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biografisches schreiben und fernsehen

die digitale revolution verändert unser leben. aber davor war das fernsehen. das medium fernsehen vollzog seinen siegeszug durch die gesellschaften noch schneller als das radio. dabei war das radio schon schneller als die zeitungen. jedesmal wurde diskutiert, dass das eine medium das andere medium verdrängt und dieses zur verarmung des sozialen austausches führt. jedesmal hat sich dies nicht bewahrheitet. dass teilweise niveaulose kost durch die glotze rauscht, scheint andere gesellschaftliche ursachen zu haben.

so ist inzwischen auch beinahe jeder mensch mit einem fernseher im hintergrund, mit den samstagabenshows, mit dem wort zum sonntag oder mit der tagesschau aufgewachsen. das gesehene wurde zum tagesgespräch, die einschaltquoten der meist drei staatlichen sender waren enorm. das fernsehen klärte auf, führte debatten, bildete den alltag ab oder holte die weltereignisse ins wohnzimmer. da wäre es verwunderlich, wenn der umgang mit dem medium keinen einfluss auf die lebensgeschichte, die eigene biografie gehabt hätte. das fernsehen bot neben dem buch, die möglichkeit dem alltag zu entfliehen, es bot aber ebenso die möglichkeit gesellschaftliche proteste abzubilden und zum eigenen protest anzuregen. das fernsehen war ruhiger und es war politischer.

die treffen gleichaltriger wenden sich in den gesprächen gern den nostalgischen erinnerungen an „daktari“, „pipi langstrumpf“, den „tschechischen märchen“ oder „mondbasis alpha 1“. vor vierzig jahren sind die ersten generationen mit der „sesamstraße“ aufgewachsen. oder vor ungefähr dreissig jahren saß die halbe nation vor der serie „holocaust“, um abermals das dritte reich zu verstehen. gern schaltete sich auch der bayerische rundfunk aus dem gemeinschaftsprogramm der ard aus, wenn zu provokante filme und debatten gezeigt wurden. eine heute unvorstellbare tatsache. in den usa führten die bilder über den vietnamkrieg zur veränderung der politischen landschaft, in deutschland war es die friedensbewegung und ihr medialer effekt.

es waren also viele an der nutzung eines mediums zur gleichen zeit beteiligt. heute splittet sich das immer stärker auf. Weiterlesen

liste (10) – tv

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „tv„.

die fernsehsendungen, die mir am intensivsten im gedächtnis blieben (z.b. die mondlandung…):

meine lieblingsserien:

meine besten alternativen zum fernsehen:

bei diesen sendungen wollte ich schon immer einmal mitwirken:

kreatives schreiben und fernsehen

abseits der fernsehsendungen mit schlichtem konzept, gibt es wunderbare fernsehspiele, die nicht versuchen, dem spielfilm gleich zu ziehen. sie bilden den alltag ab, zeichnen die verirrungen und verwirrungen der menschen nach und leben oft von sehr einfachen dialogen, die aber eine ganz andere wirkung erzeugen.

drehbuchautorInnen begeben sich nicht anders auf die suche nach themen, als manche kreativ schreibende menschen, durch verstärkte beobachtung der umwelt und des alltags. schon kleine begebenheiten auf einem platz, in einem bus oder kurze meldungen in zeitungen können die grundlage für einen plot darstellen. das fernsehen hat im gegensatz zum theater, das dafür andere mittel nutzt, die möglichkeit die realität sehr authentisch abzubilden.

im fernsehspiel muss es keine großen helden geben. gut, die geschichte sollte, wie eine kurzgeschichte, einen spannungsbogen enthalten. doch selbst fernsehspiele ohne wirklichen spannungsbogen lassen den zuschauer denken: „ja, genau so ist es. das kenne ich.“. so kann das fernsehen der gesellschaft einen spiegel vorhalten und das, was man da sieht, kann anlass für diskussionen sein. warum also mal nicht in der schreibgruppe anstatt einer kurzgeschichte, einen plot für ein fernsehspiel verfassen oder dialoge von der strasse zu einer geschichte werden lassen?

