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web 2.84 – bremer schreibcoach

so wünscht man sich die verwendung des internets bei fragen und problemen: als verschachtelten abfragekatalog mit hilfreichen tipps. eigentlich muss man beim „bremer schreibcoach der uni bremen“ immer nur mit „ja“ oder „nein“ auf die gestellten fragen antworten. antwortet man mit „ja“, sollte man das angebot anklicken. so wird man stück für stück durch die eigene schreibproblematik geleitet und landet am schluss bei vorschlägen und übungen.

besonders gut gefallen mir die anleitungen zur selbstreflexion zum schreibprozess. natürlich liegen bei einer universität die schwerpunkte auf dem wissenschaftlichen schreiben, aber trotzdem kann man den „schreibcoach“ auch zweckentfremden für andere schreibprozesse und -projekte. was auch noch freude macht: nicht nur der pure schreibprozess wird beleuchtet, auch die verwendung der schreibwerkzeuge. da werden vorschläge für das textverarbeitungsprogramm gemacht, ebenso wie für das lernen des schreibmaschine schreibens.

der bremer schreibcoach zeigt, wie einfach sich ein content-management-system in eine strukturierte datenbank mit vielen informationen umwandeln lässt und wie durch richtige fragestellungen beinahe alle schreibprobleme thematisiert werden können. dies ersetzt zwar immer noch nicht das „face-to-face“-gespräch mit beraterInnen, aber wenn dies parallel angeboten wird, wie in bremen, dann ist die eine hervorragende versorgung für akademikerInnen (und könnte es sicherlich auch für alle anderen menschen sein, wenn man so eine homepage noch um manche fragestellung erweitert).

also eine empfehlenswerte hilfe, die man hier finden kann: http://www.bremer-schreibcoach.uni-bremen.de/cms/ .

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wissenschaftliches schreiben und comic

die wissenschaften sind meist eine recht ernste angelegenheit und nicht unbedingt ein ort des humors. doch die wissenschaften sind auch orte, an denen sich menschen begegnen, an denen skurrilitäten blühen und gelebt werden. nicht ohne grund gibt es eine menge filme über verschrobene wissenschaftlerInnen, deren forschungsgebiete oder arbeitsweisen mehr als unkonventionell sind. wer einmal an hochschulen war, der kennt die mischung aus kognitiver brillanz und organisatorischem chaos. wer schon einmal an abschlussarbeiten saß, der weiß von der qual, einen eigenen forschungsansatz in einem sehr intellektuellen umfeld zu verfolgen.

darum gibt es wissenschaftliches schreiben nicht nur als schreibdidaktische oder schreibpädagogische fragestellung, sondern die unterhaltsame comicreihe von jorge cham, die seit vielen jahren in us-amerikanischen zeitungen erscheint, die inzwischen verfilmt wurde und die im internet zu finden ist. der name der reihe lautet „Piled Higher and Deeper“ (PhD = ist in englischsprachigen ländern der wissenschaftliche doktorgrad in fast allen fächern und der höchste abschluss des postgraduiertenstudiums (wikipedia)).

den witz (oder auch die reale abbildung von gegebenheiten) versteht man am ehesten, wenn man selber einmal an wissenschaftlichen abschlussarbeiten und forschungsprojekten saß. das archiv der homepage ist groß, sehr groß, und die comicstrips beziehen sich nur teilweise aufeinander. also eine datenbank zum stöbern nach passenden darstellungen des eigenen wissenschaftlichen schreibens. und wenn man gerade in einer schreibkrise bei der abschlussarbeit steckt, dann kann man vielleicht einen eigenen comic über sein forschungsthema verfassen (und schon befindet man sich wieder im wissenschaftlichen schreiben, wenn auch verkürzt). die seite ist zu finden unter: http://www.phdcomics.com/comics.php .

