Schlagwort-Archive: verlag

ein aufruf zum urheberrecht – kommentiert

schriftstellerInnen haben in der wochenzeitung „die zeit“ den aufruf „wir sind die urheber!“ zum schutz des urheberrechts gestartet. inzwischen fanden sich viele mitunterzeichnerInnen. hier der aufruf: http://www.wir-sind-die-urheber.de/ . in diesem aufruf wenden sich die schreiben gegen diebstahl und geiz im internet – sie möchten ihr geistiges eigentum schützen. das ist ein verständliches und sinnvolle anliegen.

aber! und dies ist ein groooßes „aber“, die begründungen für den schutz des eigenen geistigen eigentums und für die einhaltung des urheberrechts sind seltsam, wenn nicht sogar abstrus. da haben wir schon seit langem eine missachtung der kultur und des geistigen eigentums vor allen dingen durch die „verwerterInnen“. nur ein paar stichworte: tantiemen, bestsellerlisten, lektorat, verträge, übertragung der verwertungsrechte, verlagsgesellschaften, bürokratie, hörbücher, e-books …

faszinierend ist, dass in diesem aufruf nicht klarer position bezogen wird. man könnte mit solch einem aufruf diverses fordern:

  • angemessene entlohnung für geleistete geistige arbeit
  • zugang zur literatur und zu büchern für alle bürger des staates (nur wer geld hat, hat bei uns auch einen wirklichen zugang zu büchern)
  • ausbau der bibliotheken
  • veröffentlichungsmöglichkeiten für nicht abgesicherte schriftstellerInnen
  • überprüfung des verkaufsrankings
  • aufhebung von knebelverträgen
  • unterstützung von autorInnenverlagen
  • eindeutige positionierung zu monopolistischen strukturen im internet und verlagswesen

aber diese kuschelprosa gegenüber den „verwerterInnen“ und dem gesellschaftssystem wird mit großer wahrscheinlichkeit genau das gegenteil vom erhofften erreichen, denn nun haben wir es schwarz auf weiss: literaten verkaufen sich auf teufel komm raus. und plagiieren kommt anscheinend in den besten familien vor. hier verrutscht ein maßstab nach dem anderen. was ist denn nun diebstahl und was nicht? die grenzen sind längst nicht mehr so klar, wie es der aufruf suggerieren möchte. und der ausschluss ganzer bevölkerungsgruppen wird in kauf genommen (nicht ein wort zu den unveröffentlichten, zum geistigen ausschluss ganzer bevölkerungsgruppen). so bleibt das „gschmäckle“, hier will jemand nur seine pfründe sichern, sich aber keine gedanken über die entwicklung der gesellschaft machen. schade!

p.s.: man muss bei uns leider inzwischen gleichzeitig betonen, dass man, wenn man obiges schreibt, nicht dem diebstahl geistigen eigentums das wort redet – auch eine folge dieses verallgemeinernden aufrufs!

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Lange Buchnacht in der Oranienstrasse in Berlin

für alle, die heute nicht wissen, was sie am abend machen sollen oder die schon genug gelesen haben: Lange Buchnacht in der oranienstrasse in kreuzberg.

viel spaß und viele bücher

web 2.90 – epubli.de

bücher veröffentlichen war bis vor ein paar jahren aufwendig, umständlich und für viele nicht unbedingt von erfolg gekrönt. das internet hat nicht nur unsere kommunikationsformen revolutioniert, sondern inzwischen auch den buchdruck (korrekterweise sollte ich schreiben: die digitalisierung). so wie die blogs, twitter und co inzwischen etlichen zeitungen und zeitschriften den rang ablaufen, so tuen es „books on demand“ und „e-books“ den verlagen und dem buchhandel.

das bedeutet nicht, dass es inzwischen bücher für lau gibt (höchstens illegal oder wenn autorInnen sie ins netz stellen), aber die vertriebswege und die veröffentlichungsmöglichkeiten haben sich vervielfältigt. man kann darüber streiten, ob dies nicht insgesamt den buchmarkt zerstört oder ob dadurch die verlegerische vielfalt zunimmt. ich finde die diskussion ist noch nicht entschieden.

man kann der überzeugung sein, dass man ein tolles werk verfasst hat. man hat es an verlage gesendet, hat absage über absage einheimst und zweifelt an den eigenen fähigkeiten. ja, eigentlich hat man etwas geschrieben, das bis heute nie geschrieben wurde. gute freundInnen bescheinigen einem: total spannend, total gut. doch was tun. man konnte auch schon bisher im eigenverlag veröffentlichen, eine aufwendige und teure angelegenheit. und wissenschaftlerInnen kennen das problem, dass ihre veröffentlichungen von ihnen bezahlt werden müssen, da sonst kein verlag mehr bereit wäre, zu drucken.

inzwischen gibt es alternativen – ein beispiel ist „epubli.de“ von der holtzbrinck-verlagsgruppe: eine internetseite, auf der man sein buch als pdf-datei hochladen, die form und ausführung wählen kann (wenn man möchte mit isbn und vertrieb über amazon, den buchhandel und apple) und dann abwartet. wenn andere menschen an dem von einem selbstgeschriebenen werk interesse haben, dann können sie es online bestellen und das buch geht dann erst in druck, oder das e-book ist nach bezahlung herunterladbar.