andersrum wird aber auch ein schuh draus. warum nicht einmal ein sehr gutes fernsehspiel als schreibanregung verwenden. Weiterlesen

schreibidee (190)

und doch, die glotze wird angemacht (oder der pc, um das, was in der glotze lief und läuft anzusehen). da wird dann gern geschimpft über das so genannte „unterschichtsfernsehen“. doch gleichzeitig zeigen untersuchungen, dass vor allen dingen das bildungsbürgertum gut beteiligt ist an den einschaltquoten des billig-tv. man sollte einmal genauer schauen, wem man die quoten und damit das miese programm zu verdanken hat. doch bis das so weit ist, greifen wir einfach die „soap“ in der schreibidee auf und begeben uns in die drehbuchstube der schlichten dialoge und klischeehaften ereignisse. es werden „soap-texte“ geschrieben.

als einstieg kann für die schreibgruppe eine folge einer soap gewählt werden. die auswahl ist groß, die geschichte der soap-operas ist alt und wirklich gekoppelt an seifenwerbung. also alle mal zuschauen, und sich nebenher schon ein paar ideen für einen plot notieren.

nun gibt es zwei möglichkeiten. entweder entscheidet man sich in der schreibgruppe, direkt an dieser soap weiterzuschreiben oder man sammelt die zutaten für eine eigene soap am flipchart. beide varianten führen über zur formulierung eines plots. die teilnehmerInnen werden aufgefordert, einen plot für eine folge einer soap zu erfinden und einen maximal anderhalb-seitigen entwurf zu schreiben. die entwürfe werden in der gruppe vorgestellt und es wird entschieden an welchem plot die gruppe arbeiten möchte.

anschließend sollen zwei folgen von der gruppe geschrieben werden. in der ersten variante, bekommen alle schreibgruppenteilnehmerInnen eine szene in auftrag. sie klären mit ihren vor- und nachschreiberInnen den jeweils letzten satz ab, bevor die szene geschrieben wird. anschließend werden die szenen geschrieben und hinterher nacheinander in der gruppe vorgetragen (gern mit verteilten rollen).

in der zweiten variante wird eine art kettentext geschrieben. diese übung ist etwas zeitaufwendiger und bietet anderen etwas pause. je nachdem, wie groß die schreibgruppe ist, müssen kleinere gruppen gebildet werden. allen teilnehmerInnen wird ein akteur der soap vergeben. man schreibt für seinen eigenen akteur die texte im dialog. die dialoge werden hintereinander runtergeschrieben. also müssen alle anderen warten, bis sie an der reihe sind, ihren protagonisten worte in den mund zu legen. der text wird dann gemeinsam mit den jeweils verteilten rollen vorgelesen.

diese schreibidee lässt sich auch wunderbar online weiterführen, also in der schreibgruppe von zuhause aus als kettenbrief oder -mail weiterführen. vielleicht kann man dann die szenen sogar spielerisch darstellen und filmen. auf youtube wird sie bestimmt zuschauer finden und ein weiteres free-tv ist gegründet 🙂 .

web 2.46 – fernsehkritik.tv

man kann sich sicher sein, das fernsehprogramm, auch das digitale, wird in den nächsten jahren nicht besser werden. gut, die auswahl wird größer, man kann also für sich wählen, was einem zusagt. doch dies erwartet vom zuschauer immer größere koordinatorische anstrengungen. denn das „qualitätsfernsehen“ verteilt sich auf mehr und mehr programme. wer dann keine lust hat, sich alles im internet zusammen zu suchen, der ist zum beispiel kabelanbietern ausgesetzt, die mit vorliebe shopping-kanäle einspeisen. und wer einen blockbuster ohne zuzahlung sehen möchte, der braucht eine halbe stunde länger wegen der werbeeinblendungen.

