Monatsarchiv: März 2010

befragung zum schreibprozess

nach dem lesen der interviews in lettre international kam mir die idee, man könnte auch in einem blog die beweggründe für das schreiben miteinander vergleichen. ich glaube wir haben alle ganz verschiedene anlässe und herangehensweisen, uns dem schreiben zu zu wenden. darum möchte ich hier eine kleine befragung starten, die vor allen dingen durch die kommentarfunktion beantwortet werden kann. die kommentarfunktion hat den vorteil, dass man sich weiterhin im anonymen bewegen kann, indem man sich einen namen gibt, der keine rückschlüsse auf die eigene person zulässt. die mailadressse, die anzugeben ist, sehe nur ich und gebe sie nicht weiter.

ich fände es sehr spannend, wenn die leserInnen dieses blogs ihr schreiben einmal beschreiben. darum möchte ich mit der einfachen frage beginnen:

was hat dich / sie veranlasst mit dem schreiben zu beginnen?

wer seine antwort veröffentlicht haben möchte, schreibe einen kommentar zu diesem post. wer nur mir seine überlegungen mitteilen möchte, sende eine mail an mich. ich würde gern im anschluss an die antworten, individuell weiterfragen, wie in den interviews. ich würde gern ein wenig mehr über das schreiben, die bedingungen und die gefühle während des schreibprozesses erfahren. denn ich glaube, dass man voneinander viel lernen kann und diese beschreibungen für alle anregend sein können. diese frage wird den blog etwas länger als üblich auf dem ersten platz bekleiden. alle neuen posts finden sich darunter. vielleicht kann hier langsam auch ein pool von schreibprozess-zeugnissen entstehen, würde mich jedenfalls sehr freuen. denn die reflexionen anderer regen zu eigenen reflexionen an.
begleiten werde ich dies mit weiteren gedanken zum schreibprozess.

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zwei interviews zum schreibprozess

oft wird vermittelt, es gäbe beim schreiben von romanen ein paar anhaltspunkte, die, wenn sie eingehalten werden, erfolgsträchtig seien. da ist es immer wieder erfrischend, wenn sich autoren zu wort melden, die das alles ganz anders machen und trotzdem erfolg haben. denn es zeigt sich dann, dass es „das erfolgsrezept“ oder die „geniehafte vorprägung“ nicht gibt.

gerade sind in der zeitschrift „lettre international“ zwei interviews erschienen, die sich vor allen dingen um den schreibprozess und dessen hintergründe drehen. das eine interview führte heinz-norbert jocks mit paul nizon. (ein auszug des interviews kann hier nachgelesen werden:
http://www.lettre.de/aktuell/88-Nizon-Jocks.html ). nizon zeigt auf, dass ihm das schreiben auch immer dazu diente sich eine zweite welt aufzubauen, sich dem alltag zu entziehen. das andere interview führte thomas david mit philip roth. roth wiederum bedient in einem interview nicht die erwartung, man müsse eine klare struktur der geschichte planen und dann die einzelnen bausteine ausfüllen. er hat für sich den weg des sich von der eigenen schreibe überraschen lassens gewählt. und er betont vor allen dingen immer wieder, dass es sich beim schreiben auch um handwerk handelt.

beide interviews erscheinen mir deshalb so erfrischend, da sie die unberechenbarkeit von kreativität und dem schreibprozess aufzeigen. es geht wahrscheinlich immer wieder darum, sich zu trauen, einfach nur zu trauen, zum stift zu greifen und seinen ideen zu folgen (was nicht heisst, dass anschließend ausdauernd überarbeitet werden muss.). und beide interviews zeigen ebenso, dass man als schreibende(r) nicht anders kann, dass es eine form der unausweichlichkeit des schreibens gibt, die auch schmerzhaft erfahren werden kann.
eines zeigt sich aber auch: je unberechenbarer der schreibprozess ist, je weniger alles gesteuert werden, desto weniger lässt sich wahrscheinlich auch der erfolg vorhersehen. so genannter „misserfolg“ muss eventuell nicht an der qualität des geschriebenen liegen.

woche des schreibprozesses

so, genug jubiliert ob der zwei jahre schreibschrift-blog. nun ist es an der zeit, sich anderen, neuen gedanken zu zu wenden. hilfestellung leisteten beim entschluss für das thema dieser woche zwei interviews mit schriftstellern, die ich gelesen habe (dazu im nächsten post mehr). es zeigte sich, wie verschieden die gründe sein können, in einen schreibprozess zum beispiel für ein buch einzusteigen. runtergebrochen auf eine schlichte frage: warum schreibt man überhaupt? es geht nicht darum, das notwendige schreiben während der arbeit, in der schule und im studium zu betrachten. es geht darum, einen blick darauf zu werfen, warum man anfängt, regelmäßig für sich und für andere zu schreiben.

am anfang einer „woche des schreibprozesses“ steht eigentlich die frage: warum sollten mich die beweggründe anderer für ihren schreibprozess interessieren? eine antwort ist sicherlich „neugierde“. es ist interessant, die motivationen anderer kennenzulernen. eine weitere antwort ist aber auch: „lernen von den „alten““. wenn sich jemand dem schreiben zugewandt hat, kann es eine hilfe sein, zu erfahren, wie die person dann ihren eigentlichen schreibprozess gestaltet. sehe ich parallelen zu meinem schreiben? finde ich hinweise, wie man es auch machen kann?
doch der wichtigste aspekt ist bei solchen betrachtungen sicherlich, festzustellen, dass man nicht allein auf der welt mit den kreativen ideen kämpft, die man umsetzen möchte, sondern auch schriftstellerInnen und andere schreibende einen weg der verschriftlichung bahnen müssen.

bei der betrachtung von schreibprozessen fällt dann noch ein weiterer aspekt auf: es gibt sehr verschiedene herangehensweisen an ein schreibprojekt. dabei gibt es nicht die richtige oder falsche schreibweise. es gibt nur die schreibweise, die am besten zu mir passt. wie kann ich diese finden? und wie halte ich diese schreibarbeit durch? wahrscheinlich auch dadurch, dass ich mir die prozesse (und verzweiflungen) anderer anschaue. nun, werfen wir einen blick darauf.

