Monatsarchiv: Juni 2008

icann – verwalter des internets

wo wir gerade bei den regulierungen des web 2.0 und des internet sind, sei hier die seite von „icann“ vorgestellt. icann steht für „internet corporation für assigned names and numbers„.

es handelt sich dabei um die institution, die für die vergabe von homepage-adressen im weitesten sinne zuständig ist. in dieser gruppe wird zum beispiel festgelegt, dass in den letzten jahren die endungen für eine homepage nicht nur „.de“ oder „.com“ lauten müssen, sondern auch „.org“ oder „.eu“ lauten können. und das der gemeine verbraucher, sich solche endungen zulegen darf.

doch vor ein paar tagen ging die organisation noch einen großen schritt weiter. es soll in den nächsten jahren die möglichkeiten geben, ganze wörter oder namen als endungen anzumelden. so könnte dieser blog irgendwann „http://www.schreib.schrift“ heißen. das eröffnet natürlich grandiose wortspiele als internet-adresse.

natürlich sollen dabei ethik und moral nicht zu kurz kommen. es wird darauf geachtet werden, dass nicht zu ehrenrührige namen entstehen. ein schwieriges unterfangen bei den millionen von blogs und homepages, die ständig neu entstehen. und es wird anscheinend für die suchmaschinen und computer technisch nicht ganz einfach sein, diese veränderung mathematisch umzusetzen. doch dafür bin ich zu wenig spezialist, um das genauer erklären zu können. aber wen dies alles interessiert, der findet weitere informationen auf der homepage von icann unter: http://www.icann.org/

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web 2.0 und regulation

die diskussionen über formen des urheberrechts und deren verwendung im internet, sowohl in form des copyright, als auch in form des ignorierens des urheberrechts zieht seit jahren weite kreise. die diskussion gab es auch schon vor den neuen medien, doch das internet ruft wegen seiner geschwindigkeit und seiner kurzlebigkeit zusätzliche diskurse hervor.

ein vorreiter für einen pragmatischen umgang mit dem schutz des geistigen eigentums, da das internet nicht mit vielen anderen medien und techniken gleichzusetzen ist, ist lawrence lessig von der stanford universität, vormals harvard. er betreibt im internet eine eigene seite und einen eigenen block. er ist einer der beteiligten am „creative-commons-projekt“ und hat schon etliche preise und ehrungen für sein open-source-engagement erhalten.

auf seiner seite kann man sich diverse bücher herunterladen, die sich mit den juristischen entwicklungen durch das internet auseinandersetzen. und vor allen dingen mit fragen der regulation von daten oder ideen. die seite ist auf englisch, doch ein blick darauf, um den aktuellen diskurs, zumindest in den usa, der abseits der hysterischen reaktion, es werde sowieso alles nur geklaut und der verdächtigung aller internet-user, kennenzulernen. denn es gibt auch etliche experten, die nicht in jeder regung eines computernutzers, gleich ein verbrechen vermuten.

die seite von lawrence lessig ist zu finden unter: http://www.lessig.org/

schreibtechnik (14)

was macht literarische texte aus. häufig der gebrauch von metaphern. soll heißen von umschreibungen, übertragenem ausdruck, sinnbild und illustrierten aussagen. diese metaphern spontan beim schreiben zu finden kann schwierig sein. manchmal geht einem die sinnbildliche sprache leicht von der hand (wie wenn man brot mit weicher butter bestreicht) doch öfter verfällt man in ein journalistisches staccato, das aufgelockert gehört.

darum kann es sinnvoll sein, sich selber im laufe der zeit einen pool an metaphern und umschreibungen anzulegen, der es einem ermöglicht in dringenden momenten nachzuschlagen. das soll nicht heißen, dass jede metapher, die man sich einfallen ließ, an die notwendige stelle des textes passt, aber sie kann in dem moment der ideenlosigkeit eine anregung sein. diesen pool kann man sich zum beispiel als zettelkasten, aber auch, was die spätere suche vereinfacht, als computerdatenbank anlegen.