„schreibend lernen“ von gerd bräuer – ein buchtipp

dass schreiben mehr als nur das aneinanderreihen von von wörtern auf papier oder auf dem bildschirm ist, das habe ich hier oft beschrieben. doch was ist schreiben denn dann noch? gerd bräuer stellt in seinem buch „schreibend lernen – grundlagen einer theoretischen und praktischen schreibpädagogik“ die verbindung zur pädagogik und zu all den disziplinen her, in denen man im rahmen des lernprozesses schreiben muss.

dabei spannt er den bogen sehr weit und zeigt, dass beinahe jeder lernprozess durch diverse schreibtechniken, selbstreflexionen und gruppenarbeiten gefördert, verändert und vertieft werden kann. es geht ihm also nicht nur um die entwicklung im schreiben, sondern, um die ganzheitliche betrachtung, die alles andere aus dem umfeld und den lebensumständen einbezieht. schreiben (und seine pädagogik) sind sozusagen nur das vehikel, das den weg zu einem autonomeren lernen ebnet.

bei seinen betrachtungen bringt bräuer vor allen dingen erfahrungen aus dem amerikanischen und engschlischsprachigen raum ein und setzt sich mit den dort entstandenen theorien und praxisansätzen auseinander. denn die pädagogischen institutionen in den usa haben schon lang eine schreibkultur etabliert, die in ihrem rahmen einen diskurs über pädagogik und lehr-lern-verhältnisse entfachte. um es sehr verkürzt zu formulieren: wenn man erkennt, dass schreiben immer ein subjektiver prozess ist, dann wird auch lernen ein subjektiver prozess und die rolle der bewertung und beurteilung tritt in den hintergrund, denn wie sollen subjektive entwicklungen in einen notenkanon eingeordnet werden.

bräuer lenkt den blick von produktorientiertem schreiben („schreibe eine erörterung zu den thesen von xy!“) zu prozessorientiertem schreiben. dabei veröffentlicht er unzählige beispiele, schreibanregungen oder fragenkataloge für selbstreflexionen und selbstbefragungen. aus diesem pool lässt sich vortrefflich für sich selber als auch für lehrende oder lernende tätigkeiten schöpfen.

manchmal fragte ich mich beim lesen, ob der bogen der selbstreflexion nicht ein wenig überspannt wird, wenn man den schreibprozess dermaßen kleinteilig durchleuchtet. ob dies nicht ab einem bestimmten moment wieder vom „kreativen“ und „lustvollen“ schreiben und lernen abbringt vor lauter prozess-betrachtungen. irgendwann möchten vor allen dingen menschen, die noch wenige erfolge in ihren schreibbiografien erlebt haben, einen „erfolg“, ein „ergebnis“ in händen halten. ich möchte dabei die stete entwicklung und das lebenslange lernen auch über den schreibprozess nicht in abrede stellen, aber vielleicht muss nicht alles in einer ganzheitlichen selbsterfahrung enden.

doch ich kann das buch guten gewissens empfehlen, da es zu neuen betrachtungen des schreibprozesses anregen und diskurse verursachen kann, ganz abgesehen von den vielen praktischen vorschlägen, die zudem helfen, die theorie in die praxis zu tragen. das buch ist 1998 in innsbruck, wien beim studien-verlag erschienen. ISBN 978-3-7065-1308-1

wissenschaftliches schreiben und helfen

eine heisses eisen ist die hilfe und unterstützung beim verfassen wissenschaftlicher texte. es kommt immer auf die form der texte an, wie weit hilfe gehen darf. veröffentlichungen in wissenschaftlichen journalen oder auf homepages werden nicht selten von den forschenden gemeinsam erstellt. wer an einer untersuchung gemeinsam arbeitet, veröffentlicht die ergebnisse meist auch gemeinsem. anders sieht es mit akademischen abschlussarbeiten aus. diese müssen den passus enthalten, dass die forschungsleistung und das wissenschaftliche arbeiten allein vollbracht wurde. und die erklärung ist von allen verfasserInnen abzugeben.

doch natürlich kann man bekannte, verwandte oder auch professionelle fragen, wie bestimmt abschnitte in einer abschlussarbeit oder einem artikel klingen, ob der forschungsansatz nachzuvollziehen ist. man kann mit anderen menschen inhaltliche diskussionen führen, kann sich über die neuen erkenntnisse austauschen. wissenschaft gründet auch auf einem ausführliche diskurs. aber es geht nicht, dass man andere beauftragt, die eigene arbeit zu verfassen. es ist ein sehr aktuelles thema in der diskussion um plagiate bei forschungsarbeiten.

