Schlagwort-Archive: zeitmanagement

web 2.0 und stärke

stärke bedeutet im zusammenhang mit dem internet wahrscheinlich, widerstehen zu können. nicht jede seite, die interessant sein könnte, aufrufen zu müssen, nicht jedem link folgen zu müssen, nicht alles bis ins letzte detail erkunden zu müssen, nicht in der fülle an angeboten versinken zu wollen.

in anderen lebensbereichen fällt dies den menschen leichter. am zeitungskiosk kauft man nicht jede zeitschrift, die einem gefällt, da es zu teuer würde. im fernsehen oder in der zeitung schaut man sich nicht alles an, das einen interessieren könnte, da die zeit dafür nicht da ist. doch im internet verschwindet bei vielen plötzlich die zeit als maßstab. zum einen erhöht sich die attraktivität des netzes dadurch, dass angebote meist nichts kosten und im hintergrund eine flatrate zeitlich unbegrenzt zugriff erlaubt. zum anderen wirkt das netz so schnell. das angeklickte baut sich schnell auf, der beinahe-sofort-zugriff ist ein ganz anderer, als sich hinzusetzen und eine zeitung in die hand zu nehmen, artikel auszuwählen und in ruhe zu lesen.

das internet führt zum schnellen blick, zur schnellen entscheidung und zum schnellen weiterklicken (so wie das zappen im fernsehen eine gute vorübung für das netz war). diese hohen geschwindigkeiten suggerieren, man würde nicht viel zeit mit der tätigkeit verbringen. doch das trügt. viele user stellen erst im nachhinein fest, wie viel zeit sie jetzt wieder im netz verbracht haben. sie stellen erst dann fest, wie schwer ihre beine sind, wie voll ihr kopf ist, wenn sie ein ende gefunden haben. und sie stellen vor allen dingen fest, dass sie in der verbrauchten zeit nicht viele informationen aufgenommen, sondern immer nur Weiterlesen

kreatives schreiben und bürokratie

post, ja heute kam post: „für die bearbeitung des antrages ist ein aussagefähiger schriftlicher bericht über die bisherige …tätigkeit mit folgenden inhalten erforderlich“. danach zählt man fünf punkte auf, deren zeitlicher aufwand in keinem verhältnis zum ergebnis stehen. das ist nicht neu, doch immer wieder faszinierend.

wer im psychosozialen bereich bei freien trägern arbeitet, kennt das zur genüge. anträge bei der eu werden teilweise in siebenfacher ausfertigung verlangt. doch nicht genug damit, allein für die zwischenberichte könnte man eine eigene arbeitskraft beschäftigen. die eigentliche (wichtige, notwendige, sinnvolle, soziale …) tätigkeit trat im laufe der letzten jahrzehnte mehr und mehr in den hintergrund, die zeit ist mit bürokratie zu füllen. hier ist ein parallelmarkt entstanden, der wiederum neue berufsgruppen hervorruft. inzwischen gibt es menschen, die gegen eine beteiligung, die anträge für einen ausfüllen.

das kreative schreiben kann mehrere funktionen in diesem zusammenhang übernehmen. mit hilfe seiner schreibtechniken fällt es leichter anträge zu formulieren und zu schreiben (auch wenn die buchhaltung definitiv nicht aufgelockert werden kann). der frust über das antrag-schreiben kann in possierliche geschichten der bürokratischen nebenbeschäftigung gepackt werden, ebenso wie die ohnmacht gegenüber den antragsentscheiderInnen.

aber man kann noch einen schritt weiter gehen. man kann eine bürokratie-freie gegenwelt entwerfen. wie war das noch einmal mit der steuererklärung auf einem bierdeckel? es war absurd, da ein ganzer markt zusammenbrechen würde, der mehr beschäftigte als „schlecker“ vorweisen kann. der alternative glorreiche tipp in büchern zum zeitmanagement: lassen sie spezialisten die zeitaufwendigen dinge erledigen. und so gibt es das outsourcing, das sich inzwischen in regionen der welt verlagert, die preiswerter sind als unsere spezialisten. wir exportieren also unsere bürokratie und importieren die lösung des problems gegen bezahlung aus billiglohnländern.

