichkeit schnell finden, was man suchte.

eine weitere möglichkeit ist es, sich mit menschen aus der vergangenheit zu unterhalten, sie zu befragen. auch wenn diese sich vielleicht nicht mehr an alles erinnern, so können sie einem doch oft bei der suche weiterhelfen. manchmal genügt es auch, sich mit menschen zu unterhalten, die ähnliches erlebt haben. das kann eigene erinnerungen wecken.

oder man schaut in die archive von zeitungen, in bibliotheken oder in filmarchive, um wieder ein bild von der vergangenheit zu bekommen. da erinnert man sich dann plötzlich an ereignisse, die man einmal sehr wichtig fand, die sich aber nicht in den gedanken festsetzten. es hilft als brücke zu den eigenen, ganz persönlichen ergebnissen. vorteil ist dabei, dass unser langzeitgedächtnis meist länger gut funktioniert als das kurzzeitgedächtnis.

oder man nutzt diverse assoziationstechniken, Weiterlesen

selbstbefragung (103) – suche

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „suche„.

  • nach was suchen sie schon die ganze zeit? beschreiben sie.
  • welche der suchen in ihrem leben war erfolglos?
  • was haben sie in letzter zeit gefunden?
  • warum suchen sie eigentlich nach etwas?
  • was machen sie, wenn sie etwas suchen? beschreiben sie.
  • was haben sie im laufe ihres leben verloren, obwohl es ihnen sehr wichtig war (menschen, dinge, …)?
  • verbindet sie etwas mit anderen suchenden menschen? warum?
  • haben sie schon einmal glück gefunden? wo?
  • was können sie zu ihrer partnerInnensuche sagen?
  • was verstecken sie vor anderen? mal ganz ehrlich 😉

schreibidee (265)

in einem sehr witzigen lied heisst es: „der mensch ist ein suchender. such, such, such!“. das bringt wahrscheinlich auf den punkt, was wir einen großteil unserer zeit machen. abgesehen von der suche nach schlüsseln, verlegten dingen oder weggelaufenen kindern, suchen wir anscheinend noch nach anderem. zumindest machen viele einen recht angestrengten eindruck bei der suche nach dem „richtigen“, „wahren“ oder „schönen“ leben. na dann, seien wir doch mal angeregt, geschichten „auf der suche“ zu schreiben.

die schreibgruppe beginnt damit, dass im raum mehrere gegenstände versteckt wurden, die zu suchen sind. die gruppenteilnehmerInnen erkennen sie daran, dass sie nicht an den ort passen, an dem sie sich befinden. während der suche machen sie die schreibenden teilnehmerInnen notizen zu suche. warum schauen sie wohin, wie fühlt es sich an oder was empfindet man, wenn man etwas entdeckt hat. sollten die teilnehmerInnen etwas entdeckt haben, dürfen sie die den anderen nicht mitteilen, sondern notieren sich den gegenstand. nun wird ein maximal zweiseitiger text über die suche geschrieben und dann wird noch über einen gegenstand und dessen entdeckung ein kurzer text geschrieben.

führt man diese schreibidee öfter durch, könnte man alle teilnehmerInnen auch mal auf die suche schicken, ohne etwas versteckt zu haben. natürlich müssten in dem raum etliche gegenstände sein. es wäre interessant, was die schreibgruppenteilnehmerInnen für entdeckungen halten. nach dem schreiben, werden nur die kurzen texte zu jeweils einer entdeckung vorgelesen.

anschließend notieren alle teilnehmerInnen jeweils eine liste mit fünf dingen oder eigenschaften oder ereignissen, die sie gerade oder schon länger suchen. davon wird ein punkt ausgewählt. nun schauen alle noch einmal die notizen und den text zur suche an. und in der folge wird eine längere geschichte zur suche nach der einen sache geschrieben. dabei kann diese gefunden werden, nicht gefunden werden, aufgegeben werden mit der suche oder dergleichen mehr. die geschichten werden vorgelesen und es gibt eine feedbackrunde.

zum schluss werden noch kurze suchanweisungen verfasst . alle schreibgruppenteilnehmerInnen schreiben oben auf ein blatt etwas, das sie suchen. dieses blatt wird reihum gegeben und alle schreibenden geben notieren unter den begriff einen tipp, was man tun kann, um die sache zu finden. am interessantesten wird es, wenn man die schon notierten tipps umfaltet, damit alle nicht sehen, was ihre vorgängerInnen geschrieben haben. ist der zettel wieder bei den begriffsfinderInnen angelangt, werden die begriffe mit allen suchtipps vorgetragen.

