Schlagwort-Archive: übersetzen

web 2.95 – Litrix – German Literature Online

warum die englischsprachige ankündigung? bei „litrix“ handelt es sich um eine webseite des goethe-instituts, die eines möchte: deutsche literatur zur übersetzung bringen.

also einmal eine seite, die nicht uns die literatur aus den regionen der welt nahebringen möchte, sondern eine seite, die der welt die deutschsprachige literatur nahebringen möchte. neben einzelnen büchern, die vorgestellt werden, sich so zu sagen zur übersetzung anbieten, gibt es vor allen dingen informationen zu finanziellen förderprogrammen für übersetzungen. und es wird alle zwei jahre eine „schwerpunktsprache“ festgelegt, in die übersetzungen gefördert werden. zur zeit ist dies russisch.

also eine homepage für sprachexpertInnen, aber auch für literaturinteressierte und fremdsprachenkünstlerInnen:

Litrix-German Literature Online.

VERSschmuggel/RéVERSible – Machen Sie mit! – ARTE

lyrik übersetzen, vertonen oder filmen – deutsch-französisch – französisch-deutsch. ein wettbewerb, eine kreative aufgabe und spass am gedicht. einsendeschluss ist der 01.07.12 für übersetzungen und 15.09.12 für audio-und videoclips.

VERSschmuggel/RéVERSible – Machen Sie mit! | VERSschmuggel/RéVERSible | Rendez-vous littéraire | Kultur entdecken | de – ARTE.

web 2.82 – canoo.net

wikipedia hat es vorgemacht und inzwischen sind viele weitere nachschlagewerke digitalisiert im netz abrufbar. das erleichtert vieles, hier kann man wirklich einmal von einer vereinfachung des lebens sprechen. erinnern sie sich noch? sie suchten eine information zu einem wort, vielleicht zur rechtschreibung, zu synonymen oder zur übersetzung in verschiedene sprachen. da standen sie vor ihrem bücherregal und zogen ein wörterbuch nach dem anderen heraus, schlugen nach, trugen zusammen, notierten oder kopierten die ergebnisse.

dann kam das internet und man konnte diverse seiten finden, die einem hilfreich zu diensten waren. man rief den link auf, den man unter den favoriten gespeichert hatte und gab das wort ein, schon bekam man die informationen, die man suchte. im laufe der zeit sammelten sich diverse links zu verschiedenen wörterbüchern in einer liste an, je nachdem, was man suchte.

das web 2.0 hat den vorteil, dass verschiedene informationsquellen wunderbar gebündelt werden können. man benötigt nur noch eine seite, um den zugriff auf verschiedene datenbanken zu bekommen. die seite „canoo.net“ bündelt quellen zu wörtern. da kann man die rechtschreibung, wortformen, also deklinationen und konjugationen abrufen, die wortbildung zerlegt auflisten lassen und wortkombinationen vorgeschlagen bekommen. man kann den eintrag auf wikipedia abrufen, bei linguisten und sprachwissenschaftlern, das wort übersetzen lassen, synonyme und redensarten zu dem wort suchen und das wort bedeutungsgruppen zuordnen lassen.

mehr kann man auf einen blick zu einem wort kaum erfahren. viel mehr kann auch kaum gebündelt werden. also, wer wort-hilfe benötigt, der besuche einfach mal die seite http://canoo.net .

web 2.79 – deutscher wortschatz

da ich mich gerade auf dem wörtertrip befinde, der nun langsam abzuschließen wäre, habe ich noch ein wenig recherchiert und noch eine wortsammlung, ein wörterbuch oder so im internet gefunden. an der uni leipzig, an der auch das literarische schreiben studiert werden kann, da gibt es eine datenbank zum „deutschen wortschatz„.

gleich oben rechts auf der seite kann ein wort eingegeben nach weiteren informationen zu dem wort gesucht werden. die informationen sind umfassen mit weiteren verweisen und suchmöglichkeiten. außerdem finden sich zu dem wort passende beispiele der verwendung.

besonders interessant sind die „wörter des tages„, die aus tageszeitungen zusammengestellt werden. klickt man eines der wörter an, werden die sätze und stellen der artikel aufgezeigt, in denen das wort vorkam. hier kann man also für den jeweiligen tag sowohl recherche als auch wortsuche betreiben. eine hübsche anregung für schreibideen (obwohl sich mir wieder einmal nicht erschließt, weshalb begriffe aus dem sport an erster stelle stehen müssen 😉 )

zusätzlich gibt es noch ein deutsch-englisches wörterbuch und einen link zu internationalen wörterbüchern verschiedener sprachen. „wort-freaks“ kommen hier voll auf ihre kosten 😉 . zu finden ist die seite unter: http://wortschatz.uni-leipzig.de/ .