am tag fünf wörter, egal ob substantive, adjektive oder verben in kurzen umschreibungen zu fassen (von ein paar wörtern bis zu eins bis zwei sätzen) ergibt immerhin im jahr einen pool von ca. 1800 metaphern und ersetzenden formulierungen. dies konsequent weiterbetrieben, zum beispiel auch die metaphern, die einem spontan beim schreiben von texten einfallen, gleich mit in die datenbank aufzunehmen, lässt einen eigenen kleinen schatz an formulierungen entstehen.

aber es gibt, zumindest beim ersetzen von wörtern, die sich zu häufig in einem text wiederholen, auch hilfe vom computer. der bekannte „thesaurus“ ist vielen schreibprogrammen von vornherein beigegeben, kann aber auch oft aus dem internet kostenlos heruntergeladen werden. so bietet der thesaurus von apple zum beispiel für das wort „schreiben“ noch folgende formulierungen: abfassen; aufs Papier bringen (umgangssprachlich); notieren; Protokoll schreiben; protokollieren; texten; verfassen; zu Papier bringen; eingeben; hacken (umgangssprachlich); tippen.

und damit sei hier zur schreibtechnik genug gehackt, den rest müssen alle selber notieren.

biografisches schreiben und umbrüche

 

arbeitgeber bevorzugten früher bei neueinstellungen gerne bewerber mit einem lückenlosen lebenslauf. das hat sich in vielen bereichen inzwischen stark geändert. stellte man doch fest, dass menschen, die krisen oder pausen in ihrem lebenslauf vorwiesen meist den arbeitsanforderungen besser gewachsen waren. außerdem gibt es heutzutage kaum einen menschen, der ein arbeitsleben ohne wechsel vorweisen kann.

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schreibidee (30)

es spielt keine rolle, ob die teilnehmerInnen der schreibgruppe cineasten sind oder nicht. die folgende schreibidee kann mit jeder schreibgruppe umgesetzt werden, da alle teilnehmerInnen sicherlich im laufe ihres lebens schon einmal einen film gesehen haben. aufgabe wird es letztendlich sein, einen filmplot zu erstellen. doch der beginn in der schreibgruppe sieht anders aus.

jede(r) soll zum nächsten treffen den eigenen lieblingsfilm mitbringen. zumindest inhaltlich, denn zeit zum anschauen wird nicht sein. es beginnt mit einer runde, in der alle teilnehmerInnen ihren lieblingsfilm vorstellen. dann wird ein cluster zum thema film erstellt. entweder zu einem der erwähnten filme oder zum film an sich. anschließend sollen sich die schreibgruppenteilnehmerInnen in die rolle eines drehbuchautors versetzen und überlegen, welche geschichte ihrer ansicht nach noch unbedingt verfilmt werden müsste. in zehn zeilen wird notiert, von was der eigene film handeln sollte. anschließend überlegen sich alle, welche protagonisten es in ihrem film geben wird (vielleicht können sie auch schon gleich benennen, welche schauspielerInnen die rolle übernehmen sollen). man stellt sich gegenseitig im anschluss die filmideen vor. die anderen teilnehmerInnen dürfen kurze anmerkungen, die die idee erweitern können machen.

und nun wird der spielfilmplot auf maximal zwei seiten verfasst. dabei wird notiert, wie die geschichte verlaufen soll und welche szenen dabei die wichtigsten sind. bei dieser schreibidee, spielt vor allen dingen das visualisieren eine große rolle, es können auch skizzen angefertigt werden. die gruppenteilnehmerInnen überlegen welche szene die schlüsselszene ihres film ist. und schreiben dazu den dialog mit regieanweisungen. diese szenen, die nicht länger als drei seiten sein sollten, werden in der gruppe vorgelesen. diese idee benötigt viel zeit, kann aber einen guten einstieg ins szenische schreiben bieten. es sollte also damit gerechnet werden ein ganzes schreibgruppentreffen für diese idee zu benötigen.

Geschützt: schreibaufgabe (7) – ergebnisse

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schreibpädagogik und e-learning

 

zurückkehrend zur eigentlichen fragestellung dieses blogs, möchte ich die frage betrachten, wieweit e-learning neue möglichkeiten für die schreibpädagogik eröffnet. handelt es sich dabei nur um eine digitalisierung des lernprozesses oder sind die chancen größer als im normalen schulunterricht? wo liegen die problematiken?

