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schreibidee (201)

nicht nur schreibschwierigkeiten kann jeder mensch bekommen, auch andere, eher emotionale, psychische probleme können bei jedem menschen auftauchen. niemand ist davor geschützt, so wie niemand vor einer grippe geschützt ist. man kann, wie bei gesundheitlichen angelegenheiten, versuchen vorsorge zu treffen, doch verhindern und kontrollieren kann man nicht alles. eigentlich ist auch nichts dabei, doch in unserer gesellschaft werden psychische probleme weiterhin zu einer frage der selbstverantwortung. in den augen vieler muss man sich nur zusammenreissen und an sich arbeiten, dann bekommt man auch keine probleme. das ist zu kurz gedacht. man muss nur ein traumatisches erlebnis haben und die ganze welt kann ins wanken geraten. um dem einmal rechnung zu tragen, soll diese schreibidee zu „therapiegeschichten“ anregen.

da in schreibgruppen keine therapieexpertInnen sitzen, kann zum einstieg am flippchart gesammelt werden, was denn therapeutInnen ausmacht und was klientInnen ausmacht. anschließend schreiben alle teilnehmerInnen der gruppe zehn sätze, die mit dem wort „therapeutInnen“ und zehn sätze, die mit dem wort „klientInnen“ beginnen. das das spannendste in therapien immer das therapeut-klient-verhältnis ist und sich dieses auch gut in geschichten verarbeiten lässt, schreiben nun alle einen zweiseitigen dialog zwischen therapeut(in) und klient(in). es ist der fantasie überlassen, um was es geht, wie das gespräch verläuft. die dialoge werden ohne feedback in der schreibgruppe vorgetragen.

anschließend wird noch eine sequenz fünf minuten fokussiertes freewriting zum thema therapie durchgeführt. denn dann ist in der schreibgruppe eine längere geschichte zu schreiben, in der eine therapie oder ein therapeutisches verhältnis die hauptrolle spielen. es ist den teilnehmerInnen überlassen, wie das thema eingebaut wird. dabei soll es keine rolle spielen, ob fachlich alles korrekt ist oder nicht. es dürfen klischees über therapien ebenso verwendet werden, wie psychische erkrankungen, die überhaupt nicht existieren. die texte werden dann in der schreibgruppe vorgetragen und es wird ein feedback gegeben.

und wenn interesse besteht, kann zum abschluss des treffens noch der film „einer flog über´s kuckucksnest“ mit jack nicholson gezeigt werden.

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