schnickschnack (105)

nun, wenn ich dann schon einmal bei der deftigen und starken wortwahl bin, dann wäre die frage, wie es denn mit den klaren worten in anderen sprachen ist. vor allen dingen die doppeldeutigkeit von begriffen kann die kommunikation erschweren, witze und anspielungen werden nicht verstanden.

auch hier hilft das internet ab, zumindest in der englischen sprache. es gibt das wunderbare, so genannte „urban dictionary„, das es einem erleichtert einen slang, schlüpfrigkeiten, deftiges und zweideutiges zu verstehen. viele begriffe werden hier reichhaltig umschrieben und beschrieben. sollte man also über einen text stolpern, bei dem einem nicht mehr so klar ist, ob man die worte auch richtig übersetzt, lohnt sich ein blick ins wörterbuch.

zu finden ist das „urban dictionary“ unter http://www.urbandictionary.com/ . viel spaß mit den englischen sprachspielen 😉 .

schreibpädagogik und kulturelle unterschiede

auch wenn man nicht anhänger der theorie der „kulturellen identitäten“ ist, also der meinung ist, dass menschen fähig sind, ihre unterschiedlichen hintergründe zu überwinden, auch dann sind die unterschiede doch vorhanden. dies schlägt sich insbesondere dann nieder, wenn es um sprache geht. bei schreibgruppen stehen das spiel mit der sprache und der persönliche ausdruck im vordergrund. das bedeutet, dass sich dort die kulturellen unterschiede besonders stark zeigen können.

das soll nicht bedeuten, dass sie unüberbrückbar nebeneinander stehen. aber es muss kommuniziert und sich darüber ausgetauscht werden. viele menschen schreiben lieber in ihrer muttersprache. finden sich nun in einer schreibgruppe unterschiedliche muttersprachlerInnen, sollten sie sich zumindest gegenseitig verstehen, also der jeweils anderen sprache mächtig sein. oder es wird sich auf eine gemeinsame sprache geeinigt. dies wird mit großer wahrscheinlichkeit hierzulande deutsch oder englisch sein. bei allen anderen sprachen ist damit zu rechnen, dass sie einzelne teilnehmerInnen nicht verstehen werden.

so kann man sich entweder entscheiden, sollte man weitere sprachen als leiterIn selber gut sprechen und schreiben können, eine schreibgruppe für bestimmte sprachgruppen anzubieten, oder man findet für die jeweiligen treffen dolmetscherInnen. eine weitere anwendung Weiterlesen

schreibpädagogik und sprachen

toll ist es eigentlich, schreibgruppen anbieten zu können, an denen viele verschiedene menschen teilnehmen. das bietet eine vielfalt an geschichten, biografien und ideen. dazu würde auch gehören, dass menschen aus verschiedenen nationen und regionen der welt, sich beim gemeinsamen schreiben wiederfinden.

das lässt sich aber sehr schwer umsetzen, da die sprache ein problem darstellt. mensch schreibt gern und mit großer wahrscheinlichkeit lieber in seiner muttersprache. hier sind die ausdruckmöglichkeiten größer, bietet sich ein ganz anderes sprachgefühl an. die schreibtechniken und schreibideen können in jeder sprache angewendet werden, daran sollte solch eine gruppe auch nicht scheitern. selbst wenn alle teilnehmerInnen des englischen oder französischen mächtig sind, unterscheidet sich das verständnis doch zwischen muttersprachlerInnen und zweitsprachlerInnen.

das größte problem tauch beim vorlesen der entstandenen texte und geschichten auf. es fällt schwer, die feinheiten, die wortspiele in der anderen, einem fremderen sprache zu verstehen. ab diesem moment schränkt sich aber das feedback stark ein. es können oft rückmeldungen zum inhalt, zu generellen idee der geschichte gegeben werden, vielleicht auch noch zum klang, zu flüssigkeit des geschriebenen, aber viele können dann kein feedback mehr zu den feinheiten und den kleinen wirkungen des textes geben.

deshalb ist es wahrscheinlich sinnvoller, schreibgruppen in verschiedenen sprachen anzubieten. und hier wäre noch zu klären, ob sich die schreibgruppe an muttersprachlerInnen oder an fremdsprachlerInnen wendet. auch wenn heute die interkulturelle öffnung propagiert wird, ist sie in schreibgruppen ohne gute übersetzung, die sehr aufwendig ist, schwer durchzuführen, vor allen dingen wenn es um das kreative schreiben geht. das biografische schreiben konzentriert sich mehr auf den inhalt. hier besteht sicherlich viel mehr spielraum.