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die freiheit des bloggers

manchmal kommt man erst so richtig auf den geschmack des bloggens, wenn man feststellt, dass man im gegensatz zu vielen anderen dingen im leben die erfahrung macht, dass einem niemand reinredet in den eigenen ablauf. ja, man kann sogar für sich entscheiden, wann man was macht. und so bleibt es die große freiheit eines bloggers, zu entscheiden, „die woche des kreativen schreibens“ einfach zu verlängern, da alle ideen noch nicht veröffentlicht sind und manche ereignisse die geplante regelmäßigkeit durchkreuzen. also, langer satz, kurzer sinn: aus der woche des kreativen schreibens in diesem blog werden einfach zwei wochen des kreativen schreiben, um den blick auf die kreativität und auf die umsetzungsideen noch gerichtet zu lassen.

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schreibidee (165)

die schreibideen in dieser woche des kreativen schreibens greifen die jahreszeit auf. es geht vieles „auf“, die eisflächen werden porös, die sonne geht früher auf, die temperaturen gehen langsam aufwärts, es wird alles besser. ja, es ist zu erwarten, dass der frühling, wie jedes jahr um diese zeit, nicht mehr lang auf sich warten lässt. zum einen eine gewissheit, die jedes jahr wieder verwirklicht wird, zum anderen die unsicherheit, ob es dieses jahr wirklich so ist. diese woche sollen ideen, die eine aufwärtsbewegung verheißen, vorgestellt werden.

beginne ich also einfach mit dem wetter. wir hatten einen tollen winter, aber jetzt ist es mal gut. der schnee sieht schon lang nicht mehr nur weiß aus, er ist schmutzig, eisig und schwer. zeit, dass er verschwindet. im süden republik ein wenig schneller im norden zögerlich. und doch ist es an der zeit, auch die gedanken zu enteisen und „auftauende texte und geschichten“ zu schreiben.

als einstieg kann man in einer schreibgruppe, so die möglichkeit besteht, allen teilnehmerInnen einen eiswürfel auf einer unterlage geben und sie auffordern, das tauen des würfels genau zu beobachten und einen kleinen text dazu zu schreiben. es können erst einmal stichworte und assoziationen notiert werden, die einem bei dem tauenden würfel in den sinn kommen. aus diesen notizen wird ein maximal einseitiger text verfasst, der später in der schreibgruppe vorgelesen wird.

als nächstes soll ein cluster zum gedanken „wenn ein mensch auftaut…“ erstellt werden. was passiert mit einem menschen in diesem moment? in welchem zustand hat er sich vorher befunden? was bedeutet es, wenn man von unterkühltem verhalten oder erstarrten strukturen spricht? wie ist ein mensch, wenn er sich enteist hat? aus dem cluster ist eine längere auftauende geschichte zu schreiben. diese wird anschließend in der schreibgruppe vorgetragen und ein feedback zur frage gegeben, wie eindrücklich das auftauen vermittelt wurde.

die schreibidee kann noch um andere aggregatzustände erweitert werden. man kann sich noch dem kochen widmen. was bedeutet es, jemanden zum kochen zu bringen? oder wie koch ich vor wut? sollte also noch zeit vorhanden sein, kann dies zu weiteren geschichten und texten führen.

woche des kreativen schreibens

so, jetzt aber mal zum bekanntesten bereich der schreibpädagogik, des schreibens für alle, der vorbereitungen für texte und bücher, das kreative schreiben. es handelt sich dabei um ein weites gebiet, da es viele möglichkeiten gibt, sich dem schreiben anzunähern und dabei den kreativen aspekt in den vordergrund zu stellen. wenn man dann noch die vorstellungen des creative writing dazu nimmt (schwerpunktmäßig aus den usa kommend), dann ufert das thema endgültig aus.

ich möchte in dieser woche den versuch unternehmen, das thema ein wenig einzugrenzen. ich möchte weitere schreibideen veröffentlichen und gedanken über das kreative schreiben im internet anstellen. daneben vielleicht noch ein paar links oder wortklaubereien einstreuen. mal sehen, was die „woche des kreativen schreibens“ bringt.

ein wenig ins schlingern gerate ich jetzt schon, da der begriff der kreativität beinahe noch schwerer einzugrenzen ist, als der des schreibens. es lohnt wahrscheinlich auch einmal ein blick auf die verwendung von kreativität im sprachlichen und wissenschaftlichen kontext zu werfen und vor allen dingen die frage zu stellen: wie werde ich denn kreativ?

und wie immer freue ich mich über aussagekräftige kommentare oder ideen.