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web 2.10 – amazon

eigentlich ist „amazon“ ein schlichter buchversand. weshalb es trotzdem der rubrik web 2.0 angehört, hat damit zu tun, dass amazon eine vorreiterrolle eingenommen hatte. und zwar war der buchversand einer der ersten, der die käufer an seiner seite beteiligte.

in zweierlei hinsicht. in einer aktiven rolle als buchkritikerInnen. so kann jeder käufer oder besucher der seite eine buchkritik verfassen, die dann dem angebot des jeweiligen buchs zugeordnet wird. dadurch finden sich zu manchen büchern eine unzahl von einschätzungen und bewertungen, durch die sich zukünftige käuferInnen mehr oder weniger ein bild machen können. aber amazon nutzt seine besucher auch in der passiven rolle, durch das erstellen weiterer kaufempfehlungen. dabei werden einzig anhand der datenlage informationen nach dem motto: „die käufer dieses buches haben auch die hier aufgelisteten anderen bücher erstanden.“. so ergibt sich im laufe der zeit ein netzwerk aus personalisierten buchempfehlungen, die noch nicht einmal die personellen daten erfassen müssen. es genügt zusammenhänge zwischen bestelllisten herzustellen.

und amazon ist einer der anbieter des internets, der durch ein gigantisches sortiment auch von randständigen interessen profitiert. denn der sogenannte „longtail“ lohnt sich nur, wenn es in der summe wieder so viele sind, die bücher mit geringer auflage bestellen, dass im gesamten eine erkleckliche summe entsteht. so gibt es bei amazon kaum ein buch, das es nicht gibt.

zu finden ist die deutsche webseite unter: http://www.amazon.de/

web 2.0, eltern und kinder

 

eltern haften für ihre kinder. ein hinweis, den nun ein bayerisches gericht im urteil umgesetzt hat. da die tochter das urheberrecht im internet nicht beachtet hat, müssen die eltern zahlen und haften.

da fragt man sich, in welcher welt eigentlich die richter leben. anscheinend in der heilen bayerischen, in der die zukunft zwar einzug halten soll, aber gleichzeitig nur in kontrollierten bahnen. die meisten eltern wissen nicht, was ihre kinder am computer und internet so machen und können.  sie verstehen noch nicht einmal, wie die lieben kleinen das machen. doch lassen sie ihre kiddies den computer nicht nutzen, verbauen sie ihnen eventuell ihren zukunftsweg. denn schon die schule verlangt meist einen umgang mit dem computer. im studium sieht es da inzwischen noch krasser aus. ohne pc und dsl kann man auch gleich das studium abbrechen.

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kreatives schreiben und satire

„hallo mama!“

„wie geht es dir?“

„glänzend wie meinem frisch blondierten haar!“

dies ein ausschnitt aus einem aktuellen werbespot im fernsehen. wenn das keine realsatire ist, die im kreativen schreiben ausbaufähig wäre. so könnte die antwort auch lauten „angekratzt wie frisch gecremten aufgerauten hände.“ oder „glänzend wie mein mit den superturbo vierfach Tabs gespültes geschirr.“. ja, es kann einem sogar „abgewrackt wie der tanker bei uns im hafen.“ gehen.

die realsatire ist in vielen momenten der beste lieferant für geschichten. heute in der u-bahn berliner rentnerinnen, aufgehübscht und adrett, wahrscheinlich auf dem weg zum cafe kranzler. eine erzählte im breitesten berlinerisch eine lästerliche geschichte über eine gemeinsame bekannte. und alle drei amüsierten sich wie bolle die ganze strecke lang. unterbrochen immer wieder von einem dezent ausufernden „hihihi“ der zwei zuhörerinnen. was für ein grandioses bild, das in dem musical „linie 1“ mit den wilmersdorfer witwen aufgegriffen wurde. legt man den frauen nun den obigen dialog in den mund, nur mit dem start „hallo linda.“ „wie jeht et dia?“… und schon hätte man eine kleine satire.

es begegnet einem auf der straße so viel amüsantes, dass man es sich sofort notieren sollte. manches ist im hintergrund sicherlich eine traurige angelegenheit, aber im kleinen ausschnitt wirkt es heiter. laufen zum beispiel zwei kleine ungefähr 6-jährigen mädchen an mir vorüber, sagt die eine zur anderen: „ich bin mit einem kaiserschnitt auf die welt gekommen.“ „ich bin mit der saugglocke geholt worden.“ aha!

