Monatsarchiv: April 2009

biografisches schreiben und arbeiterInnenbewegung

anlässlich des „tag der arbeit“ morgen, möchte ich den blick einmal auf die verschiedenen berufswege lenken und vor allen dingen auf das engagement in einer gewerkschaftlichen organisation. bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte sind auch momente von bedeutungen, in denen man vom mitspracherecht gebrauch machte.

war man zum beispiel klassensprecher, schulsprecher oder in jugendorganisationen der parteien. menschen mit einer ddr-biografie mussten sich meist in der fdj organisieren, andere waren eher in christlichen jugendorganisationen. anschließend bestand je nach arbeitsplatz und beruf die möglichkeit, sich in einer gewerkschaft oder einem verband zu organisieren. wollte man dies oder hatte man kein interesse daran?

noch viel interessanter scheint mir in diesem zusammenhang, was man im laufe seiner mitarbeit bei der arbeiterInnenbewegung für sich gelernt hat. das kann sehr hilfreich beim weiteren umgang mit autoritäten oder vorgesetzten gewesen sein, es können aber auch enttäuschende erfahrungen sein, wie zum beispiel den arbeitsplatz nicht retten zu können oder sich in langen diskussionen aufgerieben zu haben. welche auswirkungen hatten die erfahrungen auf das weitere engagement und vor allen dingen auf das eigene leben? denn gerade im zusammenhang mit der eigenen gewerkschaftlichen arbeit oder arbeit in anderen mitspracheorganisationen, kann die eigene einstellung zum sozialen miteinander verändern. so formulieren viele ehemalige ddr-bürgerInnen, dass auch die zwangsverbände in gewisser weise ihnen vieles beigebracht haben. im westen organisieren auch heute noch gewerkschaften bildungsangebote und fortbildungen.

der soziale zusammenhalt unter arbeitnehmerInnen hat stark abgenommen, er erscheint nicht mehr sehr attraktiv, nur noch in wirklichen notlagen. das ist eventuell ein fehler, da eine gewisse steigerung des selbstwertgefühls allein durch die erfahrung eines engagements und eventuell eines erfolgs viel verändern kann. das schreiben darüber kann einem noch einmal offenbaren, wie oft man sich in mitbestimmenden positionen wiedergefunden hat. denn einmal angefangen, fällt es vielen schwer, damit wieder aufzuhören. und wie man gerade wieder sieht, gerecht war die arbeitswelt noch nie.

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vortrag zum schreiben im beruf – ein tipp

ulrike scheuermann, die hier vor kurzem ihr buch vorgestellt hat, wird am kommenden montag, den 04ten mai einen vortrag in der „urania“ in berlin halten.

Diesmal geht es ganz konkret um die Entwicklung der Schreibkompetenz:

Montag, 4. Mai um 19.30 Uhr: Besser schreiben im Beruf: Strukturiert, prägnant und souverän.

Dipl.-Psych. Ulrike Scheuermann, Schreibcoach und Autorin, zeigt Ihnen, wie es gelingt, stimmige Texte zu schreiben, die gerne gelesen werden. Sie öffnet ihren „Methodenkoffer“ und holt Werkzeuge zum Strukturieren, Sich-Kurzfassen und Verständlich-Schreiben heraus. Damit kann jeder seine Chancen erhöhen, die Leser auch wirklich zu erreichen. Lernen Sie Texte zu schreiben, die mit Interesse gelesen werden! Um den Leser zu begeistern, gehört aber noch mehr dazu: Lernen Sie, Ihre eigene Stimme in den Texten erklingen zu lassen und dadurch bei Ihren Lesern Resonanz zu erzeugen! Bitte Papier und Stift mitbringen.

Wenn möglich, bitte die Karten online oder bis eine halbe Stunde vor Beginn kaufen, denn beim letzten Vortrag waren die Plätze ausverkauft und es konnten nicht alle teilnehmen.

weitere informationen sind zu finden unter: http://www.urania.de/programm/2009/W213/

schreibidee (117)

aus anlass einer drohenden pandemie kann der begriff der „schweinegrippe“ ähnlich dem „flohwalzer“ aufgegriffen werden und eine schreibanregung daraus entworfen werden. so schlimm die erkrankung ist, sie ist nur der anlass für „hund-katze-maus-geschichten„.

es gibt alltägliche begriffe wie pferdewurst, muschelsucher, zitronenfalter oder läusekamm. doch als einstieg in die schreibanregung soll in der schreibgruppe nach ungewöhnlichen kombinationen gesucht werden. hier bieten sich zum beispiel der mausmixer, der elefantenschrank oder die raupenbank an. diese begriffe werden für alle sichtbar notiert. wenn zwanzig bis dreissig begriffe gefunden wurden, sollen die teilnehmerInnen sich jeweils zwei begriffe auswählen, die sie auf jeweils einer halben seite in form eines lexikoneintrags beschreiben. diese erklärungen werden gegenseitig vorgestellt.

