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web 2.86 – in praise of copying

die frage, wer eigentlich was besitzt und wer wovon profitiert, geht in die nächste runde. in der digitalen welt werden von (kultur-)konzernen maßstäbe angelegt, die fragwürdig scheinen. kunst und kultur lebten immer von der kopie. sich künstlerische techniken anzueignen hatte von je her mit kopien zu tun. und wie die süddeutsche zeitung heute im feuilleton zum verdienst der künstlerInnen mitteilte: „urheber und verwerter (musik- und buchindustrie – anm.d. autors) haben mitnichten die gleichen interessen“.

und der kunde hat dann auch noch einmal ganz andere interessen. es mag juristisch einwandfrei sein, doch logisch ist es nicht: ich kaufe eine ware und darf mit ihr nicht machen, was ich möchte. das wäre, wie wenn ich die gurke für den gurkensalat schäle und die schale als beweis, dass ich den salat gegessen habe, wieder zurückbringen müsste. und der gastronomie-verband verlangt von mir eine abgabe, wenn ich andere zum essen einlade. vielleicht sollten künstlerInnen immer öfter einen „hofladen“ aufmachen.

letztendlich landet man bei der diskussion immer wieder an zwei punkten: was ist uns kultur wert? und wie geht man mit kopien um?. was geschieht zum beispiel mit menschen, die einen nachgemalten rembrandt oder van gogh in ihrer wohnung haben?

lange vorrede, kurzer sinn: der blog von marcus boon versammelt beispiele des multimedialen copy & paste auf seiner homepage. gleichzeitig lädt er dazu ein, seine wissenschaftliche arbeit „in praise of copying“ herunterzuladen. vielleicht sollte man sich erst einmal mit dem prinzip des kopierens auseinandersetzen, bevor man moralische und strafrechtliche urteile fällt. mehr unter: http://inpraiseofcopying.wordpress.com .

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schnickschnack (21)

geld regiert die welt. und öl, neuerdings, wenn man einem sprecher der spd glauben kann, da der ölpreis heute das sei, was früher der brotpreis war. die müssen pvc bei der spd essen. ich schweife ab. also es geht um den handel. so weit weg war ich dann doch nicht vom thema. also öl wird ja auch gehandelt. und wie so vieles andere auch, zum einen nicht eben fair, da vieles auf kosten anderer produziert wird und in vielen sparten kartelle die preise regeln.

dem wollten menschen, die sich zum beispiel etwas gekauft haben, es aber nicht mehr benötigen, eine idee entgegensetzen. dazu kam, dass der eine was kann, was der andere als dienstleistung benötigt. dafür hat der andere eine alte schalplatte, die den, der was kann interessiert. alles klar?

es haben sich tauschringe gebildet. abseits des geldgebundenen warenhandels, haben menschen den versuch unternommen, dinge zu tauschen, die sie erstanden haben. also bei musik ist das ja nicht so richtig im internet erlaubt. aber in anderen bereichen können die tauschringe aktiv werden. und das internet ist natürlich eine ideale plattform um schnell und unkompliziert in kontakt zu treten.

darum gibt es dieses mal in der schnickschnack-rubrik die homepage der tauschringe, um nicht nur das geld regieren zu lassen. und vielleicht findet ja der eine oder die andere etwas, was sie schon immer einmal haben wollten. die seite ist zu finden unter: http://www.tauschring.de/