und doch gibt es unter der hand immer wieder angebote von ghostwritern, die das verfassen der haus- oder abschlussarbeiten gegen geld übernehmen. dabei handelt es sich um eine rechtlich problematische vorgehensweise. und, dies mag jetzt recht moralisch klingen, was bringt es einem das eigene forschungsergebnis von anderen verfassen zu lassen, wenn man dadurch versäumt, überhaupt einmal wissenschaftlich schriftlich gearbeitet zu haben. auch spätere tätigkeiten können einen immer wieder an den gleichen punkt bringen.

interessanter wäre es dann wahrscheinlich, die frage zu stellen, warum man etwas macht (oder eben machen lässt), zu dem man überhaupt keine lust hat. wieso daran festhalten und sich selber über das ohr hauen? Weiterlesen

nabelschau (44)

position und psychopharmaka. es wundert immer wieder, mit welchen vorleistungen man in unserer gesellschaft, welche positionen einnehmen kann. der nächste fall von schwierigkeiten bei der promotion zeigt sich. ein wenig anders gelagert, ein bisschen ehrlicher, aber irgendwie weiterhin fragwürdig. und die nächste stellungnahme von, „ach ja, da habe ich wohl ein paar kleine fehler gemacht“.

es geht nicht darum, jemandem keine fehler zu zu gestehen. natürlich darf einem das beim verfassen einer doktorarbeit ebenso passieren, wie im job. den „fehlerfreien“ menschen gibt es nicht. wäre auch insgesamt ganz schön unmenschlich. aber es gibt verschiedene formen, mit einem fehler umzugehen. da ärgert es einen nicht nur einmal, nein es ärgert inzwischen auf ganzer linie. mag sein, dass inzwischen verschärft bei leistungsträgern geschaut wird, ob sie nicht doch etwas falsch gemacht haben. aber es kann nicht sein, dass ihnen das überhaupt nicht bewusst war.

und dann wird es gruselig. denn auf der einen seite handelte es sich in letzter zeit um vertreterInnen der riege: „es muss korrekt, ordentlich und vor allen dingen unbedingt leistungsorientiert in unserer gesellschaft zugehen. von nichts kommt nichts.“ das bedeutet, die fehlermachenden verschärfen die regeln und haltungen gegenüber der ausbildung, der bildungsinstitutionen und die kriterien für wissenschaftliches arbeiten. der druck auf studierende wird beständig erhöht. wissenschaftliches arbeiten hat nur noch wenig mit entdecken, mit interesse und mit freude am forschen zu tun.

gleichzeitig gibt es die meldung, dass studierende ständig mehr psychopharmaka (im besonderen anscheinend antidepressiva) verkauft werden. da muss man sich doch fragen dürfen, ob nicht etwas schief läuft in unserem bildungssystem? läuft uns wirklich die weltweite konkurrenz davon, wenn wir nichts anderes mehr machen als bewerten, prüfen und testen, dabei aber den wissenschaftlichen diskurs und das abwägen aus den augen verlieren? die konsequenz aus diesen kurzen bemerkungen: jemand, der der meinung ist, starken einfluss auf die öffentliche meinung nehmen zu wollen (und im besonderen auf das wissenschaftliche arbeiten an hochschulen), der sollte für sich erst einmal prüfen, wie die eigene studienzeit verlaufen ist und welche form des lernens, forschens und studierens er/sie schätzte.

es ist zu vermuten, dass wir dann vielleicht wieder einen weg zum interessengeleiteten und lustvollen lernen finden.

„frei geschrieben“ von judith wolfsberger – ein buchtipp

auch dieses buch widmet sich dem wissenschaftlichen schreiben wie das vor kurzem vorgestellte buch. aber die herangehensweise der autorin ist eine völlig andere. hier werden schreibübungen und schreibanregungen zu den einzelnen arbeitsschritten gegeben, die ihre nähe zum kreativen schreiben nicht verleugnen können.

das buch von judith wolfsberger enthält schon im titel eine idee vom lustprinzip beim wissenschaftlichen arbeiten: „frei geschrieben – mut, freiheit & strategie für wissenschaftliche abschlussarbeiten„. es zeigt die schwierigkeiten, in die man beim verfassen einer wissenschaftlichen abschlussarbeit geraten kann, offen und unverblümt auf. und die autorin nimmt kein blatt vor den mund, wenn sie die situationen an den hochschulen beschreibt. die situationen, die es zusätzlich erschweren, eine interessante und spannende wissenschaftliche abschlussarbeit zu verfassen.