der studiengang szenisches schreiben in berlin

und noch ein studiengang. dieses mal begegnen einem am schluss des studiums theaterautorInnen die an der universität der künste studiert haben. wahrscheinlich begegnen sie einem eher in ihre stücken, die von anderen gespielt werden. der studiengang wird auch in berlin angeboten. mehr infos auch auf der homepage. übrigens gibt es auch noch studiengänge in leipzig, in der schweiz und es gibt schreibpädagogInnen-ausbildungen in österreich und der schweiz. doch die nachfrage im blog orientierte sich an den hier aufgeführten studiengängen. alle anderen infos kann man aber auch in diesem blog unter „suche“ finden.

gepostet am 10.06.2008

hier wurden schon etliche studiengänge rund um das schreiben und kreative schreiben vorgestellt. doch es gibt noch einen recht speziellen studiengang an der universität der künste (udk) in berlin. es ist dies der aufbaustudiengang „szenisches schreiben„.

dabei handelt es sich um die ausbildung zu autorInnen für das theater und alle anderen bereiche, in denen szenen und dialoge eine rolle spielen. also film und fernsehen, aber auch in der werbung und bei moderationen. der schwerpunkt des studiengangs liegt beim theater. so werden als dozentInnen bekannte theaterautorInnen gewonnen. heiner müller hatte dort zum beispiel schon einmal gelehrt.

das aufnahmeverfahren ähnelt vielen anderen künstlerischen studiengängen und den meisten studiengängen, die im zusammenhang mit dem schreiben stehen. es werden textmappen verlangt, teilweise nach vorgegebenen aufgaben in einer bestimmten zeit erstellt.

zu finden ist der studiengang und weitere informationen auf folgender seite: http://www.udk-berlin.de/sites/szenisches-schreiben/content/index_ger.html (stand 09.11.11).

informationen zu bewerbungen sind hier zu finden: http://www.udk-berlin.de/sites/content/themen/fakultaeten/darstellende_kunst/studiengaenge/kuenstlerische_studiengaenge/szenisches_schreiben/index_ger.html

masterstudiengang biografisches und kreatives schreiben an der alice-salomon-fachhochschule in berlin

inzwischen gibt es den berufsbegleitenden masterstudiengang an der alice-salomon-hochschule in berlin seit ungefähr 3 1/2 jahren. er gedeiht weiter. wer sehen möchte, was der neueste jahrgang so bloggt, findet dies unter http://schreibmut.wordpress.com . ein spannender mix aus biografischem und kreativem schreiben, dazu schreibpädagogik, einmalig in deutschland 😉

gepostet am 22.03.2008

seit nun eineinhalb jahren gibt es einen neuen berufsbegleitenden masterstudiengang an der alice-salomon-fachhochschule in berlin-hellersdorf. er nennt sich „biografisches und kreatives schreiben“ und soll zum schreibpädagogen, zu schreibpädagogin. der erste jahrgang steht nun kurz vorm abschluss und ich kann mich auch dazu zählen.der studiengang ist als fernstudium angelegt, das die meiste zeit von zu hause aus absolviert werden kann. kommuniziert wird über eine internetplattform. lehrinhalte und aufgaben werden über lehrbriefe vermittelt. ungefähr einmal im monat findet ein präsenzwochenende zu einem der lehrmodule freitags und samstags in hellersdorf statt. der studiengang versucht, die verschiedenen möglichkeiten von schreibpädagogik und schreibberatung zu vermitteln. er baut auf ein vorher abgeschlossenes (möglichst sozialwissenschaftliches) studium auf. mehr informationen zu aufbau und anforderungen finden sich unter folgender homepage: http://www.asfh-berlin.de/index.php?id=769 .übrigens ist dieser weblog ein produkt dieses studiengangs.

kreatives schreiben und kulturjournalismus – ein studiengang

einer der wenigen studiengänge in deutschland (inzwischen bachelor und master), der kreatives schreiben und schreibpädagogik beinhaltet. im beschaulichen hildesheim befindet sich also eine kreative hochburg. wer mehr über den studiengang erfahren will, besuche die homepage oder frage ehemalige, wieweit sie sich dem schreiben im studium annähern konnten.

gepostet am 28.05.2008

auf der zugfahrt von berlin nach frankfurt am main hält der ice in einem ort, der neben wolfsburg nicht unbedingt zu den bekanntesten reisezielen in deutschland zählt: hildesheim. schwer zu sagen, was diese stadt zu bieten hat. aber das können die dort studierenden studentInnen des studiengangs „kulturjournalismus“ sicherlich sehr viel besser.

und wie viele diplomstudiengänge, erwischt es auch das studium des „kreativen schreiben und kulturjournalismus“ als diplomstudiengang in einen bachelor- und masterstudiengang umgewandelt zu werden. neben der frage, was diese veränderung eigentlich an den studienbedingungen verbessern soll, interessiert einen doch eher, was man denn da studiert.

dem kann geholfen werden, auf folgender homepage findet man mehr informationen zu den studienmöglichkeiten in hildesheim. bis ende dieses monats ist es möglich sich für das auswahlverfahren anzumelden (das muss jetzt aber flott gehen) und ab anfang juni sind weitere anmeldemöglichkeiten für den veränderten studiengang auf der homepage zu erfahren. die findet sich hier: http://www.uni-hildesheim.de/de/ks.htm . leider sind die informationen wegen der umstellung des studiengangs ein wenig unübersichtlich, das sollte dem kreativen studium aber keinen abbruch tun. und vielleicht schreibt dann jemand mal für diesen blog, was hildesheim so zu bieten hat und was das studium „kreatives schreiben und  kulturjournalismus“ alles bietet.

