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liste (101) – bewusst

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „bewusstes“.

situationen, in denen ich unbedingt bei vollem bewusstsein sein will:

handlungen, die ich öfter unbewusst vollzogen habe:

das zählt für mich vor allen dingen zum selbst-bewusstsein:

das möchte ich mir in meinem leben noch bewusster machen:

meine wichtigsten bewussten erkenntnisse der letzten jahre:

schreibpädagogik und bewusstes

vor allen dingen beim feedback-geben zu texten ist es manchmal für teilnehmerInnen von schreibgruppen oder schreibwerkstätten verführerisch, die texte in bezug auf die autorInnen zu deuten. dabei handelt es sich um aussagen wie: „du wolltest wahrscheinlich damit sagen, dass …“. oder noch direkter: „diese stelle zeigt, dass du …“. hier wird über die wahrnehmung des bewusst geschriebenen hinausgegangen und ein bezug zu den angenommenen gedanken (bewusste und unbewusste) der autorInnen hergestellt.

in diesen momenten müssen meiner ansicht nach gruppenleiterInnen eingreifen, wenn sich die angesprochenen autorInnen nicht selbstständig dagegen wehren. kein mensch kann von außen beurteilen, welche bewussten und unbewussten gedankenprozesse bei schreibenden während des schreibens stattfinden. man begibt sich in diesen momenten in den bereich der spekulation, die keinen sinn bei textbesprechungen macht. darum kann man entweder entscheiden, nachzufragen, was die intention war, einen text zu verfassen, welche gedanken dabei auftraten, oder man beschränkt sich darauf, zu betrachten, was der text bei einem selbst auslöst.

nicht nur beim biografischen schreiben, sondern bei allen schreibarten fließen auch persönliche anteile der autorInnen ein. ob dies nun bewusst oder unbewusst geschieht, spielt eigentlich keine rolle, da nur das ergebnis von interesse ist. natürlich kann einem beim schreiben manches bewusster werden, können selbstreflexionen verstärkt werden. dies kann man offen legen, wenn es einem notwendig erscheint und zum Weiterlesen

schreibberatung und bewusstes

beratungen haben zwei funktionen: zum einen den status quo differenziert zu betrachten und zum anderen handlungsmöglichkeiten für veränderungen zu erarbeiten. dabei kann es passieren, dass allein die aufschlüsselung des status quo plötzlich zu neuen erkenntnissen führt. es handelt sich um keine wunder, die in diesen momenten geschehen, sondern um die veränderung der blickwinkel und die bewusstwerdung einzelner aspekte.

man wusste zum beispiel schon immer, dass man bei anstehenden schreibaufgaben gern die küche von oben bis unten putzt und aufräumt, wäsche wäscht oder liegengebliebenes in aktenordner sortiert, nur um nicht den schreibprozess zu starten. bis zur schreibberatung war einem aber nicht bewusst, welche mechanismen einen eigentlich dazu bringen, dem schreiben so sehr auszuweichen.

doch wenn man anfängt aufzulisten, welche momente zu den ausweichhandlungen führen, wenn man sich in diesen momenten notiert, was man gerade denkt und wenn man über die angst, einen text zu verfassen, selbstreflexionen schreibt, dann schlüsseln sich oft die mechanismen stück für stück auf und man kann gegensteuern. da werden einem zum beispiel negative erwartungen, die man durch schule und erziehung erfahren hat, bewusster. oder man erkennt die momente, in denen die ausweichhandlungen starten, man weiß um die ganz konkreten auslöser und kann sie das nächste mal umgehen.

für diese entwicklungen in einer beratung bedarf es also keiner besonderen tricks oder geheimnisvoller mechanismen. es bedarf nur einer neutralen person, die von außen die angemessenen und konkreten fragen stellt, um sich seiner selbst bewusster zu werden. im nachhinein wundern sich viele menschen, weshalb sie nicht selber auf diese fragen gekommen sind, warum es ihnen nicht von allein bewusst wurde, wie sie ihren ausweichhandlungen ausweichen können.

und in diesen momenten kommt wieder das verdrängen ins spiel, dass ja auch einen schutz darstellt. wir schützen uns vor der „wahrheit“ oder Weiterlesen

kreatives schreiben und bewusstes

es passt wunderbar, dass ich mir dieses thema für heute vorgenommen hatte. da befand ich mich die letzten tage unter schreibenden mit viel kreativem potential und wir entwickelten schreibideen, probierten sie selber aus. irgendwann im laufe der zeit entspann sich eine diskussion darüber, wie weit die teilnehmenden der arbeitsgruppe persönliches in ihre texte einfließen ließen. oder anders formuliert: inwieweit unsere unbewussten ängste in texten widergespiegelt werden.

teil wurde psychologisierend diskutiert und sich andererseits dagegen gewehrt. darum vorab ein bemerkung: ich kann mich bewusst zum kreativen schreiben verhalten. dies bedeutet, ich treffe selbst die entscheidung, wie weit ich gehen möchte, was ich veröffentlichen möchte und wem ich was veröffentlichen möchte. ich kann mich darum auch strategisch verhalten: eventuell schreibe ich nur über die dinge, von denen ich glaube, dass sie die anderen interessieren. oder ich lasse sehr persönliche aus, stelle es den anderen nicht zur verfügung, da es mich zu sehr beschäftigt. vielleicht versuche ich auch nur einen lustigen text entstehen zu lassen.

