Schlagwort-Archive: versand

verlag (9) – zweitausendeins

1969 gegründet ist zweitausendeins erst einmal gar kein verlag. es ist ein buchversand. die idee, die dahinter steckt ist die resteverwertung. was inzwischen fast jeder buchladen vor seinem geschäft stehen hat, sind verbilligte bücher, die entweder kleine schäden haben oder kurz vor dem recycling stehen. zweitausendeins versucht dies in größerem maßstab.

doch es werden auch eigene bücher herausgegeben. zum einen konnte man sich über die jahre sehr preiswert klassiker bestellen, die in fetten paperback-bänden daherkommen. ob der gesammte tucholsky, kafka oder auch max weber, das gab und gibt es alles. und dann gibt es projekte, wie die digitalisierung vom wörterbuch der gebrüder grimm oder die verlegung von william s. borroughs.

daneben vertreibt man noch gern die bücher von rogner & bernhard oder von haffman. es gab immer eine eine interessante comicecke und vor allen dingen bücher von berhardt, henscheid und co.

die homepage ist zum einen online-shopping-portal für bücher, cds und dvds. daneben bloggen zwei autoren, die von zweitausendeins verlegt werden, und es kann der katalog „merkheft“ bestellt werden. mehr ist da nicht, aber es lohnt sich, denn beim durchforsten kann man so manches schnäppchen finden, z.b. den bildband der letzten documenta für wenig geld.

zu finden ist die seite unter: http://www.zweitausendeins.de/

Werbeanzeigen

web 2.10 – amazon

eigentlich ist „amazon“ ein schlichter buchversand. weshalb es trotzdem der rubrik web 2.0 angehört, hat damit zu tun, dass amazon eine vorreiterrolle eingenommen hatte. und zwar war der buchversand einer der ersten, der die käufer an seiner seite beteiligte.

in zweierlei hinsicht. in einer aktiven rolle als buchkritikerInnen. so kann jeder käufer oder besucher der seite eine buchkritik verfassen, die dann dem angebot des jeweiligen buchs zugeordnet wird. dadurch finden sich zu manchen büchern eine unzahl von einschätzungen und bewertungen, durch die sich zukünftige käuferInnen mehr oder weniger ein bild machen können. aber amazon nutzt seine besucher auch in der passiven rolle, durch das erstellen weiterer kaufempfehlungen. dabei werden einzig anhand der datenlage informationen nach dem motto: „die käufer dieses buches haben auch die hier aufgelisteten anderen bücher erstanden.“. so ergibt sich im laufe der zeit ein netzwerk aus personalisierten buchempfehlungen, die noch nicht einmal die personellen daten erfassen müssen. es genügt zusammenhänge zwischen bestelllisten herzustellen.

und amazon ist einer der anbieter des internets, der durch ein gigantisches sortiment auch von randständigen interessen profitiert. denn der sogenannte „longtail“ lohnt sich nur, wenn es in der summe wieder so viele sind, die bücher mit geringer auflage bestellen, dass im gesamten eine erkleckliche summe entsteht. so gibt es bei amazon kaum ein buch, das es nicht gibt.

zu finden ist die deutsche webseite unter: http://www.amazon.de/