hier finden sich für das kreative schreiben unzählige absurde geschichten, die den mechanismus des um-sich-selbst-drehens wunderbar entlarven können. wie würden außerirdische unsere bürokratie wahrnehmen? „welchen weg legt ein joghurtbecher zurück bis er im laden steht?“ kennen wir alle, aber „welchen weg legt ein finanzantrag zurück bis er entschieden wird“ wäre noch zu schreiben. und man kann geschichten im bürokraten-sprech verfassen.

und zum schluss kann man noch einen blick hinter die kulissen werfen. denn die bearbeiterInnen der bürokratie unterliegen ebenso fürchterlichen zuständen. sie müssen etwas umsetzen, das sie selber kaum mehr nachvollziehen können. sprechen sie mal mit mitarbeitern in der arbeits- oder finanzverwaltung über die ständigen neuen gesetzgebungen. machen sie eine geschichte daraus. fragen sie, wie der umgang mit den entnervten und ohnmächtigen kunden aussieht. soziale behörden haben inzwischen einen direkten draht zur polizei. wir schützen unsere bürokratie mit aller staatsmacht. das hat potential für geschichten, stories und gedichte.

schnickschnack (113)

im rahmen der selbstoptimierung kann alles noch ein wenig effektiver und schneller werden. einer der boomenden begriffe ist das „zeitmanagement“. so sind inzwischen jeder und jede aufgerufen, sich selber perfekt zu takten. und da die zeiten zwischen arbeit und freizeit in vielen berufen verschwimmen, da die erreichbarkeit eines jeden im vordergrund steht, darum ist vieles verbesserungsbedürftig.

also gestalten sie sich doch ihr leben noch ein wenig schneller, gehetzter, getakteter und effektiver. wozu zeit mit überflüssigem wie smalltalk oder hobbies verschwenden, es geht doch auch anders 😉 schon vor einiger zeit erschienen im magazin der süddeutschen zeitung 33 hilfreiche tipps, wie man im rahmen der selbstoptimierung noch mehr zeit sparen kann: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36760 .

so humorvolle die ratschläge sind, sie treffen ins schwarze, bei dem planungs- und organisationswahnsinn, dem die meisten von uns inzwischen unterliegen. wenn kinder und jugendliche schon mit terminkalendern rumlaufen, um noch ihren alltag überblicken zu können und wenn erwachsene sich piepend auf den nächsten zeitabschnitt aufmerksam machen lassen müssen, dann scheint irgendetwas nicht mehr zu stimmen.

die einfachere variante bestünde darin, den kalender in einer reform verändern zu lassen und jedem tag 36 stunden zu zu weisen. die veränderung von kalendern diente auch früher schon den wirtschaftlichen anforderungen, warum darauf im rahmen der wirtschaftskrisen nicht zurückgreifen? 😯

wissenschaftliches schreiben und zeitmanagement

zeitpläne sind nicht jedermanns und jederfraus sache. letztendlich scheinen sie in vielen lebenszusammenhängen auch nicht notwendig. beim wissenschaftlichen schreiben hingegen können sie sehr viel sinn machen. denn selbst nicht-aufschiebende schreibtypen geraten häufig in zeitnot am ende einer längeren wissenschaftlichen arbeit (dies richtet sich nicht gegen menschen, die aufschieben – es gibt viele schreibtypen, die am besten schreiben, wenn sie unter zeitdruck stehen).

was ist geschehen? oft werden themen für wissenschaftliche arbeiten während der recherche immer spannender und größer. fängt man einmal an, sich in die vorhandene literatur zu vertiefen, findet man mehr und mehr artikel und bücher zum zu bearbeitenden thema. bei etlichen schreibenden kommt das gefühl auf, die ganzen veröffentlichungen noch lesen zu müssen, bevor man mit dem schreiben der arbeit beginnen kann.

