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„das leben wartet nicht“ von ulrike scheuermann – ein veranstaltungstipp

am dienstag, den 25ten oktober um 19.30 uhr stellt ulrike scheuermann ihr neues buch in der „urania“ in berlin vor ( http://www.urania.de/programm/2011/h922/ ). der titel des buches lautet: „das leben wartet nicht – 7 schritte zum wesentlichen„. in einem vortrag werden die grundgedanken des buches vorgestellt.

in dem buch werden sieben schritte vorgeschlagen, um durch verschiedene und vielfältige selbstreflexive übungen die wesentlichen aspekte des eigenen lebens zu erforschen. ein großteil der übungen sind schriftlich, also für menschen geeignet, die gern schreiben und schreibtechniken anwenden, um sich selbst einen schritt näher zu kommen.

das buch ist anfang oktober bei knaur in der reihe „MensSana“ erschienen. ISBN 978-3-426-87555-1 .

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schreibidee (250)

habe gerade mal wieder die rückmeldung erhalten, doch zu viele worte für die darstellung eines sachverhalts verwendet zu haben. es mag der teils kritische blick auf situationen sein, der dazu veranlasst, möglichst viele informationen und einschätzungen abzugeben. das lässt texte anwachsen, wenn jede eventualität bedacht wird. da aber zeit geld ist, wird „kurz und knackig“ in manchen zusammenhängen bevorzugt. man kann es auch anders nennen: asketisch. darum soll die nächste schreibanregung ohne firlefanz und schnickschnack daher kommen, um „asketische geschichten“ zu verfassen.

als einstieg wird von der schreibgruppenleitung ein maximal zweiseitiger literarischer text mitgebracht, den alle teilnehmerInnen erhalten. aufgabe ist es nun, diesen text um fünfzig prozent zu kürzen. es soll möglichst wenig umgestellt werden, sondern beinahe ausschließlich gestrichen werden. anschließend werden die verschiedenen textvarianten vorgelesen.

im nächsten schritt wird noch einmal um die hälfte gekürzt. auch dies hauptsächlich durch streichungen. es darf auch dazu kommen, dass sich der sinn des textes verändert. und in einem weiteren schritt ist der text in ein 3-strophiges gedicht zu fassen. der sehr kurze text und das gedicht werden anschließend vorgetragen. es gibt eine kurze feedbackrunde, wie effektiv die verschlankung des textes umgesetzt wurde.

nun ist es an den teilnehmerInnen der schreibgruppe, selber eine sehr schlanke geschichte zu verfassen. es ist maximal eine seite zum thema „askese“ zu verfassen, aber es sollte sich dabei um eine storie handeln (es kann eine beliebige assoziationstechnik im vorfeld dazu angewandt werden). dazu kommt die auflage, nur sätze mit maximal 10 wörtern zu verwenden. die texte werden anschließend vorgetragen und bei der feedbackrunde wird diskutiert, ob sich durch die kurze, sparsame darstellung etwas an der aussagekraft der texte verändert.

zum abschluss wird der verfasste text von den teilnehmerInnen jeweils in ein elfchen „gepackt“. lässt sich der sinn der geschichte so weit verkürzen? es dürfen auch gern zwei oder drei versionen in elfchenform verfasst werden. die elfchen werden kurz vorgetragen.