Schlagwort-Archive: wunder

schreibaufgabe (28)

diese aufgabe bezieht sich auf einen einzigen begriff: „wunderkerze„. man kennt sie von silvester oder anderen heiteren feierlichkeiten, diese grauen stäbchen, an eine flamme gehalten wandert ein knistern und glitzern an ihnen hinunter. sie geben einen leicht stechenden, metallenen geruch von sich, sind aber hübsch anzuschauen.

es soll eine geschichte um die wunderkerze geschrieben werden. was dabei herauskommt liegt im eigenen ermessen. man kann eine begebenheit beschreiben, die genau die zeitdauer einer abbrennenden wunderkerze hat, man kann die wunderkerze zum mittelpunkt einer geschichte machen, man kann wunder anführen, die in zusammenhang mit der verwendung einer solchen kerze auftreten oder, oder, oder… .

vielleicht helfen assoziationstechniken bei der ideenfindung weiter. oder man setzt sich zuhause hin und zündet eine wunderkerze nach der anderen an, bis sich auch eine idee entzündet (vorsicht! gut lüften, sollte man schon ein päckchen wunderkerzen verbraucht haben.). viel spaß damit.

p.s.: für die entwicklung eigener schreibaufgaben: worte, die sich aus zwei gegenständen zusammensetzen bieten vielfältige möglichkeiten für schreibideen und anregungen.

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schreibidee (140)

ob im fernsehen oder in büchern, weiterhin gern genossen werden märchen. märchen zeichnen sich vor allen dingen durch einen moment der realitätsferne aus, der nicht selten in ein happyend mündet. es tauchen fantasiefiguren auf, tiere, die sprechen können und menschliche züge tragen, kleine wunder geschehen und eine gewisse tragik oder grausamkeit erhöhen die spannung. um der zeit rechnung zu tragen, dient dieses mal die schreibanregung dem verfassen „moderner märchen„.

beim modernen märchen benötigt man ebenso wie beim klassischen, antagonisten. diese werden als erstes in der schreibgruppe festgelegt. da die welt des märchens eine einfache ist, sollte ein din a4 blatt in in vier gleichgroße flächen unterteilt werden. den vier flächen werden eigenschaften zugeschrieben: „gut“, „böse“, „ehrlich“, „hinterlistig“. man kann sich natürlich auch andere gegensätzliche eigenschaften überlegen. die teilnehmerInnen tragen nun für jede eigenschaft eine figur oder eine person ein. dazu wird eine kurze beschreibung in die flächen notiert. es können auch mehrere blätter ausgefüllt werden, um später das interessanteste auszuwöhlen.

nun wird der plot der geschichte festgelegt. um welche grundproblematik soll es gehen? meist handeln märchen von liebe, moral, gut und böse. um die grundstruktur des märchens festzulegen, wird auf einer halben seite ein kurzer abriss gegeben. wenn der notiert ist, fehlen noch die kleinen wunder, zaubereien oder außergewöhnlichkeiten. dazu werden mehrere vorschläge stichwortartig notiert. es sollten mindestens zehn möglichkeiten sein, die in ein märchen passen. so kann die tram zum beispiel ihre gleise verlassen, der mixer kann zaubertränke bereiten oder die musikanlage sendet botschaften. hier gibt es keine beschränkungen.

alle drei vorbereitenden arbeiten werden nun zusammengefasst. das märchen sollte in der heutigen zeit spielen, darf aber die einfache struktur klassischer märchen beibehalten: „es war einmal…“. anschließend findet sich die schreibgruppe zu einer märchenstunde zusammen. sollten die geschichten jugendfrei sein (was man auch bei klassischen märchen ein wenig in frage stellen kann), können dazu auch kinder eingeladen werden. die dürfen dann abstimmen, welches märchen ihnen am besten gefallen hat.