Schlagwort-Archive: zahlen

2500 posts in diesem blog

so langsam kommt was zusammen. und weiterhin dreht sich das meiste um die digitale welt und das schreiben, die medien und alltägliche aufreger. sicher ist es peinlich, die zahl der posts mit einer nachricht zu verkünden. aber es ist eine marke, die einen selbst motiviert zu schreiben und weiterzuschreiben. und wenn man dann noch die 125 000 besuche bis jetzt dazu nimmt, dann kann man zumindest behaupten, dass pro post ungefähr 50 besuche zu verzeichnen sind. das klingt nach wenig, aber bei dem nischenthema freut einen die frequenz.

aber ganz so stimmen die zahlen natürlich nicht. auch die artikel kann man ranken und erhält sehr unterschiedliche zahlen, doch es beruhigt, dass konsequent mitgelesen wird. es beruhigt auch, dass man für sich selber stück für stück ein größeres archiv aufgebaut hat. es wird weitergehen und die zweitverwertung des geschriebenen wird gerade angschoben.

danke für das interesse! anregungen und veränderungswünsche werden immer gern entgegen genommen.

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web 2.89 – bbc-dimensions

vieles können wir uns nicht vorstellen. wir sehen es zwar im fernsehen und lesen es in der zeitung, aber die dimensionen der ausmaße von ereignissen sind schwer zu fassen. oder haben sie eine ahnung, was es bedeutet, wenn die fläche der jährlich zerstörten regenwälder in hektar angegeben wird? wenn ihnen jedoch jemand sagt, dass es sich dabei um eine fläche von xy fussballfeldern handelt, dann können sie ein wenig die dimension der zerstörung erfassen.

das sz-magazin hat gestern eine spannende homepage der bbc vorgestellt. es gibt bbc-dimensions, ein projekt, das zwei seiten enthält „howbigreally“ und „howmanyreally“. beide seiten zeigen an handfesten beispielen auf, wie zahlen zu verstehen sind. wie viel fläche würde zum beispiel der mond verdecken, wenn er auf die erde fällt? es ist erstaunlich wenig. ich dachte, das ding muss größer sein. oder wenn sie in einem bus sitzen – wie viele menschen in dem bus wären anteilig an pest erkrankt, wenn man die zahlen der damaligen erkrankten in london nimmt. eigentlich jeder zweite mensch. die pest raffte damals halb london dahin.

die webseiten bringen uns auf den boden der tatsachen zurück. wenn zum beipiel tschernobyl in texas gewesen wäre, über welche fläche der usa wäre die strahlenwolke hinweggezogen? über beinahe die gesamte usa. auch wenn die daten oft mit britischen regionen oder städten verglichen werden, der blickwinkel ist ein grandioser und verständlicher. bei „howmanyreally“ kann man sogar eigene maßstäbe angeben, um diese ins verhältnis zu setzen. machen sie sich einfach mal ein bild von vielem unbegreiflichen – hier: http://www.howbigreally.com und http://www.howmanyreally.com . und dann verstehen wir eventuell wirklich, was es bedeutet, wenn alle paar sekunden ein mensch auf der welt verhungert.

vier jahre schreibschrift-blog – zeit zu protzen

ein paar zahlen:

118 900 aufrufe

5453 schlagwörter

4587 spam-kommentare

2360 artikel – posts

427 kommentare

47 followers

nein, weltbewegend sind die zahlen nicht, wäre auch kaum bei dem thema des blogs zu erwarten. darum bereitet es doch weiterhin freude, gelesen zu werden, abseits all der daten-autobahnen. und es sammeln sich nebeneinander info und nicht-info an. begonnen hatte alles damit: https://schreibschrift.wordpress.com/2008/03/18/hallo-beim-blog-zur-schreibpadagogik/ .

experiment gelungen und weiter geht´s.

christof zirkel

ein jahr „schreibschrift“-blog

einjahrblog

jetzt blogge ich hier seit exakt 365 tagen. begonnen hat das alles ja eigentlich mal als versuch für eine masterarbeit. ich kann nicht verhehlen, es hat spaß gemacht. und nun existiert der „schreibschrift“-blog immer noch. am anfang zweifelte ich noch, ob mir genug einfällt, um einen blog zum thema schreibpädagogik und kreatives schreiben zu füllen. inzwischen zweifle ich da nicht mehr.

