Schlagwort-Archive: wikipedia

web 2.82 – canoo.net

wikipedia hat es vorgemacht und inzwischen sind viele weitere nachschlagewerke digitalisiert im netz abrufbar. das erleichtert vieles, hier kann man wirklich einmal von einer vereinfachung des lebens sprechen. erinnern sie sich noch? sie suchten eine information zu einem wort, vielleicht zur rechtschreibung, zu synonymen oder zur übersetzung in verschiedene sprachen. da standen sie vor ihrem bücherregal und zogen ein wörterbuch nach dem anderen heraus, schlugen nach, trugen zusammen, notierten oder kopierten die ergebnisse.

dann kam das internet und man konnte diverse seiten finden, die einem hilfreich zu diensten waren. man rief den link auf, den man unter den favoriten gespeichert hatte und gab das wort ein, schon bekam man die informationen, die man suchte. im laufe der zeit sammelten sich diverse links zu verschiedenen wörterbüchern in einer liste an, je nachdem, was man suchte.

das web 2.0 hat den vorteil, dass verschiedene informationsquellen wunderbar gebündelt werden können. man benötigt nur noch eine seite, um den zugriff auf verschiedene datenbanken zu bekommen. die seite „canoo.net“ bündelt quellen zu wörtern. da kann man die rechtschreibung, wortformen, also deklinationen und konjugationen abrufen, die wortbildung zerlegt auflisten lassen und wortkombinationen vorgeschlagen bekommen. man kann den eintrag auf wikipedia abrufen, bei linguisten und sprachwissenschaftlern, das wort übersetzen lassen, synonyme und redensarten zu dem wort suchen und das wort bedeutungsgruppen zuordnen lassen.

mehr kann man auf einen blick zu einem wort kaum erfahren. viel mehr kann auch kaum gebündelt werden. also, wer wort-hilfe benötigt, der besuche einfach mal die seite http://canoo.net .

digitaler diskurs (2) – ein lesetipp

es gibt einen zweiten sehr interessanten artikel zu den folgen des internets in „lettre international“ – frühjahr 2011, Nr.92. manuel arias maldonado schreibt über den „planet wikipedia – eine digitale enzyklopädie oder ein spiel um vernetztes wissen„.

der titel des textes verrät eigentlich schon alles. die auseinandersetzung ist auch keine neue: ist wikipedia wirklich ein gutes lexikon, eine gute enzyklopädie? kann das funktionieren, bürgerInnen bei der erstellung einer wissenssammlung zu vertrauen und die sammlung ihnen zu überlassen? spannend scheint, dass etliche untersuchungen gezeigt haben, dass das digitale lexikon in vielen bereichen den vergleich mit anderen lexika nicht scheuen muss.

und doch tickt der „planet wikipedia“ ein wenig anders. es werden stärker aktuelle und populäre themen aufgegriffen. schadet das einem lexikon oder verändert sich nicht auch unsere form der wissensbeschaffung? man kann noch einen schritt weitergehen und fragen, ob durch die vernetzung von wissen unser denken beeinflusst wird, wir also anders denken? manuel arias maldonado trägt viel wissen um wikipedia in dem langen artikel zusammen.

dabei diskutiert er die frage, ob es sich inzwischen nicht um ein wissenspiel handelt, dessen ausgang immer offen bleibt. wikipedia ist ein prozess. dies kann ein großer vorteil sein, wenn man wissenschaften und forschung betrachtet, die inzwischen ihre erkenntnisse in vielen bereichen nicht mehr mit der gleichen absolutheit vertreten können, wie dies früher der fall war. auch die natur und der mensch basieren auf formen der vernetzung, verändern sich ständig, erreichen nie einen absoluten status quo. eventuell kommt wikipedia diesem prinzip viel näher als die bis dahin üblichen enzyklopädien.