kurz und gut, fernsehen kann nerven. doch abseits der angebotsschwierigkeiten (ich möchte hier explizit arte und 3sat nicht dazu zählen) wird auch so viel schrott gesendet, dass es schon in den frühen abendstunden als unterhaltsame realsatire betrachtet werden kann. also an nachschub wird es holger kreymeier nicht mangeln. er betreibt regelmäßige fernsekritik auf seiner homepage http://www.fernsehkritik.tv und hat dafür den grimme-online-award erhalten. berechtigter weise, denn allein die ausdauer mit der man sich all diese ergüsse betrachten muss, um eine kritik zusammenschneiden und formulieren zu können, ist beachtenswert.

wer also mal so richtig über das fernsehen ablästern möchte und dafür ausgewachsen schlechte beispiele benötigt, der schaue auf der homepage vorbei. danach kann man sich gelassen im sessel zurücklehnen und sich sagen: früher war alles besser, sogar das fernsehen. oder er schickt den link an gute freunde, um eine lästergruppe zu gründen. das ist allemal unterhaltsamer als am frühen abend vor der glotze zu sitzen und sich das zeug reinzuziehen 😀 .

nabelschau (29)

kurze unterbrechung. dieser beitrag darf im internet aus rechtlichen gründen nicht gezeigt werden. das ist ja ein ding. als surfer, der gerade den drang verspürte, schnell die nachrichten im livestream zu betrachten, bekommt man das gefühl, etwas illegales zu machen. dabei ist es ein öffentlich-rechtliches angebot. doch schlagartig als ein schrubbeliges fussballspiel thema war, waren auch schon ton und bild weg. eben nur die botschaft „dieser beitrag darf im internet aus rechtlichen gründen nicht gezeigt werden“ prangte auf dem bildschirm.

und man weiß nicht, wie lang wird denn nun der beitrag dauern. reicht es für einen gang zum klo oder zum kühlschrank? oder verpasst man dann die wettervorhersage? auf der anderen seite kommt freude auf. der ganze abend des ersten öffentlich-rechtlichen stand unter dem motto fussball. dies passiert immer häufiger. man fragt sich, ob es nicht noch andere mitbürger gibt, die diesem sport nichts abgewinnen können. warum spielen die am abend? und wenn sie am abend gespielt haben, weshalb darf dann in der nacht kein ausschnitt gezeigt werden?

da sind sie wieder, die widersprüche des lebens. zum einen unterliegen die sportnachrichten ausschließlich vermarktungsstrategien. der konsument staatlicher sendebetriebe wird diesen vermarktungsstrategien unterworfen und kann nichts dagegen machen. im internet kann er nicht sehen, was zu den tagesnachrichten gehört. aus finanzgründen findet zensur statt. eine tolle sache.
zum anderen ist es eine labsal, dass immer dann, wenn fussball kommt, bild und ton verschwinden. das sollte patentiert werden. man könnte ein wenig unterhaltungsmusik im hintergrund einblenden und im vordergrund eine zeitangabe, wann es weitergeht, abbilden. hier wäre dem fussballphoben zuschauer genüge getan. vielleicht sollte dies auch bei den tv-übertragungen als alternative angeboten werden, um bei schöner musik ein buch lesen zu können.

natürlich kann man das ding auch ausschalten, aber man wollte ja nur die nachrichten sehen.

schnickschnack (65)

 

eigentlich gibt es was zu feiern, zumindest von offizieller seite, und zwar 60 jahre bundesrepublik deutschland. das ist eine lange zeit und in dieser langen zeit ist auch eine menge passiert. da war es eine ganz schöne idee, für jedes jahr der bundesrepublik, aber auch der ddr, eine kurze „jahresschau“ an 60 aufeinander folgenden werktagen in der ard zu zeigen. die sendung „60xdeutschland – die jahresschau“ ist ein bunter mix aus politischen entwicklungen des jeweiligen jahres, musik-, sport- und kulturereignissen sowie mancher skurrilitäten. hier wurde in den archiven gekramt und manches bild- und tonmaterial ausgegraben. es gibt auch eine homepage zu dieser sendereihe, die ausschnitte der jeweiligen sendungen zeigt. sie ist zu finden unter: http://www.60xdeutschland.de/ .

