Schlagwort-Archive: datenbank

schnickschnack (125) – IKEA Hackers

das schwedische möbelhaus der selbstabholer ist kreativ so anregend wie ein baumarkt: lässt man einmal seine fantasie spielen, dann kann man wunderbar aus dem angebot dinge entwerfen und herstellen, die so von den produzenten nicht gedacht waren. ob man nun aufhübscht, perfektioniert oder ganz neu kombiniert, man schöpft das angebot einfach noch weiter aus.

vielleicht sollte man sich zu beginn erst einmal an preiswerten produkten versuchen, um für sich zu probieren, wie gern man bastelt und werkelt. macht es spass, kann man den „hack“ 😉 perfektionieren. und für all diejenigen, die schwierigkeiten haben, sich unter ikea-hacks etwas vorzustellen, gibt es natürlich einen blog, der voller ideen ist. natürlich sind manche veränderten möbelstücke geschmackssache, aber die auswahl ist. und man sollte bedenken, dass manche produkte ihre garantie verlieren, wenn man sie verfremdet, neu kombiniert oder umbaut.

hier finden sich die vielen tipps:

IKEA Hackers.

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schreibpädagogik und wohnen

natürlich könnte ich nun darüber schreiben, wie man aus großen wohngemeinschaften auch schreibgruppen machen kann, doch die gefahr, dass während eines wg-plenums die konflikte nur schriftlich ausgetragen werden, besteht nicht.
es geht mir eher darum, wie man von seinem wohnort aus, schreibgruppen-angebote erreichen und finden kann. denn viele menschen leben nicht in großstädten und haben somit auch nicht die möglichkeit zwischen diversen schreibgruppenangeboten zu wählen. auch nicht jede volkshochschule bietet kreatives schreiben an.

also begeben sich menschen, die gern schreiben heutzutage ins internet und suchen in der nähe ihres wohnortes schreibgruppenangebote. im netz ist das angebot wiederum recht unübersichtlich. gibt man nur „kreatives schreiben“ oder „schreibgruppen“ ein, erhält man tausende von angeboten, aber nicht regional sortiert. begrenzt man die suche auf die nächst größere stadt im eigenen lebensumfeld, tauchen alle texte, die mit kreativem schreiben zu tun haben auf. eine zentrale datenbank mit angeboten des kreativen oder biografischen schreibens gibt es leider nicht.

doch ganz gute anlaufstellen für kreatives und biografisches schreiben sind weiterhin die volkshochschulen, alle hochschulen oder fachhochschulen in der nähe oder angebote zu online-gruppen. dazu kommen dann noch diverse online- oder fernstudiengänge zu kreativem oder biografischem schreiben. dabei verlässt man aber die vorstellung einfach an einer schreibgruppe teilnehmen zu wollen und nimmt an einem studium teil.

sollte kein angebot in der nähe des eigenen wohnortes zu finden sein, dann kann man sich noch darüber informieren, ob es kompakte angebote wie schreibwerkstätten an einem wochenende, über mehrere tage, in tagungshäusern oder bei anderen seminaranbietern gibt. auch hierfür gibt es keine zentrale datenbank oder jemanden, der alle angebote sammelt, man kann sich nur regional oder thematisch kundig machen. ohne internet war dies noch viel schwieriger, da es auch wenige zeitungen oder zeitschriften gibt, die die angebote bündeln.

wohnort-nah das ideale angebot zu schreibgruppen und schreibangeboten zu finden, bleibt eine sucharbeit. doch es kann sich lohnen, denn insgesamt nimmt das angebot an kreativem und biografischem schreiben zu. und sollte in der nähe nichts sein, so gibt es doch über das ganze land verstreut etliche attraktive angebote für mehrtägige schreibgruppen. und sollte all das nicht in frage kommen, kann man immer noch eine schreibgruppe gründen. hier im blog hatte ich mal tipps und vorbereitende überlegungen gebündelt. sie sind zu finden unter: schreibgruppen selber gründen.

schnickschnack (119)

hier stelle ich immer wieder gern (foto)sammlungen vor, die man als anregung verwenden. als anregung für geschichten, als anregung für biografisches schreiben oder als anregung, eigene sammlungen ins leben zu rufen. und es gibt wieder eine schöne sammlung, die gestern im fernsehen vorgestellt wurde.