im nächsten schritt wählen sich alle jeweils drei begriffe aus. zu jedem begriff wird ein elfchen geschrieben (ein wort, zwei worte, drei worte, vier worte, ein wort). auch die elfchen werden gegenseitig vorgelesen.

nach den aufwärmübungen folgt die eigentliche schreibaufgabe. alle schreibgruppenteilnehmerInnen wählen sich jeweils fünf begriffe aus (alternativ kann auch fünf begriffe gewählt werden, die allen vorgegeben sind) und schreiben eine geschichte dazu. sollte der einstieg schwerfallen kann zu den begriffen ein cluster erstellt werden. die verwendung der begriffe muss sich nicht an den vorher erstellten lexikoneinträgen orientieren. es genügt sie ganz alltäglich zu verwenden. denn wer hat nicht schon einmal von fledermausmessern oder krokodilschüsseln geträumt? wozu die gegenstände dann verwendet werden erklären die geschichten, die nach dem schreiben vorgestellt werden. bis alle mit ihrem amselauto nach hause fahren.

web 2.39 – fourhourworkweek.com

entschleunigung, prokrastination oder müßiggang, all dies sind versuche, das leben langsamer und intensiver zu machen. es geht darum sich „zeit“ leisten zu können, die gewichtung an den eigenen bedürfnissen auszurichten und das wirklich wichtige im leben zu tun. immer wieder werden diese versuche und überlegungen kombiniert mit dem versuch, trotzdem erfolg zu haben. es stellt sich immer die frage, um was für einen erfolg es dabei geht.

tim ferriss ist einer der vertreter, der mit seinem buch „the 4-hour-week“ großen erfolg in den usa und vor allen dingen im silicon valley hat. auf ihn aufmerksam wurde ich über seinen vortrag bei http://www.ted.com . das buch „die 4-stunden-woche“ gibt es inzwischen auch in deutschland, ich habe es aber noch nicht gelesen. dagegen aber seinen blog gefunden. „the blog of tim ferriss – experiments in lifestyle design„, zu finden unter: http://www.fourhourworkweek.com/blog/ .

und es scheint interessant. denn so schlicht die botschaft scheint, die eigene furcht als antrieb zu verwenden und sich dem zuzuwenden, das einen interessiert, unkonventionell zu lernen, ein angemessenes zeitmanagement für die wirklich wichtigen dinge im leben zu finden und davon auszugehen, alles lernen zu können, ist ein experiment. ein immer wieder lohnenswertes, obwohl man nie vorhersehen kann, wo es einen hinführt. manchmal wünscht man sich etwas weniger orientierung an einem leistungsprinzip und noch mehr orientierung am spaß. denn die vorstellung, dass lernen spaß machen kann und deshalb auch nicht so schwer fällt, wie es immer vermittelt wird, orientiert sich auch stark an den subjektiven wissensbedürfnissen. geht es doch um die erweiterung der verfügung über die eigenen lebensbedingungen.

also, ein anregender blog, der zum nachdenken animiert und ideen liefern kann für die eigenen interessen.

schnickschnack (71)

mancher mensch macht es zu seinem beruf, sich auf eine bühne zu stellen und alles zu geben. manches theaterstück gleicht einem marathon, zumindest was die körperliche leistung der schauspielerInnen angeht. und manche stücke werden aus der ganzen bundesrepublik ausgewählt, um für eine kurze zeit zum berliner theatertreffen eingeladen zu werden.

vom 01ten bis zum 18ten mai findet das theatertreffen statt. neben der präsentation der ausgewählten stücke gibt es vor allen dingen die chance für junge (neue) autorInnen des szenischen schreibens, ihre stücke zu präsentieren, an einem wettbewerb teilzunehmen und workshops zu absolvieren. es handelt sich also um ein treffen von theaterschaffenden. der vorteil daran ist, andere haben auch etwas davon. sie können theaterstücke sehen, die sonst nur in anderen städten gespielt werden. weitere informationen sind zu finden unter  http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_start.php .

