Tagesarchiv: 8. Mai 2012

web 2.90 – epubli.de

bücher veröffentlichen war bis vor ein paar jahren aufwendig, umständlich und für viele nicht unbedingt von erfolg gekrönt. das internet hat nicht nur unsere kommunikationsformen revolutioniert, sondern inzwischen auch den buchdruck (korrekterweise sollte ich schreiben: die digitalisierung). so wie die blogs, twitter und co inzwischen etlichen zeitungen und zeitschriften den rang ablaufen, so tuen es „books on demand“ und „e-books“ den verlagen und dem buchhandel.

das bedeutet nicht, dass es inzwischen bücher für lau gibt (höchstens illegal oder wenn autorInnen sie ins netz stellen), aber die vertriebswege und die veröffentlichungsmöglichkeiten haben sich vervielfältigt. man kann darüber streiten, ob dies nicht insgesamt den buchmarkt zerstört oder ob dadurch die verlegerische vielfalt zunimmt. ich finde die diskussion ist noch nicht entschieden.

man kann der überzeugung sein, dass man ein tolles werk verfasst hat. man hat es an verlage gesendet, hat absage über absage einheimst und zweifelt an den eigenen fähigkeiten. ja, eigentlich hat man etwas geschrieben, das bis heute nie geschrieben wurde. gute freundInnen bescheinigen einem: total spannend, total gut. doch was tun. man konnte auch schon bisher im eigenverlag veröffentlichen, eine aufwendige und teure angelegenheit. und wissenschaftlerInnen kennen das problem, dass ihre veröffentlichungen von ihnen bezahlt werden müssen, da sonst kein verlag mehr bereit wäre, zu drucken.

inzwischen gibt es alternativen – ein beispiel ist „epubli.de“ von der holtzbrinck-verlagsgruppe: eine internetseite, auf der man sein buch als pdf-datei hochladen, die form und ausführung wählen kann (wenn man möchte mit isbn und vertrieb über amazon, den buchhandel und apple) und dann abwartet. wenn andere menschen an dem von einem selbstgeschriebenen werk interesse haben, dann können sie es online bestellen und das buch geht dann erst in druck, oder das e-book ist nach bezahlung herunterladbar.

das schöne an dem angebot ist, man muss keine exemplare vorab drucken lassen (man erhält aber rabatte und kann damit den gesamtpreis senken, wenn man gewisse stückzahlen vorab drucken und lagern lässt). man kann den preis für das buch selber festlegen – beim e-book wird sich an anderen kriterien orientiert. man entscheidet also über die eigene gewinnspanne und kann ebenso schnäppchen anbieten (an denn man nichts weiter verdient). lässt man nichts vordrucken, dann dauert die lieferzeit 8 bis 10 tage, liegen die bücher schon im lager, handelt es sich um die üblichen lieferzeiten.

die bücher werden nicht verschenkt, aber man kann sich leicht an einem kleinen „beispielrechner“ die verteilung der kosten und einnahmen wunderbar aufschlüsseln lassen. man achte dabei aber unbedingt auf die versandkosten, die noch dazu kommen (bei amazon marketplace zum beispiel immer 3,- €). wer sich ein wenig bei layout und gestaltung auskennt, kann also beinahe ohne hilfe sein eigenes buch veröffentlichen, ohne dass so hohe kosten wie bei einem selbstverlag entstehen (isbn und anderes sind aber zu zahlen). die werbung muss man natürlich auch teilweise selbst übernehmen. aber vielleicht kann man feststellen, dass großes interesse an dem eigenen werk besteht und sich die verlage geirrt haben 😉 ein zusätzliche chance für viele schreibende.

http://www.epubli.de

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biografisches schreiben und wünsche

jeder mensch entwickelt im laufe seines lebens wünsche, die unbedingt erfüllt werden sollte. als junger mensch sind es oft die an den weihnachtsmann oder im spielwarenladen. etwas älter handelt es sich um schulabschlüsse, ausbildungs- oder studienplätze. danach eröffnet sich der wunsch nach finanzieller absicherung und einem arbeitsplatz. irgendwann wünschen sich viele mehr ruhe, einen lottogewinn, die perfekte partnerschaft und beziehung, unterhaltung, erfolg, ein haus, kinder …

wenn man genau hinschaut, wird man feststellen, dass die wunschliste im laufe des lebens eher länger, denn kürzer wird. man erinnert sich vielleicht noch an die wunschzettel an den weihnachtsmann und denkt, was war ich damals begierig bestimmte dinge zu bekommen. doch genau hingeschaut, kann man eventuell für sich feststellen, wie viel man unternimmt um eine bestimmte person für sich zu gewinnen. ja, man möchte der erfüllung der wünsche auf die sprünge helfen.

beim biografischen schreiben kann man einen blick auf seinen aktuellen wunschzettel werfen (und falls man mal als jüngerer mensch ziele und wünsche für das eigene leben notiert hat, diese miteinander vergleichen). man kann sich erinnern, wie viele wünsche in erfüllung gegangen sind. ich möchte hier nicht der askese das wort reden, aber häufig stellt sich heraus, dass eine ganze menge vom gewünschten auch eingetreten ist. die unzufriedenheit ob der aktuellen situation ist nicht selten mit dem phänomen „ist ein wunsch erfüllt, entstehen drei neue“ gekoppelt.

erstellen sie doch einmal ein wunschbarometer für ihre verschiedenen lebensabschnitte – sowohl die vergangenen als auch die bevorstehenden – und notieren sie sich, was sie getan haben oder machen mussten, damit Weiterlesen