die new yorker stadtverwaltung hat fotografien aus vielen jahrezehnten (insgesamt wohl über 870 000) ins netz gestellt. das interessante an den fotografien ist, dass sie nicht unbedingt nur die sehenswürdigkeiten abbilden, sondern viel alltag. denn die fotos wurden von angestellten der stadtverwaltung im laufe der jahre gemacht. und so kann man sich durch eine der lebhaftesten städte der welt in einer zeitmaschine bewegen. würde man zumindest gern, wenn der server nicht überlastet wäre. anscheinend hat die stadt new york mit ihrem angebot das interesse vieler geweckt.

nun versuchen sie mal historische bilder von berlin in einer sammlung zu finden. oh je, es gibt dermaßen verstreute angebote, dass man sich einen wolf suchen kann. das ist schade. und die stadtverwaltung bietet zwar aktuelle fotos aus der stadt, doch darauf sind ausschließlich touristische attraktionen abgebildet. die archive werden nicht geöffnet, bleiben weiter verschlossen. auch bei suchen auf der plattform „europeane“, der kulturdatenbank der eu, finden sich bilder von berlin aus norwegen, österreich oder anderen ländern, aber kaum aus berlin selber.

darum also erst einmal den blick nach new york wenden, wenn der erste ansturm auf den server vorüber ist, und eine kleine story verfassen: http://www.nyc.gov/html/records/html/gallery/home.shtml .

web 2.88 – jargs blog

seit über zwei jahren wird in diesem blog rezensiert. in erster linie sind es kinderbüchr, die „jarg“, der autor des blogs, beschreibt und bewertet. doch damit ist das angebot des blogs noch lange nicht erschöpft. es handelt sich um einen rezensions-blog für verschiedene medien.

in jargs blog kann man rezensionen zu büchern, filmen und musik finden. und man kann sie schnell finden. denn die unzähligen in der rechten spalte angezeigten kategorien erleichtern es einem, hinweise zu diverser – guter – kost zu finden. auch die länge der rezensionen ist nutzerfreundlich. erst wird ein überblick über den inhalt gegeben, um im anschluss ein resümee zu ziehen.

besonders interessant bleibt es, auch wenn jargs blog nur einen ausschnitt der neuerscheinungen aufgreifen kann, dass die auswahl des gelesenen, gesehenen und gehörten sich nicht an der bestseller-kost orientiert. hier offeriert jemand seine persönlichen interessen in großer zahl. daneben gebit es noch eine lange linkliste zu diversen literatur- und rezensionsseiten im internet. wenn man nach der lektüre „wozu lesen?“ von charles dantzig beschlossen hat, weiterhin viel zu lesen, dann sollte man sich jargs blog unbedingt anschauen: http://jargsblog.wordpress.com .

497 listen aus diesem blog in 100 kategorien

vor ungefähr 1 ¾ jahr habe ich angefangen in diesem blog neben den selbstbefragungen auch listen zu veröffentlichen. mit „listen“ meine ich fragestellungen und vorschläge für listen, die man selbst erstellt. dabei geht es um die ganz persönliche und subjektive wertung bestimmter dinge, situationen und ereignisse. zu den verschiedensten themen kann man sein eigenes ranking erstellen. das schöne an listen ist, man kann sie immer wieder überarbeiten, die reihenfolge verändern, umdenken oder alles so lassen, wie es ist.

und nachdem auch in dieser rubrik 100 kategorien zusammengekommen sind, eine zusammenfassung. hier aufgelistet sind die links zu den jeweiligen posts. einfach anklicken und man findet zur jeweiligen kategorie 4 bis 6 vorschläge für listen, die man erstellen kann.

viel spaß beim selbst-rankink, listen erstellen, bei der selbstbefragung und der selbstvergewisserung, vielleicht als vorbereitung zum biografischen schreiben.

christof zirkel

die ersten 50 kategorien mit 242 listen können auch als pdf-datei hier runtergeladen werden: https://schreibschrift.wordpress.com/2011/06/16/242-listen-aus-diesem-blog-in-50-kategorien-als-link-oder-pdf-datei/

zwei mal 50 schreibideen stehen als pdf-datei zum download bereit

hier im „schreibschrift“-blog habe ich inzwischen 350 schreibideen veröffentlicht. es wurde zeit, alle ein wenig zu bündeln, zu layouten und als kleine pdf-broschüre zur verfügunge zu stellen. zwei packungen von jeweils 50 schreibideen, also die ersten hundert hier im blog veröffentlichten, sind fertiggestellt und hochgeladen. sie sind nicht hier im blog zu finden, sondern auf meiner „schreibboutique“-seite.

zu finden sind diese Broschüren unter http://schreibboutique.de/downloads/broschueren/. die weiteren fünf packungen von jeweils 50 schreibideen werden im laufe der zeit folgen. alle weiteren informationen kann man im vorwort der broschüren finden.

viel spaß beim lesen und beim schreiben,
christof zirkel

p.s.: sollten ideen aus den broschüren verwendet werden, wäre es eine freude, wenn der „schreibschrift“-blog erwähnt werden würde.