kreatives schreiben und poetry slam

immer wieder wird nach möglichkeiten gesucht, texte für poetry slam schreiben zu lernen. bis jetzt gibt es kaum angebote. einzelne menschen bieten kurse an, doch hier steht noch nichts, wie man sich auf seinen auftritt vorbereiten kann. es geht um einen griffigen text, um die vortragsform und natürlich um das überwinden des lampenfiebers. aber vielleicht findet sich ja mal ein gastautor oder eine autorin, die in die kunst des slammens einführen möchten. wäre schön. (artikel aktualisiert am 09.05.11 – links hinzugefügt)

der text ist geschrieben, die autorInnen sind´s zufrieden und wollen ihn nicht einfach beiseite legen. sie wollen ihn öffentlich machen. die wahrscheinlichkeit, das genau auf diesen text eine zeitschrift oder ein verlag gewartet haben, ist gering.

also bietet sich die möglichkeit, den text anderen vorzustellen. die partnerInnen bekommen ihn vorgelesen, gute freunde und freundinnen auch. ein blättchen im selbstverlag, eine homepage marke eigenbau, der text wird gestreut. doch die reaktionen sind schön, aber der text misst sich nicht mit anderen.

hier bieten poetry slams eine gut möglichkeit. es ist eine bühne zu betreten, der ausdruck beim vortrag wurde ein wenig geübt und los gehts. das publikum ist der maßstab für den text. wie wird die reaktion ausfallen? bei den meisten slams treten autorInnen und texte gegeneinander an. ein wenig heikel ist es schon, da der witzige text oft am besten ankommt, sind doch die gäste zur abendunterhaltung da. aber geschliffen sollte das kleine werk schon sein. und ausdruck ausstrahlen, ebenso, wie eindruck hinterlassen.

eine kleine verbale performance wird auf der bühne hinterlassen, der nächste beitrag folgt. irgendwann entscheidet eine jury oder das publikum. und für einen abend könnte die kleine welt des clubs zu füßen liegen.

hier was von sabine samonig zum science slam: https://schreibschrift.wordpress.com/2011/03/31/poetry-slam-fur-die-wissenschaft/

und hier was von sabine zu „pecha cucha“: https://schreibschrift.wordpress.com/2011/04/01/pecha-cucha-open-mic-und-poetry-slam-haben-verwandtschaft/

und hier auch noch das buch von sabine zu poetry slam in der schule: https://schreibschrift.wordpress.com/2011/03/05/checker-dichten-von-sabine-samonig-ein-buchtipp/

das angebot in berlin ist reichhaltig, deshalb hier eine kleine bündelung auf der folgenden homepage von „spoken word berlin“ mit interessanten links: http://www.spokenwordberlin.net/

im jahr 2007 wurde das 10-jährige jubiläum von poetry slam in berlin begangen. ein nostalgischer rückblick mit aktuellen ankündigungen und links hier: http://www.slam2007.de/

und wikipedia kann den ablauf eines poetry slams noch ein wenig ausführlicher erklären in diesem text: http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam

und nun die stimme geölt, rauf auf die bühne ❗

kreatives schreiben und online-kurse

in diesem post zeigt sich der dienstleistungscharakter der blogs. ein paar sachen zusammengesucht und schon wird es nachgefragt. die links sind wahrscheinlich nicht mehr sonderlich aktuell, aber das macht nichts, sie dürfen hier weiter stehen bleiben. inzwischen wächst das angebot an online-kursen zum kreativen schreiben konsequent. und doch tun sich die schreibenden noch schwer damit. beim digitalen kommunizieren fehlt vielen anscheinend der soziale bezug. verständlich, wenn man sich überlegt, wie muggelig schreibgruppen sein können.

gepostet am 23.07.2008

nicht nur das internet kann im  internet kennengelernt werde, auch das kreative schreiben wird in online-kursen vermittelt. diese unterscheiden sich in einem speziellen punkt von den internet-online-kursen, sie sind meist nicht kostenfrei.

das ist verständlich, da die online-kurse des kreativen schreibens eine beständige betreuung benötigen, wenn ergebnissen ein feedback gegeben werden soll. die vorher erwähnten internet-online-kurse wiederum finden ohne betreuung statt. es sind selfmade-kurse.

aber auch bei den kursen für kreatives schreiben gibt es eine ausnahme (ich kann schwer abschätzen, wieweit eine betreuung stattfindet, oder inwieweit man sich nur gegenseitig feedback gibt): die seite „ein roman in einem jahr„, die sich an das buch von louise doughty im autorenhaus-verlag anlehnt, bietet die möglichkeit gestaffelte aufgaben zu erstellung eines romans durchzuführen und die ergebnisse auf die seite zu setzen. dieser kurs findet in starker anlehnung an das „creative writing“ aus den usa statt, dass vor allen dingen wert auf eine stufenweise entwicklung des textes und der protagonisten legt. zu finden ist die seite unter: http://www.ein-roman-in-einem-jahr.de/ein-roman-in-einem-jahr.phtml .

ansonsten habe ich hier noch zwei weitere kurse gewählt, die sich gegen einen obolus bereit erklären das kreative schreiben zu lernen. der eine richtet sich eher an ältere menschen und wird von hildegard meister durchgeführt. er ist zu finden unter: http://www.gemeinsamlernen.de/vile-netzwerk/Lernprojekte/lernkurse/biographie . der andere ist altersungebunden und ähnelt einer schreibgruppe, kann aber auch als e-mail-kurs durchgeführt werden. er wird von heike thormann angeboten und ist hier zu finden: http://kreativesdenken.com/seminare/kreatives_schreiben.html .