das schöne an dem angebot ist, man muss keine exemplare vorab drucken lassen (man erhält aber rabatte und kann damit den gesamtpreis senken, wenn man gewisse stückzahlen vorab drucken und lagern lässt). man kann den preis für das buch selber festlegen – beim e-book wird sich an anderen kriterien orientiert. man entscheidet also über die eigene gewinnspanne und kann ebenso schnäppchen anbieten (an denn man nichts weiter verdient). lässt man nichts vordrucken, dann dauert die lieferzeit 8 bis 10 tage, liegen die bücher schon im lager, handelt es sich um die üblichen lieferzeiten.

die bücher werden nicht verschenkt, aber man kann sich leicht an einem kleinen „beispielrechner“ die verteilung der kosten und einnahmen wunderbar aufschlüsseln lassen. man achte dabei aber unbedingt auf die versandkosten, die noch dazu kommen (bei amazon marketplace zum beispiel immer 3,- €). wer sich ein wenig bei layout und gestaltung auskennt, kann also beinahe ohne hilfe sein eigenes buch veröffentlichen, ohne dass so hohe kosten wie bei einem selbstverlag entstehen (isbn und anderes sind aber zu zahlen). die werbung muss man natürlich auch teilweise selbst übernehmen. aber vielleicht kann man feststellen, dass großes interesse an dem eigenen werk besteht und sich die verlage geirrt haben 😉 ein zusätzliche chance für viele schreibende.

http://www.epubli.de

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (04)

vorsichtige verlage

es gibt wahrscheinlich eine menge menschen, die schreiben, die interessantes schreiben und die gern das geschriebene veröffentlichen würden. also drucken sie ihre texte aus, schreiben einen brief dazu und senden das ganze an einen verlag. oder sie wandeln den text in eine pdf-datei, schreiben eine mail und senden das ganze auch an einen verlag. und die meisten werden keine antwort erhalten, geschweige denn eine zusage bekommen.

es mag sein, dass darunter literarische produkte sind, die leserInnen nicht schätzen werden. aber ich schätze, dass es viele werke gibt, die mindestens so interessant sind, wie das angebot im buchhandel. doch sie werden nie den werbeaufwand erleben oder einen großen verlag finden. denn die verlage sind vorsichtig geworden. es gibt nur noch wenige experimente. man greift auf bewährtes zurück und hält dieses angebot, bis es sich erschöpft hat.

man schaue sich die bestsellerlisten an und man weiß, was zur zeit „mode“ auf dem buchmarkt ist. das traurige an dieser vorgehensweise stellt eine parallele zum öffentlich-rechtlichen fernsehen dar: eigentlich befindet sich der buchmarkt in deutschland in einer recht geschützten position: es gibt eine buchpreisbindung, die verdrängung auf dem markt kann also schwer über dumpingpreise geschehen. und ein niedrigerer mehrwertsteuersatz soll das buch fördern. insgesamt also zu anderen wirtschaftszweigen eine sicherere position.

doch man folgt eher den einer unausgesprochenen anspruchslosgikeit. hier hat sich eine seltsame allianz gebildet. schon in der schule werden die klassiker gelesen, selten greifen lehrerInnen zu moderner, außergewöhnlicher literatur. im fernsehen gibt es ein paar büchersendungen, die man an einer hand ablesen kann und deren sendeplatz sich in den randzonen befindet – vergleicht man dies mit dem sport, packt einen das grauen. und dann beherrschen ein paar große verlage den markt. wie soll mensch in diesem moment von neuen büchern erfahren?

die existentielle fähigkeit des lesens wird schlecht behandelt, im gegensatz zur fähigkeit der bewegung und des sehens oder des handels. wie wäre es mit einem buchtipp vor den hauptabendnachrichten anstatt der börsenkurse? tja, und in diesem moment gehen schreibende davon aus, dass sie ihr buch oder ihren text sowieso nie losbekommen werden und stecken das werk in die schublade, manche veröffentlichen vielleicht noch im eigenverlag oder im internet. heute gibt es wenigstens books on demand und e-books, also recht preiswerte möglichkeiten das geschriebene zu verbreiten.

und doch werden sich viele überlegen, ob sie überhaupt ein buch veröffentlichen wollen, sich also an das schreiben eines langen textes wagen wollen, wenn es sowieso niemand anders als vielleicht ein paar gute freunde lesen werden. gut es gibt schreibwettbewerbe, in denen man kleinere texte platzieren kann. aber es gibt eigentlich nur den ingeborg-bachmann-preis in österreich für längere werke. vergleicht man auch dies mit wissenschafts-, sport-, film- oder musikwettbewerben, so ist der betriebene aufwand für neu geschriebenes und unveröffentlichtes auffällig gering. warum keine buch-berlinale?

und wenn sie nicht gestorben sind, dann sitzen sie noch heute in ihrem kämmerlein und schreiben für sich den außergewöhnlichen roman, eine grandiose lyriksammlung oder die ultimative abenteuergeschichte. andere werden davon nie erfahren.