„suchmaschinen“ von david gugerli – ein buchtipp

google-bashing ist ja gerade sehr angesagt. faszinierend, dass dies vor allen dingen aus ecken kommt, die gleichzeitig gegen die geschäftemacherei im internet wettern. spannend auch, dass google vor allen dingen durch die user das wurde, was es heute ist. gäbe es bessere suchmaschinen, würden sie sofort zuhauf genutzt. es gab etliche versuche, aber sie funktionieren nicht mit der gleichen trefferquote. um die trefferquote zu erreichen nutzt google das verhalten der suchenden, nur so kann es sich den suchen annähern. jede ernsthafte suchmaschine wird nicht anders funktionieren können.

denn es gibt eine geschichte der suchmaschinen und vor allen des vorgehens bei der suche. die suche war und ist immer abhängig gewesen von den zur verfügung stehenden daten. diese geschichte und entwicklung macht der autor david gugerli in seinem buch „suchmaschinen. die welt als datenbank.“ an vier klassischen beispielen fest. er zieht dazu bekannte beispiele heran, die auf den ersten blick nicht gleich als suchmaschine zu erkennen sind. den anfang macht die fernsehsendung „was bin ich?“, dann „aktenzeichen xy“, anschließend die rasterfahndung des bka und zum schluss die entwicklung der sql-datenbanken.

man muss nicht mathematiker oder statistiker sein, um das buch zu verstehen. aber man bekommt bei der lektüre einen einblick in die verschiedenen suchbewegungen und die bedeutung von datenbanken. da wird nach dem „normalen“, der devianz, dem muster und der form gesucht. und es wurde gefunden. im vergleich zu heute handelte es sich um wenige daten, die zu verarbeiten waren. dies sieht heute ganz anders aus. und die algorithmen von google leisten dabei erstaunliches. es handelt sich um die konsequente fortführung der suchbewegungen, die in den beispielen des buches schon angelegt sind. dass mit dem finden der gesuchten information auch macht einhergeht, verwundert nach der lektüre überhaupt nicht mehr. bleibt nur die frage, wer die macht in händen halten soll?
das buch ist 2009 im suhrkamp verlag, frankfurt am main, in der edition unseld erschienen. ISBN 978-3-518-26019-7

web 2.0 und wirkung

man möchte es ja immer nicht so richtig glauben, aber das web 2.0 erleichtert den zugang zu informationen in enormer geschwindigkeit. es ist festzustellen, dass die suchmaschinen in der auswahl immer treffender werden. und dies wiederum hat mit kategorien, tags und blogs zu tun. es benötigt maximal ein paar tage, bis bei konkreten fragen, die einträge gefunden werden.

das verändert die informationskultur weiter. denn kommunikationswege verkürzen sich noch mehr. sowohl in diesem blog kann ich das feststellen als auch in einem blog an meiner arbeitsstelle. so kann die information direkt auf die zielgruppe zugeschnitten werden. das war zwar teilweise auch bei den klassischen html-homepages auch möglich, doch schwer für einzelne kurze posts und nachrichten. einzig eines ist notwendig, um in kurzer zeit erfolg in den notwendigen bereichen zu haben. man sollte nicht zu sparsam mit tags und kategorien umgehen. je treffender die jeweiligen stichworte platziert werden, um so treffender sind die suchergebnisse.