mag es daran liegen, dass sich die aufmerksamkeit für veränderungen im web 2.0 ebenso erhöht hat zum beispiel für veröffentlichungen zum schreiben, zum kreativen schreiben, zum biografischen schreiben oder zur schreibpädagogik, es findet sich beständig neues. es lohnt sich auch für mich, sonst hätte ich den blog schon längst aufgegeben. der blog dient meiner selbstverständigung zum fach. so sammeln sich im laufe der zeit immer mehr gedanken und links. und ich fordere mich selber immer wieder neue aspekte zu beleuchten, zu durchdenken. dazu kommt, dass ich durch den blog einfach im schreibfluss bleibe, der dem freewriting nicht unähnlich ist.

die folgen müssen leider die leserInnen von „schreibschrift“ aushalten. teilweise tauchen schreibfehler auf, schräge formulierungen oder unvollständige sätze. aber es ist ja nur ein blog. diese zwischenform zwischen gespräch und buch bietet den vorteil, dass perfektion nicht unbedingt das hauptziel ist. ich darf auch einmal daneben liegen. so wird ein entspanntes arbeiten möglich, und doch sammeln sich stück für stück mosaiksteinchen zu einem größeren ganzen zusammen.

und langsam lohnt es sich, das alles zu bündeln. ob es die über hundert schreibideen, die 25 schreibaufgaben, die über 50 posts zu themen wie „schreibpädagogik und…“, „kreatives schreiben und…“, „biografisches schreiben und…“ oder „web 2.0 und…“ sind, die heute und morgen vorgestellt werden. oder ob es die über fünfzig „schnickschnack“s sind, einfach links, die mir aus dem einen oder anderen grund spaß machen, die über zwanzig wortklaubereien und zuletzt auch noch ein wenig nabelschau. es sammelt sich und lässt sich immer wieder auswählen, wiederverwerten.

und zu aller freude, wächst die leserInnenschaft beständig, obwohl hier so viel geschrieben wird und manche(n) diese kleinschreiberei stört. das ist so zu schreiben ein bonus, der vielleicht das interesse am kreativen schreiben fördert. was will ich also mehr, als weiterzumachen?

vielleicht noch ein wenig mehr den bedarf der leserInnen bedienen. dazu in den nächsten tagen eine kleine befragung. ansonsten ruhig noch mehr austausch, auch wenn die beantwortung oder reaktion ein wenig dauert. und letztendlich will ich noch mehr zeit, um das alles zu formulieren 😮 danke für das interesse.

die zahlen: 30177 besuche, 903 posts, 768 verhinderte spamkommentare!!!, 229 kommentare, 1592 tags (stichworte), 1100 mal die selbstdarstellung aufgerufen, 350 mal „lange texte vs. kurze texte“ gelesen und 305 mal die „50 schreibideen aus diesem blog auf einmal“ abgerufen. na dann!!

christof zirkel

schreibidee (99)

seit beinahe einem jahr stehen hier schreibideen. diese nähern sich einer markanten marke, die es lohnt ein wenig feierlich vorzubereiten, zumindest aus meiner sicht, da sich für mich dadurch selber in pool aus schreibideen gebildet hat, der grundlage mancher schreibgruppe sein kann und natürlich weiter wachsen wird. so landen wir heute bei der „neunundneunzig„, eine zahl, die raum für schreibanregungen gibt. es sollen also „neuner-geschichten“ verfasst werden. diese schreibidee lässt sich natürlich unter anderen aspekten für jede x-beliebige zahl wiederholen.

die neun hat deshalb eine bedeutung, da sie kurz vor der zehn kommt, im dezimalsystem die nächste stufe. so kann als erstes eine zählgeschichte geschrieben werden, die mit „9“ startet. zum beispiel: „neun nonnen gehen spazieren, da wird die eine vom windstoß erfasst und fliegt davon, das sind es nur noch acht.“. alle teilnehmerinnen sollten sich solche zahlengeschichten einfallen lassen. die werden kurz vorgetragen.

anschließend werden assoziationen zur neun oder zur neunundneunzig gesammelt. hier bietet sich viel an, ob neunmalklug, 1999, 2009 oder die frage nach den neuntöter.

