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Verständlichkeitsstudie – ERGO Versicherungsgruppe AG – ein lesetipp

wer versteht das kleingedruckte? wer liest und versteht gebrauchsanweisungen? wie soll man eine steuererklärung machen, wenn man sie nicht versteht?

erste ergebnisse einer studie von forsa, im auftrag der ergo versicherungsgruppe, können im internet nachgelesen werden. es lohnt sich ein blick in die pressetexte zu werfen, denn neben den texten von versicherungsverträgen scheinen die steuererklärungen am unverständlichsten zu sein.

da kann man tief durchatmen. dachte man doch immer, die anderen würde das alles verstehen, nur man selber ist zu doof dazu. bei den befragten texten könnte man eine wortklauberei an die andere hängen. und vielleicht schafft es ja eine schreibpädagogik mit kreativem schreiben, die welt ein stück verständlicher zu machen.

übrigens lesen frauen das kleingedruckte öfter als männer. was ein echter kerl ist, der kriegt das schon so hin – auch wenn er monate dafür braucht. aber ein blick ins kleingedruckte oder die gebrauchsanweisung ist ein zeichen von schwäche 😀

hier kann man nachschauen:

ERGO Verständlichkeitsstudie | ERGO Versicherungsgruppe AG.

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liste (94) – buch

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „buch“.

meine liebsten bücher:

bücher, die ich unbedingt noch lesen möchte:

die miesesten bücher, die ich gelesen habe:

bücher, die ich unbedingt noch schreiben möchte:

die wichtigsten aspekte meines definitiven lieblingsbuchs:

wissenschaftliches schreiben und struktur

bei wissenschaftlichen arbeiten, abseits der veröffentlichungen in fachzeitschriften, gibt es eine gewisse strukturvorgabe, die den einstieg in die eigenen strukturierung erleichtert. teilweise lässt sich diese struktur auch auf wissenschaftliche artikel übertragen. schwieriger wird es dann für viele bei der feinstruktur, dem roten faden, der sich durch die arbeit ziehen sollte. darum hier ein paar gedanken dazu.

die grobe struktur sieht zum beispiel bei master-, diplom- oder auch doktorarbeiten folgendermaßen aus: gestartet wird mit der einleitung, die oft auch den persönlichen bezug zur wissenschaftlichen fragestellung darstellen soll und vor allen dingen die forschungsthese aufzeigt. die these bildet die grundlage für die gesamte arbeit und wird mit den forschungsergebnissen be- oder widerlegt. im nächsten schritt folgt die erklärung der grundlagen, die man annehmen und anderweitig belegen kann. dann wird das eigene forschungssetting und die untersuchengen, das wissenschaftliche arbeiten beschrieben. anschließend sind das ergebnis, die beweisführung oder dergleichen mehr zu beschreiben und es wird ein fazit gezogen. nach literaturliste und anhang (zum beispiel mit tabellen, berechnungen oder statistiken) ist das werk vollbracht.

doch wie nun für die einzelnen abschnitte eine struktur finden? letztendlich geht es darum, einen lesefluss zu erzeugen, der es den leserInnen möglich macht den gedankengängen folgen zu können und die herbeiführung des forschungsergebnisses nachvollziehen zu können. um diese struktur zu finden, können schreibtechniken aus dem kreativen schreiben für das wissenschaftliche schreiben sehr hilfreich sein.

vor allen dingen das freewriting bietet die möglichkeit, bevor man in das verfassen der wissenschaftlichen arbeit einsteigt, die grundgedanken sowohl für die ganze arbeit als auch für einzelne unterkapitel zu entwickeln. Weiterlesen

schreibberatung und freude

eigentlich scheint freude in der schreibberatung unvorstellbar, dreht sich doch alles um schreibkrisen, schreibprobleme oder schreibblockaden. jemand begibt sich erst dann in beratung, wenn die zuspitzung der schwierigkeiten so groß ist, dass man selbst keine lösungsmöglichkeiten mehr sieht. in diesen momenten wird freude kaum raum finden.

aber es begeben sich vor allen dingen auch menschen in eine schreibberatung, die der meinung sind, sie könnten generell nicht schreiben, ja sie wären nicht kreativ, weshalb sie auch in die ausweglose situation geraten seien. viele vertrauen nicht darauf, dass auch sie „kreatives“ schreiben lernen können, dass auch sie aus ihrer fantasie schöpfen können.

um so erstaunter erleben dann etliche den (schreib)prozess, den sie durchmachen. sie kommen an den punkt, eigene kreative texte zu verfassen, ja sie schöpfen fantasievolles, geschriebenes. an diesem punkt kommt freude auf. allein das gefühl, etwas vollständig neues verfasst und geschaffen zu haben, hinterlässt einen selber mit einer mischung aus freude und stolz. auch wenn man sich nicht in schreibkrisen befindet, kann sich diese freude einstellen.

doch in der schreibberatung kommt der freude über selbstgeschriebene texte eine weitere funktion zu: es motivierte zu weiteren „taten“, zu weiteren schreibversuchen. dieser prozess ähnelt ein wenig der zahnpasta-werbung „mutti, mutti, er hat gar nicht gebohrt“. festzustellen, dass schreiben keine angeborene fähigkeit ist, sondern von jedem erlernt werden kann, eröffnet den ratsuchenden ganz neue möglichkeiten. Weiterlesen