häufig macht der kontrast den witz aus. kleine mädchen, die sich über saugglocken unterhalten oder feine damen, die mit breitem dialekt lästern. solche dinge lassen sich natürlich wunderbar in schreibaufgaben einbauen. also dialoge, die widersprüchlichkeiten bieten und die schwächen der umwelt oder der gesellschaft offenlegen. bei der satire könnten sich zum beispiel die kleinen mädchen über ihre ersten erfahrungen mit botox unterhalten und sie könnten zu dem schluss kommen, dass die gesetzte spritze sie nicht jünger erscheinen lässt. so können in schreibgruppen immer schrägere widersprüche konstruiert werden, die ab einem bestimmten punkt von der satire abweichen und ins lager der surrealismus abdriften. doch dies tut dem spaß keinen abbruch.

blog und kleinschreibung

 

eine antwort auf die „formale tussi“ 😀

das schriftbild eines konstant klein geschriebenen blogs ist für das ambiente und erscheinungsbild förderlich. auf diesen kurzen satz lässt sich meine entscheidung verkürzen, weshalb ich hier die großschreibung ignoriere. es ergibt sich einfach ein gleichmäßig ruhiges schriftbild, das mir gefällt. der blog soll durch schlichtheit bestechen und nur die inhalte stehen im vordergrund.

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schnickschnack (26)

das bloggen ermöglicht dem administrator eines, macht auszuüben, was veröffentlicht wird und was nicht. letztendlich bestimmt man allein über seine posts, was man für wichtig erachtet und was nicht. das kann sich zu einem geschmacksranking auswachsen.

klare macht üben drei menschen auf der seite „9rules“ aus, dies aber unter angenehmen gesichtspunkten. sie verlinken auf ihrer seite nur blogs, die ihnen gefallen. im vorfeld rufen sie dazu auf, man möge ihnen doch das angebot unterbreiten, doch einmal den eigenen blog zu betrachten. in mehrmonatigen abständen verkünden die drei dann, welchen blog sie zusätzlich in ihre linkliste aufgenommen haben, welchen sie für gut erachten. sie ernennen sich also selber zur bewertungshoheit. grundlage ihrer bewertung sind neun regeln, die auf ihrer seite hier nachzulesen sind. es dreht sich vor allen dingen darum, dass am blog abzulesen ist, dass sich jemand voll ganz seinem thema widmet.

dabei kommt aber ein schöner mix von seiten heraus, der in den meisten fällen von der existierenden blog-masse abweicht. also ein pool an teils herausragenden blogs. wenn man einfach mal so durchs netz surfen will eine tolle möglichkeit. zu finden ist die seite hier: http://www.9rules.com/

skurrilitäten im blog

 

wie schon häufiger erwähnt, landen menschen mit seltsamen suchanfragen auch auf diesem blog. das lässt sich in der statistik nachsehen und wäre schon allein eine veröffentlichung wert. zeigt es doch die krux der suchmaschinen, das sie die blogs nach einzelnen begriffen im text absuchen und diese bei einer suchabfrage kombinieren.

das letzte schöne beispiel war die suche nach „frau nur in pannty“. nun kann man sich ausmalen, was dies sein sollte. wahrscheinlich eine fetish-anfrage, nach barbusigen frauen in enganliegenden halblangen radlerhosen, die als wichsvorlage dienen könnten. oder fanden sich im blog einmal die begriffe „exhibitionismus und voyeurismus“ in der überschrift, bei der betrachtung des verhaltens im netz. schon kamen menschen, die auf der suche nach exhibitionismus waren auf die seite.