1000tes post in diesem blog

es dauerte etwas länger als ein jahr bis mit hilfe von biance 1000 posts in diesem blog veröffentlicht wurden. darunter widmet sich weiterhin der größte teil den themen „kreatives schreiben“, „biografisches schreiben“, der schreibpädagogik und dem web 2.0. inzwischen sind es annähernd 120 schreibideen und 25 schreibaufgaben, die hier veröffentlicht wurden, diverse buchtipps, verlage wurden vorgestellt, worte und sprüche zerpflückt, alltägliches und politisches aufgegriffen.

manche diskussion fand statt, schreibwerkstätten wurden vorgestellt und kulturelle veranstaltungen angekündigt. außerdem homepages aus dem netz, die weiterhelfen können oder einfach nur spaß machen verlinkt.

und so wie es mit dem web ist, so ist es auch mit diesem blog und seinen posts, ein ende ist nicht abzusehen. das regelmäßige schreiben spornt dazu an, die augen für interessantes und erquickliches zu öffnen. eines lässt sich dabei schwer leugnen, die auswahl ist eine subjektive, sie wird es auch immer sein. denn es gibt sicherlich viele dinge, die eine erwähnung wert sind, aber hier noch nie erwähnt wurden. entweder sind sie einem nicht über den weg gelaufen oder sie wurden als nicht ganz so interessant eingestuft. das ist der vor- oder auch nachteil eines blogs, die auswahl ist von den administratorInnen abhängig. doch um die auswahl einzugrenzen und nicht alles lesen zu müssen, gibt es ja die suchmaschinen, aber auch die suchfunktion hier im blog. manche veröffentlichung wurde zudem in eigenen posts gebündelt, also eine interne verlinkung angelegt. und ja, es gibt einzelne tage, an denen nichts geschrieben wurde.

der schönste nebeneffekt bleibt dabei der versuch, täglich zum schreiben zu kommen, so ganz im sinne des kreativen schreibens, keine angst mehr vor dem weißen bildschirm zu haben. das hat funktioniert und funktioniert hoffentlich weiter. und vielleicht ist auch manches lesbare darunter. wohl wissend, dass sich auch mancher schrott in die öffentlichkeit bewegt, ebenso wie provokationen. wäre aber auch ganz schön langweilig ohne :mrgreen:

kreatives schreiben und regelmässigkeit

mit dem schreiben ist es, wie mit dem fahrradfahren: man verlernt es nie wieder. selbst wenn längere pausen entstehen zwischen einzelnen texten, die man schreibt. kaum nimmt man sich die zeit, kann man es auch wieder. doch dieses sich zeit nehmen ist für viele ein hinderungsgrund ins regelmäßige schreiben zu kommen.

es finden sich so viele gründe, weshalb man gerade gar keine zeit hat, sich hinzusetzen und zu schreiben. dabei sind der kopf, die journale, die schmierzettel und die kladden so vollgeschrieben mit ideen. hier scheint der innere schweinehund zu überwinden zu sein. denn dieser schweinehund kategorisiert die tätigkeiten in wichtigkeitsstufen. und da steht zum beispiel das spülen des geschirrs vor dem schreiben. erstaunlich scheint es oft, dass die eigenen, ganz subjektiven bedürfnisse hinter vielem „nebensächlichen“ zurückstehen müssen.

schnell ist vergessen, wie gut es sich anfühlt, etwas zu papier gebracht zu haben. doch die wertigkeit des eigenen schreibens wird gerne den beurteilungen der umwelt überlassen. und die versteht nicht so richtig, weshalb ein paar ideen zu papier zu bringen, die noch nicht einmal veröffentlicht werden, so wichtig sein soll. dieses urteil wird gern übernommen und alles andere vorher erledigt, bevor man sich hinsetzen darf, um den stift zur hand zu nehmen oder in die tastatur zu tippen. genau diese vorstellung bringt einen aber gern vom schreiben ab. es sammeln sich noch mehr ideen an, die nicht niedergeschrieben werden und irgendwann erscheint einem der tägliche text so weit entfernt, dass man das mit dem schreiben lieber erst einmal sein lässt. dabei kann auch in einer dazwischen geschobenen halben stunde schon viel niedergeschrieben werden. in solchen momenten der verhinderten regelmäßigkeit hilft vielleicht der gedanke wieviele sinnlose dinge man sonst im laufe des tages man macht, aber das, was einem spaß macht, lässt man liegen. übrigens ist ein blog wie dieser eine wunderbare aufforderung an die regelmäßigkeit. Weiterlesen

von wichtigen und unwichtigen diskussionen – ein kommentar

die „hauptstadt des atheismus“, wie die ard gestern berlin nannte, hat zugeschlagen und sich gegen „pro reli“ also für „pro ethik“ ausgesprochen. dies eindeutig und unanzweifelbar. in der folge waren die intiatoren von „pro reli“ mit der aussage zu hören und zu lesen, dass sie es zumindest geschafft hätten, eine wichtige diskussion in berlin anzustoßen.

da kann man geteilter meinung sein. es war eher eine lästige diskussion, da die ganze volksabstimmung eigentlich nur wieder eines zeigte, es gibt in deutschland eine viel zu starke verquickung von kirchen und staat. eigentlich ist ja glaube nicht diskutierbar, sondern eben glaube. dies sei bitte jedem überlassen, wie er dies für sich handhaben möchte. das bedeutet zum beispiel auch, dass nicht alle, die gegen den religionsunterricht als wahlpflichtfach automatisch „atheisten“ sind. irgendwann mutete die diskussion eher als auseinandersetzung zwischen institutionen an, an der auch professionelle meinungsbildner beteiligt waren.