doch die schnelligkeit und teilweise laienhafte bearbeitung von themen verlangen abstriche bei der tiefe des wissengehalts mancher einträge bei wikipedia. schadet dies den gesellschaften nun oder macht das nichts aus? die folgen von wikipedia sind noch nicht geklärt, aber da der prozess ja nicht endet, sind viele zukunftsszenarien vorstellbar. mit etwas misstrauen genossen, bietet wikipedia eine enorme vernetzung, die ganze wissensgebilde vermittelbar macht. hier ein kleiner vorgeschmack: http://www.lettre.de/aktuell/92-Arias-Maldonado.html

kreatives schreiben bei wikipedia

 

seit ein paar tagen finde ich mich mit dem eintrag „kreatives schreiben“ bei wikipedia verlinkt. dies freut auf der einen seite, dass es für notwendig befunden wurde, auf diesen blog hinzuweisen. auf der anderen seite fordert es mich auf, einmal einen blick in den eintrag zu werfen.

schon im ersten moment zeigt sich, dass der text weiterhin als diskussionwürdig empfunden wird. ich vermute einmal, dass sich dies auch in den nächsten jahren nicht ändern wird, da das label „kreatives schreiben“ ein sehr unklares ist. wer das lehrbuch zum kreativen schreiben von lutz von werden kennt, kann bemerken, dass auch dort keine eindeutige systematik für das kreative im schreiben gefunden wird. es gibt sie nicht. oder andersrum betrachtet, wahrscheinlich enthält jedes schreiben einen kreativen aspekt, da allein die formulierungen autorInnenabhängig. und außer ein paar konventionen zum beispiel für wissenschaftliche texte, für szenen oder literaturgattungen ist der spielraum unbegrenzt. das ist auf der eine das schöne am schreiben, auf der anderen seite eine frage des geschmacks und der mode.

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web 2.0 und verhältnismässigkeit

 

es war nur eine kleine meldung, aber es zeigt, wie sich die bewertung beim internet in eine bedenkliche richtung verschiebt. ein landesabgeordneter der linkspartei fand sich bei wikipedia falsch dargestellt und verleumdet. das ist sein gutes recht, eventuell wurde ihm auch etwas unterstellt, was er nie gemacht hatte, so wie es immer wieder in journalistischen zusammenhängen öffentlichen personen passiert. das ist aber nicht der eigentliche knackpunkt der geschichte.

der abgeordnete erwirkte eine einstweilige verfügung beim gericht, die dazu führte, dass die startseite „wikipedia.de“ vollständig abgeschaltet wurde. wer sich auskannte fand zwar wikipedia, das größte online-lexikon in deutscher sprache, noch über einen anderen zugang, aber man musste sich auskennen.

fragwürdig bleibt, wie ein gericht solch eine entscheidung treffen kann. wenn man einmal vergleiche anstellt, dann kommt das vollständige aus dem netz nehmen eines angebots, wegen einer kleinen unterrubrik dem gleich, dass fernsehsender abgeschaltet werden, wenn in einer sendung, ein beitrag nicht den üblichen journalistischen gepflogenheiten entspricht. Weiterlesen

web 2.13 – powerset.com

wikipedia ist ein großes lexikon. und wikipedia hat eine suchfunktion. doch wenn man begriffe sucht, kann es passieren, dass man fünf verschiedene seiten angeboten bekommt und sich fragen muss, was suchte ich genau. also klickt man sich bei unsicherheit durch mehrere seiten.

nun kam jemand auf die idee, wikipedia noch ein wenig mehr dem web 2.0 anzunähern, indem man zu dem riesigen lexikon eine vielfältige suchmaschine an die seite stellt. betrieben wird die suche von „powerset.com„, was eher nach einem staubsauger oder einer betriebssystem-software klingt. ist es aber nicht.

die suchmaschine erlaubt sowohl die suche nach namen, nach begriffen und vor allen dingen darf man ihr fragen stellen. leider das alles bis jetzt nur auf englisch. doch dafür bietet die maschine eine sehr übersichtliche ergebnisseite, die nicht nur die verbindung zur passenden wikipedia-seite herstellen kann, sondern auch viele nebenbegriffe, teilweise eingepasst in einen geschichtlichen hintergrund, oder die ehepartner als link anbietet. es werden also legenden um den begriff herum angelegt, die das ganze potential von wikipedia ausschöpfen. also eine komfortable suche, die wikipedia wirklich veredelt. zu finden unter: http://www.powerset.com/

web 2.9 – wikis

wikipedia ist inzwischen jedem bekannt. stellt es doch inzwischen ein beinahe unüberschaubares lexikon dar. die folge daraus ist, dass menschen angefangen haben, kleinere lexika zu erstellen. sie verfassen sogenannte „wikis„.

