Schlagwort-Archive: workshop

„so werden sie sachbuchautor“ – ein veranstaltungstipp

schaut man in die buchläden oder ins internet, dann kann man feststellen, dass die sach- und „ratgeber“bücher in dieser unübersichtlichen welt gern gelesen werden, um einen eigenen weg durch das chaos zu finden. und während man sich so umschaut, bekommt man eine buchidee. bekommt eine idee davon, was schon längst geschrieben werden sollte, bis heute aber nie jemand verfasste. da ist nun eine idee da, doch dann weiß man nicht so genau, wie es weitergehen soll.

wie finde ich den richtigen verlag? wer würde denn überhaupt meinen ratgeber oder mein sachbuch verkaufen wollen? und wie komme ich von der idee zum text? zwei, drei seiten habe ich schon aufgeschrieben, aber jetzt fehlen mir die worte. gibt es regeln für eine buchstruktur? wie schaffe ich es, dass die leserInnen meine idee genauso interessant finden, wie ich?

diese und noch viel mehr fragen können in dem workshop „so werden sie sachbuchautor“ von ulrike scheuermann und oliver gorus gestellt und beantwortet werden. der workshop in berlin findet schon nächsten freitag, am 01ten april statt. weitere informationen findet man in einer pdf-datei hier: http://www.ulrike-scheuermann.de/pdfs/Scheuermann_Gorus_Workshops_2011.pdf und bei youtube in einem film hier: http://www.youtube.com/watch?v=YC_lCtXYthc .

vielleicht erscheint dann ein jahr später das eigene sachbuch, zum beispiel zur frage, wie man sich in dieser unübersichtlichen welt zurechtfinden kann, indem man ein innovatives sortiersystem und eine neue strukturierungsmethode für alle möglichkeiten verwendet 😉

Werbeanzeigen

„checker dichten!“ von sabine samonig – ein buchtipp

sie sind lehrerIn, sie sind jugendsozialarbeiterIn oder streetworkerIn und suchen nach anderen wegen, jugendliche für die sprache, das schreiben oder etwas kreatives zu begeistern? dann lohnt sich ein blick in das buch von sabine samonig„checker dichten!“- poetry slam mit jugendlichen„. aus einer forschungsarbeit ist ein buch geworden, das einen menge tipps und möglichkeiten aufzeigt, wie man poetry slam als ausdruckstechnik jugendlichen anbieten kann.

man bekommt als nicht so kundiger in der poetry-slam-szene einen überblick über die geschichte des slammens, erhält einen einblick in praktische versuche, poetry slam mit jugendlichen durchzuführen und findet ein reichhaltiges konzept zur durchführung eines poetry-slam-workshops vor. vor allen dingen mit dem mehrteiligen workshop-konzept, das von sabine samonig vorgeschlagen wird, erhält man eine wunderbare vorlage zur entwicklung eines eigenen konzepts. man muss den vorschlag nicht eins zu eins übernehmen (kann man aber 😉 ), sondern kann noch persönliche abänderungen vornehmen, um eigene ideen einzufügen.

doch die grundlage wirkt sehr durchdacht und stimmig, bei dem versuch, jugendliche an das schreiben (kreativ und biografisch) und vortragen heranzuführen. das konzept hebt den kreativ-spielerischen aspekt abseits der schulischen und leistungsorientierten textbearbeitung hervor. und es bietet für alle, die mit jugendlichen den versuch eines poetry slams unternehmen wollen, gleich noch die fachlichen begründungen an. denn unser bildungssystem verlangt gerade bei außergewöhnlicheren methoden eine dezidierte begründung.

doch abseits der ganzen fachlichen aspekte, weckt das buch vor allen dingen interesse an den vielfältigen, lustvollen umgangsweisen mit sprache und text beim poetry slam. und es macht lust darauf, diverse veranstaltungen zu besuchen. das buch ist 2010 im rabenstück verlag in berlin erschienen. ISBN 978-3-935607-37-7

25tes treffen junger autoren in berlin

wer erinnert sich nicht an die ersten aufsätze in der schule. oft hatten sie solche themen wie „mein letztes wochenende“ oder was man in den ferien so machte. das war immer ein wenig peinlich für die kinder, deren eltern sich nicht erquickliche und teure freizeitvergnügungen leisten konnten. darum werden solche fragen heute in der schule nicht mehr gern gestellt.

vielleicht ist das der grund dafür, dass die literaturszene so manche junge autorInnen zu bieten hat. schon früh werden nicht mehr schlichte berichte als aufsatz verfasst, sondern der fantasie darf freier lauf gelassen werden. jedenfalls gibt es nun schon seit 25 jahren ein „treffen junger autoren“ in berlin. grund genug, diese veranstaltung ein wenig zu feiern. und wie feiert die literaturszene mit leicht pädagogischem anspruch? sie bietet workshops und eine tagung an.