Cyber-Mobbing, Internet-Mobbing, Cyber-Bullying und Schulen

ein thema, das wahrscheinlich nie an aktualität verliert so lang die menschen in ständiger konkurrenz zueinander stehen. hier wird ausgeschlossen, abgetrennt und schaden zugefügt. darum weiter wichtig, öfter aufgerufen und nicht nur ein thema für das internet. im internet findet das mobbing sogar weniger versteckt als im alltag statt. so gut möglich ist es zudem, da der datenschutz in deutschland immer noch nicht ernst genommen wird. also hier eine etwas ältere stellungnahme.

gepostet am 04.07.2008

von einer meiner dozentInnen darauf hingewiesen hier ein paar gedanken zum thema internet-mobbing. die gew (gewerkschaft erziehung und wissenschaft) hatte im jahr 2007 eine studie in auftrag gegeben, lehrerInnen zu befragen, inwieweit sie mit technischen Hilfsmitteln (internet, handy, mails) gemobbt wurden. die ergebnisse können hier als pdf-datei heruntergeladen werden: http://www.gew.de/Binaries/Binary31975/REPORT_CM2007.pdf

wie hier schon öfter erwähnt, bietet das internet durch anonymisierungen die möglichkeit, persönlichkeitsrechte anzugreifen, personen bloßzustellen und in den privaten raum einzudringen. vor allen dingen unter jugendlichen aber auch gegenüber lehrerInnen geschieht dies immer häufiger. in letzter zeit wird verstärkt diskutiert, wie dies verhindert werden kann und welche strafen sinn machen.

bei diesem thema treffen sich viele verschiedene gesellschaftliche problematiken, die meist nur sehr einseitig diskutiert werden. die gew äußert sich vernünftigerweise vorsichtig zu den ergebnissen der studie. ein artikel in der wochenzeitung „die zeit“ zeigt dies auf. er ist hier zu finden: http://www.zeit.de/online/2008/22/cybermobbing-studie

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50 wortklaubereien aus diesem blog

und wenn wir dann gerade schon bei den ganzen schreibtechniken, schreibweisen und schreibformen sind, dann können wir auch noch schnell einen blick auf die sprach werfen. also persönlich sind die wortklaubereien mein liebstes kind, da der geschriebene humor der schönste ist. meist war es anders gemeint, aber es findet sich beständig missverständliches. nachschlag kommt in den nächsten wochen. hier kann ich mich jedenfalls ein wenig austoben 😳

gepostet am 18.02.2010

vor ungefähr anderhalb jahren hatte ich angefangen, mich worten und wortwendungen zu zu wenden, die an aussage und doppeldeutigkeit kranken. es fanden sich immer wieder dinge, die ernst genommen, die welt auf den kopf stellen können oder leserInnen zweifelnd zurücklassen. was wollten die autorInnen mir damit sagen? wer kommt auf solche abstrusen wortspiele? diese „wortklaubereien“ seien nun hier zusammengefasst, um platz für neue zu schaffen.

wortklauberei (01): „tiefkühlkost“
wortklauberei (02): „seitenflügel“
wortklauberei (03): „ausbildung“
wortklauberei (04): „zeitnah“
wortklauberei (05): „wellness“
wortklauberei (06): „mit dem wort links habe ich keine berührungsängste“
wortklauberei (07): „wintereinbruch“
wortklauberei (08): „verantwortungsloses system“
wortklauberei (09): „dienstleistungsgesellschaft“
wortklauberei (10): „garnier-koffein-augen-roll-on“
wortklauberei (11): „finanzmarktstabilisierungsanstalt“
wortklauberei (12): „die genuss-molkerei“
wortklauberei (13): „schicksalsreportage“
wortklauberei (14): „handy“
wortklauberei (15): „rauschtrinken“
wortklauberei (16): „clashen lassen“
wortklauberei (17): wort des jahres: „finanzkrise“
wortklauberei (18): „kinderleicht-regionen“
wortklauberei (19): „… dass niemals wieder ein vorstandsvorsitzender der deutschen bank ein renditeziel von 25 prozent vorgibt“
wortklauberei (20): „kampfmittelbeseitigung“
wortklauberei (21): unwort des jahres: „notleidende banken“
wortklauberei (22): „always ultra mit secure guard schutzkonturen“
wortklauberei (23): „ein herz für erzeuger“
wortklauberei (24): „eine neue zeit beginnt. wir sind bereit.“
wortklauberei (25): „in dieser unendlichen weite des tabellen-ozeans“
wortklauberei (26): „cesar – zeig deine liebe“
wortklauberei (27): „wir werden das konjunkturtal überwinden“
wortklauberei (28): „up-&-awake-pads“
wortklauberei (29): „athletisches design“
wortklauberei (30): „zwei leben. eine liebe. sheba“
wortklauberei (31): „karriere lounge“
wortklauberei (32): „creativ catering“
wortklauberei (33): „bunte eier aus bodenhaltung“
wortklauberei (34): „das stinkt doch nach pfusch“
wortklauberei (35): „schicken sie ihren gaumen auf weltreise“
wortklauberei (36): „bossnapping“
wortklauberei (37): „bad bank“
wortklauberei (38): „sei welt – sei meister – sei berlin“
wortklauberei (39): „stück für stück ins homoglück“
wortklauberei (40): „gesundheitskasse“
wortklauberei (41): „endlich gibt es tempo auch als toilettenpapier“
wortklauberei (42): „trendwende“
wortklauberei (43): „internationaler tag des kusses“
wortklauberei (44): „frauenpolitik & genderpolitik in der friedrich-ebert-stiftung“
wortklauberei (45): „basisfahrplan“
wortklauberei (46): „analog-käse“
wortklauberei (47): „kundenlebenswert“
wortklauberei (48): „dienstleistungsbereitschaft“
wortklauberei (49): „du bist nicht auf der welt, um zu schweigen“
wortklauberei (50): „sprachbox“

viel spaß damit!

schreibtechnik (24) – exzerpieren

ähnliches gilt für diesen text. auch hier dachte ich, dass das internet viele hinweise zum exzerpieren gibt. weshalb er dann doch hier bei den spitzenreitern landete, erschließt sich mir nicht. anscheinend auch da wieder die nische. es hat noch niemand die links zum exzerpieren zusammengesammelt, aber in bildungseinrichtungen wird die schreibtechnik immer wieder verlangt. also suche ich mir ein paar hinweise dazu. hier sind sie 😀

gepostet am 21.02.2009

auch dies ist keine schreibtechnik im eigentlichen sinne. es handelt sich dabei eher um eine vorbereitende technik für darauf folgendes schreiben. exzerpieren wird verwendet, um sich einen text anzueignen. dafür kann es beim kreativen oder biografischen schreiben viele gründe geben.