das fängt bei buchtipps und veranstaltungen an und geht bis zu „schreibideen“ oder kommentaren. sicherlich muss auch im laufe der zeit nachgeliefert werden, doch gleichzeitig werden erstaunlicherweise ein jahr alte einträge, die aber vom thema her viele interessieren, weiterhin leicht und schnell gefunden. hier im blog zeigt sich dies zum beispiel an dem post „lange texte vs. kurze texte“. anscheinend stellen sich viele menschen die frage nach der länge zu schreibender texte und landen bei der suche immer wieder hier.

dies sagt zwar nichts darüber aus, ob das geschriebene auch als hilfreich empfunden wird, dies kann wiederum nur durch die kommentarfunktion mitgeteilt werden, aber gefunden wird der text. natürlich kann man jetzt kleine nichtssagende artikel mit tags zuballern und dadurch hoffen, dass viele auf dem eigenen blog landen. doch sie werden nicht zurückkehren, wenn die information für sie nicht brauchbar scheint. also bringt reine strategie nichts, es sollte auch etwas mitgeteilt werden. aber die wirkung des web 2.0 bleibt eine erstaunliche.

nabelschau (02)

die hintergründe eines blogs bieten manch erstaunliche entdeckung. in letzter zeit findet sich bei mir immer wieder die suchanfrage nach einem „christopf“. nun, man landet damit bei mir im blog. also da steht nicht nur christopf, sondern auch der richtige nachname und der name des blogs. aber es ist schon witzig, dass mein name, der nun einmal mit „f!“ geschrieben wird, immer wieder für verwirrung sorgt.

vor jahren wurde zum beispiel schon einmal der studierendenausweis mit dem mix „christopf“ ausgedruckt. die änderung bedurfte eines persönlichen vorsprechens im immatrikulationsbüro und eines offiziellen amtsstempels, um die änderung der schreibweise vornehmen zu dürfen. schreibfehler tragen sich also gern weiter und erinnern mich an den film „brazil“, in dem eine fliege im drucker eine katastrophe auslöst.

wahrscheinlich rächen sich auch nur meine scherze, die ich gern über die schreibweise „christoph“ machte. so erklärte ich immer, ich würde mich mit „f“ schreiben, da ich ja „christof“ heiße und nicht „christopp“. jetzt hat mich zumindest jemand an dieses thema in regelmäßigen erinnert.

die konsequenz ist, dass ich, suche ich meinen eigenen namen bei google, und lande dann bei den einträgen von wordpress, das ansprechende google-ad, also die werbung für „tagescreme angebote“ finde. hier lässt sich vortrefflich spekulieren, weshalb genau diese werbung geschaltet wird. entweder kennt mich jemand bei google und meint die ringe unter den augen sollten auch mal verschwinden. oder es wird davon ausgegangen, wer bloggt, sitzt eh zu viel vor dem computer und benötigt die gute tagescreme von „yves rocher“. aber im zusammenspiel mit „christopf“ erschloss sich mir noch eine ganz andere möglichkeit. wer weiß, ob google nicht die regelmäßige suchanfrage nach „christopf“ mit seiner autokorrektur in verbindung bringt und daraus „cremetopf“ macht und sogleich die werbung für tagescreme schaltet. das internet bleibt ein regelmäßiges mysterium.

schnickschnack (55)

am tag der internet-spielereien, darf ein richtiges spiel nicht fehlen. der künstler grzegorz kozakiewicz hat mit seinem „pencil rebel“ eine sehr schöne variante eines suchspiels ins netz gestellt. um dies spielen zu können, benötigt man die möglichst aktuelle variante des flashplayers und einen flotten internetzugang. doch dann steht dem kleinen abenteuer des rebellen nichts mehr im weg.