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verlag (4) – taschen verlag

abseits der weltliteratur hat sich ein verlag etabliert, der eigentlich nur eines im sinn, bildbände zu produzieren. diese aber sowohl in sehr wertvollen und riesigen formaten, als auch in sehr preiswerten aber nicht unbedingt schlechteren formaten. 

der „taschen verlag“ geht dabei öfter ungewöhnliche wege. so hat er einen fotoband über mohamed ali herausgebracht, der im format einer kinderbett-matratze gleichkam. oder es werden beinahe alle bände der zeitschrift „domus“ gebunden veröffentlicht. auch was das verlegen erotischer fotografie und homosexueller thematiken angeht, übernimmt der taschen verlag eine vorreiterrolle.

die homepage kommt erst einmal schlicht daher und bietet einen überblick über die neuerscheinungen, die demnächst erscheinenden bildbände und das gesamte sortiment. zu den jeweiligen bänden gibt es sowohl kleine filme, auszüge aus den büchern, die man ansehen kann, und kritiken aus zeitungen und zeitschriften. dabei wird im überblick nicht unterschieden zwischen den preiswerten ausgaben, die zum beispiel momentan zum 25-jährigen jubiläum des verlags erscheinen, und den großen verlegerischen meisterleistungen im mehrstelligen euro-bereich. schade ist nur, dass in den meisten buchläden ausschließlich die preiswerte sparte betrachtet werden kann. übrigens hatte der taschen verlag auch einen riesigen interessanten bildband zu berlin herausgegeben.

zu finden ist der verlag unter: http://www.taschen.com/

schülerInnen schreiben einen blog

die pädagogik nimmt sich schon seit geraumer zeit der neuen medien an. meist im versuch einen vernünftigen umgang mit den blogs, chats und homepages zu vermitteln. das ist aber nur da möglich, wo schulen genug technisches equipment haben, damit schülerInnen auch ins netz gehen können. an vielen schulen ist die digitale ausstattung immer noch eine katastrophe.

doch es gibt auch positive beispiele. eines davon kommt aus saarlouis. oder wie eingefleischte pädagogInnen es formulieren: „digitale medien als schreibanlass“.  sabine hat mich auf den blog einer grundschule in saarlouis aufmerksam gemacht. in dieser schule verfassen die schülerInnen der vierten klasse regelmäßig ein tagebuch im blogformat. beschrieben wird das projekt auf einer seite für lehrerInnen. hier: http://www.lehrer-online.de/klassen-weblog.php?show_complete_article=1&sid=44286064041074920621444044404770

und der blog der grundschule „am vogelsang“ ist hier zu finden: http://tagebuch.gsgtgssaarlouis.de/ (übrigens mit einem link zu den schreibanlässen einer zweiten klasse aus der selben schule). dies ist sicherlich nicht der schlechteste weg, junge menschen an bloggen heranzuführen.

kreatives schreiben und vorträge

eine rede, eine rede! gern erfolgt die aufforderung, wissen mündlich vorzutragen, am besten noch mit präsentation und ein wenig entertainment. also setzen sich die angefragten hin, arbeiten eine beinahe perfekte präsentation aus und stellen sich vors publikum. doch wenn sie dann ihren vortrag halten, erfasst schnell ein gähnen das publikum. denn entweder lesen sie nur ihre präsentation vor oder sie geraten bei der umschreibung dessen, was sie auf virtuelle folien gepackt haben, ins stocken.

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das poesiefestival berlin 2008

vom 5ten bis 13ten juli findet in berlin ein poesiefestival statt, das von der schreibwerktstatt in der kulturbrauerei organisiert wurde. wie von den veranstaltern schon in diesem blog aufgezeigt wurde, handelt es sich um ein reichhaltiges programm. so sind zum beispiel speakers corner in der ganzen stadt geplant. verschiedene orte an einem tag, an denen lyrik vorgetragen wird. oder es gibt veranstaltungen, die einen mix aus lyrik und sprechgesang, rap und dergleichen darstellen. daneben kommt es zur zusammenarbeit mit verschiedenen kulturverantwortlchen aus anderen ländern oder mit anderen betreibern einer homepage, um jugendlichen die lyrik nahezubringen.

ein vielfältiger und interessanter mix aus veranstaltungen an verschiedenen orten, über eine woche lang. und beinahe alles dreht sich um lyrik. eine schöne ergänzung zu anderen literarischen veranstaltungen. das programm mit weiteren hinweisen zu den einzelnen veranstaltungen aber auch zu den autorInnen, findet sich unter folgender internetadresse: http://www.literaturwerkstatt.org/index.php?id=600

schreibidee (29)

die zeit mit all ihren tücken war hier schon häufiger thema. doch dieses mal bildet sie die grundlage für manche schreibidee. mehrere varianten sind vorstellbar.