hier scheint es sinnvoller, einmal zu diskutieren, ob die bevölkerung die institutionen noch will. zumindest ist in deutschland noch viel zu lernen, was basisdemokratie angeht. ob nun der berliner senat steuergelder für wahlwerbung verwendet oder die kirchen kirchensteuern für ihre positionierung. es stellt sich die frage, ob ich als steuerzahl ein interesse an solch einem schaukampf habe. ein blick in die schweiz würde zeigen, dass es regeln geben kann, um keine position zu bevorteilen.

nochmals, über glaube lässt sich nicht diskutieren. also mögen alle, die ihrem glauben folgen, dies für sich tun, aber bitteschön den rest davor verschonen. es gäbe so viele wichtigere diskussionen, die in diesem land gescheut werden, aber jeden bürger angehen. island hat es am letzten wochenende vorgemacht. und dann könnten wir vielleicht auch einmal diskutieren, wieviel geld die kirchen eigentlich vom staat bekommen, warum sie so viel mitsprache haben und wer die kirchen von unten fördert? oder warum sich die kirchen als einer der größten sozialdienstleister und arbeitgeber nicht an tarifverträge hält? diese diskussionen halte ich für allemal interessanter.

weitere buchbesprechungen zu lutz von werders büchern

in dem hier schon vorgestellten blog von dr. andreas mäcklermeine-biografie.com“ gibt es zwei weitere buchbesprechungen, die sich büchern von lutz von werder widmen. bei dem einen handelt es sich auch um eine neuauflage zum tagebuch schreiben: „schreiben von tag zu tag – wie das tagebuch zum kreativen begleiter wird„. dieses buch hat lutz von werder zusammen mit barbara schulte-steinicke verfasst. die besprechung findet sich hier: http://www.meine-biographie.com/?p=806 . beim zweiten buch handelt es sich um eine fortführung des eben hier vorgestellten buches zum biografischen schreiben. der titel lautet: „die welt romantisieren – wie schreibe ich meine persönliche mythologie?“. die besprechung findet sich hier: http://www.meine-biographie.com/?p=1855 .

beide bücher bieten, so viel kann hier schon geschrieben werden, viele weitere schreibanregungen.

„erinnern, wiederholen, durcharbeiten“ von lutz von werder – ein buchtipp

lutz von werder, einer der mitbegründer des masterstudiengangs „biografisches und kreatives schreiben“ der alice-salomon-hochschule in berlin, verfasste im vorfeld etliche „standardwerke“ zum biografischen oder kreativen schreiben. eines dieser bücher, „erinnern, wiederholen, durcharbeiten – die eigene lebensgeschichte kreativ schreiben“ erschien gerade wieder in neuauflage.

das buch ist in drei größere abschnitte aufgeteilt, die sich am titel orientieren. im ersten abschnitt werden viele verschiedene möglichkeiten offeriert, wie man sich schriftlich seinen erinnerungen annähern kann. dazu werden diverse assoziationstechniken und fragestellungen herangezogen, um auch manche verschüttete erinnerungen wieder denkbar zu machen.

im zweiten abschnitt geht es dann darum, diese erinnerungen in worte zu fassen und beim schreiben zu wiederholen. es werden hinweise gegeben in welcher weise autobiografien aufgebaut und strukturiert werden können. das verfassen der eigenen lebensgeschichte kann diversen aspekten folgen, welche dies sind, bestimmen die schreibenden selber. aber das angebot an möglichkeiten, seine lebensgeschichte zu verfassen ist ein reichhaltiges und unzählige vorgehensweisen werden in dem buch vorgestellt.

im dritten abschnitt wird dargestellt, wie die im zweiten kapitel entstandenen texte der öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. dazu bedarf es mancher techniken, um aus erinnerungen literatur zu machen. wie kann ich meine texte spannend und interessant gestalten? wie kann ich erlebnisse verfremden, damit die persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben? auch dieser abschnitt birgt einen großen schatz an schreibanregungen.

durch das gesamte buch zieht sich als roter faden, dass autobiografisches schreiben nicht nur das sammeln von anekdoten ist, sondern eine technik zu mehr selbsterkenntnis und selbstheilung. hierbei lehnt sich lutz von werder stark an vertreter der psychoanalyse an, die eine vorstellung vom unbewussten haben, das als verdrängung selbstschutz bietet, gleichzeitig aber viele fragen offen lassen kann. man kann geteilter meinung über diese vorstellung des unbewussten sein, doch die anregungen, die das buch gibt, sind so vielfältig, dass alle leserInnen für sich selbst bestimmen können, welche ihnen angenehm sind. dazu wird im buch auch aufgefordert. in seiner fülle kann das buch als standardwerk bezeichnet werden. es ist im schibri-verlag 2009 in milow erschienen. ISBN 978-3-928878-42

selbstbefragung (12) – furcht

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „furcht„.