judith wolfsberger regt zu einer unkonventionelleren herangehensweise an, die vor allen dingen darauf ausgerichtet ist, für sich selber eine angenehmes zeitmanagement zu finden, in einen schreibfluss zu kommen und gleichzeitig fantasie und kreativität in die eigenen wissenschaftlichen texte einfließen zu lassen. dabei gibt sie schreibanregungen, die in kurzer zeit umzusetzen sind.

am besten eignet man sich das buch einige zeit vor dem verfassen einer abschlussarbeit an, um genug zeit für die umsetzung zu haben. dies wird einem später große vorteile bringen: die angst vor dem verfassen einer wissenschaftlichen abschlussarbeit könnte verflogen sein. das buch bietet viele beruhigungen und vor allen dingen anregungen zur zeitstrukturierung an. ein durchweg empfehlenswertes buch. es ist bei utb 2009 in der 2ten auflage erschienen. ISBN 978-3-8252-3218-4

der studiengang szenisches schreiben in berlin

und noch ein studiengang. dieses mal begegnen einem am schluss des studiums theaterautorInnen die an der universität der künste studiert haben. wahrscheinlich begegnen sie einem eher in ihre stücken, die von anderen gespielt werden. der studiengang wird auch in berlin angeboten. mehr infos auch auf der homepage. übrigens gibt es auch noch studiengänge in leipzig, in der schweiz und es gibt schreibpädagogInnen-ausbildungen in österreich und der schweiz. doch die nachfrage im blog orientierte sich an den hier aufgeführten studiengängen. alle anderen infos kann man aber auch in diesem blog unter „suche“ finden.

gepostet am 10.06.2008

hier wurden schon etliche studiengänge rund um das schreiben und kreative schreiben vorgestellt. doch es gibt noch einen recht speziellen studiengang an der universität der künste (udk) in berlin. es ist dies der aufbaustudiengang „szenisches schreiben„.

dabei handelt es sich um die ausbildung zu autorInnen für das theater und alle anderen bereiche, in denen szenen und dialoge eine rolle spielen. also film und fernsehen, aber auch in der werbung und bei moderationen. der schwerpunkt des studiengangs liegt beim theater. so werden als dozentInnen bekannte theaterautorInnen gewonnen. heiner müller hatte dort zum beispiel schon einmal gelehrt.

das aufnahmeverfahren ähnelt vielen anderen künstlerischen studiengängen und den meisten studiengängen, die im zusammenhang mit dem schreiben stehen. es werden textmappen verlangt, teilweise nach vorgegebenen aufgaben in einer bestimmten zeit erstellt.

zu finden ist der studiengang und weitere informationen auf folgender seite: http://www.udk-berlin.de/sites/szenisches-schreiben/content/index_ger.html (stand 09.11.11).

informationen zu bewerbungen sind hier zu finden: http://www.udk-berlin.de/sites/content/themen/fakultaeten/darstellende_kunst/studiengaenge/kuenstlerische_studiengaenge/szenisches_schreiben/index_ger.html

kreatives schreiben und kulturjournalismus – ein studiengang

einer der wenigen studiengänge in deutschland (inzwischen bachelor und master), der kreatives schreiben und schreibpädagogik beinhaltet. im beschaulichen hildesheim befindet sich also eine kreative hochburg. wer mehr über den studiengang erfahren will, besuche die homepage oder frage ehemalige, wieweit sie sich dem schreiben im studium annähern konnten.

gepostet am 28.05.2008

auf der zugfahrt von berlin nach frankfurt am main hält der ice in einem ort, der neben wolfsburg nicht unbedingt zu den bekanntesten reisezielen in deutschland zählt: hildesheim. schwer zu sagen, was diese stadt zu bieten hat. aber das können die dort studierenden studentInnen des studiengangs „kulturjournalismus“ sicherlich sehr viel besser.

und wie viele diplomstudiengänge, erwischt es auch das studium des „kreativen schreiben und kulturjournalismus“ als diplomstudiengang in einen bachelor- und masterstudiengang umgewandelt zu werden. neben der frage, was diese veränderung eigentlich an den studienbedingungen verbessern soll, interessiert einen doch eher, was man denn da studiert.