anschließend werden geschichten verfasst, die die assoziationen, die vorher für alle sichtbar notiert wurden,  teils aufgreifen und auf alle fälle die zahl „9“ enthalten. die neuner-geschichten werden anschließend vorgelesen. als fortführung der aufgabe, soll die geschichte nun in eine zehner-geschichte verwandelt werden. was ändert sich dadurch, bekommt die geschichte einen ganz neuen sinn? da die neun gern eine grenzzahl ist und täglich für 2,99 zu haben ist, könnte jetzt plötzlich das schnäppchen verschwinden. die zehner-geschichen werden anschließend in der gruppe vorgelesen und ein feedback gegeben. als abschluss könnte noch kurz ein bericht von einer halben bis ganzen seite verfasst werden unter dem motto „mein leben mit 99“.

mein ergebnis der schreibaufgabe (13)

mit wilden dreizehn

bine sitzt auf der bank wie jeden tag. sie fühlt sich einsam und zweifelt ob sie das alles so weitermachen kann. es ist zu viel. wären es zwillinge oder drillinge gewesen, hätte sie es vielleicht geschafft. sich aber nach der kita jeden tag um die vierlinge kümmern, das ist kaum zu schaffen. im sommer, wie jetzt, fällt es leicht. sie geht mit den vieren einfach auf den spielplatz und setzt sich auf die bank. sie beobachtet die kleinen dabei, wie sie spielen und schaut, dass nichts schief geht. tobi will zur zeit immer nur sand sieben, seitdem er erkannt hat, dass man kleine schätze im sand des spielplatzes finden kann. leider findet er auch heroinspritzen oder kondome, die vom nächtlichen sex übrig sind. hansi interessiert sich zur zeit für tiere. vor kurzem fragte er bine, ob er auch paarzeher sei. und bine zählte mit ihm seine zehen. sie kamen gemeinsam zu dem schluss, dass er fünfzeher sei, maximal zehnzeher. rudi ist der dreiste von den vieren. er klaut immer den anderen kindern im sandkasten die förmchen. wenn bine ihn zur rede stellt, woher er denn die neue form habe, die wie ein goldfisch aussieht, meint er ganz frech: „die hat vati mir geschenkt. die ist neu, natürlich!“ bine fragt dann auf dem platz rum, ob jemand anderem das förmchen gehört. und es zeigt sich schnell, dass rudi den fisch dem kleinen kevin geklaut hatte. bine versucht schon seit wochen, rudi den unterschied zwischen „mein“ und „dein“ zu erklären. doch bis heute hat es noch nicht funktioniert. und dann gibt es noch den richie. er ist der verträumte von den vieren. er glaubt an zauberer und elfen, an trolle und hexen. vor ein paar tagen stand er nachts plötzlich auf dem dach. bine hatte noch einmal in sein zimmer geschaut, ob er gut schlafe und er war nicht da. sie suchte überall nach ihm und fand ihn auf dem dach balacierend. als sie ihn fragte, weshalb er das gemacht habe, meinte er: „zwo elfen haben gesagt, wenn ich mitkommen, zeigen sie mir ihr land.“ nachdem er wieder im bett war, saß sie im wohnzimmer und weinte. seit mutti vor einem halben jahr gestorben ist, muss sie vati helfen, sich um ihre brüder zu kümmern. aber sie kann das nicht. es ist zu viel. sie würde viel lieber mit achim, der immer mit seiner kleinen schwester da drüben auf der bank sitzt, mal einen abend lang ausgehen. sie mit ihren wilden dreizehn und er mit seinen jungen fünfzehn.

bloggen und der eigene anspruch

 

das bloggen fördert den gedanken, besser sein zu müssen als die anderen noch ein wenig stärker als andere kreative hobbys. nicht die texte müssen perfekt sein, stilistisches spielt bei den posts nicht eine so große rolle. aber der text muss andere vor dem ofen hervorlocken. denn es gibt besuchsstatistiken. da sind sie wieder, die rankings, die für viele blogger eine große rolle spielen. und wie es solche rankings an sich haben, im gegensatz zu wettbewerben, bei denen es nur einen platz eins gibt, der für alle erreichbar ist. ist es beim bloggen eigentlich nie zu schaffen, wenn man nicht professionelle blogs betreibt, in den rankings so ganz nach oben zu gelangen. so weltweit wahrgenommen zu werden.

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