zum einen wird man selten ein forschungsthema vollständig erfassen können. zum wissenschaftlichen schreiben gehört auch ein gewisser mut zur lücke und ein blick für die relevanz eines textes. zum anderen ist der eigene anspruch teils zu hoch. da können plötzlich bachelor- und masterarbeiten zu doktorarbeiten mutieren, da man doch jeden kleinsten hinweis berücksichtigen möchte. auch hier geht es darum, eine auswahl zu treffen. das fällt vielen nicht leicht, da das gefühl, etwas wichtiges zu vernachlässigen im hinterkopf rumort.

wenn recherche ausufert, dann verschiebt es alle anderen tätigkeiten im zeitplan. meist reicht die zeit noch zum schreiben der wissenschaftlichen arbeit, aber die zeit zum überarbeiten am schluss, die ist kaum mehr vorhanden. dabei sollte das überarbeiten in der planung beinahe ein drittel der gesamten zeit einnehmen. oft wird unterschätzt, wie aufwendig es ist, korrektur zu lesen, zitate zu belegen, literaturlisten zu erstellen, links zu überprüfen, ganze kapitel umzustrukturieren und nach schreibfehlern zu suchen. wenn man dann noch den schreibstil ansprechend gestalten möchte, dann benötigt man auch dafür ausreichend zeit.

darum macht ein zeitplan am anfang des wissenschaftlichen schreibens sinn. denn in diesem moment hat man eine richtschnur für das eigene arbeiten erstellt. man bemerkt, wenn die recherche anfängt zu viel raum einzunehmen. es fällt leichter, sich selbst zu reglementieren, sich zu ermahnen und Weiterlesen

„frei geschrieben“ von judith wolfsberger – ein buchtipp

auch dieses buch widmet sich dem wissenschaftlichen schreiben wie das vor kurzem vorgestellte buch. aber die herangehensweise der autorin ist eine völlig andere. hier werden schreibübungen und schreibanregungen zu den einzelnen arbeitsschritten gegeben, die ihre nähe zum kreativen schreiben nicht verleugnen können.

das buch von judith wolfsberger enthält schon im titel eine idee vom lustprinzip beim wissenschaftlichen arbeiten: „frei geschrieben – mut, freiheit & strategie für wissenschaftliche abschlussarbeiten„. es zeigt die schwierigkeiten, in die man beim verfassen einer wissenschaftlichen abschlussarbeit geraten kann, offen und unverblümt auf. und die autorin nimmt kein blatt vor den mund, wenn sie die situationen an den hochschulen beschreibt. die situationen, die es zusätzlich erschweren, eine interessante und spannende wissenschaftliche abschlussarbeit zu verfassen.

judith wolfsberger regt zu einer unkonventionelleren herangehensweise an, die vor allen dingen darauf ausgerichtet ist, für sich selber eine angenehmes zeitmanagement zu finden, in einen schreibfluss zu kommen und gleichzeitig fantasie und kreativität in die eigenen wissenschaftlichen texte einfließen zu lassen. dabei gibt sie schreibanregungen, die in kurzer zeit umzusetzen sind.

am besten eignet man sich das buch einige zeit vor dem verfassen einer abschlussarbeit an, um genug zeit für die umsetzung zu haben. dies wird einem später große vorteile bringen: die angst vor dem verfassen einer wissenschaftlichen abschlussarbeit könnte verflogen sein. das buch bietet viele beruhigungen und vor allen dingen anregungen zur zeitstrukturierung an. ein durchweg empfehlenswertes buch. es ist bei utb 2009 in der 2ten auflage erschienen. ISBN 978-3-8252-3218-4

liste (27) – freizeit

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „freizeit„.