die einfachste besteht im spielen mit der schreibzeit. so kann man in der schreibgruppe zum beispiel eine schreibaufgabe stellen, die in sehr kurzer zeit geschrieben werden sollte. dabei entstehen eine reihe von kurzzeittexten. oder die schreibzeit kann unterbrochen werden und nach einer dazwischen geschobenen schreibaufgabe fortgesetzt werden. hier scheint es interessant, wie sich der text eventuell durch den anderen text verändert.

aber viel interessanter für viele ist wahrscheinlich die schreibaufgabe, die sich am zeiten der einzelnen teilnehmerInnen orientiert. so kann zum beispiel erst einmal dazu aufgefordert, einen für die jeweiligen teilnehmerInnen typischen im ein-stunden-rhythmus verfassten  tagesablauf zu notieren.

daraus entsteht dann die schreibaufgabe, eine stunde herauszugreifen und die dazugehörige tätigkeit auf einer halben seite zu beschreiben. die beschreibungen werden ausgetauscht und alle teilnehmerInnen sollen zu dem ihnen vorliegenden text eine kurze geschichte schreiben.

es kann aber auch dazu aufgefordert werden, den tagesrhythmus mit all seinen tätigkeiten, neu zu verfassen, wenn man das aufwachen um zwölf stunden versetzt. was würde sich am ablauf verändern. daraus kann eine geschichte geschrieben werden. oder man stellt die aufgabe, dass eine stunde am tag herausgesucht werden soll. der zu schreibende text spielt in der stunde und einer oder mehrere protagonisten blicken immer wieder auf die, bis die stunde abgelaufen. in diesem moment sollte auch die geschichte eine ende finden.

geschichten um die zeit scheinen zeitlos.

schreibpädagogik und gruppenzusammensetzung

 

nehmen wir einmal an, man möchte eine schreibgruppe anbieten, so stellt sich immer wieder die frage, wie werden die teilnehmerInnen wohl miteinander auskommen. das lässt sich schwer vorhersagen. und es stellt sich die frage, ob man die zusammensetzung der schreibgruppe im vorfeld lenken kann.

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schnickschnack (25)

für betreiberInnen eines blog oder einer homepage ist es ab und zu interessant, wieweit andere menschen eigentlich an dem teilnehmen, was man so schreibt. dafür gibt es zählmaschinen, diverse programme und statistiken und eine ganze menge schnickschnack.

doch die menschen müssen ja erst einmal zu einem auf die seite finden. kein ganz leichtes unterfangen, vor allen dingen bei homepages, bei blogs ist das ein wenig einfacher, da die tags ja auch eine hilfe sind. woher weiß ich aber, wie gut meine homepage verlinkt ist. ich kann die ganzen suchmaschinen nach verschiedenen begriffen durchsuchen, auch nach meiner eigenen homepage. eine etwas aufwändige variante.

oder ich kann zum beispiel die tools von „oneseek“ verwenden. dabei gibt es die möglichkeit, entweder zu sehen, wie oft bei den bekannten suchmaschinen, meine seite verlinkt ist (dieser blog zum beispiel ca. 2700 mal), oder ich kann sehen, wie gut meine tags und metatags und texte von den suchmaschinen erkannt werden. ob ich wörter verwende, die auch gesucht werden. natürlich verführt so eine statistik dazu eventuell dinge zu schreiben, die man gar nicht schreiben wollte, aber die seite wird dann leichter gefunden. das ist nicht unbedingt sinnvoll, da es leser frustriert, die eigentlich etwas anderes gesucht haben. aber ein wenig zu schauen, dass die leser einen auch finden, wenn sie genau das suchen, was ich schreibe, kann nicht schaden, denn nur so haben beide seiten was davon. es gibt noch ein paar andere anwendungen bei den tools. einfach mal ausprobieren. die seite ist zu finden unter: http://www.oneseek.de/tools.htm keine ahnung wieso, aber die tools wurden beseitigt, es gibt sie nicht mehr auf der seite. jetzt handelt es sich nur noch um eine stinknormale suchmaschine (stand 10.10.08) 😦