außerdem gibt es natürlich eine ausführliche lesung der jungen autorInnen, die in die engere auswahl der jury gekommen sind. es wurden hunderte von arbeiten eingereicht, jedoch blieben am schluss nur etwas mehr als ein dutzend für die lesung übrig. diese und die anderen veranstaltungen finden zwischen dem 26ten und 29ten november im haus der berliner festspiele statt. weitere informationen, auch zum alter der autorInnen finden sich auf der folgenden homepage: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/10_treffen_junger_autoren/tja_start.php . schön, dass es solche veranstaltungen gibt.

ein entrepreneurship-workshop in berlin – ein tipp

schreibpädagogInnen und andere kreativ oder biografisch schreibend tätige, tragen sich häufiger mit dem gedanken, ihre tätigkeit, manchmal schon freiberufliche, auf soliden boden zu stellen. es geht um das gründen einer agentur, eines unternehmens oder dergleichen mehr. hier schon vorgestellt hatte ich das buch „kopf schlägt kapital“ von günter faltin (siehe https://schreibschrift.wordpress.com/2009/05/11/kopf-schlagt-kapital-von-gunter-faltin-ein-buchtipp/ ).

nun besteht die möglichkeit an einem ganztägigen workshop, der von der stiftung entrepreneurship mit der freien universität berlin zusammen veranstaltet wird, teilzunehmen. der schwerpunkt liegt, soweit dies der ankündigung im internet zu entnehmen ist, diverse gründungsideen vorzustellen, hinweise und tipps zur gründung zu geben und sich einzelnen fragen der gründung zu widmen. wie kann ich ein innovatives konzept entwickeln, ohne mich ausschließlich auf den businessplan zu konzentrieren? welche komponenten benötige ich für eine gründung und wer stellt mir vielleicht von außerhalb diese komponenten preisgünstig zur verfügung?

die veranstaltung findet am 07ten november statt. weitere vielfältige infos, anmeldemodalitäten, der (geringe) preis und überhaupt informationen zur idee der gründungsidee und des entrepreneurships finden sich hier: http://labor.entrepreneurship.de/tiki-page.php?pageName=Workshop-Vision-Summit-2009 .

schreibwerkstatt vs. schreibgruppe

verschiedene veranstaltungen werden auf dem schreibpädagogischen markt angeboten. zum einen sogenannte schreibwerkstätten und wiederum schreibgruppen. nun stellt sich die frage, ob es einen unterschied gibt oder ob es sich um ein und dasselbe handelt nur mit verschiedenen namen?

eine verbriefte klare unterscheidung gibt es nicht und die übergänge sind sicherlich fließend. was man sicherlich unterscheiden kann, sind die arbeitsweisen und dadurch könnten sich auch die verschiedenen bezeichnungen ergeben. so will ich hier nur vermutungen anstellen, warum sich der einen für den einen begriff entscheidet und die andere für den anderen.

es gibt die sogenannte kompakte, konzentrierte form von workshops. zum beispiel schreibpädagogische veranstaltung, die eine woche lange stattfinden, täglich mehrere stunden. dabei wird in dieser zeit intensiv an einem thema gearbeitet, wie zum beispiel einer kurzgeschichte, einem krimi oder lyrischen texten. solch einer herangehensweise würde ich den namen schreibwerkstatt geben. es ist wie das hantieren an einem produkt, an dem weitergefeilt wird, bis es beinahe perfekt ist. also die beinahe klausurartige form kommt der werkstatt am nächsten.

schreibgruppen wiederum würde ich als regelmäßige veranstaltungen verstehen, die über einen längeren zeitraum hinweg stattfinden. diese können selbstorganisiert oder vorbereitet und angeleitet sein. sie können sich zwar auch einem übergreifenden thema widmen. aber sie beginnen jedesmal, zum beispiel wöchentlich, neu und greifen das thema immer wieder unter einem anderen aspekt auf. sie könnten im gegensatz zu einer werkstatt, die ein großer workshop ist, als aneinanderreihung verschiedener kleinerer workshops verstanden werden.

eine klare abgrenzung der beiden voneinander wird es nicht geben. denn sonst müsste man noch erklären, ab wieviel zeit eine werkstatt werkstatt genannt wird, und bis zu welchem zeitpunkt man auch workshop dazu sagen könnte. wichtig scheint mir, es wird geschrieben, meist kreativ. der rest müsste in der vorankündigung oder selbstdarstellung klar umschrieben werden, damit die teilnehmerInnen wissen, woran sie sind. und dann sollte es noch spaß machen.