wenn ich mal richtig faul bin, dann verbringe ich meine freizeit am ehesten mit:

diese dinge rauben mir meine freizeit:

ich schütze meine freizeit am besten, indem ich folgendes tue:

meine liebsten hobbys:

mit diesen menschen verbringe ich am liebsten meine freizeit:

biografisches schreiben und freizeit

früher war das leben gedrittelt. 8 stunden arbeit, 8 stunden freizeit und 8 stunden schlafen. die trennung war klar und eindeutig. davon kann heute keine rede mehr sein. kommunikationstechnologien, globalisierung und vernetzungen haben dazu geführt, dass sich das arbeitsleben bei vielen menschen im gegensatz zu früher vollständig verändert hat. die „just-in-time“-produktion und -haltung fordert dazu auf, sich zumindest kommunikativ ständig zur verfügung zu halten, also die freizeit flexibel zu gestalten.

beim aufschreiben der eigenen lebensgeschichte kann man zuerst einen blick darauf werfen, ob man diese veränderung noch miterlebt hat oder das arbeitsleben vorher schon verlassen hat. um dann im nächsten schritt einmal zu schauen, wie man seine freizeit gestaltet hat und noch heute gestaltet. welches waren die persönlichen vorlieben in der freizeit? welches hobby nahm und nimmt viel raum ein. nun kann man noch ein wenig tiefer gehen und sich fragen, was einem so sehr an dieser form der freizeitgestaltung gefällt. wie sieht der persönliche anteil daran aus.

da finden sich sportliche aktivitäten, die den kopf frei machen, einen zu leistungen anregen und einen körperlich fit halten. da gibt es literatur, filme und zeitungen, die das denken anregen, eigene haltungen beeinflussen und stetes dazulernen ermöglichen. da gibt es die medien, das radio, den fernseher und heute das internet, die einen entspannen lassen, die einem das leben „draußen“ näher bringen und die die fantasie anregen. da gibt es das heimwerken, das gärtnern, das kochen, das basteln, das malen und vieles mehr.

und ganz oben auf der skala der freizeitaktivitäten steht für viele der soziale kontakt zu anderen menschen. selbst wenn während der arbeitszeit viel kommuniziert wurde, wünscht sich der mensch auch in der freizeit weitere kommunikation. sie findet auf einer anderen, persönlicheren ebene statt. wie hat man kontakt zu anderen menschen aufgenommen, welche möglichkeiten ergaben sich? und letztendlich die frage: wie wichtig war und ist einem die freizeit? Weiterlesen

selbstbefragung (85) – freizeit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „freizeit„.

  • haben sie genug freizeit? warum?
  • wie viel freizeit hätten sie gern?
  • was machen sie in ihrer freizeit? beschreiben sie.
  • verschränken sich bei ihnen arbeitszeit und freizeit? warum?
  • wann kommen sie richtig zur ruhe? was benötigen sie dafür?
  • können sie etwas mit dem begriff freizeitstress anfangen? warum?
  • mit wem verbringen sie am liebsten ihre freizeit?
  • haben sie in ihrem leben zu viel gearbeitet? wer hat ihnen gesagt, dass sie das tun sollen?
  • welches hobby würden sie gern noch haben?
  • welches hobby macht ihnen in ihrer freizeit am meisten spaß?

schreibberatung und freizeit

schreibkrisen fressen zeit, vor allen dingen freizeit. denn die schreibkrise verlängert den arbeitsprozess. die ausweichhandlungen führen zwar zu einer ordentlichen wohnung, zu gewaschener wäsche und zum auffüllen der speisevorräte, aber eben nicht dazu, zwischendurch zu entspannen. das unangenehme an schreibblockaden sind die ständigen gedanken im hinterkopf.

man weiß, man sollte etwas tun, man sollte eine abschlussarbeit, eine semesterarbeit oder einen bericht schreiben, doch man schiebt es auf. aber der gedanke daran, dass etwas zu tun ist, verschwindet nicht so einfach. wenn man sich zwischendurch vergnügungen hingibt folgt mit großer wahrscheinlichkeit kurz darauf das schlechte gewissen, dass man wieder mal nicht das getan hat, was man tun sollte. und schlechtes gewissen ist per se unangenehm, ja es stresst.