natürlich fließt bei jedem schreibprozess persönliches ein. texte entstehen aus meinen erfahrungen heraus. ich kann nicht abgekoppelt von mir schreiben. allein meine wortwahl, meine ideen-generierung oder auch meine vorlieben beim schreiben haben mit mir zu tun. selbst wenn ich dem zufall viel raum gebe, so ist allein die entscheidung für den zufall eine persönliche.

ebenso kann es bei jedem schreibprozess sein, dass unbewusstes einfließt. ich wäre ein übermensch, wenn ich bei jedem schritt, bei jeder handlung, genau wüsste, worauf diese basieren. mein kopf ist ein heiterer gesell, der nicht in der eindeutigkeit agiert, wie es mir manchmal forscherInnen weiß machen wollen. unsere träume zeigen uns sehr klar, dass wir vieles abgespeichert haben, an das wir uns Weiterlesen

biografisches schreiben und bewusstes

wir menschen haben zum selbstschutz einen wunderbaren mechanismus: das verdrängen. in vielen lebensbereichen ist dies für uns sehr hilfreich. doch manchmal verdrängen wir lang etwas und es will doch immer wieder an die oberfläche, in unser bewusstsein rücken. die anstrengung, es weiter zu verdrängen wächst stetig an und kann irgendwann eventuell nicht mehr geleistet werden. dann kommt bei uns etwas hoch, das wir eigentlich nicht sehen oder fühlen wollten.

solche situationen kennt jeder mensch. mal sind es größere packen, die wir verdrängt haben, mal kleinere begebenheiten oder emotionen. wenn wir versuchen selbst-bewusster zu werden, dann machen wir uns an die arbeitet, verschüttete erinnerungen und verdrängtes ans tageslicht zu bringen. gerade das biografische schreiben ist eine gute technik, um sich seine eigene lebenssituation aber auch verdrängtes bewusst zu machen.

um verdrängtes aufgreifen zu können, muss der richtige zeitpunkt kommen. man kann sich etwas nicht unter zwang bewusst machen. der richtige zeitpunkt hängt, wie schon oben ein wenig beschrieben, mit entwicklungen in unserem leben und mit unserer person zusammen. ich möchte noch einmal betonen – auch beim biografischen schreiben kann verdrängung ein nützliches mittel sein. es geht nie um die radikale selbstentblössung bis auf die knochen, auch nicht vor sich selber.

doch man kann natürlich durch assoziationstechniken, dem automatischen schreiben und der verbindung von meditation und schreiben sich auf die spur kommen. dies muss nicht immer negativ sein. man kann positve ereignisse ebenso verdrängen, wenn die persönliche umwelt dem erlebten feindlich Weiterlesen

selbstbefragung (157) – bewusst

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „bewusstes“.

  • was ist ihnen erst in letzter zeit sehr bewusst geworden? warum?
  • wo möchten sie bewusst noch genauer hinschauen? beschreiben sie.
  • was erleben sie gern sehr bewusst?
  • was in ihrem leben haben sie unbewusst oft wiederholt, obwohl sie das nicht wollten?
  • welcher mensch in ihrem leben hat ihnen wichtige aspekte bewusst gemacht? wie?
  • in welchen situationen haben sie das bewusstsein verloren?
  • wie selbst-bewusst sind sie? beschreiben sie.
  • wem würden sie gern wichtiges bewusst machen? was?
  • was möchten sie auf keinen fall bewusst erleben?
  • was tun sie, um sich etwas bewusst zu machen?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

kreatives schreiben und fühlen

kreativität hat viel mit fühlen und spüren zu tun. kreativität ist eng verknüpft mit der intuition, also mit dem hören auf das eigene bauchgefühl. und das eigene bauchgefühl basiert anscheinend laut diverser untersuchungen auf einem riesigen pool von unbewussten wahrnehmungen und eindrücken. ja, je mehr raum man dem fühlen und spüren gibt, um so leichter lassen sich intuitive momente nutzen.

und so bietet das kreative schreiben diverse techniken, schreibend der intuition raum zu geben, den inneren zensor in den hintergrund zu rücken und sich fröhlich im spüren und fühlen zu tummeln. allein das freewriting, das cluster oder diverse assoziationstechniken nutzen die intuition für spätere kreative schaffensphasen.

doch gleichzeitig stellt sich ein phänomen ein, das ebenso dem spüren und fühlen mehr raum gibt und das im laufe der zeit das kreative schreiben ebenso ständig mit neuen ideen füttert. die wahrnehmung verändert sich. wer einmal angefangen hat, ideen aus der umwelt zu schöpfen, dem ist sicherlich aufgefallen, dass die wahrnehmung derselben intensiver wird. man achtet verstärkt auf ereignisse, eindrücke und eben auf das bauchgefühl. es fällt schwer, diese entwicklung wieder rückgängig zu machen. eher empfiehlt es sich, immer ein büchlein oder ein blatt papier und einen stift bei sich zu führen, um die eindrücke zu notieren.

denn wenn man nicht ausschließlich auf die unbewussten wahrnehmungen hoffen möchte, die mit der intuition hervorgespült werden, dann kann man diesen prozess auch ein wenig steuern. nur einen gedanken, ein fühlen niederschreiben, kurz nachdem sie geschehen sind, das kann später sehr hilfreich sein. selten greift man das notierte eins zu eins wieder auf, aber Weiterlesen

kreatives schreiben und emotionen

 

in texte, die im rahmen des kreativen schreibens entstanden sind, fließen eigene gefühle ein. meist in unreflektierter form. aber das kreative schreiben kann auch dazu genutzt werden, sich auf bestimmte emotionen zu konzentrieren. das hat den vorteil, dass in die kreativität bewusst eigene befindlichkeiten einfließen.

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