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schriftstellerInnen geben auskunft über ihr schriftliches scheitern

welcher roman sollte nie fertig werden? welches thema gibt dann doch nichts her? warum hatte man noch einmal mit diesem buch angefangen? zu alt für ein thema?

diese und noch mehr fragen stellten sich die schriftstellerInnen und berichten darüber in der wochenendausgabe der süddeutschen zeitung. unter dem titel „versage und schreibe“ geben schreibende wie sten nadolny, thomas brussig, tanja drückers oder rolf hochhuth auskunft darüber an welchem stoff sie gescheitert sind.

es zeigt wieder einmal: alle schreibenden haben eine leiche im keller, die einfach nicht zu einem text, einer geschichte, einem stück oder einem roman werden will. der unterschied besteht einzig darin, dass sie trotzdem weiterschreiben und einer schreibkrise oder schreibblockade nicht die macht geben, vollständig mit dem schreiben aufzuhören.

alle haben jeweils ihre persönlichen strategien entwickelt, das schreiben trotzdem wieder aufzugreifen und sich einem anderen thema zu zu wenden. und es bleibt eine frage übrig: gehört das nicht alles zum labyrinth des schreibprozesses. etwas anzufangen, wieder wegzulegen und später das eigentliche thema zu finden?

schreiben ohne zweifel gibt es wahrscheinlich gar nicht. schreiben ohne scheitern mit großer wahrscheinlichkeit auch nicht.

p.s.: leider kann man die texte nicht im internet nachlesen.