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zeitzeugengeschichte-homepage und lebensgeschichten

hier ist dann auch schon die erste seite, die dieses jahr einen grimme-online-award erhalten hat. dabei handelt es sich um eine seite, die aus interviews mit zeitzeugen besteht. vor allen dingen mit menschen, die das dritte reich miterlebt haben. das besondere an dieser seite ist, dass die interviews schülerInnen geführt haben und sie so bearbeitet haben, dass sie ins internet gestellt werden können.

dort sind sie nachzulesen, zu hören und weitere informationen zu bekommen. dieses projekt erscheint umso wertvoller, je weniger zeitzeugen aus dieser zeit noch leben. letztendlich waren auch die vielen verschiedenen zeitzeugenprojekte mit ein auslöser für die weitere etablierung des biografischen schreibens.

doch besonders sinnvoll finde ich, dass vor allen dingen junge menschen, menschen erleben, die unter ganz anderen lebensbedingungen aufgewachsen sind, vielfältige lebensgeschichten haben und davon erzählen. es ist noch einmal ganz anders ein buch über bestimmte lebensgeschichten zu lesen oder einer leibhaftigen person gegenüberzusitzen und von ihrem leben zu hören. bei solchen kontakten besteht auch immer die möglichkeit nachzufragen und zu diskutieren. sicherlich eine wunderbare ergänzung zum geschichtsunterricht. die homepage ist zu finden unter: http://www.zeitzeugengeschichte.de/

übrigens brachte in diesem zusammenhang die süddeutsche zeitung in ihrer letzten wochenendausgabe ein lange interview mit der schriftstellerin judith kerr, die berühmt wurde durch ihr buch „als hitler das rosa kaninchen stahl“. das buch ist sehr zu empfehlen, da es die erlebnisse eines mädchens in der zeit des dritten reiches schildert. judith kerr sagte, sie habe das buch auch für ihre kinder geschrieben, damit sie wüssten, was sie erlebt habe. der versuch ist gelungen und auch ein beispiel für biografisches schreiben.