die aufgabe erschließt sich nicht immer gleich, aber es ist auch eher ein suchspiel. einfach mit der maus mal über die bilder fahren. und vor allen dingen eher die darstellung des knetmännchens genießen, die eine mischung aus collage und animation ist. die bilder sind interessant und humorvoll. die seite erhebt nicht den anspruch, irgendwelche wichtigen botschaften oder informationen zu vermitteln, sie soll nur animieren. also zurücklehnen, die seite http://second.pencilrebel.com/ aufrufen und loslegen. viel spaß damit 😉

warum es hier so „viele“ posts gibt

des öfteren wurde mir geschrieben oder gesagt, das sei einfach zu viel, was ich hier veröffentliche, das könne man gar nicht alles lesen. zu beginn des bloggens hatte ich mir ein limit gesetzt, um im rahmen meines studienabschlusses möglichst genug erfahrungen zu sammeln und ein fazit zum bloggen ziehen zu können. das ist nun seit einiger zeit erledigt und ich wollte die zahl der posts reduzieren. ein wenig ist dies geglückt.

doch gleichzeitig machte ich die erfahrung, dass, einmal angefangen sich in bestimmte thematiken zu vertiefen, einem ständig neue, interessante informationen über den weg laufen. sie reizen mich, sie öffentlich zu machen. eigentlich gibt es noch viel mehr. erst versuchte ich sie zu notieren und zu einem späteren zeitpunkt zu veröffentlichen. doch es bildete sich eine halde, die abzutragen, dann auch keinen sinn mehr macht.

inzwischen vertraue ich auf das selektive lesen. soll heißen, nicht jeder mensch findet alles gleich interessant, so kann man etliches auch auslassen. außerdem bietet das taggen und mit kategorien versehen wie auch die suchfunktion eine umfassende möglichkeit der auswahl. und es zeigt sich, dass dies zum beispiel über die suchmaschinen wahrgenommen wird. da der blog dort ganz gut platziert ist, geschieht es immer wieder, dass ältere posts wieder hervorgeholt und gelesen werden. meiner ansicht nach ist dies eine der großen chancen des web 2.0. es kann erst einmal etwas in der versenkung der unübersichtlichkeit verschwinden, aber spezifische interessen sorgen für eine beständige neuauflage. oder anders geschrieben, nichts geht verloren.

ab und zu lassen sich dann die posts unter bestimmten aspekten noch einmal in gesonderten posts zusammenfassen und im laufe der zeit vielleicht auch einmal in eine pdf-datei. ich finde es schmeichelnd, dass menschen ein großes interesse an möglichst vielem in diesem blog haben, hoffe aber, dass das übersehen bestimmter posts nicht zu unangenehm ist. und ich werde mich bemühen, ab und zu etwas weniger zu schreiben. doch das internet ist so schnelllebig, dass schwer zu sagen ist, wann welcher tipp noch weiter verfolgt werden kann. also nichts für ungut und danke für die konstruktive kritik ❗

lycos und hotbot haben kein problem mehr mit dem wort „schwul“

vor einiger zeit wurde hier darauf hingewiesen, dass die suchmaschinen „lycos“ und „hotbot„, die zu bertelsmann gehören, anscheinend einen filter bei dem wort „schwul“ vorgeschaltet haben. war die suche nach diesem begriff, ebenso wie nach „lesbisch“ erfolglos gewesen und ergab keinen treffer.

dieses problem existiert nicht mehr. woran es lag, darüber kann nur spekuliert werden. oder anders geschrieben, wer auf die idee kommt solche filter in suchfunktionen einzubetten. jetzt ist es zumindest unproblematisch weitere informationen zu verschiedenen sexuellen orientierungen zu finden. eine sinnvolle entwicklung in einer gesellschaft mit antidiskriminierungsgesetzen.

web 2.15 – libreka.de

bis jetzt ist es noch eine beta-version, also eine versuchsseite. aber der deutsche buchhandel versucht das internet mit „libreka“ für sich nutzbar zu machen, auf eine gar nicht mal so uninteressante weise. er bietet eine volltextsuche für die kaufbaren bücher an.

dieses angebot steht und fällt mit den verlagen. wenn sie bereit sind, die daten ihrer bücher der datenbank zur verfügung zu stellen, dann besteht für die käuferInnen die möglichkeit einen blick in die bücher zu werfen, bevor er sie ersteht. also letztendlich ein wenig wie im buchladen.