dem kann geholfen werden, auf folgender homepage findet man mehr informationen zu den studienmöglichkeiten in hildesheim. bis ende dieses monats ist es möglich sich für das auswahlverfahren anzumelden (das muss jetzt aber flott gehen) und ab anfang juni sind weitere anmeldemöglichkeiten für den veränderten studiengang auf der homepage zu erfahren. die findet sich hier: http://www.uni-hildesheim.de/de/ks.htm . leider sind die informationen wegen der umstellung des studiengangs ein wenig unübersichtlich, das sollte dem kreativen studium aber keinen abbruch tun. und vielleicht schreibt dann jemand mal für diesen blog, was hildesheim so zu bieten hat und was das studium „kreatives schreiben und  kulturjournalismus“ alles bietet.

„die sandwirtschaft“ von uwe tellkamp – ein buchtipp

eigentlich gibt es nur ein universitäres institut in deutschland, das den versuch unternimmt, studierende zu schriftstellerInnen auszubilden. dabei handelt es sich um das deutsche literaturinstitut der universität leipzig (ich habe den studiengang hier schon einmal vorgestellt). und wie schon manche andere germanistik- oder schreibpädagogische studiengänge, lädt man sich gern einmal bekanntere schriftstellerInnen ein, um den studierenden etwas über das schreiben zu vermitteln.

die poetikvorlesungen in leipzig wurden vor einiger zeit von uwe tellkamp gehalten, der heute in aller munde wegen seine buches „der turm“ ist. nun wurden die vorlesungen, überlegungen und betrachtungen in dem band „die sandwirtschaft – anmerkungen zu schrift und zeit“ vereint und veröffentlicht. dabei handelt es sich um ein lose sammlung von verschiedenen betrachtungen.

ein teil widmet sich der geschichte und entwicklung der lyrik. uwe tellkamp geht der frage nach, ob lyrik eine aussterbende literaturgattung ist und ob man heute noch etwas schreiben kann, das nicht schon längst geschrieben ist. tellkamp gibt einblick in seine motivation zu schreiben (und regte mich dadurch an, hier über die unausweichlichkeit des schreibens nachzudenken). er betrachtet das werk diverser „klassiker“ der literatur und schreibt über „unbekanntere“ schriftstellerInnen.

eine durch und durch subjektive betrachtung, was dem buch aber keinen abbruch tut, da es einblicke in die gedankenwelt eines recht erfolgreichen schriftstellers gibt. man muss nicht tellkamps vorliebe für die großen epen und lyriker teilen, um ein gefühl dafür zu bekommen, was literatur alles ist und abbildet. das buch ist in der edition suhrkamp, frankfurt am main, 2009 als sonderdruck erschienen. ISBN 978-3-518-06999-8

machen internet und web 2.0 dumm? (teil 2)

vorsicht! untersuchungen haben gezeigt, dass ihr leseverhalten beim lesen dieses posts konsequent abnehmen wird und sich am schluss die frage stellt, ob sie überhaupt noch wissen, was sie gelesen haben. um ihre aufmerksamkeit zu erhöhen habe ich mir erlaubt das schriftformat zu vergrößern. so sinkt die gefahr, dass sie die zeilen aus dem blick verlieren.

denn wieder widmet sich ein redakteur der süddeutschen zeitung in der heutigen ausgabe einem teil der forschungen, die sich dem leseverhalten im internet widmen. und wieder scheint ein teil der ergebnisse erschreckend zu sein. vor ein paar monaten wurde die frage, wie dumm das internet macht, schon einmal in der sz aufgeworfen. siehe folgendes post: https://schreibschrift.wordpress.com/2008/07/24/machen-internet-und-web-20-dumm/ .

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web 2.17 – moodle.org

inzwischen gibt es viele möglichkeiten über das internet lehrveranstaltungen zu besuchen. ob es nun fernstudien sind oder ergänzende angebote zu realen lehrveranstaltungen, oft wird eine lernplattform angeboten. von einem mitarbeiter des studiengangs „biografisches und kreatives schreiben“ habe ich den interessanten hinweis bekommen, dass es eine opensource-plattform im internet gibt, die man sich herunterladen kann. „moodle“ ist sowohl unter windows als auch mac anwendbar und bietet eigentlich alles, was man für solch eine plattform benötigt. es können profile angelegt werden, die unterscheiden zwischen lehrenden und lernenden. es können aufgaben integriert werden, abstimmungen initiiert werden, natürlich kommentare verfasst und ankündigungen gemacht werden.