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (03)

grosse genies

im land der dichter und denker hat sich die haltung, dass zum schreiben eine mischung aus genie und angeborener begabung gehört, noch nicht verflüchtigt. zwar wird in manchen bereichen zugestanden, dass kreativität und fantasie gefördert werden können, doch die letztendliche veröffentlichung schaffen nur „echte“ schriftstellerInnen.

das macht es jeder person, die die lust verspürt, geschichten oder romane zu schreiben, den anfang schwer und lässt wahrscheinlich viele gute schreiberInnen zurückschrecken. warum genügt es nicht, sich darauf zu einigen, dass literatur selten in einem ungetrübten schreibfluss entsteht. dass literatur schreiben eben auch arbeit ist. dies könnte vielen die tür öffnen, indem sie sich darauf einrichten, dass sie wie andere menschen einer arbeit nachgehen und dann mal schauen, wie das ergebnis ankommt.

aber nein, meist wird ein abschreckungsszenario formuliert. denn selbst wenn einem talent von anderen bescheinigt würde, dann könnte man sich lang noch nicht sicher sein, einen verlag zu finden oder leserInnen zu gewinnen. wer sich durch den dschungel der genie-talent-begabungs-argumentation durchwindet und trotzdem zu stift oder tastatur greift, muss schon ein dickes fell haben.

die einschüchterung beginnt schon früh. gehen wir einmal davon aus, eine person entscheidet für sich, ich nehme den job der literarischen arbeit auf und schreibt erste texte und geschichten. schon die ersten leserInnen werden häufig mit der erwartung an das geschriebene gehen, dass dies nun der ganz große wurf sein muss. dementsprechend fällt das feedback auch durch gute freunde und bekannte oder durch literaturkreise schnell vernichtend aus.

anscheinend muss vor dem schreiben lernen erst das feedback-geben gelernt werden. wie lässt sich konstruktive kritik lernen? vor allen dingen sollten sich alle feedbackgeberInnen vom geniegedanken verabschieden. die grundhaltung, dass geschriebenes natürlich überarbeitet und verbessert werden kann, ist unabdingbar. das mag für manche leserInnen lächerlich klingen, doch es ist nicht zu unterschätzen Weiterlesen

web 2.0 und literaturkritik

das internet bietet eigentlich die ideale bühne für literaturkritik. menschen, die ein buch gelesen haben können über ihr leseerlebnis schnell und direkt berichten. ist nur die frage, ob man anderen sein leseerlebnis mitteilen möchten und wie subjektive stellungnahmen einzuordnen sind. sie können wahrscheinlich nur eine anregung geben. und doch, der markt an rezensionen hat sich natürlich durch das internet und web 2.0 enorm vergrössert.

vorneweg steht zahlenmäßig garantiert das geschäftskonzept von „amazon„, das sowohl vor- als auch nachteile hat. bei amazon kann jeder mensch relativ einfach eine rezension ins netz stellen. dies hat zur folge, dass es sowohl gefälligkeiten gibt, die rezensionen aus der verbundenheit zu autorInnen und verlagen entstehen lassen. aber auch jeder unabhängige schreibende, kann natürlich zusätzliche rezensionen ins netz stellen. dies hat zumindest bei bekannteren büchern einen positiven effekt, meist kann man zwei seiten der medaille nachlesen. schwieriger wird es da schon mit den punktewertungen: da ist es wie mit der notengebung in der schule. was kann eine zahl oder ein punkt schon darstellen vom gehalt eines buches? nichts.

eine orientierung an worten erscheint hilfreicher. und sie scheint in manchen situationen auch notwendig. denn zum einen ist der buchmarkt so unüberschaubar, dass man zumindest anregungen durch rezensionen erfahren kann. zum anderen mag man in einer region leben, die es einem nicht möglich macht in den nächsten großen gut sortierten buchladen zu gehen und einfach zu stöbern, bis man ein interessantes buch gefunden hat. heute kann man auf die homepages des verlags gehen, doch dies beinhaltet immer eine großen packen werbeversprechen. aber oft kann man nun leseproben finden, die einem schon einmal einen hinweis geben.

und es gibt seiten mit diversen literaturkritiken. hier sei nur eine kleine auswahl verlinkt (ohne bewertung, da dies auch nur wieder eine subjektive stellungnahme wäre, die bei der persönlichen literaturkritikwahl kaum weiterhilft): reichhaltig wirkt http://www.literaturkritik.de/ . hier finden sich neben vielen buchkritiken auch monatliche dossiers mit thematischen schwerpunkten, also neben der literaturkritik gibt es auch noch literaturwissenschaftliche betrachtungen. so zum beispiel eine von thomas anz im dezember 2010 veröffentlicht zur frage der literaturkritik im internet (siehe http://www.literaturkritik.de/public/inhalt.php?ausgabe=201012 ). außerdem findet man im web den „perlentaucher„, eine kulturseite mit vielen buchkritiken. zu finden unter http://www.perlentaucher.de/. und man kann eine berliner seite finden, die vormals als druckausgabe erschien und nun nur noch im netz erscheint. zu finden unter http://www.berlinerliteraturkritik.de/. und um den überblick der entwicklungen auf dem buchmarkt verfolgen zu können, kann man ja mal auf die homepage des „börsenblatts des deutschen buchhandels“ gehen: http://www.boersenblatt.net .