350 schreibideen aus diesem blog

hier die aktuelle liste der schreibideen dieses blogs bis zur idee 350. eigentlich wäre diese auflistung gar nicht mehr notwendig, gibt es doch inzwischen einen extra-blog nur mit den schreibideen (siehe http://schreibideen.schreibboutique.de). da das hier aber so schön kurz und knapp gelistet ist, kann man vielleicht einfach mal kurz aufgrund der stichworte stöbern und etwas für sich dabei finden.

generell kann man sagen, dass sich die schreibideen seit den anfängen vor ungefähr 4 jahren ganz schön gewandelt haben. kamen sie zuerst recht schlicht und einfach daher, sind es inzwischen manchmal hochkomplexe anregungen für schreibgruppen oder für sich selbst. einfach ausprobieren ist wohl die beste variante. und noch 15 schreibideen, dann findet man anregungen für jeden tag im jahr 😉 .

viel spaß beim stöbern!

christof, der nichts dagegen hat, wenn bei der verwendung von schreibideen, der schreibschrift-blog erwähnt wird 😉

schreibidee 01: reportagefotos zu geschichten

schreibidee 02: zeit

schreibidee 03: geschlechterrollen

schreibidee 04: biografiespiel

schreibidee 05: frühling und blumen

schreibidee 06: kochrezepte

schreibidee 07: stoff

schreibidee 08: absurdes pamphlet

schreibidee 09: raum der fünf sinne

schreibidee 10: farben

schreibidee 11: tiere schreiben

schreibidee 12: kurzgeschichte zu gedicht

schreibidee 13: musikstücke

schreibidee 14: menschen an orten

schreibidee 15: psychopathologische störungen

schreibidee 16: internet – 10-klick-geschichten

schreibidee 17: jahre und wikipedia

schreibidee 18: irres aus der zeitung

schreibidee 19: intensive gefühle

schreibidee 20: baum

schreibidee 21: kreuzworträtsel

schreibidee 22: geschmacksproben

schreibidee 23: lieblingsbuch

schreibidee 24: träume

schreibidee 25: schreibrallye

schreibidee 26: angstgeschichten

schreibidee 27: sex und erotik

schreibidee 28: der körper

schreibidee 29: zeitrhythmen

schreibidee 30: filmplot

schreibidee 31: politischer kommentar

schreibidee 32: handy-gespräche

schreibidee 33: drogen

schreibidee 34: (fantasie-)reisetagebuch

schreibidee 35: möbelstück

schreibidee 36: überraschungspaket

schreibidee 37: in einem monat eine gemeinsame geschichte

schreibidee 38: minimaldialoge und comics

schreibidee 39: ordinäre sprache

schreibidee 40: naturbeobachtung

schreibidee 41: persönliches wetter

schreibidee 42: hobby

schreibidee 43: lobeshymne

schreibidee 44: katastrophen

schreibidee 45: sprichwörter

schreibidee 46: „ich habe einen traum…“

schreibidee 47: buchtitel

schreibidee 48: kleidungsstück

schreibidee 49: farbige wochentage

schreibidee 50: jubiläum und jubel

schreibidee 51: in taschen

schreibidee 52: gemeinsam ein theaterstück verfassen
Weiterlesen

web 2.82 – canoo.net

wikipedia hat es vorgemacht und inzwischen sind viele weitere nachschlagewerke digitalisiert im netz abrufbar. das erleichtert vieles, hier kann man wirklich einmal von einer vereinfachung des lebens sprechen. erinnern sie sich noch? sie suchten eine information zu einem wort, vielleicht zur rechtschreibung, zu synonymen oder zur übersetzung in verschiedene sprachen. da standen sie vor ihrem bücherregal und zogen ein wörterbuch nach dem anderen heraus, schlugen nach, trugen zusammen, notierten oder kopierten die ergebnisse.

dann kam das internet und man konnte diverse seiten finden, die einem hilfreich zu diensten waren. man rief den link auf, den man unter den favoriten gespeichert hatte und gab das wort ein, schon bekam man die informationen, die man suchte. im laufe der zeit sammelten sich diverse links zu verschiedenen wörterbüchern in einer liste an, je nachdem, was man suchte.