zum anfang der häufigste gebrauch. man liest einen wissenschaftlichen text, den man in einer eigenen arbeit nicht nur zitieren, sondern mit eigenen worten wiedergeben möchte. so genügt es nicht, die zu zitierenden stellen zu markieren. um sich den text selber verständlich und handhabbar zu machen, lohnt es sich, während des lesens die wichtigsten stichpunkte und gedanken zu notieren. das verlangsamt zwar das lesen, bietet aber den vorteil nach dem lesen eine erste stichpunktartige zusammenfassung vorliegen zu haben. dies am computer zu bewerkstelligen kann kompliziert werden, wenn man ein gedrucktes buch vorliegen hat, da man immer hin und her wechseln muss. in diesen momenten erstellen viele ein handschriftliches exzerpt, um das papier direkt neben das buch legen zu können und die blickrichtung nicht stark verändern zu müssen. solte das buch aber als e-book vorliegen, dann besteht natürlich die tolle möglichkeit, seinen bildschirm aufzuteilen und sowohl zitate sofort zu notieren als auch abschnitte zu exzerpieren.

genauso hilfreich kann das exzerpieren beim lesen von prosa sein, wenn man zum beispiel später eine zusammenfassung der geschichte oder des buches verfassen möchte. dies kann für literaturkritiken bedeutung haben aber auch für kurze vorträge oder hausarbeiten. selbst bei schriftlichen feedbacks auf einen text oder ein buch kann das exzerpt gute dienste leisten. Weiterlesen

schriften für den computer

der für mich erstaunlichste text, da es mich verwunderte, dass er so oft aufgerufen wurde. ich dachte immer, dass die suchmaschinen so viele angebote an computerschriften, also fonts, machen, dass so ein blögchen wie dieser hier wirklich wenig neues dazu beisteuern kann. also ich würde nicht hier suchen. oft wurde wohl schreibschrift für den computer gesucht, darum also die landung in diesem post. nun denn, noch einmal die paar links.

gepostet am 07.04.2008

wenn sich schon ein teil der schreibenden tätigkeiten an einen computer verlagern und man anschließend seine texte ausdruckt, dann kann man ruhig die ganze palette des layouts auskosten. dazu gehören auch verschiedene schrifttypen. diese sollten aber nur dann angewendet werden, wenn man die dateien nicht an andere versenden möchte, jedenfalls nicht als textdateien. denn andere computer haben oft andere schrifttypen und ersetzen das schöne bild durch eine schlichte gebräuchliche schrift. was nicht heißen soll, dass die schlichten nicht manchmal die schöneren schriften sind. und doch, es gibt sogenannte fonts, die für manche darstellung eine aufwertung bedeuten können. und es gibt natürlich auch viel schnickschnack. zwei interessante portale für kostenlose schriften seien hier aufgezeigt: http://www.myfont.de/ – riesige auswahl, aber man muss aufpassen, dass man nicht aus  versehen auf die werbung klickt. und: http://www.designerinaction.de/fonts/index.php – hier findet sich noch viel mehr als schriften. die angebote drehen sich hauptsächlich um grafikdesign. übrigens, das schriftangebot bezieht sich nur auf textverarbeitungen. die auswahl für das layout eines blogs oder einer homepage, auch im web 2.0 ist sehr viel eingeschränkter, wegen der html-codierung. viel spaß damit.

die schreibordnung – ein kommentar

kreatives und biografisches schreiben, ja schreiben an sich, haben etwas mit einem experiment gemeinsam. ich weiß nie vorher, wie das ergebnis aussehen wird. damit andere verstehen, was ich geschrieben habe, folgt das schreiben festen regeln. sowohl was den satzaufbau betrifft, die zeichensetzung, als auch was stil und die bedeutung der wörter angeht, ist dies bei uns in viele regeln gefasst. da gibt es die schreibregeln, die wörterbücher, den duden, thesaurus und dergleichen mehr. all das kann man beachten, muss es aber nicht.

in dem moment, in dem die kreativität die oberhand des schreibprozesses gewinnt, ist eigentlich alles erlaubt. man erinnere sich nur an die lautmalerischen gedichte von ernst jandl oder die wortschöpfungen aus der werbung. so kann es auch ein stilmittel sein, alles klein zu schreiben. abgesehen davon tippen sich durchweg kleingeschriebene texte noch einen hauch schneller. man kann es für sich benutzen, wenn man möchte. ich möchte, mochte und wollte. doch das schien einfacher als gedacht.

denn in diesem moment, wie immer wenn etwas recht ungewohnt ist (in der kunst ist dies noch verbreiteter als im alltag und dieser blog nimmt nicht für sich in anspruch, kunst zu sein), treten gern die wächterInnen der regeln und der ordnung auf den plan. das ist auch bei einem durch und durch kleingeschriebenen blog nicht anders. leserInnen haben sich beschwert, dass ihnen das lesen meiner texte schwer falle, da alles kleingeschrieben sei. nun könnte ich entscheiden, mich wieder an die groß- und kleinschreibung zu halten, um den leserInnen einen gefallen zu tun. doch ich dachte mir: die bedeutung der wörter verändert sich durch die kleinschreibung einfach nicht. nicht einmal der satzbau (manchmal ganz nett, sicherlich auch öfter gruselig) nimmt dabei schaden. also, warum nicht die regeln, regeln sein lassen?

jedem ist freigestellt, sich auf dieses sehgewohnheiten-experiment einzulassen. eigentlich war es gar kein großes von mir angelegtes experiment. doch je weiter sich die diskussion entwickelte, desto sicherer war ich mir, dass ich diese schreibweise beibehalten möchte. wenn etwas einfach gemachtes so direkte reaktionen auslöst, dann muss daran etwas regelverstossendes sein, etwas neues, ja anderes. das macht es spannend, das macht es erlebbar. die kritiken an der schreibweise stehen sind sehr viel geringer als die lobenden bemerkungen über den inhalt des blogs. dann also die inhalte hegen und pflegen, etwas in diesem rahmen entwickeln und einfach der diskussion um die richtige schreibweise nicht so viel bedeutung schenken. bis jetzt habe ich in den diskussionen und kommentaren nicht den eindruck, dass die menschen nicht verstehen, was ich schreibe. im geschäftsleben und in teilen der literatur mag eine strenge gross- und kleinschreibung ebenso sinn machen, in einem lockeren blog ohne perfektionsanspruch eher nicht.

denn wenn die kreativität ins spiel kommt, dann ist viel erlaubt.