hat man sich durch all die webseiten gewühlt, dann lässt sich vielleicht schon eine vorauswahl treffen, was einen interessiert. und sollte man noch mehr anhaltspunkte suchen, kann man den titel des buches in die suchmaschinen füttern und weitere stellungnahmen finden. um die meinungsvielfalt über bücher zu erhöhen, kann man natürlich auch nach dem lesen, eigene literaturkritiken abgeben. orte dafür gibt es unzählige, und sei es der eigene blog 😉

„so werden sie sachbuchautor“ – ein veranstaltungstipp

schaut man in die buchläden oder ins internet, dann kann man feststellen, dass die sach- und „ratgeber“bücher in dieser unübersichtlichen welt gern gelesen werden, um einen eigenen weg durch das chaos zu finden. und während man sich so umschaut, bekommt man eine buchidee. bekommt eine idee davon, was schon längst geschrieben werden sollte, bis heute aber nie jemand verfasste. da ist nun eine idee da, doch dann weiß man nicht so genau, wie es weitergehen soll.

wie finde ich den richtigen verlag? wer würde denn überhaupt meinen ratgeber oder mein sachbuch verkaufen wollen? und wie komme ich von der idee zum text? zwei, drei seiten habe ich schon aufgeschrieben, aber jetzt fehlen mir die worte. gibt es regeln für eine buchstruktur? wie schaffe ich es, dass die leserInnen meine idee genauso interessant finden, wie ich?

diese und noch viel mehr fragen können in dem workshop „so werden sie sachbuchautor“ von ulrike scheuermann und oliver gorus gestellt und beantwortet werden. der workshop in berlin findet schon nächsten freitag, am 01ten april statt. weitere informationen findet man in einer pdf-datei hier: http://www.ulrike-scheuermann.de/pdfs/Scheuermann_Gorus_Workshops_2011.pdf und bei youtube in einem film hier: http://www.youtube.com/watch?v=YC_lCtXYthc .

vielleicht erscheint dann ein jahr später das eigene sachbuch, zum beispiel zur frage, wie man sich in dieser unübersichtlichen welt zurechtfinden kann, indem man ein innovatives sortiersystem und eine neue strukturierungsmethode für alle möglichkeiten verwendet 😉

linke buchtage in berlin – ein tipp

mit verwunderung kann man zur zeit feststellen, dass viele an dem festhalten, was es bis jetzt gab, einem wirtschaftssystem, das sich im herbst letzten jahres beinahe von selbst erledigt hätte. zumindest wenn man der süddeutschen zeitung glaubt, die in der heutigen ausgabe aus dem protokoll der rettungssitzung zur hypo real estate berichtet.

mit verwunderung kann man feststellen, dass die kritik am kapitalismus und dem dazugehörigen gesellschaftssystem weiterhin nur von wenigen geäußert wird. man hat milliarden in die rettung gepumpt und hofft nun, dass sich wieder alles zum guten wendet. diese hoffnung äußert sich auch darin, dass die liberalen plötzlich in den wahlumfragen aufwind haben, obwohl sie eigentlich den definitiv freien markt propagiert haben. einer der widersprüche, in denen wir leben.

doch da gibt es eine kleine verlagslandschaft, die sich unermüdlich den analysen und kritiken des status quo widmet. so manches ihrer werke mag in letzter zeit verstärkter nachgefragt werden, aber sicherlich nicht in dem ausmaß, in dem man es hoffen könnte. doch wer sich über die diskurse der linken (nicht der partei) und ihre veröffentlichungen informieren möchte, hat vom 10ten bis 12ten juli gelegenheit dies im mehringhof in berlin zu tun. es gibt ein reichhaltiges programm aus lesungen, buchvorstellungen und diskussionen. zu finden ist dies alles unter: http://www.linkebuchtage.de . so lässt sich hoffen, dass manche analyse, mancher diskurs eine anregung für zukünftiges handeln sei.

