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schreibpädagogik und loslassen

irgendwann endet jede schreibgruppe. manche nach einer klar umrissenen zeitdauer (von einem nachmittag bis zu mehreren monaten), andere enden erst nach jahren, wenn die gruppe sich selber auflöst. da sich im laufe der kurzen oder langen zeit, die teilnehmerInnen der gruppen über ihre texte, ihre feedbacks und ihre gemeinsame kreativität ein ganzes stück näher gekommen sind, fällt der abschied voneinander nicht immer leicht.

meist dienen schreibgruppen nicht nur dem zweck gemeinsam etwas zu verfassen, sondern sie sind für viele auch eine auszeit vom alltag und vom stress. es ist wie in urlaub fahren, sich gedanklich allem drängenden zu entziehen. das bedeutet oft genug, dass sich die menschen auf ganz anderen ebenen als üblich annähern können. sie hören persönliches in den geschichten und texten voneinander. es entstehen schnell bindungen, die ebenso schnell wieder aufgelöst werden.

das phänomen, dass sich die teilnehmerInnen versprechen, nach den gruppen weiter kontakt miteinander zu halten, ist der versuch, nicht sofort die gemachten erfahrungen loslassen zu müssen. meist funktioniert das aufrechterhalten des kontakts nicht. aber im moment des auseinandergehens spielt das keine rolle. und natürlich können einzelne kontakte intensiv aufrecht erhalten werden.

doch man erinnere sich nur einmal, wie intensiv die kontakte nach 10 oder 13 gemeinsamen schuljahren blieben. vereinzelt ja, aber viele ehemalige mitschülerInnen sieht man nur bei klassentreffen, jahre später wieder. und wie sehr hatte man sich geschworen, nicht den kontakt zu verlieren. dies hier notierte soll nicht die gute absicht in frage stellen. aber es ist auch eine realität, dass einen der alltag meist (wie nach dem urlaub) sehr schnell wieder einholt. Weiterlesen

selbstbefragung (28) – soziales gewissen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „soziales gewissen„.

  • fühlen sie sich durch das elend auf der welt unter druck gesetzt?
  • wo sehen sie ihre beteiligung an den sozialen bedingungen für alle menschen? beschreiben sie.
  • glauben sie etwas verändern zu können? begründen sie.
  • wie wichtig ist für soziales engagement?
  • können sie „nein“ sagen, wenn sie um hilfe gebeten werden?
  • was beeinflusste ihr soziales gewissen?

a.) die erziehung
b.) die schule
c.) der glaube, die kirche
d.) das elternhaus
e.) eigene erkenntnisse
f.) vorgelebtes engagement
g.) eigene notsituationen
h.) eigene kinder
i.) anderes

  • haben sie in ihrem leben schon einmal wirklich hilfe benötigt? was geschah dann?
  • in welchen zusammenhängen geben sie gern unterstützung, in welchen nicht? nennen sie beispiele.
  • glauben sie, dass der mensch nur auf seinen vorteil bedacht ist? begründen sie.
  • haben sie eher ein gutes soziales gewissen oder ein schlechtes? warum?