  • was ist für sie der unterschied zwischen furcht und angst?
  • wovor fürchten sie sich momentan am meisten? warum?
  • wer oder was hat ihnen immer wieder ihre furcht genommen?
  • würden sie gern ein leben ohne furcht führen? begründen sie?
  • erinnern sie sich an fürchterliche dialoge in ihrem leben? wie verliefen diese?
  • manches erscheint aus der ferne furchtbar und wenn man näher rangeht wird es klein und unbedrohlich. in welchen zusammenhängen haben sie dies erlebt?
  • welche menschen fürchten sie und warum?
  • welche ereignisse fürchten sie und warum?
  • fürchten sich menschen vor ihnen? welche und warum?
  • haben sie sich schon einmal vor sich selber gefürchtet? was war passiert?

schreibidee (116)

der würfel ist der einfachste zufallsgenerator, den es gibt. dies ist hilfreich beim spielen, aber ebenso bei orakeln oder eben in kreativen schreibzusammenhängen. denn der würfel kann zu schreibanregungen führen, die nicht vorhersagbar sind. und so entstehen dann in der folge „würfelgeschichten„, die niemand steuern kann.

mit dem würfel lassen sich in der schreibgruppe sehr verschiedene schreibanregungen durchspielen. die einfachste als einstieg in einen würfelabend wäre ein großes lexikon oder ein dicker roman. erst erwürfelt man sich eine dreistellige zahl, die die seitenzahl angibt, dann eine zweistellige zahl für die zeile oder den eintrag auf der seite von oben gezählt. nun kann man diesen begriff aus dem lexikon für einen ersten text aufgreifen. beim roman kann man den satz aus der zeile herausgreifen und als einstieg in eine geschichte nehmen.

in der folge lassen sich aber auch mit vier würfeln die buchstaben erwürfeln mit denen die zeile eines gedichts beginnen soll. die augenzahl wird einfach gezählt und der jeweilige buchstabe des alphabets genommen. dabei fallen aber „A, B, C, Y und Z“ raus.

es ergeben sich, einmal angefangen, viele kombinationsmöglichkeiten, um den einstieg in geschichten zu finden. so können alle schreibgruppenteilnehmerInnen nomen, adjektive, verben, pronomen, zeitangaben und orte auf zettel schreiben. man macht sechs losgruppen und würfelt, welche worte einen satz ergeben sollen oder eine schreibanregung. ebenso kann man sich durch das internet würfeln, indem man die zahlen in weiterführende klicks umsetzt und die homepage am schluss als anregung nimmt.

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nabelschau (14)

der hype des bürgertums. eine aufgabe des bürgertums ist es, sich ob der moralischen werte sorgen zu machen und gleichzeitig den nervenkitzel zu verspüren, in kontakt mit sündenbabel zu kommen. so wurden die schmuddelkinder schon immer gleichzeitig verteufelt und bewundert. denn diese lebten das, was die bürgerInnen im tiefsten winkel ihrer seele ersehnten, eine gewisse form der dekadenz.

so verwundert es auch nicht, dass der berliner club „berghain“ es heute auf die erste seite des feuilletons des süddeutschen zeitung geschafft hat. denn hier kann sich im angeblich „angesagtesten club der welt“ der bürger, die bürgerin in kontakt bringen mit sexuellen ausschweifungen (darkrooms, unisex-toiletten) und „schwulen“. man kann sich richtig vorstellen, wie manchen ein wohliger schauer über den rücken fährt, während sie eine ihnen fremde welt betrachten. gustav seibt beschreibt die entwicklung des clubs als anfang vom ende, da die „location“ inzwischen hoffähig und dadurch verwässert wird.

das schöne an dieser entwicklung ist es, dass sie nicht aufzuhalten ist und inzwischen nur noch ein abklatsch dessen, was gelebt werden kann, wenn man möchte. besonders schön daran ist, dass berlin die möglichkeit hat und immer nutzte, schon längst wieder neue orte und spielplätze der schmuddelkinder zu schaffen. die wellen der empörung werden wegen der alternativen wieder hochschlagen, die aufregung wird groß sein, dem persönlichen ekel wird ausdruck verliehen, um später einen blick auf die dekadenz anderer zu werfen.

die eigentliche gefahr besteht aber darin, dass die beachtung keine anerkennung ist. es ist eben nicht mehr als ein schauer, der über den rücken läuft, um sich anschließend zu sagen, dass man doch auf der guten seite der gesellschaft seinen platz gefunden hat. mich erinnert dies an einen größeren schwulen club vor über zwanzig jahren in stuttgart, der gern einmal von heterosexuellen bürgerlichen abendgesellschaften besucht wurde um nichts anderes zu tun, als zu gaffen. in solchen momenten wünschte ich mir immer, dass die kinder der paare auch garantiert schwul oder lesbisch würden. denn ein wenig leben kann in den besten familien vorkommen.