eigentlich eine ganz spannende sache, da die kurzen sendungen eigene erlebnisse und erinnerungen wachrufen. eine schöne informationsmöglichkeit zum beispiel zum biografischen schreiben oder der reflexion über die eigene lebensgeschichte. das problem besteht aber darin, dass die sendung immer erst irgendwann nach dem nachtmagazin in der ard gesendet wird. soll heißen, es kann gut und gerne 1.30 uhr werden, bis die geschichte unserer demokratie verbreitet wird. das muss wohl zu beschwerden geführt haben, denn auf der homepage findet sich folgende stellungnahme:

Warum der späte Sendetermin im “Ersten”?

Die Programm-Direktion von “Das Erste” hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Das reguläre Programmschema an Werktagen 60 mal zu durchbrechen, hätte das Publikum aber an anderen Stellen verärgert. Der Sendetermin nach dem Nachtmagazin ist für diese kompakte Reihe am besten geeignet, um sie zusammenhängend und so konzentriert wie möglich zu senden. Auch zu später Stunde interessieren die Filme die Zuschauer, wie sich an den Zuschauerzahlen zeigt.

mich verärgert da ganz anderes. wegen blöder fussballspiele, boxen am samstag oder biathlon-übertragung, verschieben sich teilweise die sendezeiten Weiterlesen

verlag (18) – verlagsgruppe droemer-knaur

die „verlagsgruppe droemer-knaur“ bietet einen webauftritt, der sich gewaschen hat. hier finden sich alle aktuellen virtuellen möglichkeiten, die es zur zeit für eine attraktive selbstdarstellung gibt. so finden sich auf der seite rubriken wie: „autoren im web tv“, kleine filme von lesungen oder interviews, ebenso trailer zu büchern oder über den auftritt des verlags auf der frankfurter buchmesse. dann „krimi podcast“, auszüge aus aktuellen krimis der verlagsgruppe zum runterladen und anhören. der „sachbuch-blog“, bekannte autorInnen schreiben zu aktuellen themen in einem blog. eine kleine verlagszeitung als „live book“, einen wettbewerb mit einem krimiautor, newsletter, benachrichtigungen, wenn bestimmte autorInnen neue bücher veröffentlichen und die obligatorischen kurzen darstellungen über die autorInnen.

daneben wird das verlagsprogramm ausführlich vorgestellt, die aktuellen erscheinungen, ein terminkalender mit lesungen und anderen daten findet sich und eine selbstdarstellung der verlage „droemer“, „knaur“ und „pattloch“. der ganze internetauftritt kommt klar strukturiert und nicht aufdringlich daher, das layout ist schlicht und übersichtlich. es ist sehr angenehm auf diesen seiten zu surfen, auch wenn sie manchmal nicht allzu schnell laden. als besonderheit ist auch noch die relativ große abteilung an esoterischer literatur bei „knaur“.

auch wenn diese seite, wie alle verlage, werbung für die eigenen produkte machen möchte, bietet sie den suchenden ein reichhaltiges angebot, sich vorher zu informieren. und sie bietet sogar die möglichkeit, probeleserIn für die bücher zu werden und anschließend eine kritik ins netz zu stellen. bis jetzt einer der besten verlagsauftritte, die ich gefunden habe. zu finden ist die seite unter: http://www.droemer-knaur.de .

wortklauberei (25)

„in dieser unendlichen weite des tabellen-ozeans“

fussball muss man nicht mögen. leider mögen die sportart aber so viele, dass das fernsehprogramm viele sendungen dazu ausstrahlt. die sendung haben eine ganz eigene aufmachung. sie sparen nicht an heroischen aussagen und dramatischen aufmachungen, um ein interesse an schon vergangenen spielen zu wecken.