GROSS- oder kleinschreibung

zu diesem thema entbrannt der einzige „streit“ in diesem blog. darf man es wagen, im deutschen alles klein zu schreiben? ist die provokation nicht zu groß, da alles unlesbar erscheint? immer wieder gab es kommentare zur „entsetzlichen“ kleinschreibung im blog. in ein paar stunden noch ein kommentar von mir dazu. aber ich fand die vehemenz mit der reagiert wurde interessant: es erinnerte an abonnenten von zeitungen, die gekündigt werden, weil ein artikel stört. am inhalt hat sich jedenfalls nichts geändert.

gepostet am 17.12.2008

schon öfter wurde in kommentaren oder persönlichen rückmeldungen bemerkt, dass es nicht förderlich für den blog sei, wenn er vollkommen kleingeschrieben ist. auch mein text-korrektur-programm überschwemmt immer wieder die posts mit roten unterstreichungen und signalisiert damit, dass man sich auf fragwürdigem, wenn nicht sogar verbotenem terrain bewegt.

abgesehen von der bequemlichkeit beim tippen, nämlich einfach die taste zur großschreibung nicht verwenden zu müssen, finde ich die aufmerksamkeit, die dem schriftbild gegeben wird, faszinierend. mein gedanke, alles klein zu schreiben, entsprang der idee, ein schlichtes, ganz schlichtes layout zu wählen, das reduziert auf das wesentliche wird, nämlich den text. am liebsten hätte ich noch eine größere auflösung der buchstaben, doch das lässt sich nicht verändern. öfter wird argumentiert, dass damit die aufmerksamkeit nachlasse, die texte zu lesen, wenn groß- und kleinschreibung nicht mehr existieren. hier könnte argumentiert werden, dass die konstante kleinschreibung zu konzentrierterem lesen anhält, da der sinn der worte beachtet werden muss. beide argumente sind für mich nicht sehr griffig oder anders formuliert, sind für mich pädagogisch, da sie erwarten leserInnen extra motivieren zu müssen. dies sollte sich meiner ansicht nach aber ausschließlich durch den inhalt ergeben. hier gibt es weder bilder, filme noch audiodateien, die ablenken können (auch ein sehr pädagogischer gedanke 😮 ), einzig den text und die links.

wahrscheinlich geht es nur um lesegewohnheiten, denn bei englischsprachigen texten stört es niemanden, dass außer satzanfängen und namen auch beinahe alles klein geschrieben wird. oder die asiatischen schriftzeichen, die von gleicher größe aber vielfältigen bedeutungen sind. bei uns ergeben die kombinationen der buchstaben die bedeutungen des geschriebenen. etliche lyriker verwenden gern die konstante kleinschreibung, was ihren texten keinen abbruch tut. warum also nicht auch hier (was nicht bedeuten soll, dass dieser blog ein lyrischer sei)? das durchbrechen der lesegewohnheiten gefällt mir, auch auf die gefahr hin, ein wenig vor den kopf zu stoßen. übrigens, wie viel einfacher wären die rechtschreibreformen, wenn groß und kleinschreibung einfach abgeschafft wären 😛 . ich mag es schlicht schlicht und hoffe damit nicht zu sehr zu nerven.

es kommt nicht auf die grösse an

und dann noch ein frisches statement zur frage der länge von texten. wiederholungen zu den zwei vorhergehenden sind nicht ausgeschlossen, aber es das thema bewegt anscheinend die welt 😉

gepostet am 07.03.2010

diese aussage wird gern bei nutznießerInnen und trägerInnen des kleinen und kurzen gewählt. es formuliert entweder die bescheidenheit, die zurückhaltung oder das erstaunen (auch über etwas sehr großes, langes). beim schreiben und explizit kreativen schreiben lässt sich dieser satz auch anwenden. aber vielen fällt es schwer, gelassenheit ob der länge oder kürze zu wahren. das zeigt sich zumindest an der großen nachfrage nach den posts „kurze vs. lange texte„.

es lässt sich vermuten, dass die leserInnen gern eine regel, einen hinweis auf die richtigkeit ihrer vermutung, ihrer position hätten, was denn nun besser sei: ein kurzer oder ein langer text. ich bleibe dabei: es kommt nicht auf die größe an. es kommt auf den gehalt und mein interesse an. gibt es ein thema, das mich sehr interessiert, das mir viel spaß macht, dann finde ich es prima, wenn es dazu einen langen, ausführlichen, großen text gibt. ebenso kann mich aber auch ein kurzer, knapper, jedoch sehr prägnanter text erfreuen.

klar schreiben lässt sich: interessiert ein thema nicht so, langweilt es gar, dann können lange texte zur quälerei werden. ebenso in dem moment, in dem die wortwahl der schreibenden nicht nachvollzogen werden kann, etwas unverständlich ist.

die gesellschaft sendet uneindeutige signale. auf der einen seite beschleunigt sie ihre kommunikation, wird immer unruhiger und aufgeregter, streut ihre sozialen kontakte wie rollsplitt um sich. auf der anderen seite, erscheinen regelrechte wälzer auf dem buchmarkt, entstehen lange spielfilme und wird so viel gelesen, geschrieben und gehört wie selten zuvor.

und doch, ein trend lässt sich ausmachen: bei langen texten wird häufiger angemerkt, dass sie ja so lang seien, im gegensatz zu kurzen texten. nun kann es sein, dass die ungeduldigen sich schneller zu wort melden, statistisch lässt sich das nicht erfassen. es kann auch sein, dass die langtextler einfach nicht ans twittern machen und dort niemand vermerkt, dass dies doch alles nicht sehr aussagekräftig sei, da maximal ein gedanke in 140 zeichen passt. wahrscheinlich lässt sich der konflikt zwischen langen und kurzen texten nicht lösen.

