wortklauberei (27)

„wir werden das konjunkturtal überwinden“

liebe frau bundeskanzlerin, das mit den 50 milliarden ist ein ganz schönes ding, oder wie es in ihrer neusten ausgabe „deutschland aktuell“ dazu heißt: „arbeitsplätze sichern – wachtstumskräfte stärken“. im hintergrund ist ein autohandel zu sehen. wer dabei wem versucht ein auto zu verkaufen, ist nicht zu erkennen. das soll wohl alles vertrauen erwecken, damit meine zweifel an dem existierende wirtschaftssystem nicht zu groß werden. sind sie aber. vor allen dingen, wenn ich über ihrem beitrag sätze lese wie „wir werden das konjunkturtal überwinden„.

wir könnten das tal überbrücken, vielleicht auch durchschreiten, uns hineinstürzen, uns ins tal abseilen, dort am grund des tales die geldflüsse durchschwimmen, am tal entlang gehen oder nur talwärts blicken, aber wir werden schwierigkeiten haben das tal zu überwinden. sinnvoller wäre es dann doch den schuldenberg zu überwinden. wissen sie frau bundeskanzlerin, ich halte die macherInnen ihres blättchens nicht für naiv, sie wählen die worte überlegt. nicht ohne grund steht die überschrift „geldverschwendung lässt sich stoppen“ unter der rubrik „energie“ und nicht unter „50-milliarden-programm“. so wollen wir das tal, die widrigkeiten überwinden, obwohl kein mensch weiß wohin die reise geht, aber gebucht ist und teuer genug ist sie auch. „überwinden“ klingt einfach so schön danach, die probleme nur noch im rückspiegel des neuen staatlich geförderten autos zu sehen.

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