das web 2.0 hat den vorteil, dass verschiedene informationsquellen wunderbar gebündelt werden können. man benötigt nur noch eine seite, um den zugriff auf verschiedene datenbanken zu bekommen. die seite „canoo.net“ bündelt quellen zu wörtern. da kann man die rechtschreibung, wortformen, also deklinationen und konjugationen abrufen, die wortbildung zerlegt auflisten lassen und wortkombinationen vorgeschlagen bekommen. man kann den eintrag auf wikipedia abrufen, bei linguisten und sprachwissenschaftlern, das wort übersetzen lassen, synonyme und redensarten zu dem wort suchen und das wort bedeutungsgruppen zuordnen lassen.

mehr kann man auf einen blick zu einem wort kaum erfahren. viel mehr kann auch kaum gebündelt werden. also, wer wort-hilfe benötigt, der besuche einfach mal die seite http://canoo.net .

1500 fragen zur selbstbefragung aus diesem blog

150 themengebiete und jeweils 10 fragen dazu. fragen, die es möglich machen, sich selber ein wenig bewusster zu werden und näher zu kommen. fragen, die mir eingefallen sind, die man sich stellen könnte. fragen, die mit blick auf die eigene lebensgeschichte beantwortet werden können. fragen, die nur einen ausschnitt darstellen und nie das ganze themengebiet erfassen werden. fragen, die erweitert werden können (gern auch durch kommentare in diesem blog). fragen, die natürlich nicht beantwortet werden müssen. fragen, die eine anregung für das biografische schreiben sein können. oder einfach nur fragen, um mal so richtig die partnerInnen auszufragen 😉

die ersten 1000 fragen gibt es auch als pdf-datei gebündelt und layoutet hier. einfach auf das bild klicken!

natürlich können die fragen oder kleinen fragebögen gern weiter gereicht werden. eine erwähnung des „schreibschrift“-blogs wäre hübsch.

viel spaß beim beantworten von 1500 fragen (das ist das schöne am menschen, wir können uns selbst so vieles fragen 😉 hoffentlich finden wir auch die richtigen antworten!).

„gamestorming“ von brown, gray und macanufo – ein buchtipp

wie der titel schon erahnen lässt, ist das ganze leben ein spiel. oder anders formuliert, an beinahe jede aufgabe kann man spielerisch herangehen. das nimmt der aufgabe zwar nur teilweise ihre ernsthaftigkeit, aber es schafft raum für mehr kreativität. kein anderes ziel hat das buch „gamestorming – ein praxisbuch für querdenker, moderatoren und innovatoren“ von dave gray, sunni brown und james macanufo.

wie peppt man ein meeting auf, damit am schluss neue gedanken und analysen zum vorschein kommen? man arbeitet nicht starr zielorientiert und in einer strikten abfolge, sondern man arbeitet spielerisch verlaufsorientiert und lässt raum für neues. mit dieser behauptung machen sich die autorInnen daran, den heutigen anforderungen an entwicklungen und neuerungen gerecht zu werden. es gibt sie kaum mehr, die stringente lösung eines problems. die welt ist vielfältiger und unübersichtlicher geworden. dem muss auch in wirtschaft und im marketing rechnung getragen werden.

uns so werden im buch eine große auswahl an verschiedenen „spielen“, assoziationstechniken und gruppenaktionen zusammengetragen, die eine veränderte herangehensweise zulassen. angenehm ist dabei, dass auch ergebnislose prozesse zugelassen werden. unangenehm scheint mir die beschwörung des spielerischen in prozessen, die für die einzelnen teilnehmerInnen existentiell sein können. es gibt nicht viel raum für die eigene befindlichkeit. doch die kommt ins spiel, wenn man der kreativität raum gibt.

insgesamt lohnt es sich die große sammlung an spieltechniken anzuschauen und zu nutzen, wenn man seminare und meetings organisiert. man benötigt post-its ohne ende, flipcharts, stifte (dem zeichnen wird im buch eine große bedeutung zugesprochen), zeit und ideen. dann kann mit großer wahrscheinlichkeit eine menge entstehen und entwickelt werden. positiver nebeneffekt: hierarchien werden zeitweise aufgehoben. das buch ist bei o´reilly 2011 in köln erschienen. ISBN 978-3-89721-326-5. es gibt eine homepage zum buch, auf der beinahe alle spiele versammelt sind: http://www.gogamestorm.com/?page_id=234 .