1000tes post in diesem blog

es dauerte etwas länger als ein jahr bis mit hilfe von biance 1000 posts in diesem blog veröffentlicht wurden. darunter widmet sich weiterhin der größte teil den themen „kreatives schreiben“, „biografisches schreiben“, der schreibpädagogik und dem web 2.0. inzwischen sind es annähernd 120 schreibideen und 25 schreibaufgaben, die hier veröffentlicht wurden, diverse buchtipps, verlage wurden vorgestellt, worte und sprüche zerpflückt, alltägliches und politisches aufgegriffen.

manche diskussion fand statt, schreibwerkstätten wurden vorgestellt und kulturelle veranstaltungen angekündigt. außerdem homepages aus dem netz, die weiterhelfen können oder einfach nur spaß machen verlinkt.

und so wie es mit dem web ist, so ist es auch mit diesem blog und seinen posts, ein ende ist nicht abzusehen. das regelmäßige schreiben spornt dazu an, die augen für interessantes und erquickliches zu öffnen. eines lässt sich dabei schwer leugnen, die auswahl ist eine subjektive, sie wird es auch immer sein. denn es gibt sicherlich viele dinge, die eine erwähnung wert sind, aber hier noch nie erwähnt wurden. entweder sind sie einem nicht über den weg gelaufen oder sie wurden als nicht ganz so interessant eingestuft. das ist der vor- oder auch nachteil eines blogs, die auswahl ist von den administratorInnen abhängig. doch um die auswahl einzugrenzen und nicht alles lesen zu müssen, gibt es ja die suchmaschinen, aber auch die suchfunktion hier im blog. manche veröffentlichung wurde zudem in eigenen posts gebündelt, also eine interne verlinkung angelegt. und ja, es gibt einzelne tage, an denen nichts geschrieben wurde.

der schönste nebeneffekt bleibt dabei der versuch, täglich zum schreiben zu kommen, so ganz im sinne des kreativen schreibens, keine angst mehr vor dem weißen bildschirm zu haben. das hat funktioniert und funktioniert hoffentlich weiter. und vielleicht ist auch manches lesbare darunter. wohl wissend, dass sich auch mancher schrott in die öffentlichkeit bewegt, ebenso wie provokationen. wäre aber auch ganz schön langweilig ohne :mrgreen:

bibliotheken statt flugfeld

eine schöne, ausbaufähige idee! heute steht im feuilleton der süddeutschen zeitung (s.12), dass es die planung gibt, das flugfeld des flughafens tempelhof für einen neubau der berliner landesbibliothek zu nutzen. ein rascheln des umblätterns anstatt dem lärm landender und startender flugzeuge. wenn das keine alternative ist!

doch es ließe sich noch einen schritt weiter gehen. auch die staatsbibliotheken in berlin, die geteilt am potsdamer platz und unter den linden sitzen, sind schon längst zu klein für ihren bücherbestand. was wäre es für ein traum, wenn sich berlin dazu durchringen könnte, ein literarisches zentrum zwischen tempelhof und neukölln zu setzen. die verkehrsanbindung wäre hervorragend (u-bahn und ring-s-bahn).

seitdem die bundesregierung berlin zur hauptstadt erklärte, wurde und wird viel gebaut. die mitte ist reserviert worden für regierungsbauten und lobbyistenbüros, hotels sind aus dem boden geschossen, botschaften und landesvertretungen haben sich breit gemacht. zur zeit wird außerdem am stadtrand ein großflughafen aus dem boden gestampft. viel geld floss und fließt in diese projekte.

und nun hat die bundesregierung beschlossen, viel geld zur ankurbelung der wirtschaft zur verfügung zu stellen. wie wäre es da, dieses geld in das wissen und die bildung der bevölkerung zu investieren, anstatt in autos. doch bis jetzt liegen die schwerpunkte immer noch bei abwrackprämien und strassenbau.

es wäre ein traum, aus einem flugfeld, einer riesigen brache, einen parkartigen ort zu machen, der autofrei, aber voller bibliotheken, gebäuden für lesungen, vielleicht auch verlage und schreibwerkstätten wäre. dazwischen viel grün, orte der entspannung , handyfreie zonen, kulturbegegnunsstätten, grandiosen buchläden und dergleichen mehr. ja, das würde eine alternative zu sonstigen industrieansiedlungskonzepten darstellen. eben eine schöne, ausbaufähige idee.

schreiben und e-books

schreiben schriftstellerInnen anders, wenn sie für e-books schreiben und nicht mehr gedruckt verlegt werden? wird es überhaupt dazu kommen, dass wir nur noch in e-books schmökern. meine sich habe ich hier schon einmal dargelegt. da ich aber kein schriftsteller bin, war es ein schöner zug von der süddeutschen zeitung die schriftstellerin „katharina hagena“ in ihrer ausgabe vom gestrigen mittwoch auf seite 11 zu wort kommen zu lassen.

der artikel der schriftstellerin dreht sich um die frage, welche vorteile das übliche verlagsgeschäft gegenüber der produktion von e-books hat. dabei fallen ihr viele gründe ein, schon allein die betreuung durch lektorInnen bis zur abnahme bestimmter organisatorischer fragen, um die man sich selbst kümmern müsste, wenn man nur noch virtuell arbeitet. angerissen wird auch die frage, ob man als schriftstellerIn am computer anders schreibt als an der schreibmaschine oder von hand. schreibt man anders für das internet? ein paar interessante äußerungen und gedanken sind in dem artikel zu finden.

und das schöne ist, der artikel ist im internet nachzulesen unter: http://www.sueddeutsche.de/kultur/580/461207/text/ . dabei handelt es sich zwar noch nicht um eine darstellung im e-book-format, doch virtuelle kommt der text doch schon daher. zumindest ist auch nach diesem artikel zu vermuten, dass e-books die sinnliche erfahrung des bücherlesens ebensowenig ablösen wird, wie hörbücher.