die schreibberatung kann in diesem zusammenhang eine andere zeitrechnung offerieren. erst einmal benötigt es für den einstieg in den schreibfluss nicht viel zeit. das bedeutet, dass man etwas getan hat, das schlechte gewissen also reduziert werden kann, und doch nicht viel zeit verbrauchte, also freizeit übrig bleibt. wenn die freizeit in ruhe genossen werden kann, dann ist die chance, sich entspannter an die schreibaufgabe zu setzen, recht hoch.

natürlich kommt irgendwann die phase, wenn recht viel geschrieben werden muss. und sicherlich bleibt dann nicht mehr so viel freizeit übrig. aber auch dafür kann in der schreibberatung eine andere perspektive eröffnet werden. das konzentrierte und intensive schreiben verhindert viele ausweichhandlungen, die viel mehr zeit fressen würden. man kann sich also strategisch verhalten. man kann sich sagen, dass eine intensive schreibzeit zwei positive effekte hat: erstens benötigt man insgesamt weniger zeit und das schlechte gewissen verschwindet. und zweitens stellt sich der positive erfolg, nämlich der geschaffte abschluss oder die abgegebene arbeit, ein. es gibt also eine belohnung für die anstrengung.

natürlich kann man auch für sich entscheiden, bestimmte aufgaben nicht auszuführen, studiengänge abzubrechen oder abgabefristen zu verlängern. Weiterlesen

schreibberatung und stress

der heutig alltag hält viele gründe für uns bereit, weshalb wir keine zeit haben zu schreiben. kein problem. das ist eine persönliche entscheidung, wann man schreiben möchte und wann nicht. nur wenn abschlüsse, prüfungen oder arbeitsbedingungen fordern, doch dem schreiben raum zu geben, dann bleibt uns nichts anderes übrig. schnell kann man an den knackpunkt gelangen, dass man weder lust noch zeit hat, dieser anforderung zu folgen.

der einfache aber nicht sehr hilfreiche rat, den sich viele menschen in diesem moment geben, lautet, man muss einfach prioritäten setzen. schön, wenn dies klappt, doch es führt zu keiner reduzierung der alltagsursachen für den stress. das schreiben wird eingebettet in den gesamten stress-komplex. ab diesem moment kann es schnell zur qual werden und der widerstand dagegen wächst.

auch der versuch, genau in dem moment, in dem das schreiben ansteht, das ganze leben umzukrempeln, die restlichen stressoren zu beseitigen, um sich ganz der einen aufgabe zu widmen, kann kontraproduktiv sein. man macht in einem angespannten moment zu viele baustellen gleichzeitig auf. wenn man die jahre vorher dem stress nicht herr wurde, weshalb sollte man es exakt in dem moment, in dem man unter druck steht, besser können. man überfordert sich und gerät eventuell an einen punkt, an dem gar nichts mehr geht.

schreibberatung kann in diesen zeiten vielleicht noch einen ganz anderen ratschlag geben: das schreiben in kleinen häppchen in den alltag zu integrieren. also nicht einen großen berg in großen schritten in angriff zu nehmen, nicht alles zu verändern, sondern im rahmen des vorhandenen kleine schritte, einzubetten. das beginnt mit fünf minuten schreiben am tag. oft fällt schon dieser schritt schwer, es wird formuliert, man habe die zeit nicht gefunden. hier kann die schreibberatung den anfang machen, indem man während der sitzung Weiterlesen

kreatives schreiben und zeitmanagement

workshops, fortbildungen und bücher sollen heute allen helfen, den umgang mit den 24 stunden, die einem pro tag zur verfügung stehen, effektiv und richtig zu gestalten. das zauberwort lautet „zeitmanagement“. selten wird hinterfragt, weshalb so etwas überhaupt notwendig wird. sind die menschen früher gedankenloser mit ihrer zeit umgegangen? sicherlich nicht, aber sie hatten klarere strukturen. der tag war durch die festen arbeitszeiten unterteilt, der rest nannte sich „frei“zeit. davon kann heute in vielen berufen nicht mehr die rede sein. die flexibilisierung der arbeitszeiten und -verhältnisse hat erst so etwas wie zeitmanagement notwendig gemacht.