so kann man begriffe eingeben und die datenbank spukt einem die bücher aus, die diese begriffe in ihrem gesamten text aufführen. das lohnt sich vor allen dingen bei der such nach fachbüchern. bei romanen wird es da schon schwieriger. denn wenn ich einen liebesroman suche und einfach „liebe“ eingebe, könnte dies im volltext häufiger bei allen liebesromanen auftauchen.

aber wenn ich zum beispiel „kreatives schreiben“ suche, wird mir zumindest eine auswahl aus aktuell verfügbaren büchern aufgezeigt, die mehr oder weniger mit kreativem schreiben zu tun haben. das kann man ein wenig an den auszügen aus dem volltext erkennen. der vorteil besteht darin, wenn die datenbank gut gefüllt ist, dass man auf bücher stoßen kann, die man nicht im regal des buchladens um die ecke findet. für spezielle suchen ist dies ein interessantes angebot. für das stöbern und zufällige kaufen im buchladen ist es sehr unbrauchbar. zu finden ist die seite unter: http://www.libreka.de/

schnickschnack (29)

wenn sie in städten und landschaften menschen sehen, die wirken, wie wenn sie außerhalb der saison ostereier suchen. die mit geräten, einer art peilsender, durch parks huschen und über plätze irren oder ihr handy in diverse richtungen halten, dann haben sie sie vielleicht dabei beobachtet, wie sie „geocaching“ machen.

bei „geocaching“ handelt es sich um eine art weltweite schnitzeljagd mithilfe von gps. nicht das auto sagt einem wo´s langgeht, sondern eine homepage, in die man sich kostenlos einloggen kann, zeigt einem, wo in der nähe kleine schätze verborgen sind. zur groben anzeige über google-maps, gehören oft die koordinaten des genauen breiten- und längengrads. manchmal ist noch ein rätsel zu lösen, um die letzte zahl der ortsbestimmung zu erhalten. und dann steht man an dem ort, den man besuchen möchte und beginnt zu suchen. denn dort ist entweder nur ein kleines filmdöschen abgelegt, das eine art logbuch enthält, in das man sich eintragen kann, oder es handelt sich um eine kleinere tupperdose, in der sich codierte spielmünzen oder ein codierter anhänger, der mit einer aufgabe verbunden ist, befinden.

alle vorher notwendigen informationen für eine weltweite schnitzeljagd findet man unter: http://www.geocaching.com/ . und dann ab durch die parks und über die parkplätze in der hoffnung, dass den schatz nicht vorher die stadtreinigung gehoben hat :-p

web 2.11 – google buchsuche beta

wie sicherlich bekannt, ist google seit einiger zeit dabei, ganze bibliotheken stück für stück einzuscannen, um sowohl abbildungen alter bücher wiedergeben zu können, als auch die nicht mehr dem copyright unterliegenden bücher vollständig zur verfügung stellen zu können. das kommt dem ansinnen des gutenbergprojekts oder der digitalen bibliothek schon sehr nahe. vor allen dingen stehen google ganz andere mittel zur verfügung um das projekt voranzutreiben.

schon jetzt kann zu vielen büchern weitere information gefunden werden. zum beispiel, wer auf die bücher verweist, wo in wissenschaftlichen büchern auf die anderen bücher verwiesen wird. wie die umschläge aussehen. es kann ein blick in die inhaltsverzeichnisse geworfen werden oder es können leseproben eingesehen werden. manche bücher können auch vollständig gelesen werden. doch die meisten unterliegen noch dem copyright und bieten nur weiterführende informationen. jedoch kann bei der „google buchsuche“ nach autoren, nacht titeln, nach ähnlichen büchern und nach antiquariaten gesucht werden, die die bücher noch anbieten. dadurch ergibt sich schon jetzt eine gigantische virtuelle bibliothek, die auch stichwortsuchen ermöglicht. da die noch unvollständig ist, liegt die google buchsuche auch noch in der betaversion vor. das kann noch länger so bleiben, denn bis alle bücher eingescannt sind, werden noch ein paar jahre vergehen. das ziel von google ist es anscheinend eine weltbibliothek anzulegen.

zu finden ist die vorläufige version unter: http://books.google.de/