leipziger buchmesse

nun ist es wieder soweit, die zweite große buchmesse in deutschland startet in den nächsten tagen. sie hat eine lange geschichtliche tradition, da früher in leipzig eine menge verlage ansässig waren und es auch heute teilweise wieder sind.

die leipziger buchmesse unterscheidet sich von der frankfurter buchmesse vor allen dingen durch die gesuchte nähe zu den leserInnen. das konzept der buchmesse beinhaltet viele lesungen und diskussionen. sie hat sich als weitere wichtige buchmesse etabliert und wird wahrscheinlich auch dadurch immer noch mehr gewicht erlangen, dass berlin langsam wieder attraktiv wird für buch- und zeitungsverlage. die entfernung zwischen beiden städten beträgt mit dem ice gerade einmal noch ungefähr eine stunde.

viele informationen rund um die leipziger buchmesse vom 12ten bis 15ten märz finden sich auf der webseite unter http://www.leipziger-buchmesse.de .

kreatives schreiben und schreibsucht

alles tätigkeiten und stoffe können zu sucht werden. wieso nicht auch das schreiben? es gibt zumindest das phänomen, dass schreibende nicht nur an schreibblockaden leiden, sondern manche teilnehmerInnen von schreibgruppen oder menschen, die anfangen, sich dem kreativen schreiben zu widmen, in einen suchtartigen zustand geraten.

täglich muss geschrieben werden, aber wem schreib ich das, und wenn nicht geschrieben wird, fühlen sich diese menschen nicht wohl. das phänomen kann bei manchen bloggerInnen beobachtet werden aber eben auch bei anderen menschen, die endlich für sich einen weg des kreativen ausdrucks gefunden haben. zum beispiel gibt es die so genannten „strickblogs“, in denen gezeigt wird, welche socken oder pullover in den letzten tagen gestrickt wurden. es ist faszinierend, wieviel man in kürzester zeit stricken kann. ungefähr ebenso viel kann man denken und schreiben. statt maschen, worte.

im gegensatz zur internetsucht, zur fernsehsucht oder zu allen anderen süchten, wird die schreibsucht nicht weiter beachtet. eher das gegenteil ist der fall. verlage widmen sich den schreibsüchtigen, haben sogar eigene betreuerInnen für die schreibenden eingestellt, so genannte lektorInnen. so wird das täglich geschriebene auf dem markt verkauft und die süchtigen können ihren stoff, nämlich das papier zum schreiben und die stifte oder den computer, über die erwirtschafteten anteile am verkauf finanzieren. der deal mit büchern wird sogar über die buchpreisbindung staatlich gesteuert, ähnlich den tabaksteuern auf zigaretten.

wie soll da der entzug möglich werden. ich warte täglich auf die nachricht, dass auf bahnhöfen und an öffentlichen orten weder geschrieben noch gelesen werden darf. es wird langsam zeit, die schreibsüchtigen des kreativen schreibens zu einer therapie zu bewegen. wer soll das denn alles lesen? während des entzugs wird zumindest das sms-schreiben und twittern gelehrt, um den wortschwall zu begrenzen. in diesem sinne: haut in die tasten, bis der computer qualmt 😛

web 2.32 – triboox.de

vor längerer zeit habe ich hier schon die plattform für frische autorInnen „bookrix“ vorgestellt (http://www.bookrix.de). seit anfang dieses monats gibt es den versuch, eine weitere plattform für autorInnen einzurichten. schon die namensgebung zeigt manche parallele auf: die plattform heisst „triboox„. zu finden unter http://www.triboox.de .

wo liegen nun die unterschiede. vom äußeren anschein her ist „triboox“ ein wenig übersichtlicher. vom ziel her möchte „triboox“ anscheinend vermehrt verschiedene berufsgruppen rund um das schreiben zusammenbringen. also soll es eine rubrik geben, die stellen für lektorInnen und andere verlagsangestellte anbietet. diese ist kostenpflichtig. das hochladen eigener texte nicht. den autorInnen soll die plattform die möglichkeit geben, mit verlagen kontakte zu knüpfen und eventuell verlegerInnen zu finden. wieweit das funktioniert kann jetzt noch nicht gesagt werden.

generell ist es sinnvoll, sich die „allgemeinen geschäftsbedingungen (agb)“ bei beiden anbietern durchzulesen, damit das copyright an eigenen texten immer gewahrt bleibt. bei „bookrix“ gibt es die verpflichtung zu feedbacks, um eigene texte einstellen zu können. bei „triboox“ bis jetzt wohl nicht. generell sind beide angebote eine gute möglichkeit, seine eigenen texte zu veröffentlichen und darauf eine reaktion zu erhalten. hier kann sich ein vorteil des web 2.0 herausbilden, nicht gleich einen verlag zu benötigen, um eine leserInnenschaft zu finden. doch auch hier gilt, bis es zum erfolg kommt, kann es sehr lang dauern. durchhaltevermögen ist sicher eine wichtige voraussetzung. aber man spart sich erst einmal die kosten für den versand der eigenen manuskripte an verschiedene verlage.