dies bedeutet jedoch, dass der einzelne unter vorgegebenen gesellschaftlichen und kapitalistischen bedingungen, sein zeitkontingent zu managen hat. dabei kann er aber wenig an den bedingungen ändern. und je schwieriger die trennung von arbeits- und freizeit fällt, desto schwerer wird auch die kontinuierliche verfolgung eines hobbys. kreatives schreiben lebt aber auch von seiner regelmäßigen verwirklichung. ich habe hier schon öfter die möglichkeiten der kurzen und schnellen schreibübungen und schreibeinstiege gezeigt. doch wie soll man nun die dabei entstandenen ideen in ausführlicher schreibprozesse überführen? wie lässt sich dies in das eigene zeitmanagement einpassen?

so fürchterlich das klingen mag, aber um selbstdisziplin kommt der mensch in solchen momenten nicht herum. selbstdisziplin erscheint ein widerspruch zum spielerischen schreiben zu sein, das eben nicht auf leistung ausgerichtet ist. meiner ansicht nach hat man zwei möglichkeiten der selbstdisziplin: Weiterlesen

web 2.39 – fourhourworkweek.com

entschleunigung, prokrastination oder müßiggang, all dies sind versuche, das leben langsamer und intensiver zu machen. es geht darum sich „zeit“ leisten zu können, die gewichtung an den eigenen bedürfnissen auszurichten und das wirklich wichtige im leben zu tun. immer wieder werden diese versuche und überlegungen kombiniert mit dem versuch, trotzdem erfolg zu haben. es stellt sich immer die frage, um was für einen erfolg es dabei geht.

tim ferriss ist einer der vertreter, der mit seinem buch „the 4-hour-week“ großen erfolg in den usa und vor allen dingen im silicon valley hat. auf ihn aufmerksam wurde ich über seinen vortrag bei http://www.ted.com . das buch „die 4-stunden-woche“ gibt es inzwischen auch in deutschland, ich habe es aber noch nicht gelesen. dagegen aber seinen blog gefunden. „the blog of tim ferriss – experiments in lifestyle design„, zu finden unter: http://www.fourhourworkweek.com/blog/ .

und es scheint interessant. denn so schlicht die botschaft scheint, die eigene furcht als antrieb zu verwenden und sich dem zuzuwenden, das einen interessiert, unkonventionell zu lernen, ein angemessenes zeitmanagement für die wirklich wichtigen dinge im leben zu finden und davon auszugehen, alles lernen zu können, ist ein experiment. ein immer wieder lohnenswertes, obwohl man nie vorhersehen kann, wo es einen hinführt. manchmal wünscht man sich etwas weniger orientierung an einem leistungsprinzip und noch mehr orientierung am spaß. denn die vorstellung, dass lernen spaß machen kann und deshalb auch nicht so schwer fällt, wie es immer vermittelt wird, orientiert sich auch stark an den subjektiven wissensbedürfnissen. geht es doch um die erweiterung der verfügung über die eigenen lebensbedingungen.

also, ein anregender blog, der zum nachdenken animiert und ideen liefern kann für die eigenen interessen.

schreibpädagogik und zeitrahmen

 

so wie es ein traum sein kann, einmal eine woche zur verfügung zu haben, um bücher zu lesen, so kann es auch der immerwährende wunsch sein, genug zeit zum schreiben zu haben. das ist natürlich eine frage der persönlichen zeitmanagements und der eigenen prioritätensetzung. es ist aber ebenso eine frage des angebots. zumindest dann, wenn man nicht ausschließlich für sich allein schreiben möchte, sondern die teilnahme an schreibgruppen bevorzugt.

hier sind die angebote sehr verschieden. Weiterlesen