web 2.38 – pigbrother.at

schweinemast macht das fleisch billiger. grundlage der schweinemast ist es, die tiere auf engem raum zu halten, für wenig bewegung zu sorgen und gleichzeitig ständig zu füttern. ähnliches geschieht in den letzten jahren mit menschen. sie werden auf engem raum in container gepackt (nein guantanamo ist damit nicht gemeint), sie haben wenig bewegung, zumindest geistige und sie bekommen je nach verhalten futter.

so wie die schweine am trog versuchen die menschen, sich gegenseitig den raum abzulaufen. sie versuchen sich tag und nacht, wohl wissend, dass sie beobachtet werden, darzustellen. das führt zu gesprächen, die nicht einmal mehr unterhaltungswert haben, sondern die zuschauer überzeugen sollen, den besseren menschen zu erkennen. dazwischen werden künstlich skandale inszeniert, da die aufmerksamkeit sonst abnehmen würde. was interessiert an menschen, die sich nur um sich selbst drehen? wahrscheinlich der trost, dass das eigene leben noch nicht die gleiche tristesse erlangt hat. oder vielleicht doch?

die logische konsequenz besteht darin, wieder zu den schweinen zurückzukehren. kann das beobachten von schweinen doch etwas meditatives haben (zwischenbemerkung: auf der „documenta“ vor 15 jahren konnte man von einem meditationsraum aus ein außengehege mit schweinen betrachten. yogamatten lagen aus und viele menschen ließen sich ernsthaft auf die „kunst“ ein.) also inszeniert ein österreicher das beständige beobachten von jungen schweinen unter http://www.pigbrother.at . die idee ist wunderbar, ersetzt das internet doch immer mehr das fernsehen und feiert in vielen bereichen eine gewisse inhaltsleere. radio eins vermittelte heute diesen genuss.

außerirdische intelligente wesen werden sich fragen, weshalb der mensch sich nicht einfach in die freie natur begibt, sich dort hinsetzt und die tierwelt betrachtet. das aquarium oder das terrarium waren die vorformen des heutigen fernsehens, auch der schweinemast ähnlich und blubbernd inhaltsleer. die letztendliche konsequenz sollte in einer webseite „guppiebrother“ zur schau gestellt werden. das leben kann so schön sein.

biografisches schreiben und zweifel

zweifel können ausdruck des misstrauens oder der ungläubigkeit sein, sie können ansporn zur forschung oder des hinterfragens sein. zweifel sind unser motor der selbstbetrachtung. in einer konkurrenzhaften gesellschaft sind zweifel aber vor allen dingen eines, kleine possierliche nager am selbstwertgefühl. viele menschen fühlen sich von ihren mitmenschen in zweifel gezogen. sie beobachten einzelne reaktionen auf ihr dasein und ihr verhalten und gehen davon aus, dass sie sich fehl verhalten haben, obwohl keiner dies geäußert hat.

die toleranz gegenüber fehlern und schwächen von gedanken und verhalten ist bei uns sehr gering. so entsteht oft zwar erst ein gewisser anspruch von außen, erwartungen erfüllen zu müssen, gleichzeitig aber verinnerlichen viele menschen diese erwartungen und versuchen, alles zu geben, um vor ihrem inneren kritiker bestand zu haben.

beim verfassen der eigenen biografie oder lebensgeschichte lohnt ein blick auf die eigenen zweifel. in welchen  momenten überkamen einen die größten zweifel am eigenen dasein und an den eigenen handlungen. wie sah die lösung dieser selbstzweifel aus. wie realistisch scheint es in der nachschau, damals so an sich gezweifelt zu haben. es kann ja eine klare berechtigung geben, etwas zu ändern. aber es kann ebenso sein, dass die veränderungen gar nicht den eigenen bedürfnissen entsprachen und man sich auf kompromisse eingelassen hat, die man nicht mehr für sinnvoll hält.

das biografische schreiben ist eine gute möglichkeit, sich seiner selbst zu vergewissern. es sollte aber auch beachtet werden, dass dies vieles gelebtes in frage stellen kann, da aus der heutigen sich, eine menge überflüssiger kompromisse eingegangen wurden. auch hier ist es wichtig, sich zu überlegen, dass es aus damaliger sicht, aufgrund der damaligen zweifel seine berechtigung hatte. denn sonst besteht die gefahr, sich in bausch und bogen abzuqualifizieren und keinen blick mehr für die eigene entwicklungszeit zu haben. deshalb sind zweifel sowohl eine gute begleitung der eigenen entwicklung aber auch ein vorsichtig zu betrachtendes ereignis der vergangenheit. denn verzweifeln sollte man nicht an dem, was man erlebte.