einzig eines lässt sich vermerken: überflüssige füllwörter und umschreibungen können vermieden werden (wenn ich auch aus eigener erfahrung zugeben muss, es fällt sehr schwer, kann doch alles so blumig sein 😉 ). über den rest sollte man sich nicht so viele gedanken machen, sondern der eigenen lust folgen, denn die signalisiert: subjektiv kommt es auf die größe an, es ist nur nicht entschieden ob groß oder klein. 😀

lange texte vs. kurze texte (2)

nachdem ich also feststellte, dass die frage so bewegend ist, konnte ich es mir nicht verkneifen, noch einmal stellung dazu zu beziehen. ich schätze einmal, das interesse hat damit zu tun, dass in schulen und anderen bildungseinrichtung eine stringente richtung über die länge von texten vorgegeben wird. ebenso wird in blogs gern schnell bemerkt, dass die texte viel zu lang seien und sie von keinem gelesen würden. erstaunlicherweise dann doch.

gepostet am 23.01.2009

das am meisten aufgerufene post dieses blogs neben dem 10-finger-schreibsystem ist die auseinandersetzung mit langen und kurzen texten mit 229 besuchen. (siehe https://schreibschrift.wordpress.com/2008/04/21/lange-texte-vs-kurze-texte/ ) das finde ich erstaunlich, da ich mich frage, welche frage sich leserInnen stellen oder welche suchbegriffe sie eingeben, um bei diesem post zu landen.

ich kann nur spekulieren, vermute aber, dass der häufigste grund die selbstzweifel sind. schreibe ich meine texte und geschichten in der richtigen länge? und jeder leser, jede leserin gibt eine andere rückmeldungen. den einen sind die geschichten zu lang. während die anderen gern noch mehr hören würden. die hauptschwierigkeit bei der frage nach der länge von selbstgeschriebenem steckt wahrscheinlich gar nicht in den details der wortzahl (wie lang darf eine kurzgeschichte sein?), sondern in der unsicherheit der schreibenden.

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lange texte vs. kurze texte

der blog war noch recht frisch, da fragte ich mich, ob es richtig oder falsch bei der länge von texten gibt. abseits des gesellschaftlichen mainstream (kurz, knapp, prägnant) fragen sich dies anscheinend noch mehr menschen. jedenfalls wird diese frage immer wieder in suchmaschinen eingegeben und hier gelandet. mich würde interessieren für was sich die leserInnen entschieden haben, für lange oder für kurze texte? werde ich nie erfahren.

gepostet am 21.04.2008

das kreative schreiben, überhaupt die ersten literarischen versuche, führen meist dazu, dass einem aufgezeigt wird, was man alles weglassen, streichen und kürzer formulieren kann. wie man seinen text verdichten kann. und doch beschleicht einen ab und zu der zweifel, ob das immer sinnvoll ist. Weiterlesen

50 weitere schreibideen, die zweite

so, jetzt vorerst einmal das letzte paket an schreibideen, aber das nächste wird sicherlich in den nächsten drei monaten auftauchen. waren ja gerade letzte woche ein paar biografische schreibideen dabei, mal sehen, was mir als nächstes einfällt. ich finde ja, ich habe bis jetzt das philosophische schreiben vernachlässigt. viel spaß damit.

christof zirkel

gepostet am 21.10.2009

der blog wächst beständig und wird dadurch nicht unbedingt übersichtlicher. also wird es zeit, manches ein wenig zu bündeln. hier seien sie aufgelistet, die dritten 50 schreibideen (101 bis 150). die ersten 50 Schreibideen sind hier und die weiteren 50 schreibideen sind hier zu finden. klickt man auf den link (auf die schreibidee mit zahl) landet man bei dem post innerhalb dieses blogs, um die idee vollständig zu lesen.
alle schreibideen können jetzt auch in einem extra-blog durchgesehen werden: http://schreibideen.schreibboutique.de

ansonsten sind hier nur ein paar stichworte zur richtung der schreibidee angegeben. genug der vorworte, hier sind die schreibideen. sollten sie verwendet werden, würde mich eine erwähnung des blogs freuen:

schreibidee 101: pflanzensamentexte

schreibidee 102: geschichten des vortastens

schreibidee 103: leben-im-detail-texte

schreibidee 104: verbales boxen

schreibidee 105: aufpolstern

schreibidee 106: in flammen aufgehen

schreibidee 107: textknospen

schreibidee 108: kommentar-orgie

schreibidee 109: geile geschichten

schreibidee 110: texte vom waldspaziergang

schreibidee 111: haarige geschichten

schreibidee 112: flugtexte

schreibidee 113: glückspillen-geschichten

schreibidee 114: labyrinth-geschichten

schreibidee 115: lochertexte

schreibidee 116: würfelgeschichten

schreibidee 117: hund-katze-maus-geschichten

schreibidee 118: ratgeber-texte

schreibidee 119: schnulze

schreibidee 120: personengeschichten

schreibidee 121: jahresring-geschichten

schreibidee 122: paralyse-texte

schreibidee 123: herzgeschichten

schreibidee 124: geschichten an orten der leidenschaft

schreibidee 125: lust-geschichten

schreibidee 126: eskalationsgeschichten

schreibidee 127: kassenbon-geschichten

schreibidee 128: ländergeschichten

schreibidee 129: leidens- und elendsgeschichten

schreibidee 130: entschuldigungstexte

schreibidee 131: weltformel-geschichten

schreibidee 132: geschichten der stille

schreibidee 133: geschichten der armut

schreibidee 134: bildbesprechungen

schreibidee 135: einsame-insel-oder-sintflut-geschichten

schreibidee 136: geschichten der erschöpfung

schreibidee 137: geschichtenvergleiche

schreibidee 138: freischwimmer-texte

schreibidee 139: geschichtenanfänge

schreibidee 140: moderne märchen

schreibidee 141: geschichten des alterns

schreibidee 142: begegnungsgeschichten

schreibidee 143: beziehungsstreit-geschichten

schreibidee 144: grußkartentexte

schreibidee 145: badezimmer-geschichten

schreibidee 146: tiergeschichten

schreibidee 147: ausdauersport-texte

schreibidee 148: albtraumgeschichten

schreibidee 149: wassergeschichten

schreibidee 150: fantasieblüten-texte

beinahe alle schreibideen eignen sich für schreibgruppen

50 weitere schreibideen aus diesem blog auf einmal

noch eine packung schreibideen. kann man auch zuhause ausprobieren.

