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Der Grimme Online Award wird morgen verliehen

einmal im jahr werden preise für besondere homepages und webseiten vergeben. den grimme preis, bekannt als auszeichnung für funkt und fernsehen, gibt es sein beinahe zehn jahren auch für digitale auftritte. morgen steht die verleihung für 2012 an. und die preisverleihung kann auf der homepage des grimme online awards live verfolgt werden. wen aber nur interessiert, um was für online-angebote es sich bei den preisträgerInnen handelt, kann schon jetzt die nominierten betrachten und morgen schauen, wer das rennen gemacht hat.in den letzten jahren waren immer spannende und interessente internet-angebote dabei. ein blick auf die homepage lohnt sich.

Grimme Online Award | Prominente Preispaten.

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schnickschnack (116) – darcel

die eier werden knapp. auch das öl wird knapp. ach ja, und das wasser wird knapp. das mit den eiern liegt wohl an ostern, an hohen colesterinwerten und an der abschaffung der legebatterien. da lob ich mir so ein straussenei, da isst man das ganze ostern lang dran. na jedenfalls soll es in den supermärkten kaum mehr eier geben, wenn man den nachrichtenmeldungen glauben darf. ich habe da eine alternative:

nicht bemalte eier, sondern gemalte eier. und auch noch eier mit einem eigenleben. soll heissen, diese eier haben ein auge, sie können die welt wahrnehmen, sie leben, wie wenn ein küken darin wäre. und sie erleben viel in der ganzen welt. sollte es also nicht mehr zu den bunten eiern aus dem discounter gekommen sein, klicken sie einfach auf die homepage von darcel und erfreuen sie sich an den bunten eiern.

die figuren von darcel zeigen, wie man mit erstaunlich wenigen mitteln, aus ein paar formen, mit knalligen farben und einem auge eine figur schaffen kann, die in vielen variationen zumindest an ostern das auge erfreut. und wenn man es doch noch geschafft hat eier im discounter zu bekommen, dann ist diese webseite der ultimative tipp für die bemalung. malen sie ihrem ei doch augen auf, bevor sie es verstecken.

und hier noch ein österlicher dekotipp des „schreibschrift“-blogs: es ist ja heute in den wohngebieten mit ein- oder zweifamilienhäuser üblich, den gesamten vorgarten mit eiern an sträuchern und gewächsen zu dekorieren. wenn sie ihren eiern für die außendekoration augen aufmalen und sie knallig kolorieren, dann fühlen sich alle osterspaziergängerInnen, die an ihrem haus vorbeikommen, fröhlich angeblickt 😀 . die bemalungstipps finden sie hier: http://www.darceldisappoints.com/ .

web 2.52 – alert box von jakob nielsen

es gibt einen weiteren usability-experten, also jemand, der sich mit der lesbarkeit von homepages auseinandersetzt. auch wenn man seine webseite besucht, hat man erst den eindruck, auf einer sehr schlichten seite gelandet zu sein. eine weitere seite, die auf das wesentliche reduziert ist. ob dies nun das lesen leichter macht oder nicht, ist schwer zu sagen, denn „das auge isst mit“. aber gehaltvoll ist die homepage von jakob nielsen auf alle fälle: siehe http://www.useit.com/ .

über etliche jahre hat jakob nielsen sich in seiner „alert box„, einer kolumne zur usability im web, gedanken gemacht über veränderungen, verbesserungen und formen der nutzerfreundlichkeitstests. die liste der kolumnen ist über seine homepage erreichbar. dabei erstaunt, dass das internet zwar ein schnelllebiges wie, die entwicklungen des web 2.0 zeigen. doch die aussagen zur nutzerfreundlichkeit haben sich nicht überlebt. an der auffassungsgabe des menschen ändert sich so schnell nichts.

die kolumne gibt es auch deutschsprachig auf einer homepage von „the swiss usability center„. einfach mal die überschriften überfliegen und für sich auswählen, was einem als tipp hilfreich oder sinnvoll erscheint. vielleicht wird das web im laufe der zeit für uns alle dann ein wenig lesbarer, wenn so mancher tipp umgesetzt wurde. zu finden ist die deutschprachige variante unter http://www.usability.ch/Alertbox/main.htm .

„don´t make me think!“ von steve krug – ein buchtipp

homepage, blogs und andere webauftritte werden gemacht, damit möglichst viele menschen einen blick darauf werfen. man geht nicht an die öffentlichkeit, um nicht wahrgenommen zu werden. alle macherInnen von webauftritten freuen sich, wenn sie verlinkt, kommentier, zitiert oder besucht werden. nicht ohne grund werden im hintergrund ständig statistiken geführt, werden weltweit rankings von homepages erhoben und wird die verweildauer festgestellt.

menschen lassen sich im internet auf verschieden arten anlocken. doch im vordergrund steht neben dem inhalt die usability (anwenderfreundlichkeit), die die besucher (user) bindet und weiterlesen lässt. wir menschen sind schon beim layout von zeitungen kritisch, aber laut untersuchungen bei homepages noch viel kritischer und ungeduldiger. baut sich eine seite langsam auf, finde ich nicht die sachen, die mich interessieren, bleibe ich meist auch nicht lang und komme wahrscheinlich nie wieder. das möchte kaum jemand.

schon vor etlichen jahren ist ein buch erschienen, das hilfe gibt bei der gestaltung einer website, um die anwenderfreundlichkeit zu erhöhen. steve krug hat das buch „don´t make me think! – web usability – das intuitive web“ veröffentlicht. und das buch hat, im gegensatz zu den schnellen technischen entwicklungen, nichts an aktualität verloren. wir bewegen uns genaus sprunghaft, unklar und überfliegend durch das große virtuelle netz, wie damals. steve krug greift all die vielen bedürfnisse der user auf und versucht eine grafische und strukturelle umsetzung zur befriedigung der bedürfnisse vorzuschlagen.

da aber auch er nicht sicher weiß, was, welcher besucher auf welcher homepage haben und erleben möchte, bietet er eine vorgehensweise zum testen der usability an, die jeder mensch durchführen kann. es war auch nach beinahe drei jahren intensiver weberfahrung noch einmal spannend, die aspekte der nutzerfreundlichkeit so geballt beschrieben zu bekommen. da schaut man seine eigenen seiten ganz anders an. da fragt man sich noch stärker, was möchten meine leserInnen eigentlich hier finden? und man ändert manches ein wenig.

der autor unterwirft auch das buch der nutzerfreundlichkeit. er formuliert kurz, knapp und sehr verständlich, wie man eine homepage umgestalten kann, damit sie noch angenehmer beim besuch wirkt. blog-software kommt vielen positiven kriterien schon sehr nahe. doch auch hier kann der blick noch intensiver werden. für menschen, die ihren webauftritt für die nutzer interessant machen möchten, kann ich dieses buch nur empfehlen. testen sie ihre vorstellungen einer guten seite bei anderen, sie werden erstaunt sein. die deutschsprachige zweite auflage des buches ist bei redline in heidelberg 2006 erschienen. ISBN 978-3-8266-1595-5