kreatives schreiben und ruhe

vor jahrzehnten begab ich mich einmal ans nordkap mit dem fahrrad. ich bewegte mich durch regionen, in denen sich kaum ein mensch aufhielt, zeltete an orten, an denen tag und nacht weder ein auto noch andere technische geräte vorbeikamen. einzige geräuschkulisse bildete die natur, was nicht bedeutete, dass es ruhig war. allein die durch das schmelzwasser angewachsenen flüsse tosten in die täler. kaum am nordkap angekommen stellte ich fest, dass es sich um einen touristischen versammlungspunkt handelte, der hauptsächlich von schweizern, österreichern und deutschen mit lärmenden kindern bevölkert wurde.

wenn man sich heute umschaut, finden sich in deutschland eigentlich keine orte mehr, an denen man unbehelligt von sozialgeräuschen, wie autos, kleinflugzeugen, handyklingeln oder reisegruppen sein kann. selbst der besuch von berggipfeln oder inseln wird umgeben sein von menschlichen äußerungen. motorboote, andere wanderer, helikopter, alles ist irgendwann möglich. so wurde zum beispiel festgestellt, dass die singvögel immer lauter singen, da der umweltlärm sonst nicht zu übertreffen ist. vor dieser geräuschkulisse entstehen normalerweise texte.

spannend erscheint es mir, ob andere texte entstehen, wenn die eigentliche geräuschkulisse wirklich nur die natur wäre. also der versuch mit einer schreibgruppe orte zu finden, die allein tschilpen und das kratzen der stifte über das papier aussenden. wie würde dies bei den teilnehmerInnen ankommen, was wäre es für eine kommunikation. erstaunlich ist zum beispiel der effekt, dass viele menschen in der „reinen“ natur sehr viel verhaltener sprechen. dass sie in diesem moment entweder sehr ruhig werden oder eine unruhe sie erfasst, da der dauerhafte schallreiz abhanden gekommen ist. wie wirkt sich dies auf schreibreize aus? verfällt man automatisch in eine meditativere stimmung oder erscheint dieser schritt aus dem alltag bedrohlich? texte der ruhe scheinen anders zu sein als die üblichen kreativen werke. der versuch wäre es wert.

schreibidee (115)

texten etwas hinzuzufügen, sie zu erweitern, in gemeinschaftsarbeit zu verwandeln ist hier nicht neu. doch dieses mal soll radikal gestrichen werden, wie ein locher, lücken in den text gestanzt werden. deshalb werden nach dieser schreibanregung hoffentlich „lochertexte“ entstehen.

entweder werden alle teilnehmerInnen der schreibgruppe aufgefordert einen text, der ungefähr drei seiten länge hat, mitzubringen, oder zu beginn der gruppe werden nach einem cluster ohne vorgabe, längere texte verfasst. dann werden die texte ausgetauscht. und nun darf in den texten der anderen gewildert werden. dazu bedarf es nur des mutes der streicherInnen und des gleichmutes der verfasserInnen.

durch das streichen darf sich der vorgelegte text vollständig verändern, also etwas neues daraus entstehen. es geht hier nicht um das verdichten, sondern wirklich um das wildern. es sollte satzweise gestrichen werden. und es wird nicht in dem text herum gemalt. sondern die teilnehmerInnen nehmen sich zwei leere zettel. auf dem einen notieren sie den neuen text, auf dem anderen die sätze, die sie herausgenommen haben. denn die gestrichenen stellen werden recycelt.

wie beim lochen konfetti entsteht, soll aus den streichungen ein neuer text entstehen. doch erst einmal werden die neuen texte vorgelesen. im feedback darf ruhig gesagt werden, ob die geschichte gewonnen hat oder nicht. anschließend werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, den zettel mit den streichungen zu nehmen und daraus eine neue geschichte zu schreiben. die gestrichenen sätze müssen darin auftauchen. ansonsten werden keine vorgaben gemacht. es kann also etwas ganz neues daraus entstehen. auch diese geschichten werden anschließend vorgetragen und ein feedback dazu gegeben. doch bevor die geschichte vorgelesen wird, sollten die streichungen kurz vorgestellt werden.

schnickschnack (70)

ob das nicht ein trick ist mit der langen nacht der opern und theater, wird sich am nächsten tag rausstellen. denn berlin stimmt ma nächsten tag, den 26ten april ab. und zwar darüber, ob man möchte, dass in den schulen religion (mancher glaubensrichtungen) als pflichtfach unterrichtet wird oder das pflichtfach ethik heisst und daneben noch je nach glaube religion gewählt werden kann. und wenn die kritischen geister so lang im theater waren, dann schaffen sie es nicht mehr zur abstimmung.

