Schlagwort-Archive: träume

kreatives schreiben und angst

das kreative schreiben macht normalerweise keine angst. es ist etwas spielerisches, ein ausprobieren, ein neu kombinieren, ein form des ideen produzierens. gut, es kann einem schwer fallen, sich in eine spielerische stimmung zu begeben, aber angstbesetzt ist dies nicht unbedingt. aber es gibt einen anderen aspekt, der einem angst einflößen kann: angst vor der eigenen fantasie.

manche kreativ schreibende erschrecken manchmal, nachdem sie einen text oder eine geschichte abgeschlossen haben, ob ihrer ausufernden fantasie. da widmen sie sich den grausamkeiten der menschen, schreiben geschichten und entwerfen bilder, wie wenn sie einen trip eingeschmissen hätten und versinken in fremden welten, die ihnen bis jetzt unbekannt waren. und das macht angst. dabei unterscheiden sich ihre geschichten in ihren bildern gar nicht so sehr von ihren träumen, die sie nacht für nacht haben, aber an die sie sich nicht mehr erinnern können.

doch sie erinnern sich an die erwachsenen, die ihnen als kind und jugendliche zu verstehen gegeben haben, dass ihre ausufernde fantasie gefährlich sei. dass man, wenn man sich zu sehr in etwas hineinsteigert, dort nicht mehr rauskommt, dies psychisch problematisch werden kann. dabei haben sie eigentlich kein problem damit, nur ihre umwelt hat ein problem damit. doch dies wird ihnen sehr klar gemacht.

solch eine vorstellung legt man nicht schnell wieder ab. was passiert mit einem, wenn die pferde mit einem durchgehen? Weiterlesen

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liste (28) – ziele

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „ziele„.

meine größten ziele für die zukunft:

meine kleinsten ziele für die zukunft:

die wichtigsten ziele, die ich bis jetzt erreicht habe:

die ziele, die ich leider nie erreichen konnte:

davon träume ich, weiß aber, dass es sich wahrscheinlich nie erreichen lässt:

meine träume, die erstaunlicherweise wirklichkeit wurden:

liste (17) – neujahrsgedanken

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um allgemeine „neujahrsgedanken„.

davon hatte ich zu viel im letzten jahr:

davon hatte ich zu wenig im letzten jahr:

davon möchte ich eine gehörige portion im nächsten jahr:

das wird im nächsten jahr passieren:

davon träume ich:

biografisches schreiben und dunkelheit

erinnern sie sich an ihre ersten albträume als kind? irgendwann steht jedes kind einmal nachts auf und ruft nach seinen eltern oder kriecht zu ihnen ins bett, da es von bösen wesen oder unangenehmen dingen geträumt hat. ab diesem moment wird einem die wirkung der dunkelheit, der nacht, ein wenig bewusst.

dann entwickeln sich die menschen im laufe ihrer entwicklungen auseinander. die einen werden „lerchen“, menschen, die gern früh aufstehen und viel tageslicht mitnehmen, die anderen, „eulen“, sind die, die nachts am besten arbeiten können, die die nacht zum tag machen. sie haben sich mit der dunkelheit arrangiert und bevorzugen eventuell die stille die nachts einkehrt.

manche menschen schlafen bei vollmond schlecht, wenn er in der nacht aufgeht. sie können sich nicht erklären, wie die natur solche auswirkungen auf ihre befindlichkeit haben kann. in unserer „erleuchteten“ kultur und gesellschaft stellt dunkelheit eher etwas bedrohliches dar, da passt die schlecht geschlafene vollmondnacht gut dazu. aber haben nicht viele von uns auch ihren meisten sex in der dunkelheit, also jedenfalls ist es draußen dunkel, das schlafzimmer mag ja beleuchtet sein.

es lohnt sich, beim betrachten der eigenen lebensgeschichte einmal einen blick auf die nächte und in die dunkelheit zu werfen. wie hat man denn seine nächte verbracht. wer im krieg die wohnungen abdunkeln musste und die nächte in luftschutzkellern verbringen musste, der wird mit der dunkelheit eventuell dramatisches und bedrohliches verbinden. wer immer nachts gearbeitet hat, wird sich im laufe der zeit an diesen rhythmus gewöhnt haben und die anderen menschen mit ganz eigenen augen sehen.

aber man kann beim thema „dunkelheit“ im zusammenhangen mit dem biografischen schreiben noch einen schritt weiter gehen: was war das dunkelste kapitel in der eigenen lebensgeschichte? jeder mensch hat ein dunkles kapitel, das ihn über jahre begleitet. das müssen nicht immer hochdramatische oder grausame situationen sein. es genügt, dass es situationen sind, die einen nicht los lassen, Weiterlesen

kreatives schreiben und träume

jeder mensch träumt nachts. die einen erinnern sich gut daran, andere erklären, dass sie nicht geträumt hätten. man kann die erinnerung an die nächtlichen träume ein wenig trainieren, indem man sich vor dem einschlafen vornimmt, die erinnerungen zu behalten. hilfreich kann auch ein traumtagebuch sein, dass möglichst neben dem bett liegt und in das kurz nach dem aufwachen eingetragen wird, an was man sich noch erinnert.

aber jeder mensch erinnert sich auch an sehr eindrückliche träume, die ihn eventuell geweckt haben. das sind meist sehr intensive träume, die für einen selbst eine große bedeutung haben. zum einen können versuche unternommen werden, träume aufzuschlüsseln und sie beim biografischen schreiben zu thematisieren oder in therapeutischen zusammenhängen. zum anderen können träume, die in ihren fantasievollen geschichten beeindrucken, auch eine grundlage für weitere geschichten im zusammenhang mit dem kreativen schreiben bilden.

so kann der „plot“ eines traumes verwendet werden, eine kurzgeschichte mit vielleicht surrealem touch zu schreiben. oder es werden einzelne eindrückliche bilder in geschichten übertragen. am spannendsten scheint mir die möglichkeit, einen traum weiter zu schreiben, wenn man abrupt von ihm aufwachte. ob es der klingelnde wecker oder die anspannung während des träumens war, die einen aufwachen ließen, die fortsetzung der geschichte wird dann der wachen fantasie überlassen.

wenn man eine schreibgruppe anleitet, könnte man zum beispiel einen geschichtsanfang ausgeben der aus einem eigenen traum resultiert und die teilnehmerInnen der gruppe weiterschreiben lassen. es kann für einen selber sehr aufschlussreich sein, welche wendungen und entwicklungen die anderen für die eigene geschichte finden. so bieten träume ein großes potential an schreibideen, die nicht verpuffen müssen.