gepostet am 02.03.2009

der blog wächst beständig und wird dadurch nicht unbedingt übersichtlicher. also wird es zeit, manches ein wenig zu bündeln. hier seien sie aufgelistet, die zweiten 50 schreibideen (51 bis 100, die vorherigen 50 schreibideen können hier gefunden werden), die bisher hier erschienen sind. klickt man auf den link landet man bei dem post innerhalb dieses blogs, um die idee vollständig zu lesen.

p.s.: alle schreibideen können jetzt auch in einem extra-blog durchgesehen werden: http://schreibideen.schreibboutique.de

ansonsten sind hier nur ein paar stichworte zur richtung der schreibidee angegeben. genug der vorworte, hier sind die schreibideen. sollten sie verwendet werden, würde mich eine erwähnung des blogs freuen:

schreibidee 51: in taschen

schreibidee 52: gemeinsam ein theaterstück verfassen

schreibidee 53: alltagsgeschichten

schreibidee 54: materialien und eigenschaftszuschreibungen

schreibidee 55: postkartenroman

schreibidee 56: b-geschichte oder b-text

schreibidee 57: stürmische texte

schreibidee 58: stadttexte

schreibidee 59: eine-seite-an-einem-tag-text

schreibidee 60: kombination aus aphorismus und akrostichon

schreibidee 61: utopie aus einem verbot entwickeln

schreibidee 62: wahl der einfachen worte

schreibidee 63: gesellschaft ohne geld

schreibidee 64: über und mit gemüse

schreibidee 65: depressives schreiben

schreibidee 66: kleidung und kontrolliertes deuten

schreibidee 67: rätseltexte

schreibidee 68: plätzchentexte

schreibidee 69: fahrplangeschichte

schreibidee 70: all-geschichten

schreibidee 71: altpapierblues

schreibidee 72: nachttexte

schreibidee 73: wellness-texte

schreibidee 74: glückstexte

schreibidee 75: unsinnpoesie

schreibidee 76: unterkühlte geschichten

schreibidee 77: haushaltstexte

schreibidee 78: bonsai-texte

schreibidee 79: gute-vorsätze-geschichten

schreibidee 80: horoskope

schreibidee 81: gute-nacht-geschichten

schreibidee 82: briefe, die nie abgesendet werden

schreibidee 83: mausefallen-texte

schreibidee 84: geschichten des lichts

schreibidee 85: schockfrost-texte

schreibidee 86: schneckentempotexte

schreibidee 87: akustisches kraulen

schreibidee 88: schimpf-und-schande-text

schreibidee 89: luftnummern

schreibidee 90: überschriften-lotto

schreibidee 91: traurige geschichten

schreibidee 92: gewürzgeschichten

schreibidee 93: vor-20-jahren-geschichten

schreibidee 94: frisch möbliert

schreibidee 95: sanduhr-geschichten

schreibidee 96: todesgeschichten und texte zum tod

schreibidee 97: närrischer text

schreibidee 98: geheimbotschaften

schreibidee 99: neuner-geschichten

schreibidee 100: sinnfreie geschichten

beinahe alle schreibideen eignen sich für schreibgruppen

25 schreibaufgaben aus diesem blog

jetzt ist dies auch schon wieder ein jahr her und die schreibaufgaben sind weiterhin gefragt. na dann auch sie als rückholaktion. noch einmal aufgelistet. auch an schreibaufgaben sind ein paar dazugekommen. doch ich bleibe dabei, die aufforderung sich an schreibaufgaben zu beteiligen, funktioniert zumindest hier nicht. es wird demnächst andere möglichkeiten geben. ich verrat aber noch nichts 😯

gepostet am 30.03.2009


einjahrblog

man muss es ganz nüchtern zugeben: die idee mit den schreibaufgaben hier im blog hat nicht funktioniert. deshalb war die 25te schreibaufgabe auch die letzte schreibaufgabe nach einem jahr. aber alle aufgaben noch einmal zu bündeln, um sie vielleicht einer anderweitigen verwertung in schreibgruppen zuzuführen, kann ja nicht schaden. deshalb sind hier alle schreibaufgaben noch einmal aufgelistet. auf den jeweiligen link geklickt, landet man bei der aufgabe hier im blog. den schnickschnack, wie das mit den texten gehändelt wird habe ich gelöscht. die aufgaben sind teil kurz und schlicht, jedoch vielleicht eine anregung:

schreibaufgabe 01: 25-stunden-tag

schreibaufgabe 02: s-t-r-texte

schreibaufgabe 03: frühlingsgefühle

schreibaufgabe 04: geschichte fortsetzen

schreibaufgabe 05: liebesbrief an einen gegenstand

schreibaufgabe 06: „in der hitze der nacht“

schreibaufgabe 07: dialog surprise

schreibaufgabe 08: taktloser text

schreibaufgabe 09: wortspiele zu „sommerurlaubsreiseplanung“

schreibaufgabe 10: leben mit dem web in 10 jahren

schreibaufgabe 11: einen kahlen raum füllen

schreibaufgabe 12: innerer monolog von berufstätigen

schreibaufgabe 13: „die wilde dreizehn“

schreibaufgabe 14: „billiger“ text

schreibaufgabe 15: eine entscheidung – zwei texte

schreibaufgabe 16: „cooler“ text

schreibaufgabe 17: lyrik zu „finanzmarktstabilisierungsanstalt“

schreibaufgabe 18: geschichte vom schnee

schreibaufgabe 19: kitsch as kitsch can

schreibaufgabe 20: „paarblicke“ als innere monologe

schreibaufgabe 21: fantasieworte „tullern“ und „uschelig“

schreibaufgabe 22: 10 fragen zur selbstbefragung

schreibaufgabe 23: anfangssatz weiterführen

schreibaufgabe 24: winterliche katastrophen- oder abenteuergeschichte

schreibaufgabe 25: „du bist ja das letzte!“

viel spaß damit. und bei einer verwendung wäre ich dankbar, wenn der blog erwähnt wird.

christof