vorraussetzung für die installation sind auf alle fälle php und mysql, doch die werden zumindest in dem paket für mac mitgeliefert, damit man die plattform erst einmal auf seinem computer simulieren, einrichten und testen kann. das erscheinungsbild ist noch ein wenig schlicht, aber das sollte bei einer lernplattform auch nicht der wichtigste aspekt sein. die installation habe ich selber noch nicht ausprobiert, insgesamt klingt es recht unkompliziert und vor allen dingen, da opensource, gibt es alles für lau und auch viele informationen im netz.

zu finden ist die seite unter http://moodle.org . vieles ist noch in englisch, nicht alle anleitungen sind ins deutsche übersetzt.

schreibberatung in der praxis

hier wurden schon etliche theoretische gedanken zur schreibberatung angeführt. doch wie sieht es damit in der praxis aus? wenn man in letzter zeit die entwicklung ein wenig verfolgte, dann kann man feststellen, dass die schreibberatungsangebote stark zunehmen. vor allen dingen an den hochschulen werden immer häufiger schreibberatungen angeboten.

was vor einigen jahren noch beinahe undenkbar war, dass studentInnen, doktorandInnen oder habilitierenden hilfe für das schreiben ihrer arbeiten zur verfügung gestellt wird, wird immer alltäglicher.

an vielen universitäten ist das angebot meist gekoppelt an den umstand ausländische studentInnen beraten zu wollen. es ist zwar der erste schritt, schreibberatung zu etablieren, doch steckt auch der gedanke dahinter, deutschsprachige studierende dürften keine probleme mit dem schreiben haben. dies leugnet zum beispiel legastheniker was die rechtschreibung angeht und die tatsache, dass man in der schule auch nicht unbedingt schreibtechniken erlernt, die einem das verfassen eines runden textes ermöglichen.

ich habe einfach einmal beliebig drei beispiele von schreibberatung ausgewählt. zuerst eine privatwirtschaftliche variante aus berlin, zu finden hier: http://www.schreibberatung.de/ . an diesem beispiel zeigt sich schön, was das berufsbild schreibberatung alles enthalten kann. dann die universitäre variante auch aus berlin, an der tu berlin verankert. zu finden hier: http://www.textlabor.tu-berlin.de/menue/unsere_angebote/schreibberatung/ . diese seite bietet ein positionspapier zum herunterladen als pdf-datei zur schreibberatung und begründet noch einmal, weshalb schreibberatungen an universitäten sinn machen. und als letztes das beispiel der schreibberatung angesiedelt beim studentenwerk der universität konstanz. diese uni bietet vor allen dingen auch eine schreibberatung per e-mail an, zu finden hier: http://www.uni-konstanz.de/studium/zsb/?cont=seminare&subcont=seminare_schreibberatung&lang=de . jetzt müssen sich nur noch die schreibenden trauen zuzugeben, dass sie gerade schwierigkeiten haben einen text zu verfassen.

schreibpädagogik und wissenschaften

 

in ungefähr einem monat endet das sommersemester an den universitäten und an anderen hochschulen. in ein paar wochen beginnen in den schulen die sommerferien. viele studentInnen und schülerInnen sitzen über ihren abschlussarbeiten, müssen praktikumsberichte verfassen oder hausarbeiten vollenden. in dieser zeit verzweifeln eine menge junge menschen an den anforderungen texte wissenschaftlich zu formulieren, fremdes wissen wiederzugeben und eigene ansichten darzustellen.

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schreibpädagogik und universitäten

 

einer der orte, an dem in den letzten jahren eine veränderung in bezug auf die vermittlung von schreibpädagogik zu verzeichnen ist, sind die universitäten. hat sich doch gezeigt, dass das wissenschaftliche schreiben, entweder bei fachartikeln, abschlussarbeiten oder kongressbeiträgen vielen sehr schwer gelingen und immer wieder zeitliche verzögerungen eintreten.

dabei beobachtete man, dass in den usa viele universitäten sowohl das fach „creative writing“ als eigenständiges fach anboten, dass die fachtexte aus den usa besser zu lesen waren und dass viele universitäten ihrem wissenschaftlichen personal eine schreibberatung anboten.

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