verlag (18) – verlagsgruppe droemer-knaur

die „verlagsgruppe droemer-knaur“ bietet einen webauftritt, der sich gewaschen hat. hier finden sich alle aktuellen virtuellen möglichkeiten, die es zur zeit für eine attraktive selbstdarstellung gibt. so finden sich auf der seite rubriken wie: „autoren im web tv“, kleine filme von lesungen oder interviews, ebenso trailer zu büchern oder über den auftritt des verlags auf der frankfurter buchmesse. dann „krimi podcast“, auszüge aus aktuellen krimis der verlagsgruppe zum runterladen und anhören. der „sachbuch-blog“, bekannte autorInnen schreiben zu aktuellen themen in einem blog. eine kleine verlagszeitung als „live book“, einen wettbewerb mit einem krimiautor, newsletter, benachrichtigungen, wenn bestimmte autorInnen neue bücher veröffentlichen und die obligatorischen kurzen darstellungen über die autorInnen.

daneben wird das verlagsprogramm ausführlich vorgestellt, die aktuellen erscheinungen, ein terminkalender mit lesungen und anderen daten findet sich und eine selbstdarstellung der verlage „droemer“, „knaur“ und „pattloch“. der ganze internetauftritt kommt klar strukturiert und nicht aufdringlich daher, das layout ist schlicht und übersichtlich. es ist sehr angenehm auf diesen seiten zu surfen, auch wenn sie manchmal nicht allzu schnell laden. als besonderheit ist auch noch die relativ große abteilung an esoterischer literatur bei „knaur“.

auch wenn diese seite, wie alle verlage, werbung für die eigenen produkte machen möchte, bietet sie den suchenden ein reichhaltiges angebot, sich vorher zu informieren. und sie bietet sogar die möglichkeit, probeleserIn für die bücher zu werden und anschließend eine kritik ins netz zu stellen. bis jetzt einer der besten verlagsauftritte, die ich gefunden habe. zu finden ist die seite unter: http://www.droemer-knaur.de .

suhrkamp geht nach berlin

keine neue meldung, steht ja schon in den ganzen tageszeitungen und blogs. aber immerhin ist dies eine meldung für die „tagesschau“ in ihrer freitagsausgabe. nun ist suhrkamp nicht einer der größten verlage, hat nicht wahnsinnig viele mitarbeiter und verlegt auch nicht einen bestseller nach dem anderen. doch die meldung klingt wie ein regierungsumzug. da geht es anscheinend um tradition beim bücher verlegen und um die verlegten autoren. hier hat suhrkamp sich nach 68 einen namen erarbeitet.

auch die meldungen in folge gleichen denen des regierungsumzugs. die meisten mitarbeiter wollen nicht mit umziehen heißt es im fernsehen. erinnert doch irgendwie an die shuttle-flüge aus dem rheinland. gut, von frankfurt aus kann man den ice-sprinter nehmen, so er denn fährt. doch die reaktion hat mit mehrerlei zu tun. zum einen haben sich viele menschen, deren arbeitgeber plötzlich abwandert, an ihrem arbeitsort eingerichtet, haben eine wohnung und sind das leben dort gewöhnt. zum anderen wirkt berlin auf viele aber auch erst einmal sehr bedrohlich. groß, unübersichtlich und recht unfreundlich. das ist eigentlich ein irrtum.

die welt teilt sich generell in zwei fraktionen. die einen waren einmal in berlin und fanden es ganz fürchterlich. die anderen waren einmal in berlin und sind nie wieder weggekommen. leider bringen dann manche so etwas wie karnevalsumzüge oder „kölsch“ mit, zwei recht überflüssige produkte. andere bringen nur ihre „wichtigkeit“ mit. das nervt zusehends in mitte und im prenzlauer berg. wer zwischenzeitlich mit der u-bahn in diese richtung fährt, glaubt sich in einer multimedialen hochburg zu befinden, wo allen handybesitzerInnen per zuzug eine flatrate geschenkt wird, die nur in der u-bahn gilt. ob der lautstärke ihrer gespräche ist nicht zu überhören, wie wichtig sie sind. das führt inzwischen zu einem kulturclash zwischen schon länger zugewanderten und den neuen. da wird es dann auch unfreundlich.

doch trotz allem (auch zu kaisers zeiten zog der hof viele lobbyisten und „wichtige“ an) finden sich in dieser stadt noch genug nischen, die hoffentlich nicht verloren gehen und beinahe jede denkrichtung bedienen. dass wichtigkeit meint, sich in der mitte breit machen zu müssen (siehe bundesregierung) macht nichts, der s-bahn-ring ist ja wieder in betrieb. vielleicht treibt sich suhrkamp ja auch ein wenig in den anderen bezirken rum. wäre zumindest zu wünschen, dass die spannenderen diskurse aus den kaschemmen kreuzbergs in der verlagswelt gehör finden.