schnickschnack (107)

man liest, man liest immer mehr und man möchte seine bücher nicht los werden. nein, man möchte sie behalten. so langsam füllen sich die vorhandenen regale, man kauft neue regale, man kauft noch einmal neue regale und man erinnert sich an seine bücher. dann möchte man in einem der eigenen bücher noch einmal nachschlagen. man möchte in ihm lesen oder etwas daraus zitieren. und man wandert die regale entlang, doch wo ist nur dieses buch?

wie sah das buch noch einmal aus? welche farbe hatte der einband? alphabetisch hat man die bücher schon lange nicht mehr aufgestellt. da verschiebt sich ja immer alles, man müsste ständig die regale umstrukturieren. inhaltlich überschnitt sich im laufe der zeit auch eine menge. ja, es gibt kein entrinnen, man muss die gesamten regale abschreiten. dabei übersieht man mindestens dreimal das buch. nach langer, langer zeit hat man es gefunden.

moderne technik ermöglicht da eine vereinfachung. man kann den buchtitel und alle relevanten daten einscannen und eine datenbank im computer erstellen. haben die bücher einen barcode und hat man eine kamera im computer (bei mac-computern) dann hilft einem hervorragend das programm „delicious library“. eine erstaunlich gut funktionierende suchhilfe, die vor allen dingen über amazon, beinahe alle relevanten daten liefert. sollten daten fehlen, kann man diese hinzufügen, einschließlich eines eingescannten bildes des umschlags. alle bücher werden in einem regal dargestellt und man weiß endlich, wie das buch aussieht, das man sucht.

und sollte man seine älteren bücher ebenso in die datenbank aufnehmen wollen, dann genügt die isbn-nummer oder der titel mit autor. erstaunlich, was man alles findet, da auch in den datenbanken der antiquarischen bücher gesucht wird. dies ist einer der momente, in denen einem die moderne technik richtig gut hilft. erinnern sie sich noch, wie sie versuchten eine datenbank ihrer bücher zu erstellen, da sie den überblick verloren?

mehr infos zum programm hier: http://www.delicious-monster.com/ .

web 2.80 – woerterbuchnetz.de

wenn ich dann gerade so dabei bin, die ganzen wörterbücher und wortschätze zu durchforsten, dann findet sich noch ein „schatz“ im netz, der nicht nur viel material zur verfügung stellt, sondern dieses material auch teilweise miteinander verknüpft. es handelt sich um eine seite der universität trier in zusammenarbeit mit vielen anderen einrichtungen. so spannt sich im „wörterbuchnetz“ nicht nur das gesamte wörterbuch der brüder grimm auf, sondern daneben viel mittelhochdeutsches, regionales, ein altes konversationslexikon von meyer und vieles mehr.

interessant ist es, dass man gern auf die alten, fleissigen sammler von wörtern zurückgreift, obwohl es heute das internet gibt. diesen blick zurück wagen nicht nur germanistInnen und linguistInnen, sondern auch viele andere. denn an die genauigkeit der damaligen werke reicht heute vieles nicht mehr heran. und bevor das wissen verloren geht, ist es eine gute tat, es allen zur verfügung zu stellen.

na ja, und dann gibt es noch einen anderen effekt: man schaue im meyers mal seinen heimatort nach. damals wurden im lexikon auch die kleinen nester aufgeführt, es wurden die produktionen und fabriken aufgezählt. das ist etwas, das wikipedia nur zum teil leistet, je nach engagement der bewohnerInnen. heute käme wahrscheinlich niemand mehr auf die idee. es ist teils possierlich den blick zurückzuwerfen.

also, das wörterbuchnetz findet sich hier: http://woerterbuchnetz.de .

einen extra-blog für die schreibideen

ich habe mich entschieden, die über 300 schreibideen, die hier im schreibschrift-blog erschienen sind und die weiteren schreibideen, die erscheinen werden, gesondert noch einmal zu bündeln. es ist ja immer etwas umständlich, die schreibideen jedesmal rauszusuchen, zwischen all den anderen posts. das ist nun nicht mehr notwendig.

es gibt einen blog, der nur aus den veröffentlichten schreibideen besteht. das bedeutet aber nicht, dass hier nicht weiter die schreibideen als erstes veröffentlicht werden. doch dies hier ist der mutter- oder vaterblog. wer aber nur nach schreibideen sucht, kann sich bei http://schreibideen.schreibboutique.de umschauen.

zum auswählen kann man eine die „suche“, die „kategorien“ oder die „tag-cloud“ verwenden. viel spaß dabei, und dass es immer mehr schreibideen werden.

