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web 2.0 und wahlkampf

das internet wird immer wichtiger bei der politischen meinungsfindung. bester beweis ist zur zeit der wahlkampf in den usa. kaum haben öffentliche debatten der präsidentschaftskandidaten stattgefunden, schon werden die statements im internet diskutiert. demokratie rückt in solchen momenten zeitlich näher an die geschehnisse heran. außerdem bietet sich die möglichkeit, sehr verschiedene positionen in kurzer zeit auszutauschen und zu lesen. solch einen politischen diskurs kann man in dieser dichte sonst nur noch im persönlichen gespräch führen, wenn man zum beispiel gemeinsam mit freunden die debatten verfolgt und anschließend diskutiert.

doch das internet bietet noch weitere vorteile. kandidaten können direkt mit etwaigen wählern kontakt aufnehmen. gut, die wählerinnen wissen nie genau, ob die kandidaten selber schreiben oder irgendwelche persönlichen referentInnen. und wie sich bei barack obama zeigt, kann das internet vor allen dingen der akquise von wahlkampfspenden dienen. hier bewährt sich wieder der vorteil des internets, dass kleine beträge in großer zahl effektiver sind und mehr menschen einbeziehen als großspenden von wenigen. das internet greift das interesse der menschen auf und vermittelt es an die entsprechenden stellen. 

aber auch hier ist voraussetzung, dass die menschen überhaupt einen zugang zum internet haben. vor allen dingen ältere können sich in solchen momenten schnell übergangen fühlen. doch die politikerInnen, die heute noch nicht auf das internet setzen, versäumen die möglichkeiten der modernen kommunikation. den menschen, die vor der wahl stehen, erleichtert das internet durch die reichhaltigen informationen wahrscheinlich die entscheidung. obwohl das nicht so klar ist, es könnte natürlich auch die qual der wahl verstärken. näher dran ist es inzwischen allemal.

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