web 2.0 und usability

wir surfen inzwischen täglich durch das internet. den meisten menschen bleibt gar nichts anderes übrig, da sie in ihrem job das netz beständig nutzen müssen. will man dann noch preiswerter bahn fahren, fliegen oder dinge erstehen, dann kommt man um das web überhaupt nicht drumherum. also besucht man beständig irgendwelche homepages und verwendet einen teil seiner lebenszeit für das suchen.

suchmaschinen verkürzen ein wenig die zeit auf dem weg zur richtigen homepage, zum sinnvollen beitrag. doch oft genug landet man auf einer seite, die zwar chic aussieht, aber nicht die informationen liefert, die sie gesucht haben. doch, wahrscheinlich liefert die seite sogar die informationen, aber sie finden sie nicht. in kürzester zeit verliert man die geduld. man wechselt auf eine andere seite, die ein ähnliches angebot machen soll. doch diese seite flickert und flackert, dass einem ganz schwindelig wird. nur die informationen sind nicht aufzutreiben, die man benötigt.

so kann es sich lang hinziehen, bis man ein brauchbares ergebnis gefunden hat. und man fühlt sich schnell an den nicht-virtuellen alltag erinnert. der automat des öpnv weigert sich konsequent den geldschein zu nehmen, die supermarktkasse kann keine verbindung zum bankkonto herstellen, der dvd-rekorder lässt sich immer noch nicht so programmieren, wie es die anleitung verspricht und die kaffeemaschine fordert einen ständig auf, den kaffeesatzbehälter zu lehren.

technik wird immer noch alles andere als nutzerfreundlich entworfen und umgesetzt. warum sollte das beim web 2.0 anders sein? die möglichkeiten, die eine einzelne homepage inzwischen bietet und die man nutzen kann, ohne größere programmierkenntnisse zu haben, nehmen beständig zu. doch das gestaltet die seiten nicht übersichtlicher. aus jeder ecke quillt information, nützliche und überflüssige. die suchfunktion muss gesucht werden und bietet dann ergebnisse, die mit der homepage nicht viel zu tun haben.

ab diesen momenten ist es sinnvoll, sich einmal mit der usability einer seite auseinanderzusetzen. usability meint „anwenderfreundlichkeit“, „handhabbarkeit“ oder eben „nutzbarkeit“. dazu gehören dann so schlichte vorstellungen, wie eine leicht zu findende suchfunktion, links, die als solche erkennbar sind, mehr schlichtheit oder auch weniger zeitraubender schnickschnack. webdesigner sind so stolz auf das ausschöpfen der möglichkeiten, doch der anwender will meist einfach nur schnell zu einem brauchbaren ergebnis gelangen. schafft er dies nicht nach ein paar klicks, wird er die seite nie wieder besuchen.

wenn man sich erst an zwanzig bildern, fünfzig followern und vier werbebanner vorbeiklicken muss, um die notwendige information zu erhalten, dann ist man schon leicht genervt. die ungeduld der user im netz hat wahrscheinlich mit der suggerierten geschwindigkeit, mit der virtualität in beinahe-echtzeit zu tun. kein mensch möchte mehr ein paar sekunden warten, bis sich ein bild aufgebaut hat.

letztendlich lässt sich die usability auf ein ganz einfaches motto reduzieren: „weniger ist mehr“. lieber eine klare, schlichte seite mit einem etwas kleineren angebot, als ein gemischtwarenladen, in dem ich eine halbe stunde benötige, bis ich die schnürsenkel gefunden habe.

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