selten wird „live“ gesendet, im alltag wird aus der vergangenheit berichtet und das ergebnis kann jede(r) schon längst wissen, wenn man kurz ins internet geht. also gehört es zu fussballsendungen diesem recht schlichten spiel ein wenig leben und dramatik einzuhauchen. da fallen dann wie am letzten samstag von herrn beckmann in der „sportschau“ sätze wie „in dieser unendlichen weite des tabellen-ozeans„.

hossa, welche poesie. kleines gaaaaanz groß reden. dem laien scheint die tabelle der ersten bundesliga eher recht überschaubar. doch es handelt sich um einen „tabellen-ozean“. wie sollte man sich diesen vorstellen? lauter kleine geldhaie in einem großen becken? oder wird auch beim fussball nur mit wasser gekocht? doch nicht genug mit dem bild von „meer ist mehr“, es sind auch noch unendliche weiten, in denen sich der kleine fan vor dem fernseher bewegt. verloren dümpelt er dort vor sich hin und kann sich freuen, dass es einen herrn beckmann gibt, der die übersicht behält und einem zeigt, wie der hase läuft.

eine etwas traurige vorstellung, dass die tabelle der bundesliga die „unendlichen weiten des weltalls“ ersetzen sollte. leider geschieht dies wochenende für wochenende, dabei ist sport doch mord und sportsendungen sind eine quälerei. 😆

schnickschnack (48)

der streit zwischen elke heidenreich und dem zdf war nicht mehr zu schlichten. also wurde elke heidenreich entlassen, die sendung „lesen!“ aus dem programm genommen und eine ersatzsendung als „aspekte-extra“ deklariert. kritik am arbeitgeber führt gern zu entlassungen.

doch das internet bietet inzwischen eine alternative. elke heidenreich stellt die sendung „weiterlesen!“ ins web 2.0. zu erreichen ist die sendung 24 stunden am tag und über die neue literatur-plattform aus köln. die plattform heisst „litcolony„, ist zu finden unter http://litcolony.de, bietet diverse kolumnen, veranstaltungskalender, vor allen dingen auch zum literaturfestival in köln und eben in regelmäßigen abständen die sendung von elke heidenreich. die sendung ist zu finden unter: http://litcolony.de/littv .

ein weiteres zeichen dafür, dass sowohl die öffentlich-rechtlichen, als auch die privaten sender alles daran setzen, dass das internet die qualitativ hochwertigere alternative zu ihren eigenen programmen wird. dann könnte man in zukunft aus der ard zumindest einen ausschließlichen sportkanal machen, wenn sowieso schon extrem viele gez-gebühren für die bundesliga und olympia verbraten werden. und die, die es nicht schauen, müssen auch keine gebühren mehr zahlen.

„hilfe – alles wird teurer! – so kann ich sparen“ – eine medienkritik

 

ja, alles wird teurer, auch die gez-gebühren. und die werden von der ard verwendet, um eine sendung zu produzieren, die den menschen zeigt, wie sie geld sparen können, und zwar „hilfe – alles wird teurer! – so kann ich sparen“. denn dann können sie immer ihre gez-gebühren zahlen, auch für den heimcomputer. es ist unglaublich, dass das öffentlich-rechtliche fernsehen pure politik macht und der askese, dem sparen das wort redet.

wir leben in keinem armen land, wir leben in einem land, das ungerecht verteilt. wer nicht mehr die volle leistung bringen kann, der wird gegängelt, die solidarität ist flöten gegangen. folge davon und auch vom leben auf kosten anderer auf der welt sind steigende preise. aber nicht nur, andere verdienen sich eine goldene nase. eine konsequenz daraus könnte eine sendung mit dem titel sein: „hilfe – alles wird teurer! – ich will mehr gehalt!“. aber nein, das erste ist ganz nah am bürger und zeigt ihm auf, dass er nur ein wenig seinen lebensstil ändern muss und dann bleibt alles beim alten. die gebühren und steuern steigen, energiekosten erhöhen sich und die grundversorgung wird weiter privatisiert. landesbanken können sich dann so viel verspekulieren, wie sie lustig sind, es hat keine konsequenzen.

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