lesen und e-books

 

heute vermeldet die süddeutschen zeitung, dass die verlage auf das e-book setzen, das in den usa schon recht erfolgreich ist. „amazon“ wiederum bietet inzwischen ein lesegerät für die elektronischen bücher an. stellt sich nur die frage, ob man das möchte? relativ gleichgültig lässt sich reagieren, solang es beide varianten gibt, die gedruckten und die digitalisierten. doch wie es des öfteren schon geschehen ist bei den aufzeichnungsmethoden für musik und film, wird die alte verbreitungsvariante von der modernen vertrieben.

von technikfeindlichkeit kann in diesem blog eigentlich keine rede sein, aber ich möchte keine e-books. Weiterlesen

buchgeburt.de – ein blogtipp

im web tummeln sich eine menge hobbyschriftstellerInnen. das internet ist eine der wunderbaren möglichkeiten, erste leserInnen für die eigenen texte zu finden. aber es ist auch eine gute möglichkeit, den eigenen prozess zum eigenen buch offenzulegen. einer dieser autoren bloggt aus schweden auf http://buchgeburt.de und trägt zusammen, was alles notwendig und hinderlich sein kann, ein buch zu veröffentlichen.

allen, die vor der gleichen frage stehen, kann dieser blog eine kleine hilfe sein oder zumindest ein trost, dass sie nicht allein mit ihren schwierigkeiten der veröffentlichung sind. daneben gibt es noch bilder aus dem verschneiten stockholm 😉 . und zum beispiel einen interessanten link zu infos auf ard.de, wie ein drehbuch zu verfassen ist. der beitrag ist zu finden unter: http://buchgeburt.de/2008/11/20/rettet-die-katze/ .

die ard wiederum verweist auf eine seite des bayerischen rundfunks, die auch noch einmal einen überblick über das schreiben eines drehbuchs gibt. zu finden hier: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kino-kino/drehbuch-DID1222363283215/index.xml .

und wenn dann alle hürden genommen wurden, der blog von martin wird es berichten, kann man eventuell demnächst das ergebnis im bücherregal finden.

verlag (17) – dumont verlag

ein verlag, der noch nicht einer größeren gruppe, einer verlagsgesellschaft oder einem medienkonzern angehört. „dumont“ bedient verschiedene sparten und dies auch schon seit längerer zeit. inzwischen wurde dies aufgesplittet in einen reiseverlag, in einen literatur- und kunstverlag und in das verlegen von kalendern.

so teilt sich auch die homepage am anfang auf. leider hat die darstellung des literatur- und kunstverlags in der folge ein wenig darstellungsschwierigkeiten. bei manchen browsern öffnet sich die überarbeitete darstellung des verlagsangebots erst nachdem man einen link im impressum angeklickt hat. in der aktuelleren variante des internetauftritts gibt es nämlich die wunderbare möglichkeit aus dem verlagsangebot unter sehr interessanten suchmöglichkeiten zu wählen.

so kann man bücher nach ihrem preis auswählen, nach ihrer seitenzahl und nach der farbe ihres umschlags. man klickt zum beispiel einfach ein rotes kästchen an und alle bücher werden aufgelistet, die einen roten umschlag haben. das ist eine schöne idee, kann man sich doch sagen: „jetzt habe ich so viele blaue bücher in letzter zeit gelesen, wird zeit, dass es mal wieder ein gelbes ist. mal sehen, was es da gibt.

davon abgesehen ist der auftritt des dumont verlags ähnlich dem anderer verlage. es wird ein ausführlicher veranstaltungskalender geführt, es gibt leseproben und es gibt weiter informationen zu den autorInnen. im verlagsangebot befinden sich vor allen dingen auch etwas ältere ausstellungskataloge und eine vielzahl von reisebüchern. zu finden ist das angebot unter http://www.dumontverlag.de/ .

17. berlin-brandenburger buchwochen

wenn bücher verlegt wurden, sollten sie natürlich auch gekauft und gelesen werden. um dies ein wenig schmackhafter zu machen und gleichzeitig viel interessante literatur bekannt zu machen, veranstaltet der berliner buchhandel die 17. berlin-brandenburger buchwochen vom 16ten november bis zum 07ten dezember unter dem titel „under cover„.

im rahmen der buchwochen sind viele lesungen an verschiedenen orten und buchhandlungen geplant. auf der homepage des buchhandels (siehe hier: http://www.berlinerbuchhandel.de/de/berlin_brandenburg/Buchwochen/157767 ) findet man in der rechten unteren ecke eine suchmaske, in die man entweder orte oder ein datum eingeben kann und nach dem klicken auf „absenden“ die verschiedenen veranstaltungen an den jeweiligen tagen mit weiteren erläuterungen angezeigt werden. außerdem liegen in den buchhandlungen programmhefte aus. wer also einen kleinen vorgeschmack auf das nächste buch auf dem nachttisch haben möchte oder hören will wie er / sie schreiben sollte, um ein buch zu veröffentlichen, dem / der seien die veranstaltungen ans herz gelegt.