christof zirkel

web 2.79 – deutscher wortschatz

da ich mich gerade auf dem wörtertrip befinde, der nun langsam abzuschließen wäre, habe ich noch ein wenig recherchiert und noch eine wortsammlung, ein wörterbuch oder so im internet gefunden. an der uni leipzig, an der auch das literarische schreiben studiert werden kann, da gibt es eine datenbank zum „deutschen wortschatz„.

gleich oben rechts auf der seite kann ein wort eingegeben nach weiteren informationen zu dem wort gesucht werden. die informationen sind umfassen mit weiteren verweisen und suchmöglichkeiten. außerdem finden sich zu dem wort passende beispiele der verwendung.

besonders interessant sind die „wörter des tages„, die aus tageszeitungen zusammengestellt werden. klickt man eines der wörter an, werden die sätze und stellen der artikel aufgezeigt, in denen das wort vorkam. hier kann man also für den jeweiligen tag sowohl recherche als auch wortsuche betreiben. eine hübsche anregung für schreibideen (obwohl sich mir wieder einmal nicht erschließt, weshalb begriffe aus dem sport an erster stelle stehen müssen 😉 )

zusätzlich gibt es noch ein deutsch-englisches wörterbuch und einen link zu internationalen wörterbüchern verschiedener sprachen. „wort-freaks“ kommen hier voll auf ihre kosten 😉 . zu finden ist die seite unter: http://wortschatz.uni-leipzig.de/ .

eine neue suchhilfe für den „schreibschrift-blog“

da die 2000 posts das suchen innerhalb des blogs ein wenig unübersichtliche machen (auch wenn die internet-suchmaschinen recht freundlich zu mir sind), habe ich hier eine neue suchhilfe seite eingerichtet. zu finden ist sie entweder über den reiter oben auf der homepage „suchhilfen für den blog“ oder über den link: https://schreibschrift.wordpress.com/suchhilfe-fur-den-blog/ .

zu den hauptkategorien dieses blogs habe ich sammlungen der suchbegriffe erstellt. dies soll es erleichtern, spezielle fragestellungen und themen unter den vielen posts zu finden. die folgenden unterseiten listen alle vorkommenden begriffe auf:

biografisches schreiben

kreatives schreiben

schreibberatung

schreibpädagogik

web 2.0

wissenschaftliches schreiben

ich hoffe, dadurch lässt sich die suche ein wenig erleichtern.
viel spaß beim lesen,

christof zirkel

web 2.74 – UbuWeb – empfehlung, empfehlung!!!

eine perle, eine wirkliche perle im internet. manchmal braucht man eine ganze zeit, bis man seiten im web findet, die vieles von dem, was man empfohlen hat, in den schatten stellt. „ubuweb“ ist so eine homepage, ach was, ein ganzes netzwerk, das formen des möglichen (medialen) ausdrucks bündelt, die man selten im netz sieht.

hier haben menschen vor jahren angefangen, dadaistisches und surrealistisches, erst aus der literatur und sich inzwischen immer weiter ausbreitend, zu sammeln und allen zugänglich zu machen. ihr ziel: avantgarde eine plattform im netz zu bieten. angefangen hat es wohl mit visueller poesie, mit konkreter poesie und mit lautpoesie. inzwischen geht es um viel mehr: filme, musik, „sound“, „conceptual writing“ und vor allen dingen, kostenfreies zur verfügung stellen, ohne werbung und ohne ambitionen, geld zu verdienen. genauer erklärt wird das konzept in den mehrsprachigen „faqs“.

der titel der seite bezieht sich auf das theaterstück „könig ubu“ von alfred jarry, das von surrealisten und dadaisten gefeiert wurde. aber es handelt sich um keine homepage über alfred jarry. man findet dort eher soundcollagen, performances, digitale avantgarde-zeitschriften, eine dokumentation über marshall mcluhan, frühere filme von rosa von praunheim, lesungen als mp3-dateien und vieles mehr.

eine seite zum entdecken und stöbern, die ich allen, die freude am unklaren, schrägen und spielerischen haben, nur empfehlen kann: http://www.ubu.com .

web 2.73 – herrlabig.de

es gibt sie, die lehrer, die das internet verstehen, es nutzen und sich gedanken rund um das lernen, das netz, die pädagogik, die literatur und das schreiben und lesen machen. herr labig ist einer dieser lehrer und betreibt einen blog, in dem viele informationen, links und meinungen zu oben genannten themen zusammengetragen werden.

