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schreibidee (206)

kaum hat man einmal angefangen, aufmerksamer auf der suche nach kleinen begebenheiten und geschichten durch die welt zu laufen, fällt einem auch immer mehr auf. man notiert auf kleine zettelchen, in kladden oder auf blöcke. dazwischen schieben sich diverse schreibideen und all dies liegt auf halde. denn man kann gar nicht so viel schreiben, wie man möchte. irgendwann sammeln sich diese notizen wie fallobst in allen winkeln der wohnung an. zeit eine schreibanregung für „fallobst-geschichten“ zu geben.

vor dem treffen der schreibgruppe werden die teilnehmerInnen aufgefordert, all ihre übrig gebliebenen ideen, die sie auch anderen zur verfügung stellen wollen, mitzubringen. als einstieg werden alle aufgefordert den sitznachbarInnen links von ihnen, eine schreibanregung zu überreichen, die sie extra für sie ausgewählt haben. wie die anregung (eben eine begebenheit oder eine schreibidee) dann umgesetzt wird, bleibt den teilnehmerInnen überlassen. sind die texte fertiggestellt, werden sie in der schreibgruppe vorgetragen. beim feedback dürfen die ideenlieferantInnen eine rückmeldung geben, ob sie sich die umsetzung ihrer anregung so vorgestellt haben.

in der zweiten runde werden alle (oder zumindest ein großteil) der mitgebrachten ideen und anregungen auf dem flipchart gesammelt und allen zur verfügung gestellt. alle schreibgruppenteilnehmerInnen können sich die anregung auswählen, die ihnen am besten gefällt, und verfassen dazu eine geschichte. die fallobst-geschichten werden anschließend, nach einer längeren bearbeitungzeit vorgetragen und es findet eine feedbackrunde statt.

am schluss des schreibgruppentreffens sollte überlegt werden, ob man die schreibanregungen aller teilnehmerInnen nicht in einer liste sammelt, notiert, und beim nächsten treffen verteilt. so haben alle einen großen pool an schreibideen, den sie für sich nutzen können, wenn sie lust dazu haben. es kann natürlich auch sein, dass sich ihre fallobst-menge danach einfach nur erhöht hat. aber, man kann ja immer darauf zurückgreifen, wenn einem mal nichts einfällt, worüber man schreiben könnte.