das bedeutet, sie verwenden einen ähnlichen aufbau wie wikipedia. um dies zu erreichen gibt es eine beinahe unüberschaubare zahl von open-source-software, die aber gewisse programmierfähigkeiten benötigen. mit deren hilfe können dann viele menschen zusammen an den inhalten eines online-lexikons oder einer internen datenbank arbeiten.

der vorteil eines wikis ist es normalerweise, wenn es einmal installiert ist, dann können weitere texte ohne probleme eingegeben werden und zusätzlich auf dazugehörigen seiten, diskussionen zu den verfassten texten stattfinden.

in der zusammenarbeit liegt der große vorteil von wikis, die sich im laufe der zeit zu pools sehr spezieller informationen entwickeln.

weitere informationen zu der funktion von wikis und etliche ausführliche links, finden sich natürlich bei wikipedia unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki

wo ist die schreibpädagogik bei wikipedia?

hier eine aufgabe für leserInnen des blogs, die ein wenig zeit über haben. soll es ja heute noch geben. bitte, bitte verfasst doch mal eine darstellung der schreibpädagogik für wikipedia. einzig aus dem bereich ist das kreative schreiben als eintrag zu finden, doch skandalöserweise hat noch niemand die schreibpädagogik etabliert.

sicherlich, sie ist ein relativ neuer bereich der pädagogik und noch nicht eindeutig umrissen. doch das ist bei vielen anderen begriffen in wikipedia auch der fall. außerdem kann der artikel jederzeit verändert und erweitert werden. es können sich also mehrere schreiberInnen an dem text beteiligen. dazu muss man sich nur bei wikipedia registrieren lassen.

meinereiner würde ja gerne, doch die endphase des studiums lässt keinen zeitraum mehr, um wikipedia zu füttern. warum sollte die schreibpädagogik überhaupt dort auftauchen? immer mehr menschen nutzen wikipedia als einstieg bei der suche nach weiteren informationen. so kann in dem artikel auf weiterführende literatur und auf andere homepages verwiesen werden, um ein rundumbild der schreibpädagogik zu zeichnen. also an die tastatur und dem fauxpas ein ende gesetzt ❗

schreibidee (17)

eigentlich wurde die idee hier schon beschrieben, doch gehen wir mal ins detail. es geht um schreibanregungen mit hilfe von jahreszahlen bei wikipedia. so bietet es sich zur zeit geradezu an, einmal einen blick auf das jahr 1968 zu werfen. die seite findet sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/1968

gestern begannen übrigens die usa und vietnam vor 40 jahren erste friedensgespräche. und der musikalische nummer eins hit war die single „delilah“ von tom jones, bei den alben das album „horizontal“ von den bee gees und ab ende mai bis ende des jahres heintje mit dem album „heintje“, maaahmaaah 😛 http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nummer-Eins-Hits_in_Deutschland_%281968%29 und wer hat den oscar bekommen? : http://de.wikipedia.org/wiki/Filmjahr_1968

diese seiten lassen sich zum beispiel mit einem beamer bei einer schreibgruppe an die wand projizieren und alle teilnehmerInnen suchen sich einen begriff, eine person aus, die sie besonders interessieren. entweder kann nun noch der jeweilige link aufgerufen werden oder es wird eine assoziationsübung durchgeführt, die in einem text mündet.

es kann aber auch vorgeschlagen zum beispiel drei begriffe auszuwählen, die wiederum in einer geschichte, in einem gedicht auftauchen sollen.

in einer schreibgruppe für biografisches schreiben, in der die teilnehmerInnen das jahr 1968 schon bewusst miterlebt hatten, können mithilfe der informationen auf der homepage erinnerungen wachgerufen werden, die in einer geschichte münden. diese schreibübungen sind natürlich für jede jahreszahl vorstellbar. so könnten zum beispiel die geburtsjahre der schreibgruppenteilnehmerInnen aufgerufen werden. dadurch erfährt man mehr über die anderen teilnehmerInnen und diese können eine geschichte zu sich und ihrem geburtsjahr verfassen.

den möglichkeiten mit den jahreszahlen sind keine grenzen gesetzt. nur die technischen voraussetzungen müssen gegeben sein.