es liest sich angenehm, was herr labig mitzuteilen hat. und es wird die bandbreite des internet auf der seite ausgeschöpft. da gibt es einen recht neuen podcast, die automatische übersetzung der seite, momentan den blick auf die buchmesse, die auseinandersetzung mit internetdiskussionen und immer wieder der bezug zur schule.

die seite ist auch für schreibpädagogInnen interessant, die mit schülerInnen arbeiten. denn einen überblick über die angebote zu den themen pädagogik und internet bietet die seite http://herrlarbig.de/ in umfassender und aufbereiteter form. einfach mal reinschauen, links nutzen und sich informieren.

schnickschnack (103)

man wohnt so vor sich hin und hat eine adresse. also nicht alle menschen haben eine adresse und vor allen dingen eine wohnung. auch nicht in unseren regionen. doch wir halten uns, ob mit oder ohne wohnung, an einem ort auf. und die orte haben in städten, dörfern und metropolen namen – strassennamen. je nachdem wo man sich aufhält, kann es einen interessieren, woher der strassenname denn nun kommt.

da gibt es die hauptstrasse und man weiß, dass sie mit großer wahrscheinlichkeit nicht nach „xy haupt“ benannt wurde, sondern dass sie wahrscheinlich die wichtigste strasse am ort war und ist. aber es gibt noch viele andere strassennamen, die sich nicht so leicht erschließen. in manchen orten hängen kleine hinweisschilder unter den strassenschildern, die einem erklären, nach wem die strasse benannt wurde.

für berlin gibt es da ein sehr hübsches online-register zu den bedeutungen der strassennamen. wenn man einmal anfängt sich durch diese datenbank zu arbeiten, dann fallen einem gleich viele andere geschichten zu den strassen, den personen oder den orten ein. diese datenbank lohnt sowohl als schreibanregung als auch als rechercheinstrument für geplante geschichten. sie ist zu finden unter: http://www.luise-berlin.de/strassen/strassennamen_lexikon_stadtbezirke.html . leider wurden in der datenbank veränderungen wohl nur bis anfang des 21. jahrhunderts erfasst. aber zu jeder strasse wird ein link gebildet, der auf eine andere, aktuelle datenbank zugreift.

schaut man sich http://www.luise-berlin.de noch genauer dann, finden sich dort weitere datenbanken abseits der strassennamen. spannend ist auch die datenbank mit den informationen zu jedem tag im jahr. da wird aufgelistet, was an diesen tagen in den letzten jahrhunderten in berlin wichtiges passierte. auch dies eine wunderhübsche schreibanregung.

aber noch einmal kurz zurück zu den strassennamen: für andere größere städte gibt ähnliche datenbanken auch oder es gibt menschen in den städtischen archiven, die einem wahrscheinlich weiterhelfen können. und wenn man sich ein wenig informiert hat, dann läuft man schon viel wissender und interessierter durch den eigenen ort 😉

70 buchtipps aus diesem blog

im laufe der zeit habe ich hier manche bücher vorgestellt. diese vorstellungen erheben weder anspruch auf irgendeine vollständigkeit noch sind sie irgendein standard. sie purzelten hier einzig in der reihenfolge des lesens herein. doch hier ein gebündelter überblick, mit den links zu den jeweiligen posts (einfach auf den titel des buchs klicken).

erst lesen, dann schreiben“ herausgegeben von olaf kutzmutz und stephan porombka

mein klassiker – autoren erzählen vom lesen“ herausgegeben von sascha michel, mirjam neusius und lea katharina ostmann

verteidigung des privaten“ von wolfgang sofsky

extrem laut und unglaublich nah“ von jonathan safran foer

stilfibel“ von ludwig reiners

das ende der schublade: die macht der neuen digitalen unordnung“ von david weinberger

66 schreibnächte“ von katrin girgensohn und ramona jakob

die logik der sorge. verlust der aufklärung durch technik und medien“ von bernard stiegler

wege zum ruhm“ von robert gernhardt

stilübungen“ von raymond queneau

das erste buch. schriftsteller über ihr literarisches debüt“ herausgegeben von renatus deckert

reimlexikon“ von willy steputat

absichten und einsichten. texte zum selbstverständnis zeitgenössischer autoren“ herausgegeben von markus krause und stephan speicher

maschinenwinter. wissen, technik, sozialismus. eine streitschrift“ von dietmar dath

schreiben lernen – schreiben lehren“ herausgegeben von josef haslinger und hans-ulrich treichel