diese abstimmung scheint wichtig, da sowieso die trennung von staat und kirche bei uns eine nicht funktionierende ist und bestimmte glaubensrichtungen die finger im spiel haben. ärgerlich ist nur, dass sich eine ganze stadt dermaßen intensiv mit der frage um glaubensunterricht beschäftigt und darüber abstimmt, anstatt die wirklich drängenden probleme ins auge zu fassen.

wie wäre es mit einer kampagne „pro jugendarbeit“ oder „pro jugendhilfe“ in berlin. einen einsatz der erwachsenen, welcher glaubens- oder nichtglaubenrichtung auch immer für ihre kinder und jugendlichen. nein, da wird lieber über die unterrichtsstruktur gestritten, da man schäflein verlieren könnte. doch was macht man mit den schäflein, die schon den bach runter gehen. man streicht ihrer betreuung seit jahren das geld.

ansonsten wünsche ich mir noch das fach „pro philosophie“ und „pro literatur“. überhaupt eine ausführliche unterrichtung in geschichte in den lehrplänen verankert könnte manches verhindern. und dann natürlich endlich die konsequente umsetzung der richtlinien zur sexualerziehung an berliner schulen wäre ein freude. doch da kann man wahrscheinlich noch lang warten, so gott will oder auch nicht. weiter infos zur zeit hier: http://proethik.humanistische-union.de/ . die eigentliche homepage von „pro ethik“ funktioniert nicht.

schnickschnack (69)

nachdem die lange nacht der museen so guten anklang findet, entschied man sich bei den bühnen berlins, zuschauern einen überblick über das aktuelle programm in einer langen nacht der opern und theater zu geben. diese erste lange nacht findet am nächsten samstag, den 25ten april von 19.00 uhr bis 01.00 uhr statt. anscheinend ist geplant immer halbstündige sequenzen des aktuellen schaffens zu zeigen.

dies bedeutet, man kann keine stücke vollständig sehen, sondern live so zu sagen das programmheft durchblättern. mal sehen, wie das angenommen wird. ich stelle mir das eher ein wenig enttäuschend vor. denn nicht das reichhaltige angebot ist das problem, sondern teilweise bei wirklich interessanten sachen, an die karten zu kommen. seitdem die bundesregierung nach berlin gekommen ist und die hotels wie pilze aus dem boden schießen, darf man nicht mehr berufstätig sein, wenn man ins theater möchte und keine lust hat im internet zu buchen.

aber egal, die bühnenlandschaft ist genial. warum nicht einmal vorbeischauen, hunger bekommen und sich etwas später was zu essen holen. weitere informationen zur langen nacht der opern und theater sind hier zu finden: http://www.berlin-buehnen.de/langenacht/index.php .

web 2.0 und datenschutzbericht

heute wurde der presse der 22te tätigkeitsbericht zum datenschutz  für die jahre 2007 und 2008 des „bundesbeauftragten für den datenschutz und die informationsfreiheit“ peter schaar veröffentlicht (kann hier als pdf-datei heruntergeladen werden). die datenschutzbeauftragten der republik und der länder stehen eigentlich nicht im verdacht, paranoid auf entwicklungen zu blicken und vor datenmissbrauch ungerechtfertigt zu warnen. eher das gegenteil ist meist der fall.

um so erschreckender erscheint ein kurzer überblick über den bericht ( http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_533554/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2009/PM12__UebergabeTB.html ). denn in der summe der vorkommnisse fragt sich bürger langsam, was das alles soll? wieso fällt es so schwer, einen vor missbräuchlichen datenerfassungen zu schützen? darauf gibt es keine klare antwort. einer der hauptgründe ist sicherlich, dass die gesamte kontrolle zur einhaltung des datenschutzes vereinzelt und auf viel zu niedrigem niveau stattfindet.

eine weitere erschreckende note erhält das ganze dadurch, dass viel zu wenige bürgerInnen der meinung sind, es müsse sich etwas ändern. denn wie gering sind die proteste ob der missbräuchlichen verwendung der eigenen daten. wenn es zu den gepflogenheiten vieler arbeitgeber zählt, wie selbst die gewerkschaften berichten, krankendaten abzugleichen und zu hinterfragen, dann verwundern die gesunkenen krankschreibungen im arbeitsalltag nicht weiter. menschen schleppen sich zur arbeit, obwohl ihr körper andere signale sendet, nur um sanktionen zu entgehen.

verschlimmert wird dies alles durch die uneindeutigkeit der politik. es agieren im bereich des datenschutzes verschiedene ministerien, die gegeneinander steuern. auch entscheidungen des bundesverfassungsgerichts werden mehr als schwerfällig umgesetzt. anscheinend sitzt das misstrauen gegenüber den eigenen wählerInnen sehr tief. ob da eine wiederwahl sinn macht?