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schnickschnack (124) – youtube – one hour per second

nur um es einmal zu veranschaulichen, was im web 2.0 und generell im internet an mehr oder weniger kreativem potential veröffentlicht wird. youtube hat einmal zusammengestellt und wunderbar illustriert, wie viele minuten material bei ihnen hochgeladen wird. ein sehenswertes filmchen.

zu finden ist er hier:

YouTube – One Hour Per Second.

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web 2.89 – bbc-dimensions

vieles können wir uns nicht vorstellen. wir sehen es zwar im fernsehen und lesen es in der zeitung, aber die dimensionen der ausmaße von ereignissen sind schwer zu fassen. oder haben sie eine ahnung, was es bedeutet, wenn die fläche der jährlich zerstörten regenwälder in hektar angegeben wird? wenn ihnen jedoch jemand sagt, dass es sich dabei um eine fläche von xy fussballfeldern handelt, dann können sie ein wenig die dimension der zerstörung erfassen.

das sz-magazin hat gestern eine spannende homepage der bbc vorgestellt. es gibt bbc-dimensions, ein projekt, das zwei seiten enthält „howbigreally“ und „howmanyreally“. beide seiten zeigen an handfesten beispielen auf, wie zahlen zu verstehen sind. wie viel fläche würde zum beispiel der mond verdecken, wenn er auf die erde fällt? es ist erstaunlich wenig. ich dachte, das ding muss größer sein. oder wenn sie in einem bus sitzen – wie viele menschen in dem bus wären anteilig an pest erkrankt, wenn man die zahlen der damaligen erkrankten in london nimmt. eigentlich jeder zweite mensch. die pest raffte damals halb london dahin.

die webseiten bringen uns auf den boden der tatsachen zurück. wenn zum beipiel tschernobyl in texas gewesen wäre, über welche fläche der usa wäre die strahlenwolke hinweggezogen? über beinahe die gesamte usa. auch wenn die daten oft mit britischen regionen oder städten verglichen werden, der blickwinkel ist ein grandioser und verständlicher. bei „howmanyreally“ kann man sogar eigene maßstäbe angeben, um diese ins verhältnis zu setzen. machen sie sich einfach mal ein bild von vielem unbegreiflichen – hier: http://www.howbigreally.com und http://www.howmanyreally.com . und dann verstehen wir eventuell wirklich, was es bedeutet, wenn alle paar sekunden ein mensch auf der welt verhungert.

schnickschnack (117)

der mensch freut sich, wenn er zu einer gruppe gehört. und manche menschen freuen sich, wenn sie andere menschen einer gruppe zuordnen können. dabei handelt es sich meist um wissenschaftlerInnen und im speziellen um sozialwissenschaftlerInnen. darum wird immer wieder versucht, typisierungen für das menschliche verhalten zu finden. das ist nicht unbedingt sehr aussagekräftig, aber es ist ein hilfskonstrukt, um das verhalten besser zu begreifen.

und manchmal zeigt so eine gruppe, schublade oder auch einteilung, dass der mensch sich nicht gar so eindimensional verhält, wie es gern behauptet wird. wie hier in letzter zeit öfter angemerkt, gibt es gerade beim thema „verhalten im internet“ oft nur zwei vorstellungen – alles schrecklich – alles fein. sozialwissenschaftlerInnen haben den versuch gemacht, tiercharakteristiken für das internetverhalten zu finden. so wie es die lerche und die eule (oder nachtigall) für das schlafverhalten gibt, so gibt es nun den bär, den igel, den fuchs, den leopard, den elch, den elefant, den tintenfisch und den strauss für das verhalten im netz.

vor zwei jahren machte eine befragung der „bbc lab uk“ – eine kooperation von medien mit sozialwissenschaftlerInnen- die schubladen auf. mehr informationen zum verhalten im netz findet man unter „the web behaviour test“. leider kann man den test nicht mehr durchführen und auch die ergebnisse finden sich nicht auf der homepage, aber man kann sich, wenn man möchte, den tieren zuordnen, nur um anderen das eigene verhalten zu veranschaulichen. zu finden ist die webseite unter http://www.bbc.co.uk/labuk/articles/webbehaviour/eightanimals.html .

das zeigt einmal mehr, die menschen verhalten sich sehr verschieden im netz und wahrscheinlich noch viel unterschiedlicher als es acht tierarten darstellen können. so sei von zu großen verallgemeinerungen abstand zu nehmen, wenn man den diskurs über netz nicht zu eingeschränkt führen möchte.