der sprung in den papierkorb“ von thomas hürlimann

geflügelte worte“ von georg büchmann

krankheit als metapher – aids und seine metaphern“ von susan sontag

abstrakt negiert ist halb kapiert“ herausgegeben zum 60. geburtstag von morus markard

wie romane entstehen“ von hanns-josef ortheil und klaus siblewski

auf meinen spuren. das entdecken der eigenen lebensgeschichte“ von herbert gudjons, marianne pieper und birgit wagener

schwarzes quadrat“ von max frisch

wer bin ich?“ von rolf dobelli

warum denken traurig macht“ von george steiner

fragebogen“ von max frisch

dinge geregelt kriegen – ohne einen funken selbstdisziplin“ von sascha lobo und karhrin passig

the book of questions“ von pablo neruda

vom leben, vom tod und vom übirgen auch dies und das – frankfurter poetikvorlesungen“ von urs widmer

vergessenheit“ von david foster wallace

unglücklich glücklich“ von eric g. wilson

erinnern, wiederholen, durcharbeiten“ von lutz von werder

wer reden kann, macht eindruck. wer schreiben kann, macht karriere“ von ulrike scheuermann

kopf schlägt kapital“ von günter faltin

die sandwirtschaft“ von uwe tellkamp

raum zum schreiben – creative writing in 200 genialen lektionen“ von bonni goldberg

kein schöner land“ von patrick findeis

ruhm“ von daniel kehlmann

das ende der liebe“ von sven hillenkamp

am beispiel des hummers“ von david foster wallace

suchmaschinen“ von david gugerli

schöner wird´s nicht“ von david sedaris

emergenz digitaler öffentlichkeiten“ von stefan münker

wie der bauch dem kopf beim denken hilft“ von bas kast

wie man den bachmannpreis gewinnt“ von angela leinen

ich frage mich“ von janne mathis eick
die kunst, frei zu sein“ von tom hodgkinson

fuckt it!“ von john c. parkin

als hitler das rosa kaninchen stahl“ von judith kerr

fragebuch“ von mikael krogerius und roman tschäppeler

warum?“ von nikolai popov

666 spiele“ von ulrich baer

nachtstücke – ein lesebuch“ von hans ulrich hirschfelder (hg.) und gert nieke (hg.)

das lesikon der visuellen kommunikation“ von juli gudehus

verirren“ von kathrin passig und aleks scholz

die 50 werkzeuge für gutes schreiben“ von roy peter clark

arbeitszeugnisse formulieren und entschlüsseln“ von christian püttjer und uwe schnierda

don´t make me think!“ von steve krug

checker dichten!“ von sabine samonig

die schreibfitness-mappe“ von ulrike scheuermann

ich will so werden wie ich bin“ von volker kitz und manuel tusch

heringers reizwörterbuch“ von hans jürgen heringer

praxisbuch networking“ von andreas lutz

empört euch!“ von stéphane hessel

verführung mit worten“ von karen christine angermayer

kreativitätstechniken“ von georg schumacher

wissenschaftlich schreiben leicht gemacht“ von martin kornmeier

frei geschrieben“ von judith wolfsberger

der therapeut für die hosentasche“ von therese borchard

reality hunger“ von david shields

schreibend lernen“ von gerd bräuer

web 2.70 – longform.org

ja, es gibt sie, die langen texte im netz, die man nicht unbedingt am computer, im browser lesen will. und im englischsprachigen raum gibt es auch die webseite, die sie sammelt, sortiert und verlinkt – longform.org. dabei werden artikel aus angesagten zeitungen und zeitschriften veröffentlicht, jeden tag zwei oder drei. man kann sie sich aufbereiten lassen zu, um sie am iphone (obwohl mir dann nicht einleuchtet, weshalb man sie nicht lieber im browser etwas größer liest) am ipad oder mit kindle zu lesen.

die artikel kommen teilweise zeitversetzt auf die homepage und doch lohnt sich ein blick in die archive. denn es handelt sich nicht um den üblichen nachrichtenartikel, der hier zur verfügung gestellt wird. es sind eher essays, reportagen oder eben lange berichte. das archiv geht zurück bis in die 1960er jahre und bietet auch aus dieser zeit interessantes. man kann sich ebenso einen langen artikel im vollen textformat pro woche zusenden lassen.

wer also interesse an lesestoff aus den angesagten, vor allen dingen, amerikanischen zeitungen und zeitschriften hat, der möge sich einmal auf der seite http://longform.org/ umsehen, die archive durchstöbern (es gibt viele verschiedene suchkriterien) und in ruhe das für ihn interessante lesen. es lebe der lange text 😉